Gemeinsames Gebet

Im Folgenden will ich die Notwendigkeit von gemeinsamen Gebet aufzeigen.
Ich lehne mich dabei an Bibelstellen an. Es ist mir aber gerade zu aufwendig, diese im Einzelnen rauszusuchen. Interessierte Leser wissen schon, wo sie zu suchen haben. Auf Prüfung und (liebevolle) Korrektur bin ich gespannt.
Das kurz zum Werdegang dieser Gedanken: Angeregt wurden sie von Andrew Wommack.

Gott hat Ordnungen geschaffen. Ordnungen, die gelten und die Gott respektiert.
Das heißt: Gott wirft die von Ihm geschaffenen Ordnungen nicht einfach um. Er lässt sie gewähren, ohne sich nun ständig einzumischen.

Eine dieser Ordnungen wird im Buch „Genesis“ beschrieben.
Dort heißt es (sinngemäß – s.o. Erklärung zu den Bibelstellen) von Gott:
„Menschen, macht euch die Erde untertan, herrscht über sie, seid fruchtbar und mehret euch…“

Damit übergibt Gott die Schöpfung in den Verantwortungs- und Machtbereich der Menschen.
In  Genesis 3 lesen wir dann davon, wie es dem Satan gelingt, dass die Menschen auf Distanz zu Gott gehen und stattdessen auf ihn hören. Damit findet ein Fokus-Wechsel der Menschen statt. Sie hören nun auf Satan und nicht mehr auf Gott. Indem sie hören, gehorchen sie.
Und indem sie Satan gehorchen, werden sie zu Dienern Satans.
Das hat nicht immer was mit schwarzen Messen und Katzenopfern zu tun.
Aber es hat was damit zu tun, dass das Herz der Menschen eine grundlegende Wandlung vollzieht.
Ihre Dienerschaft Satan gegenüber hat das zur Folge:
Sie treten ihre Verantwortung und Macht an Satan ab.

Im Folgenden ist Satan der Herrscher über diese Welt – nicht mehr die Menschen.

Nun respektiert Gott Seine geschaffenen Ordnungen – aber nicht die „gestohlene“ Ordnung.
Deshalb sendet Er Seinen Sohn Jesus Christus als Licht in die Finsternis.
Am Kreuz zahlt Jesus den Lösepreis für die vom Satan gefangenen Menschen.
Er zahlt mit Seinem Leben dafür.
Nun aber kann jeder Mensch von den Bindungen Satans frei werden und wieder in die von Gott gedachte Ordnung zurückkehren. Der von Gott befreite Mensch kann wieder in dessen Sinne die Macht und Verantwortung wahrnehmen.

Was hat das mit dem gemeinsamen Gebet zu tun?

Wie geschrieben, respektiert Gott die Ordnungen, die Er geschaffen hat.
Er respektiert, dass der Mensch die Macht und Verantwortung über sein eigenes Leben und über diese Schöpfung hat. Er respektiert, dass der Ehemann die Erstverantwortung für das Eheleben hat. Er respektiert, dass die Eltern die Erstverantwortung für ihre Kinder haben oder der Chef für seine Angestellten.
„Respektieren“ heißt dabei: „sich nicht unberechtigt einmischen“!!!
Würde Gott sich einfach so einmischen, würde Er wieder die Macht und Verantwortung übernehmen und Sein ursprünglicher Plan von der Herrschaft durch die Menschen wäre nichtig.

So aber hält sich Gott weitgehend zurück.
Es gibt nur eine Möglichkeit, Ihn in’s Boot zu holen:
Durch Gebet.
Durch die Bitte, dass er doch handeln möge.

Das Gebet ist die Einladung an Gott, im Leben Einfluss zu nehmen.
Ohne Gebet wird sich Gott idR. nicht einmischen.
Mit Gebet mischt Er sich ein.

Nun stelle Dir vor, dass nur eine Person betet.
Vielleicht der Vater eines Kindes.
Gott wird entsprechend zum Gebet handeln. Wenn der Vater für sein Kind betet, wird Gott dessen Verantwortungsbereich respektieren und an dessen Kind handeln. Aber nicht mehr. Und nicht weniger.

Doch wieviel mehr Einfluss Gottes wird geltend gemacht, wenn nicht nur einer betet, sondern 10 Personen!?

Und wieviel mehr Einfluss Gottes wird deutlich, wenn eine ganze Gemeinde betet?

Je mehr Leute beten, desto mehr Einflussmöglichkeiten hat Gott!

Wenn eine ganze Gemeinde für ihre Nachbarschaft betet, wird Gott viel mehr Einfluss gegeben, als wenn nur einer betet.
Wenn eine ganze Gemeinde für neue Mitarbeiter, Räume oder sonstwas betet, wird Gott mit und an und durch viel mehr Menschen handeln können.

Das gemeinsame Gebet ist also die Erhöhung des Einflussbereiches Gottes.
Deshalb gibt es Momente im Gemeindeleben, an denen letztlich kein Weg am gemeinsamen Gebet vorbeiführt.

Eine Gemeinde, die in der Tiefe und Weite und Höhe wachsen will, muss zusammen beten.
Tut es nur der Kreis der älteren Damen, ist das immerhin ein Anfang. Aber es kann sein, dass es nie die gesamte Gemeinde erreichen wird, weil die meisten anderen Gott keinen Einfluss gewähren.

Kommt die Gemeinde aber zusammen und bittet um dieses Wachstum, dann wird das Wachstum auch kommen.
Auf Gottes Weise – aber es wird kommen.

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