Ein Puzzlestück zum Heilwerden von schlechten Kindheitserfahrungen

In dem folgenden Video benenne ich ein Puzzlestück dafür, wie wir von schlechten Kindheitserfahrungen heilwerden können. Beim Heilwerden geht es um einen idR lebenslangen Prozess, bei dem unterschiedliche Aspekte wichtig sind. Hier werden 1-2 Aspekte beleuchtet.


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Erweckung in Berlin und Deutschland!?

Wie großartig wäre das, wenn innerhalb kürzester Zeit Berliner Gemeinden von allem lassen würden, was unnötig oder gar falsch ist und umso mehr Gott lieben würden, ihre Mitmenschen lieben würden und die Sünde hassen würden!?

Erweckung = radikaleres Christsein

Christen, die radikal für Vergebung einstehen.
Die nichts mehr machen, was andere kaputt macht.
Deren höchste Freude es ist, Gott zu ehren und anderen Menschen zu helfen.
Und die unbedingt erleben wollen, wie diese Kraft und dieser Friede andere Menschen erreicht und zum Guten verändert!
Die deshalb vom Evangelium erzählen.

Das könnte ebenso innerhalb kürzester Zeit die Stadt Berlin konstrukiv beeinflussen.
Menschen würden sich wieder vertragen. Streitigkeiten würden in Versöhnung enden.
Kinder würden nicht missbraucht werden, sondern Schutz und Wertschätzung erfahren.
Menschen würden schlagartig von Süchten befreit.
Chefs würden ihre Mitarbeiter mehr loben.
Die Kriminalitätsrate würden drastisch sinken.
Politiker und Manager wären noch mehr darum bemüht, dem Volk zu dienen.
Menschen würden durch Christus gerettet werden.

Man nennt einen solchen Vorgang „Erweckung“, weil er damit beginnt, dass Gottes Gemeinde „wach“ wird.
Dass so etwas möglich ist, beweist die Kirchengeschichte: überall dort, wo es solche Erweckungszeiten gab, haben sich dann auch ganze Regionen positiv verändert, weil viele Menschen zu einem Leben mit Christus gefunden haben.

Aber Erweckung in Berlin?

Allerdings scheint die geistliche Situation in Berlin und Deutschland eine andere Sprache zu sprechen.
Spannungen scheinen zuzunehmen. Zwischen Kulturen und politischen Gegnern. Die Wohnungsnot. Der Pflegenotstand. Mehr Menschen, die in Mülleimern nach Verwertbarem suchen. Zu wenig Kita-Plätze. Millionengräber wie ein Flughafen, die auch den politischen Frust der Menschen verstärken. Und schließlich zig ethisch bedenkliche Entwicklungen, die für unsere Gesellschaft nicht immer förderlich sind.
Im Grunde höchste Zeit für eine Erweckung!

Doch Berlin scheint anders zu ticken: eine Erweckung ist nicht in Sicht.
Berlin gilt mancherorts sogar als Hauptstadt des Atheismus in Europa.
Christen brauchen hier einen langen Atem.
Veränderungen gehen nicht schnell. Es müssen Jahre und vielleicht auch Jahrzehnte eingeplant werden, wenn eine Gemeinde Fuß fassen will.
Mit Großevangelisationen ist es nicht mehr getan. Attraktive Massenveranstaltungen gibt es genug in Berlin. Im besten Fall ist die Kirche ein Mitbewerber auf dem Markt der spirituellen Angebote. Aber gewiss kaum noch der hauptsächlich prägende Faktor. Stattdessen sind Gleichgültigkeit und Ablehnung in die vorderen Reihen gestiegen. Klar, es gibt auch noch eine beachtliche Anzahl von Kirchenmitgliedern. Es gibt auch sehr engagierte und gottverwurzelte Christen und durchaus blühende Gemeinden. Doch, wie erwecklich unsere Kirchenlandschaft insgesamt ist, dürfte kritisch zu betrachten sein. Zumindest, wenn man es an der Anzahl der neuen Mitglieder misst. In diesem Bereich reden wir eher von einem Transferwachstum: ein Christ wechselt die Gemeinde. Bekehrungen und Taufen bewegen sich in etlichen Gemeinden eher im einstelligen Bereich pro Jahr, wenn überhaupt.
Es riecht noch immer nach Stagnation und damit nach einem langsamen, stillen Sterben.

Ist Erweckung dennoch möglich?

Der Jesus-Gläubige geht von den Möglichkeiten Gottes aus: Ja, natürlich ist eine Erweckung möglich!

Aber bei allem Glauben: diese Zuversicht hatten manche Christen auch schon in den 80’ern des letzten Jahrhunderts.
Bisher gab es nicht „den Durchbruch“.

Wie sollen wir uns als Christen also verhalten?

