Identität – neues Ebenbild

Die Suche nach Identität treibt manche Menschen in Esoterik-Workshops, wo sie für viel Geld ihr Innerstes erforschen. Manche fahren in ferne Länder, um sich und ihr Leben besser zu erkennen – glücklich, wer erkennt, dass er derselbe ist, egal, in welchem Land.

Mancher definiert sich über das Gewinnen. Andere sehen sich als Versager.
Ob man nun nach der eigenen Identität sucht oder nicht – jeder hat eine Identität. Und diese Identität wird mehr oder weniger bewusst gefüllt. Sie wird gelebt.

Seit dem Ur-Bruch zwischen Menschen und Gott besteht ein Riss in der Identität des Menschen. Viele füllen diesen Riss dann eben mit Leistung, Drogen, Sex, Besitz, Berühmtheit, Religion … was auch immer.
Doch solange dieser Riss nicht mit dem eigentlich Gedachten gefüllt wird, bleibt der Riss bestehen und verheilt nicht.

Gott wäre nicht Gott, wenn Er nicht einen Plan für die Riss-Füllung gehabt hätte. In 1. Mose 3,15 kündigt Er jemanden an, der den Bösen vernichten wird – zwar mit eigenen Schmerzen, aber letztlich doch siegreich:
„Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“
Das ist das sog. Proto-Evangelium: die gute Nachricht im Mini-Format.

Doch bis dahin sollte es aus menschlicher Sicht noch ein langer Weg sein (Erwählung Abrams, Erwählung Israels mit allen Höhen und Tiefen…).
Aber stets mit dem Wunsch Gottes:
„Und ich will unter euch wandeln und will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.“ (3. Mose 26,12).
Gott will die Gemeinschaft mit den Menschen.

Dann sendet Er Seinen Sohn Jesus Christus:
„Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat. Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er ererbt hat, höher ist als ihr Name.“ (Hebräer 1,1 ff.)

Dieser Jesus ist der Abglanz der Herrlichkeit Gottes und Sein Ebenbild!
Dieser Jesus ist sozusagen der zweite, der neue Adam:
„Wie nun durch die Sünde des Einen (Anm.: Adam) die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt.“
(Römer 5,18)

Durch diesen Jesus Christus, dem angekündigten Sieger aus 1. Mose 3,15, wird die Verdammnis der Menschen aufgehoben.

Das ist nichts anderes als die Aufhebung des Fluches über Adam und Eva.
Wenn aber die Verdammnis aufgehoben ist, dann ist Raum für die Rechtfertigung. Diese Rechtfertigung ist nicht zuerst im strafrechtlichen Kontext zu verstehen, sondern muss auch auf Beziehungsebene gedacht werden: der Mensch kann vor Gott wieder ein Gerechter sein. Somit einer, der berechtigt ist, in der vollen Gegenwart Gottes zu leben.
Das ist allein durch das Opfer Jesu am Kreuz geschehen.

Wer sich davon leiten lässt, dem wird eine Berufung zugesprochen:
„Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“
(Römer 8,29)
Die Berufung besteht also darin, dem Bild Jesu Christi gleich zu sein.
Wenn Er aber das Ebenbild Gottes ist, dann heißt das:
Die Christen sind dazu bestimmt, Ebenbild Gottes zu sein.
Das ist die Wiederherstellung der eigentlich gedachten Identität der Menschen.

Wer sich so an Jesus Christus wendet,
wer sieht, dass durch Jesus unsere Zerrbilder weggeworfen wurden und so Platz gemacht wurde für die Ebenbildlichkeit Gottes,
der kann erfahren, dass die eigene Identität mehr und mehr heil wird (ein Prozess, wie 2. Korinther 3,18 andeutet).

Kein Suchen mehr nach menschlicher Perfektion, nach Drogen oder anderen Ersatzstoffen. Kein Streben mehr nach mehr und mehr religiösen Übungen. Sondern ein Ausgerichtetsein auf Gott und ein damit verbundener Friede für das Herz.

Mal schauen, ob ich noch mehr dazu schreiben werde…

Teil 1: Identität – Ebenbild
Teil 2: Identität – Zerrbild

Foto – Quelle:
http://www.sxc.hu/photo/975475 von http://www.sxc.hu/profile/ba1969
und
http://www.sxc.hu/photo/254266 von http://www.sxc.hu/profile/CathyK

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Ein Gedanke zu „Identität – neues Ebenbild

  1. „Noch keine Kommentare?
    Da sieht man wohin die von >Gott abgefallene Menscheit< sich entwickelt.
    Die verlorene Identität des Menschen, ist ein Ursache sagt Christus,
    "Dass sie die (geistige Finsternis und Unwissenheit- mehr lieben als das geistige Licht Gottes".
    Obwohl das innere geistige Licht Gottes, allen Menschen nahe ist,
    schauen sie nur mit ihren äußeren Augen-während die inneren Augen,
    in Herzensblindheit sich befinden.
    Hier fängt die Übung des natürlichen und ungeistigen Menschen an,will er zu Gott finden, um eine ewige Verbindung, Vereinigung und lebendige
    Gemeinschaft mit Gott und seinem Christus/Gesalbten herzustellen.

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