Thesen zur Christenheit 2

o  Weniger Konsum-Gemeinde, mehr Mitmach-Gemeinde.
Auch nichts Neues, aber in der Praxis trotzdem immer wieder übersehen.

Es muss nicht der Pastor sein, der tauft. Das kann auch ein anderer Christ tun (oder „Mensch“, wie bee meint). Nicht der Angestellte muss alle Hausbesuche machen, das darf jeder Christ tun. Es muss nicht immer der gleiche Prediger da vorne stehen. Die Gottesdienstfeier muss nicht immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Es dürfen Lebensberichte einfließen, auch der spontane, weil erst am Vortag etwas Gewaltiges passiert ist. Kinder sollen dabei sein. Es soll bunt sein.
Es gilt, für jeden Christen einen geeigneten Dienst zu entdecken und diesen darin zu ermutigen und zu begleiten. Das mag das Predigen sein, das Putzen oder das Verschenken von Zeit.
Mitmach-Gemeinde ist keine Demokratie. Aber auch keine Diktatur der Gemeindeleitung. Mitmach-Gemeinde ist eine Monarchie – angeführt durch Jesus Christus, den König.
Wenn es eine vorrangige Aufgabe einer Gemeindeleitung gibt, dann ist es diese:
Mehr noch als andere am „Herzen des Königs“ sein – durch Gebet.
Schließlich sollen nicht die Pläne des Pastors durchgesetzt werden, sondern die Ideen Jesu.
Und selbst eine Gemeindeleitung mag scheitern, wenn nicht auch der Großteil der übrigen Gemeinde einen ähnlichen Lebensstil des Gebets führt.
Insoweit heißt Mitmach-Gemeinde auch „Mitmachen durch Mitbeten“.


Bildquelle:
http://www.sxc.hu/photo/931134 von http://www.sxc.hu/profile/andreyutzu

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3 Gedanken zu „Thesen zur Christenheit 2

  1. Das wäre doch ein Thema für die nächste Sonntagspredigt – und es passt sogar zum Reformationstag. Wäre Luther ein „Passiv-Christ“ gewesen, und die Christen seiner Umgebung genauso, dann hätte es keine Reformation gegeben.

    • Es ist echt interessant, das man sich mit solchen Predigten auch heute noch unbeliebt machen kann – vor allem bei der „religiösen Elite“ – insofern wäre eine solche Predigt durchaus mal wieder dran. 🙂
      Natürlich nicht wegen des Provozierens, sondern um den Blick für das weite Reich Gottes zu öffnen.

      Gott segne Dich!

  2. Naja, als Prediger soll man ja bekanntlich nicht das Ziel haben, sich beliebt zu machen – wenn es danach geht, was die Gemeinde oder der Einzelne hören will, dann ist das Blätterrauschen im Herbstwald ergiebiger.
    Auch die Pfingstpredigt des Petrus war ja nicht nett (Apg 2,23: den habt IHR ans Kreuz genagelt) – und es wurden an jenem Tage hinzugetan bei dreitausend Seelen.

    Insofern, wie Du schon sinngemäß geschrieben hast: Jesus als Haupt der Gemeinde, und alle Gemeindemitglieder bilden den Leib. Der Leib ist nur gesund und funktioniert nur, wenn jedes Körperteil mitmacht und auf das hört, was das Haupt sagt. Und damit sind wir wieder bei meinem „Lieblingsthema“: jedes Körperteil, jedes Glied kann nur dann auf das Haupt hören, wenn es ein mündiger Christ ist, der durch aktives (!) Studium des Wortes Gottes um den Willen Gottes weiß.

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