 

Vier beachtliche Aspekte

Ich schlage vier Aspekte vor (womit nicht gemeint ist, dass darüber Erweckung funktionieren würde; ich würde die Situation, wenn überhaupt, mit der Situation der Juden im babylonischen Exil vergleichen; sprich: wir sind noch nicht da, wo wir sein sollen – trotzdem ist die gegenwärtige Zeit nicht unnütz; daher sind diese vier Aspekte eingebettet in möglicherweise hundert andere.):

1. Verstehe Berlin!
2. Starte mit Kleinem!
3. Bete!
4. Gemeinsam!


1. Verstehe Berlin!

Folgend nur einige meiner Beobachtungen:

Berlin funktioniert über Kleingruppen.
Man ist im Verein. Auf der Arbeit. Im Garten. Mit Freunden Sport machen. Zusammen in der Kneipe.
Jede Person hat etliche Orte, wo sie lebt und dort jeweils unterschiedliche Bekanntenkreise hat.
Großfamilien gibt es eher in der türkischen und arabischen Community. Wer dort Vertrauen findet, kann mit einem Schlag Dutzende von Menschen erreichen.
Aber die restliche Gesellschaft tickt anders. Vielleicht ist es noch immer die Berliner „Insel-Mentalität“ aus Mauerzeiten. Vielleicht ist es einfach auch nur „Stadtleben“. Vielleicht beides.
Wie hilfreich ist es dann, wenn Gemeinden hauptsächlich auf den Sonntags-Gottesdienst zur besten Brunch-Zeit setzen?

Berlin hat Ost und West.
Das Kleingruppen-Leben gilt für die West- und Ostbezirke. Es mag kurios sein, darauf hinzuweisen, bald 30 Jahre nach dem Mauerfall. Tatsächlich gibt es aber noch die entsprechende Mentalität. Es gibt ja auch noch die entsprechenden Gebäude und Straßen. Viele Teile von Ostberlin sehen anders aus als Westberlin. Natürlich gibt es längst fließende Übergänge und auch eine neue Generation, der all das nicht mehr viel bedeutet. Aber ich merke die Unterschiede, wenn ich in einer westlichen oder östlichen Gemeinde bin. Manchmal ist es „nur“ die Atmosphäre. Aber dahinter stecken Einstellungen und Erfahrungen der Menschen. Es ist weise, das im Hinterkopf zu haben.

Berlin hat Multikulti.
Nicht, dass man stets im Miteinander der Kulturen leben würde. Wie so oft, ist es eher ein sich parallel entwickelndes Leben, das gelegentlich Begegnungen am Döner-Imbiss oder in öffentlichen Einrichtungen hat (obwohl der Döner-Imbiss ja auch eine öffentliche Einrichtung ist). Selbst in einem Kiez wie Heerstraße Nord in Berlin-Spandau gibt es verschiedenste Kulturen und Nationen. Während man mit den einen zum Warmwerden am besten einen türkischen Tee trinkt, trinkt man mit den anderen vielleicht einen Wodka. Und es kann sein, dass beides zusammen nie gehen würde.
Ost und West. Multikulti.
Wie sinnig ist es, wenn Gemeinden versuchen, ihre Gemeindekultur als die einzig passende zu sehen? Wie nötig ist es, die Vielzahl der Kulturen auch im Gemeindeleben zum Ausdruck zu bringen?

Berlin öffnet sich.
Berlin hatte die Insel-Mentalität. Mit dem Mauerfall ändert sich auch die Mentalität. Der Berliner hat das Umland entdeckt. Zumindest bis zu Karls Erdbeerhof bei Elstal/Wustermark. Berlin ist internationaler geworden. Hollywood-Filme werden hier gedreht. Internationale Konzerne haben hier Vertretungen. Das alles ist noch keine Weltmetropole wie Tokyo, aber vielleicht ganz kurz hinter London (!?). Gemäß meiner beschränkten Sicht gilt das auch für den christlichen Bereich: die Zahl der Gemeindegründungen hat zugenommen. Und andere gemeindliche Projekte sind vermehrt an den Start gegangen. Die Öffnung hat zugenommen. Auch mit unangenehmen Folgen, wie z.B. der Segregation oder den verstopften Zufahrtstraßen im Berufsverkehr.
Wie nötig ist es, dass sich Gemeinden gleichermaßen öffnen? Verstehen, dass ihre Stadt internationaler und beweglicher geworden ist? Was heißt das für die Kirchen mit ihren Programmen?

Berlin hat 24 Stunden.
Natürlich gelten etliche dieser Beobachtungen auch für andere Städte. Aber ebenso für Berlin!
Wir haben hier Schichtarbeiter. Pendler. Überstundenmacher. Start Ups. Kinder, die von morgens an bis zum frühen Abend fremdbetreut werden. Wir haben unzählige Vereine und Organisationen, mit denen man seine Freizeit sinnvoll füllen kann. Die permamente Erreichbarkeit über das Handy. Ja, in der Nacht ist es in Gesamt-Berlin ruhiger (auch, wenn es hier und da umso lebendiger wird). Aber insgesamt lebt die Dienstleistungsgesellschaft in all ihrer Betriebsamkeit. Es gibt keinen Stopp-Knopf.
Was heißt das für Gemeinden? Sind sie umso wichtiger als besinnlicher Gegenpol? Müssen sie lernen, 24-Stunde-Gemeinde zu werden?

Das sind nur ein paar Beobachtungen und Fragen.

Demnächst mehr zu:
Erweckung in Berlin – Starte mit Kleinem!

