Er ist da!

Kennst Du diese Gebete?

„Herr, bitte geh’mit mir!“

Oder:

„Gott, sei bitte bei mir… sei mir nahe…“

Meine Meinung:
Wer zu Christus gehört, kann solche Gebete über’n Haufen werfen!

Und zwar wegen dieser bahnbrechenden Erkenntnis:

1. Aspekt:
„In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist,“
(Epheser 1,13)

Jeder, der auf Jesus Christus vertraut, hat den Heiligen Geist in sich.

2. Aspekt:
„Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist?“
(2. Korinther 13,5 b)

Jeder, der zu Jesus Christus gehört, hat Jesus Christus in sich.

3. Aspekt:
„Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.“
(Johannes 17,21 b ff.)

Jeder, der Christ ist, hat den himmlischen Vater in sich.

Oder auch so geschrieben:
Durch den Heiligen Geist in uns, haben wir zugleich Jesus Christus als auch den himmlischen Vater in uns. Denn Gott ist eins.

Deswegen sind wir nicht selbst Gott.
Wir handeln auch nicht immer göttlich.
Und dennoch ist Gott in uns.

Das ist die Präsenz Gottes.
Die anfänglich genannten Gebete können wir uns sparen.
Stattdessen lohnt dieses Gebet:
„Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist…“
(Epheser 1,18)

Es ist das Gebet um Erkenntnis von dem, was jetzt schon ist!
Gott ist schon da – erkenne es!

Zuletzt:
Wie kann das sein, dass der allmächtige, heilige, reine Gott in fehlerhaften, vergänglichen Körpern wohnen will?
Antwort:
Es ist das Wesen Gottes, das Ihn zu uns bewegt:
„…denn Gott ist die Liebe.“
(1. Johannes 4,8b)

Deshalb sagt Jesus Christus zu Maria in Lukas 10,38 ff.:
Maria hat das gute Teil gewählt.

Was tat sie?
Während Marta blind für die Präsenz Gottes in ihrem Haus war, weil sie voller Sorge und Mühe war,
erkannte Maria die Gegenwart Gottes in Jesus Christus und nahm sich Zeit für die Gemeinschaft mit Ihm.

Wähle das gute Teil!


Bildquelle:
http://www.sxc.hu/photo/78855 von http://www.sxc.hu/profile/zirak – Seite aufgerufen am 05.09.2010

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4 Gedanken zu „Er ist da!

  1. Amen!

    wir müssen wirklich von den religiösen Riten und Überlieferungen hin zum lebendigen Wort und der Erkenntnis Gottes durchdringen – es ist wunderbar zu sehen, dass es an so vielen Orten geschieht 🙂
    Preis dem Herrn!

  2. Naja, theologisch hast du recht – trotzdem kann man sich in manchen Situationen von Gott verlassen fühlen und dann ist es nur ok, wenn man so betet. Finde ich. Jesus hat am Kreuz so gebetet (Mein Gott, warum hast du mich verlassen), weil er sich verlassen gefühlt hat – nicht weil er verlassen war. Wayne Jacobsen weist darauf zurecht hin, dass Gott in diesen schweren Stunden natürlich bei seinem Sohn war – aber dieser empfand sich im Tragen der Schuld der Welt als getrennt von Gott… ich finde es wichtig, erst einmal aus dem Herzen und authentisch zu beten – dann aber in ruhigen und reflektierten Momenten seine eigenen Gebete mal unter die biblische Lupe zu nehmen und so an ihnen zu arbeiten.

  3. @wegbegleiter:
    Ist doch schon mal was, theologisch Recht zu haben! 🙂
    Aber mal ernsthafter:
    Danke für Deinen seelsorgerlichen Hinweis. Da gilt m.E.: Gott sieht das Herz an und weiß, was man meint, wie auch immer manches formuliert. Da würde ich auch niemanden korrigieren. Dürfte ich auch nicht. In der Seelsorge würde ich erst einmal vieles stehen lassen.
    Meine Überlegung ist aber auch die:
    Es könnte seelsorgerlich helfen, sich gerade in Notzeiten bewusst zu machen, dass Gott da ist, auch wenn man sich nicht so fühlt. Möglicherweise brauche ich dann den Zuspruch des anderen: „Gott ist mit Dir!“
    Vielleicht befreit die Wahrheit Gottes eben in diesen Leidenszeiten. Frei nach dem Motto: „Lobe den Herrn meine Seele!“

  4. Yep! Deswegen brauchen wir einander – wichtige Ergänzung von dir. Manchmal ist der Christus im Nächsten näher als in mir selbst (frei nach Bonhoeffer). Gebet sollte authentisch sein – Zuspruch soll und darf dann wieder den Blick auf die vielleicht gerade nicht spürbare Wahrheit lenken.

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