Wie mit Gefühlen umgehen? – Teil 4

Emotionen können uns stark antreiben – manchmal so sehr, dass man sich wie ein Sklave seiner Empfindungen fühlt (s.a. Teil 1).

Dabei ist es sehr gut, dass wir Gefühle haben (s.a. Teil 2). Es heißt nicht, dass es immer gut ist, den eigenen Empfindungen Raum zu geben. Oder dass wir stets zum richtigen Zeitpunkt auch die angemessenen Gefühle haben. Aber Gefühle an sich zu haben, ist etwas sehr Gutes!

Um einen hilfreichen Umgang mit eigenen Empfindungen zu entwickeln, sind einige Erkenntnisschritte nötig. Eine erste Erkenntnis ist die: Wir tendieren automatisch zur Egozentrik (s.a. Teil 3). Damit sind diverse Spannungen verbunden, die uns und anderen wenig weiterhelfen.

Eine weitere Erkenntnis folgt nun:

„Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht. Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.“
(Galater 5,22-24)

Hier entdecken wir eine Lebenswelt, die sich wesentlich angenehmer anhört: Liebe, Freude, Frieden … viele schöne Dinge. Wer den Unterschied zwischen dem Empfinden von innerer Unruhe und innerem Frieden kennt, dem dürfte es leicht fallen, den inneren Frieden zu bevorzugen. Zumindest vom Wünschen. Das Vollbringen ist etwas anderes.

Nur: Wie kommen wir in den Genuss der eher positiven Gefühle? Oder: Was tun, wenn zerstörerische Gefühle aufkommen und dann scheinbar ein unumkehrbares Muster abläuft?

Die weitere Erkenntnis steckt in diesem Vers:
Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.“

Es geht darum,
o  Jesus Christus anzugehören
o  und das Fleisch gekreuzigt zu haben.

Warum das?
Wie im dritten Teil dargestellt, ist die normale menschliche Natur diese: Egozentrik.

Es geht nach Galater 5 also nicht darum, ein bisschen Gefühlskosmetik zu betreiben. Es geht nicht darum, sich etwas schön zu reden, was eigentlich unangenehm ist.
Es geht darum: Es muss zu einem Wechsel der menschlichen Natur kommen! Ein radikaler Wechsel ist nötig.

Das Fleisch/die Egozentrik wird nur entsprechende Emotionen hervorbringen. Das „Fleisch“ kann nicht anders. Es ist wie ein Gesetz, das letztlich nur Sünde und Tod verursacht (Römer 7,5; 8,2b). Alle Hoffnung, dass sich unsere menschliche Natur vielleicht doch noch ändern wird, ist verfehlt. Da gibt es nix zu holen.

Wir brauchen etwas völlig Neues in uns. Etwas, das auf das Hilfreiche und Heilsame „programmiert“ ist. Etwas, das ebenfalls nicht anders kann, als „Frieden, Liebe, Freude…“ hervorzubringen.

Dieses Neue ist das Leben mit Jesus Christus.
Es ist vergleichbar mit einer Neugeburt (Johannes 3,3).
(Wer nicht weiß, wie man das Leben mit Jesus Christus beginnen kann, möge mir eine Email senden oder in der Kommentar-Funktion fragen).
Mit dieser „Neugeburt“ wird ein neues Gesetz „implantiert“:
Das Gesetz des Geistes!
„Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.“
(Römer 8,2)

Mit diesem Geist entsteht eine neue Gesinnung:
„… und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede.“
(Römer 8,6b)

Und was bringt dieser Geist hervor?
„Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit…“
(Galater 5,22-23a)

Kurzum:
Durch das neue Wesen in uns werden letztlich auch entsprechende Emotionen geboren: Liebe, Freude, Frieden…
Das sind nicht reine Gefühle, aber ohne Empfindungen ist diese „Frucht“ auch nicht zu haben.

Das ist der nächste Erkenntnisschritt:
Wer einen hilfreichen und heilsamen Umgang mit seinen Gefühlen entwickeln will, braucht das neue Wesen: den Heiligen Geist durch Jesus Christus. Oder mit den Worten von Jesus Christus: Die Neugeburt.

Das ist eine sehr grundlegende Weichenstellung.
Ohne diese Weichenstellung werden die folgenden Artikel zum Thema wenig Sinn machen.
Mit dieser Weichenstellung wird sich nicht automatisch alles verändern. Das Leben wird nicht zwangsläufig einfacher und auch die belastenden Emotionen verschwinden nicht einfach.
Aber nur mit dieser Weichenstellung wird der Weg zu einem hilfreicheren Gefühlsleben eröffnet.

Mehr dazu in Teil 5.

Teil 1
Teil 2
Teil 3


Bildquellen:
http://www.sxc.hu/photo/962595 von http://www.sxc.hu/profile/nejron
sowie
http://www.sxc.hu/photo/893579 von http://www.sxc.hu/profile/therysma
sowie
http://www.sxc.hu/photo/516722 von http://www.sxc.hu/profile/semlibeert

Advertisements

Ein Gedanke zu „Wie mit Gefühlen umgehen? – Teil 4

  1. Pingback: Wie mit Gefühlen umgehen? – Teil 5 « berlinjc

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s