Gemeindegründung in Berlin – Teil 2

– Fortsetzung von „Gemeindegründung in Berlin – Teil 1“ –

Der Gedanke hatte mich gepackt:
Mitten in einem Berliner Problemkiez entsteht eine Gemeinde, zu der Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Kulturen und Biografien strömen, dort zu Gott finden, Gott anbeten und erneuert in ihre Wohnungen gehen, um von dort aus den Kiez zum Guten zu verändern.
Denn, wenn es eine Kraft gäbe, die eine Gegend so verändern kann, dann doch Gottes Kraft!

Allerdings hatte ich keine Ahnung, wie man das macht.
Das war mir dennoch schnell klar:
Eigentlich will ich keine fertigen Christen erreichen, sondern Menschen, die noch keine Beziehung zu Gott haben.
Sozusagen ein Start von Null an.

Diese Überlegungen fielen in den gleichen Zeitraum, in dem klar wurde, dass ich doch in Berlin bleiben würde. Und mit meinem neuen Arbeitsvertrag wurde auch geklärt, dass solch missionarische Projekte angegangen werden dürfen.

Also, ging es neben Studium, der regulären Gemeinde- und Vorstandsarbeit mit den ersten missionarischen Bemühungen los. Mit jeweils ein, zwei, manchmal drei anderen ging ich verschiedene Versuche an:

– Wir gingen von Haustür zu Haustür.
Mir war klar, dass es nicht darum gehen konnte, Menschen an Ort und Stelle zu „bekehren“. Das könnte ich eh nicht. Ich mag es ja selbst nicht, wenn sich Werbeleute aufdrängen. Aber der Kontakt musste her. Ich entwarf Fragebögen, um die Meinungen der Anwohner notieren zu können. Oder wir gingen von Tür zu Tür, einfach nur, um etwas zu verschenken. Natürlich jeweils mit Kontaktadresse, für den Fall, dass jemand Interesse an mehr haben sollte.
Resultat: Etliche Menschen waren nicht da oder öffneten nicht ihre Türen.
Allerdings gab es ein paar Einzelne, die uns sogar in ihre Wohnung baten.
Das waren einsame Menschen. Die wegen ihrer Krankheit mehr drinnen als draußen waren. Sie freuten sich einfach über einen Kontakt. Wir durften auch mal für solche Menschen beten. Aber, dass jemand deswegen zu Jesus gefunden hätte, könnte ich nicht behaupten.

– Wir stellten (Tapezier-) Tische vor dem Einkaufszentrum auf.
Dort lagen CD’s, Bücher und andere Dinge, die auf Jesus verwiesen. Manchmal garnierten wir die Tische mit Luftballons. Manchmal verschenkten wir Getränke an warmen Sommertagen. Ein richtiges Gespräch kam nicht in Gang. Einmal durfte ich für einen Mann beten, der offenkundig stark krank war. Er weinte vor Rührung. Mehr passierte nicht.
Ein anderes Mal nahmen sich, m.E. moslemische, Teens einige der CD’s und warfen sie auf den Boden.
Für mich persönlich bemerkte ich einen wichtigen Unterschied:
Wenn ich mit wenig oder keiner Gebetsvorbereitung in einen solchen Einsatz ging, war ich sehr verkrampft. Aber mit der Gebetsvorbereitung war ich friedlicher. Leicht aufgeregt, aber ruhiger.

– Wir verteilten Tausende von Flyern.
Das Gute in diesem Kiez ist, dass es viele Außen-Briefkästen gibt. Mal eben 1000 Fler zu verteilen, ist kein großer Akt. Also, haben wir zig Anwohner mit christlichen Flyern „beschenkt“. Jeweils mit den Kontaktdaten der damaligen Gemeinde (LKG Radelandstraße) drauf. So weit ich es sehe, ist deswegen niemand zu dieser Gemeinde gekommen.

Später, auch nach der offiziellen Gemeindegründung, folgten weitere und ähnliche solcher Aktionen:
Teilnahme an Stadtteilfesten, Putzaktion im Kiez, Sport- und Spielaktionen, Waffelverschenk-Aktionen, das Verschenken von Unikat-Karten, Grillfest für die Nachbarn u.ä.
Ich will das alles nicht kleinreden, aber „gebracht“ hat es wenig.
Ja, wir haben uns als Gemeinde blicken lassen. Auch nicht schlecht.
Ja, wir wurden mit der Zeit auch von den Offiziellen registriert und etwas ernster genommen.
Doch, wenn man den Menschen wünscht, dass sie durch Gottes Liebe zu Jesus finden, dann muss ich festhalten, dass diese Aktion – zumindest nach meiner begrenzten Sicht – nichts gebracht haben.

