Identität – Ebenbild

Wer bist Du?
Wer bin ich?

Solche Fragen interessieren nicht jeden. Aber sie sind von fundamentaler Bedeutung. Es sind Fragen nach der Identität. Es geht um unser Sein. Auch, wenn unser Handeln unser Sein beeinflussen kann, so bestimmt unser Sein wesentlich unser Handeln.

Wer sich als Versager sieht, wird jede Menge „Looser“-Punkte in seinem Leben sehen und entsprechend handeln.
Wer sich als „Champ“ und Gewinner sieht, wird selbst in den absurdesten Situationen das Siegerlächeln auf den Lippen tragen.

Mir fällt Ähnliches bei Menschen auf, die eher schwermütig sind.
Sie seien so kraftlos. Sie könnten ja nicht. Es sei alles so schwer.
Dahinter steckt oft das Denken über die eigene Identität:
Man sei halt ein Bequemer. Oder ein Depressiver. Ein Begrenzter.

Doch in der Bibel steht schon im ersten Kapitel:„Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.“ (1. Mose 1,27)

Eine ähnliche Aussage wurde schon im vorangegangenen Vers gemacht:
„Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei…“ (1. Mose 1,26 a)

Eine Aussage, die dreimal hintereinander festgehalten wird, ist von höchster Wichtigkeit. Als wollte der Verfasser diesen Punkt besonders festklopfen. Jetzt kommt’s – darauf achte:
Der Mensch wurde als Ebenbild Gottes geschaffen.
Im Lateinischen wird „imago Dei“ dazu gesagt. Bild Gottes. Abbild Gottes. Wer den Menschen sieht, soll Gott sehen.

Von Gottes Seite her ist das keine protzerische Eitelkeit.
Es ist Ausdruck Seiner Liebe. Er will die Gemeinschaft mit den Menschen. Er freut sich an den Menschen. Er bejaht sie und ihr Leben.
Wie Eltern sich daran freuen, wenn sie ihre guten Seiten in ihrem Kind entdecken, so freut sich Gott an Seinem „Nachwuchs“.

Auch, wenn die meisten Menschen heutzutage Zerrbilder Gottes sind, zerknüllt, zerrissen, löchrig…, so steht noch immer die Berufung Gottes über jedem Menschenleben:
„Du bist eigentlich zum Ebenbild Gottes gedacht!“

Warum Zerrbild und warum „eigentlich“ …?
Was heißt es, als Ebenbild Gottes gedacht zu sein?
Das wird in einem der nächsten Artikel dargestellt.

Bis dahin gilt aber:
Deine eigentliche Bestimmung ist es nicht, Versager zu sein oder „Champ“.
Es geht nicht darum, dass Du über Leistung und Erfolge definiert wirst oder über die Anerkennung durch andere Menschen.
Halte fest und sage es Dir notfalls täglich:
Du bist als Ebenbild Gottes gedacht!

Dein Leben ist wertvoll und gewollt.
Es gibt einen Sinn in Deinem Leben.

Und Du wirst ihn entdecken, wenn Du Gott entdeckst.

—-

Bild von http://www.sxc.hu/photo/238808 am 30.07.2010 – Upload von
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5 Gedanken zu „Identität – Ebenbild

  1. Hi Dirk,

    hab dann auch mal rübergemacht. Sieht nett aus hier 🙂
    Wenn du magst, kannst du ja mal in meinen Artikel über Gottebenbildlichkeit reinschauen: http://bit.ly/bioUV0

    Ansonsten hast du dir da ein ganz zentrales und wie ich finde schwieriges aber interessantes Thema ausgesucht.

    Viele Grüße
    Tom

  2. Pingback: Gottebenbildlichkeit bei Melanchton « Notizblog

  3. Pingback: Identität – neues Ebenbild « berlinjc

  4. Pingback: Wie mit Gefühlen umgehen? – Teil 2 « berlinjc

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