Warum war das so?
Ich finde nach wie vor nicht DIE EINE ANTWORT.
Vielmehr verstehe ich mittlerweile, dass der Kiez aus sehr verschiedenen Menschen besteht.
Es gibt Russen, Türken, Polen, Araber, Deutsche, Afrikaner usw.
Es gibt durchaus noch den bürgerlichen Mittelstand, aber auch mehr und mehr finanziell, sozial Abgehängte.
Es gibt Kinder, Senioren, Arbeitslose, Arbeitende, Ehrenamtliche.
Es ist unmöglich, mit dem einen Flyer oder dem einen Einsatz alle Menschen gleichermaßen anzusprechen. Vielleicht wird man vereinzelt eine Person damit berühren, aber dafür zig andere nicht. Im „besten“ Fall reagieren diese dann gleichgültig. Im schlechtesten Fall ist das für sie ein gefundenes Fressen und sie positionieren sich deswegen umso mehr gegen Kirche und Christentum.
Es hilft enorm, sich vorher bewusst zu machen, wen genau man ansprechen möchte.
Klar, am liebsten alle. Aber faktisch tut man das nicht. Man grenzt eben auch aus.
Dann doch lieber zielgerichtet vorgehen und nicht mit der Gießkanne einmal rübergehen.
Biblisches Motto: „Den Juden ein Jude sein und den Griechen ein Grieche.“

Ferner haben wir die Offiziellen nicht gleich im Blick gehabt.
Organisationen wie ein Gemeinwesenverein, die Kirche vor Ort, die Managerin des Einkaufszentrums usw., sind mitunter federführende Einrichtungen. Sie können Türen öffnen und schließen. Sie können sich gegen neue Projekte stellen, sie aber auch fördern. Mit der Zeit bekamen wir einige dieser Kontakte. Und wir entdeckten sehr viele engagierte, offene und freundliche Menschen. Es ist für so ein kleines christliches Projekt gut zu wissen, wenn die Offiziellen zumindest nicht gegen einen sind und man sich auf der Straße freundlich grüßen kann.

Und schließlich gibt es zwei Sprachen, die alle verstehen:
1. Helfen.
2. Verlässlichkeit.
Nahezu jeder Mensch schätzt es, wenn das Gegenüber zuverlässig und hilfsbereit ist.
Und m.E. ist das umso wichtiger, je gottfremder eine Gesellschaft ist.
Wo der Kirche gleichgültig oder gar ablehnend begegnet wird und wo die Menschen mehr am Fernseher oder Handy kleben statt die Bücherei zu bevölkern, richtet man mit dem Verteilen von Bibeln meist wenig aus. Das bestärkt eher die Gegenwehr.
Aber wo die Kirche hilft und am Ball bleibt, öffnet man auch Herzenstüren.
Vor allem in einer Gegend, wo viele Abgehängte und Einsame leben.
Dabei geht es um sehr viel Beziehungsarbeit. Vertrauen wächst nicht von Heute auf Morgen.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen davon: es gab einzelne Begegnungen, wo sich Menschen schnell geöffnet haben. Vielleicht auch wegen ihrer Einsamkeit. Aber vermutlich ist das nicht der Normalfall.
Ich bin absolut ein Verfechter davon, dass Gottes Wort ausgesprochen (gesungen, verschriftlicht, dargestellt) werden muss. Aber in diesem Kiez muss die Tat der Liebe lauter sein.
Auch das hätte ich zu Beginn mehr bedenken können.

Die einzige Aktion, die uns den Menschen wesentlich näher gebracht hat, waren Gebetsspaziergänge.
Dazu im nächsten Teil mehr.

Email-Problem: Störungen bei Web.de

Bei einem meiner Web.de-Email-Konten taucht ein Problem auf.
Vereinzelt kann ich via Thunderbird einzelne Emails versenden. Das klappt zu Beginn vielleicht 1-4x.
Spätestens dann, wenn ich eine Sammel-Email verschicken will, erscheint bei Thunderbird diese Fehlermeldung:

„Fehler beim Senden der Nachricht: Der Mail-Server antwortete:
Requested action not taken: mailbox unavailable
Failure sending mail. Try again later.
Bitte überprüfen Sie die E-Mail-Adresse des Empfängers „abc@xl.de“ und wiederholen Sie den Vorgang.“

Anschließend kann ich auch keine einzelnen Emails versenden.

Folgendes habe ich schon erfolgslos ausprobiert:

1. Stimmen alle Daten überein?
Habe ich die richtigen IMAP- und SMTP-Daten eingegeben?
Stimmt das Passwort?
Usw.
Ergebnis: Ja, alle Daten sind korrekt eingegeben.

2. Löschen der Daten bei Thunderbird und Neueingabe bei Thunderbird
D.h.: Ich lösche das Email-Konto bei Thunderbird (nicht bei web.de!), starte Thunderbird neu und gebe die Kontodaten erneut ein.
Ergebnis: Das Problem bleibt dasselbe.

3. Wechsel des Email-Programms
Statt Thunderbird habe ich es auch mit dem Email-Programm von Microsoft probiert.
Ergebnis: Das Problem bleibt.

4. Schreiben der Emails direkt von der web.de-Plattform
Statt ein externes Email-Programm zu verwenden, benutze ich die Internet-Plattform von web.de. Also, ich gehe auf die entsprechende Homepage, logge mich ein und schreibe von dort die Emails.
Ergebnis: Das funktioniert!
Allerdings will ich so nicht vorgehen müssen, sondern ich will ja ein externes Email-Programm benutzen.

5. Überprüfen der Einstellungen bei web.de
Dann habe ich bei web.de in den Email-Einstellungen überprüft, ob externe Email-Programme überhaupt auf das Konto zugreifen dürfen. Ja – das entsprechende Häkchen hatte ich gemacht.
Ergebnis: An den web.de-Einstellungen kann ich nichts Relevantes beeinflussen.

6. Kontaktaufnahme mit dem Kundenservice von web.de
Ich habe versucht, im Internet die Kontakdaten von web.de herauszubekommen.
Die angegebenen Telefonnummern scheinen nicht mehr aktuell zu sein. Auch über die von web.de selbst angegebene Nummer erreiche ich niemanden, wiewohl es gemäß ihrer eigenen Angaben zur Zeit möglich sein sollte. Von dem Schreiben einer Email raten andere ab, weil in der Antwort-Email nur auf die – in das Leere laufende – Telefonnummer verwiesen werde. Die Telefonnummer aus dem Impressum von web.de reagiert. Allerdings ist die Verwaltung nur Wochentags erreichbar.
Ergebnis: Die Kontaktaufnahme scheint von web.de nicht gewollt zu sein.

Was also tun?
Ich habe den Email-Anbieter gewechselt!

Warum ist das Alte Testament so grausam?

„Warum ist das Alte Testament so grausam?“

Eine eher plakative Frage, die aber das Empfinden von manchen Lesern der Bibel gut ausdrückt.
Heute morgen habe im Alten Testament (AT) im Buch 2.Samuel gelesen.
Es wird berichtet, was sich nach dem Tode Sauls, des Königs Israels, zugetragen hat und wie sich die Machtposition von David ausgebaut hat, bis er von ganz Israel als neuer König anerkannt wurde.

Brutales und Ungerechtigkeit

Es ist zu lesen, wie David einen Boten töten lässt.
Wie zwei gegnerische Armee-Oberste ihre Männer gegeneinander antreten lassen und wie diese Männer sterben.
Wie einem Verfolger ein Speer in den Bauch gerammt wird.
Wie jemanden Hände und Füße abgehackt werden oder wie der Kopf eines Toten herumgetragen wird.
Wie David mindestens sechs Frauen hatte und mit jeder von ihnen ein Kind zeugte.
Und wie er als König befiehlt, eine siebte Frau, Michal, zu bekommen.
Wobei zu beachten ist, dass Michal mit einem anderen Mann verlobt war und dieser ihr weinend hinterherlief, als sie ihm weggenommen wurde.

Als ich all das las, dachte ich:
„Wie brutal. Wie menschenverachtend. Was sagt nur Gott dazu?“

Tatsächlich wird in diesen Kapiteln nicht berichtet, was Gott von all diesen Geschehen hält.
So ist das mit vielen Teilen der Bibel: Nur, weil uns ungeschönt alles berichtet wird, heißt das nicht, dass Gott diese Geschehnisse gut findet. Es ist wie mit einem Journalisten, der vom Syrien-Krieg erzählt. Seine Erzählung bedeutet nicht zwangsläufig, dass er diesen Krieg gut findet.
Das ist ein wichtiger Aspekt beim Lesen der Bibel!

Wie steht Gott zu diesem Leid?

Dennoch bleibt die Frage an den allmächtigen Gott bestehen:
„Wieso lässt du das zu?“

Zumal das erschwerend hinzukommt:
Gott hatte sich David als König von Israel berufen!
Gott wollte, dass dieser David König wird!
Der Mann, der in Schlachten andere Menschen getötet hat. Der Mann, dem eine Frau nicht genügte. Der Mann, der das Leben anderer zerstörte.

Natürlich muss man relativieren:
David war ja nicht nur der Zerstörer.
Gott war ihm wichtig.
David’s Charakter zeigt einen Mann, dem Gerechtigkeit, Loyalität und Ehre viel bedeuten. Für manch anderen Menschen war David auch ein Segen.

Dennoch:
In diesen Kapiteln lesen wir nichts davon, wie Gott dazu denkt.
Wir könnten es nur von anderen Bibelstellen herleiten.

Die Frage an Gott wird zur Frage an mich

Nach dem Lesen dieser Geschichten betete ich und fragte Gott, was Er dazu denkt.
Das sind die Gedanken, die mir gekommen sind:

Bin ich denn anders?
Zuerst will ich antworten:
„Natürlich! Ich habe niemanden umgebracht! Ich habe niemanden die Frau weggenommen! Ich bin nicht brutal!“

Ich bin wie der Mörder und Ehebrecher und Lügner

Aber es geht tiefer.
Könnte es sein, dass ich manches davon nicht getan habe, weil ich schlichtweg nicht die Chance dazu hatte?
Nehmen wir an, ich würde dem Mörder eines von mir geliebten Menschen gegenüberstehen und hätte die Möglichkeit, jetzt „Gerechtigkeit“ zu üben… würde ich wirklich widerstehen?
Wenn ich mehr als eine Frau „haben“ könnte – und meine Kultur es auch okay finden würde -, wäre ich dann wirklich nur einer Frau treu?
Ein Sprichwort sagt: „Gelegenheit macht Diebe“.
Wer weiß, ob ich in der Haut von David & Co wirklich anders gehandelt hätte! Vielleicht haben mir bisher nur die Möglichkeiten gefehlt!

Es geht die nächste Stufe tiefer:
Was steckt denn hinter dem Mord?
Dahinter steckt der Wunsch, den anderen Menschen nicht mehr sehen zu müssen. All das, was man an ihm nicht mag, ausradiert zu wissen. Weil es einfacher scheint, ohne diesen Menschen zu leben. Der andere Mensch scheint nicht die gleiche Wertigkeit zu haben, die man sich selbst gibt.
Mord kann von diesen Beweggründen geleitet sein:
– Ich will die Qual, verursacht durch den anderen, nicht mehr haben. Also: Flucht vom Leid.
– Ich stehe höher als der andere. Also: Ich bin Richter über den anderen.
Wenn ich mir das vor Augen male, stelle ich fest:
Klar, ich habe niemanden tatsächlich umgebracht.
Aber ich kenne diesen Wunsch nur zu gut, bestimmte Personen nicht mehr in meinem Leben haben zu wollen. Weil sie mir zu unangenehm sind, weil sie nerven, weil sie mich verletzt haben. Mein Leben schiene einfacher zu sein, wenn es diese Menschen nicht gäbe.
Und ja: ich habe mich schon oft klüger, besser und wichtiger empfunden als andere. Wenn ich z.B. bei einer Diskussion denke, dass der andere es einfach nicht kapiert hat, ich aber schon…, dann stelle ich mich idR höher als den anderen. Ich bin der Checker – und der andere hat keine Ahnung. Das ist im Kern die „Richterposition“.
Somit muss ich bekennen:
Das, was manche Mörder antreibt, steckt auch in mir. In meinem Wesen bin ich nicht so unterschiedlich. Sehr vereinfachend gesagt, aber prinzipiell treffend: Auch in mir steckt ein Mörder, Ehebrecher, Dieb, Verleumder, Lügner.
Ich betreibe all das vielleicht nicht bis zum Letzten. Aber ich kenne diese Regungen und habe manches davon im kleineren Maßstab gedacht oder getan.

Der Heilige Geist macht den Unterschied

Zuletzt:
Die Menschen im AT hatten nicht den Heiligen Geist.
Es gab gottesfürchtige Menschen unter ihnen. David wird später noch als „Mann nach dem Herzen Gottes“ bezeichnet (was m.E. daran liegt, dass David stets bereit war, erkanntes Unrecht sein zu lassen und sich von erkannten Sünden abzukehren).
Aber der Heilige Geist hatte von der Mehrheit dieser Menschen keinen Besitz ergriffen.
Das ist der große Unterschied zu dem, was durch Jesus Christus möglich geworden ist:
Wer zum Nachfolger Jesu wird, hat den Heiligen Geist in sich.
Das ändert alles.
Nun werden wir vor Sünden gewarnt. Wir lernen, Gott und Menschen zu lieben.
Gottes Liebe zu leben, wird uns wichtiger, als unser eigener Chef zu sein.
Sündigen können wir dennoch. Diese Möglichkeit hat jeder Christ und oft nutzen wir auch diese Möglichkeit.
Aber durch den Heiligen Geist lernen wir, anders zu leben. Da hat jeder sein eigenes Lerntempo.
So werden wir vom Geist Gottes verwandelt, hin zu einem Menschen, den sich Gott als Ebenbild gedacht hat.
Aber Menschen, die den Heiligen Geist nicht in sich tragen, können nicht anders handeln als David & Co.
Gewiss: sie können auch lieben. Sie können auch nach edlen Tugenden trachten.
Denn sie sind immer noch Gottes Geschöpfe und Gottes Idee lebt in ihnen.
Aber sind nicht wirklich befreit. Schuld lastet oft auf ihren Seelen. Zwänge bleiben. Sie erleben kaum den inneren Frieden Gottes. Sie sehnen sich danach. Sie suchen danach. Aber solange sie das nicht bei Jesus Christus finden, bleibt es leer in ihnen. Oft auch finster.
Heute haben wir die Chance, zu Gott umzukehren und Jesus nachzufolgen. Wir können den Heiligen Geist empfangen.
Und können damit zu Menschen werden, die sogar ihren Feinden vergeben. Nicht, weil es ethisch besser wäre, sondern weil es ihrem Verlangen entspricht.

Ehrfurcht

Dann kam beim Gebet Ehrfurcht vor Gott auf.
Gott hatte beschlossen, David als König einzusetzen.
In dem Wissen, dass David ein fehlerhafter Mensch war, der auch sündigte.
Gewiss hatte Gott das Problem, dass es keinen anderen Mensch gab, der ohne Sünde war. Es gab niemanden, der perfekt und astrein war. Gott hatte nur die Wahl zwischen Sünder 1, Sünder 2, Sünder 3 und so weiter.
Da aber Sein Entschluss feststand, David zum König zu machen, konnte Ihn auch niemand daran hindern. Trotz aller Sünden, Krisen, Leiden und Ungerechtigkeiten führte Gott Seinen Plan aus.
So gilt das bis heute:
Niemand, keine Sünde, kein Mensch, kein Satan, kann Gott hindern, Seine Pläne auszuführen.
Wir haben nur die Wahl:
Rebellieren wir gegen Seine Pläne oder fügen wir uns ein?

Ein harmloses Beispiel:
Ein Fußball-Nationalspieler der deutschen Mannschaft kann dem Trainingsplan von Joachim Löw folgen. Er muss aber nicht. Bloß, wenn er dem Trainingsplan nicht folgt, wird er aus dem Kader geworfen.
Das ist auch die Position von uns Menschen gegenüber Gott:
Wir können uns Gott unterordnen und Teil Seines Plans werden.
Oder wir spucken darauf und werden rausgeworfen.

Gut, dass wir durch Jesus die Chance bekommen haben, wieder „Spieler“ in Gottes Mannschaft zu werden.

Gemeindegründung in Berlin – Teil 1

Heute starte ich mit meiner Geschichte der Gemeindegründung in Berlin. Regelmäßig werde ich von meinen Erfahrungen der letzten 12-13 Jahre berichten. Eine Geschichte, die voll mit Fehlern, starken Erlebnissen, vielen Experimenten ist und die eine Menge von Gottes Gnade enthält.

Eine Geschichte, die mit drei, vier Personen angefangen hat. In der ca. 90 Personen direkt beteiligt waren. In der es etliche Menschen wieder woanders hingezogen hat. Und eine Geschichte, die zwischenzeitlich auf eine Gemeinde im Westen Berlins verweist, der sich ungefähr 50 Menschen nahe wissen.

Letztlich ist es Gottes Geschichte mit uns Menschen. Und, wenn man es ganz genau nehmen wollte, müsste man wirklich bei Adam und Eva anfangen.
Um aber den Prozess abzukürzen, fange ich hier an:

Es war klar für mich, dass ich in Berlin keine berufliche Perspektive als Pastor haben würde. Gemeinden wachsen hier nicht wie Sand am Meer. Und Pastoren wechseln nicht jedes Jahr ihre Stelle. Ganz anders in Süddeutschland: Dort gab es immer wieder Stellenausschreibungen (damit will ich nicht sagen, dass dort Pastoren jährlich die Gemeinde wechseln oder dass es dort den „Gemeinde-Sand“ geben würde). Die Zeit lief und ich musste mich entscheiden: Sollte ich in Berlin bleiben oder den Schritt in den Schwarzwald wagen, wo ich schon ein Angebot in Aussicht hatte?

In diesen Tagen der Entscheidung musste ich am Gebiet Heerstraße Nord in Berlin-Spandau vorbei. Eine Hochhausgegend mit damals ungefähr 16.000 – 17.000 Menschen. Und es geschah etwas mit mir, womit ich nicht gerechnet hatte: Plötzlich – und ich kann es nicht anders beschreiben – fuhr eine Idee in mich. Und zwar die Idee der Gemeindegründung. Eine Gemeinde mittem im Kiez. Eine Oase, zu der jeder kommen darf. Auftanken kann. Gott lobt. Und gestärkt weiter in den Alltag geht. Eine Stätte der Heilung.
Ich war so gepackt von dieser Idee, dass ich ein paar Nächte kaum einschlafen konnte, weil ich so viele Gedanken hatte. Ich war schnell dabei, Pläne zu schmieden.

Bis dato hatte ich im Rahmen meiner theologischen Ausbildung nur ein kleines Seminar zum Thema „Gemeindegründung“ besucht. „Gemeindegründung“ – das war was für Freaks… aber nicht für mich!
Doch in diesen Tagen war mir das egal. Ich war fasziniert. Ängstlich. Begeistert. Spürte eine enorme Motivation. Und hatte zugleich keine Ahnung, wie man das macht – Gemeinde zu gründen.

Egal.
Ich wollte starten.

Seit Jahren Vegetarier, Bambuszahnbürsten, selbstgemachtes Shampoo und mehr Vitamin D

Vegetarier sein

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie lange ich mich schon vegetarisch ernähre.
Zwischenzeitlich hatte ich eine Phase, in der ich mich bemühte, vegan zu essen. Das habe ich ungefähr ein Jahr durchgehalten. Ich habe den Käse vermisst.
Das Vegetarische bekommt mir nach wie vor gut. Ich mag zwar den Geruch von Grillfleisch. Aber ich habe kein Verlangen nach dem Fleisch. Es gibt zwei, drei Ausnahmen im Jahr. Zum Beispiel, wenn es wirklich sehr unhöflich wäre, das angebotene Fleisch nicht zu verzehren. Oder wenn ich einmal im Jahr auf Trekking-Tour bin.
Über diese Ernährungsweise habe ich über die (vielleicht vier Jahre, fünf) Jahre ungefähr sieben Kilogramm abgenommen.
Somit stehe ich nicht wirklich vor einer Entscheidung, sondern halte einfach mal zwischendurch inne, mache mir all das bewusst und werde auch in Zukunft auf diese Weise weitermachen.
Auffällig ist, dass, obwohl mittlerweile jedes normale Restaurant mindestens eine vegetarische Mahlzeit auf der Menükarte anbietet, es aber noch immer Aufsehen erregt, wenn Menschen mitkriegen, dass ich mich vegetarisch ernähre. Vielleicht gleichen sie auch einfach nur mein Veggie-Statement mit meiner noch immer stabilen Figur ab, und fragen sich, ob ein Veggie-Mann nicht ganz dürre aussehen müsste.

Bambuszahnbürste

Ich bin wirklich kein Gesundheits-Fetischist, aber finde es manchmal sehr interessant, was wir mit uns und dieser Schöpfung so anstellen. Was hilft? Was zerstört?
Ein weiterer kleiner Schritt war für mich die Anschaffung von Bambuszahnbürsten. Nicht unbedingt, um die Natur vor Plastik-Abfall zu bewahren. Ist gewiss ein netter Nebeneffekt. Dafür wird die Schöpfung durch andere Dinge bei der Herstellung und Anlieferung der Bambuszahnbürste geschädigt. Nein – mein eigentlicher Grund war, dass ich nicht Plastikzeugs in meinem Mund haben will. Vielleicht macht so eine Plastikzahnbürste ja gar nix Schlimmes mit mir. Es ist mir schlichtweg sympathischer, Holz zu spüren. Allerdings kommt es sehr auf die Dauer des Zähneputzens an. Nach ungefähr drei Minuten wird die Mundschleimhaut nahe der Lippen gereizter. Gut, dass keine Späne zwischen den Zähnen zurück bleiben.

Von „No poo“ hin zum eigenen Test-Shampoo

Irgendwann wollte ich mir nicht ständig die Chemie von Shampoos antun. Kann ja sein, dass mein Körper auch damit gut zurecht kommt. Dennoch ist es mir suspekt geworden, all die Inhaltsstoffe auf meine Kopfhaut zu reiben. Womit konnte ich meine Haare ansonsten sauber halten?
Tatsächlich habe ich einige Wochen lang – ich schätze, so ca. 2-3 Monate – meine Haare einfach nur regelmäßig gewaschen. Mit purem Wasser aus dem Leitungshahn. Die Haare haben nicht gestunken. Oder vielleicht hat sich auch nur niemand getraut, mir das zu sagen.
Allerdings neige ich zu trockener Haut und irgendwann kam eine Phase, in der die Kopfhaut öfter zu jucken begann. Es bildeten sich wieder kleine Schuppen. Ich war kurz davor, mir ein herkömmliches Anti-Schuppen-Shampoo anzuschaffen. Stattdessen habe ich mir einen Shampoo-Mix aus viel Wasser, bisschen Olivenöl und noch weniger Pfefferminzöl, Zitronenöl und Teebaumöl kreiert. Damit komme ich seit ungefähr zwei, drei Wochen gut zurecht. Mal sehen, was das Langzeitergebnis ergibt.

Vitamin D3 + Vitamin K2

Tja und mein aktuellster Schritt ist die Einnahme von Vitamin D3 in Kombination mit Vitamin K2 und hin und wieder ein wenig Extra-Magnesium. Die Einnahme von Vitamin D3 ist ein Thema für sich. Einzelne Mediziner haben dazu ganze Bücher geschrieben oder sogar Internetseiten veröffentlicht. Klar ist, dass die meisten Nord- und Mitteleuropäer zu wenig Vitamin D in sich haben. Vitamin D ist eigentlich ein Hormon und angeblich weisen zig Studien eindeutig darauf hin, dass ein Mangel an Vitamin D zu diversen Krankheiten führen kann oder diese begünstigen können. Hingegen kann eine ausreichende Vitamin D-Versorgung wohl präventiv gegen Krebs wirken. Ich habe all diese Studien nicht gelesen und vertraue zur Zeit darauf, dass die sich äußernden Experten Recht haben. Etliche dieser Experten erwähnen, dass neben dem Vitamin D3 unbedingt Vitamin K2 eingenommen werden sollte. Und meine Empfehlung ist zudem, nicht blind voranzugehen, sondern vorab einen Vitamin D-Bluttest machen zu lassen.
Wer an diesem Thema Interesse hat, wird im Internet schnell fündig.
Meine persönlichen Beobachtungen sind bislang die:
– Als ich in der ersten Woche meinen Vitamin D-Speicher auffüllte (bei mir waren es tägliche Dosen von ca. 90.000 Internationen Einheiten – in Ölform, weil das der Körper wohl am besten verarbeiten kann) fühlte sich mein Körper manchmal so an, als hätte ich eine Tasse Kaffee zu viel getrunken. Nachdem ich in den Erhaltungsmodus gegangen bin, taucht dieses Gefühl nicht mehr auf.
– Ich habe etwas mehr Schlafbedarf und mein Schlaf scheint ein wenig tiefer zu sein. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das die Folge vom Alltagsstress ist oder ob es wirklich am Vitamin D liegt. Allerdings habe ich auch von anderen Vitamin D-Nutzern gelesen, dass manche Ähnliches bei sich beobachten. Einer erklärte das so für sich: Es sei wie ein langer Sommertag draußen im Sonnenschein. Der Körper ist voll mit dem Vitamin und brauche nun Ruhe, um es zu verarbeiten.
– Tatsächlich nehme ich mir selten mehr Schlafzeiten als vorher. Dennoch fühle ich mich insgesamt leistungsstärker. Das fühlt sich nicht revolutionär an, aber mein Energiespeicher scheint voller zu sein. Nun hatte ich vor der Vitamin D-Einnahme keinen richtigen Vitamin D-Mangel, sondern einfach nur nicht die Ideal-Menge im Körper. D.h., jemand, der wirklich einen Mangel hat, könnte die vermehrte Energie als revolutionär empfinden.

So, das war mein Gesundheitsinnehalten. Mal schauen, was in einem halben Jahr los ist.