Thesen zur Christenheit 4

o  Wir brauchen Gemeinden als Lebensgemeinschaften.
In Berlin gibt es zur Zeit über 50% Single-Haushalte. In Deutschland wird es relativ gesehen mehr Senioren geben als Kinder. Unser Rentensystem gibt die Versorgung eigentlich nicht mehr her. Eltern müssen mehr und mehr arbeiten oder einen Zweit- oder Drittjob annehmen, um die Familie durchzufüttern. Ihre Kinder wachsen zunehmend fremderzogen auf: erzogen vom Fernseher, von Lehrern und Erziehern und in dieser Vielfalt letztlich eben dann nicht erzogen.
Die Armut wächst auch in Deutschland und eine Trendwende ist nicht in Sicht.

Eigentlich sind das Entwicklungen, in denen Christen glänzen könnten, z.B. mit dem verstärkten Aufbau von Mehrgenerationen-Häusern oder Kommunen.
Zusammen ein größeres Haus kaufen, sich die Kosten teilen, die Arbeit teilen, den Alltag teilen – durchaus Rückzugsmöglichkeiten haben, aber bewusst füreinander sorgen und damit dem Wort „Familie“ eine neue Note geben. Wenn das jemand drauf haben müsste, dann doch wir Christen, oder?
Zugleich eine offene Tür für die Nachbarn haben oder für Notleidende.
Das Netzwerk damit vergrößern.
Stadt-„Klöster“ aufbauen, mitten im Kiez oder im Ghetto, und dort als „Familie“ leben.
Nicht alles nachmachen in Sachen „Scheidung und Ehebruch“, sondern Zeichen der Versöhnung und des Miteinanders setzen.


Bildquelle:
http://www.sxc.hu/photo/517001 von http://www.sxc.hu/profile/spiz – Seite aufgerufen am 29.10.2010

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3 Gedanken zu „Thesen zur Christenheit 4

  1. Mit den Stadtklöstern ist das so eine Sache. Wenn eine Gemeinschaft von der evangelischen Kirche eingeladen wird, Manpower und Geld oder Sponsoren im Hintergrund hat, dann funktioniert das (Stadtkloster Segen). Ansonsten sind in den letzten Jahren mindestens zwei Stadtkloster-Versuche gescheitert.

  2. @Noga:
    Danke für das statement.
    Ich habe da null Erfahrungen … wahrscheinlich kann das nur funktionieren, wenn sich ein paar Christen zusammen tun, sozusagen auf „privater“ Basis, ihr Ziel, ihre Werte etc. finden und dann bereit sind, jeden Tag öffentlich für und mit Jesus zu leben. Wäre interessant zu wissen, weshalb die zwei Stadtklöster gescheitert sind.
    Gott segne Dich!

  3. I agree. Was wir mit Christsein dürfen vorleben konnten gerade durch Gemeinschaft im Alltag enorm. Viele haben ja Mangelerscheinungen im gelebten Miteinander weil dies auch nicht mehr vorgelebt wird. Wie auch bei dem ganzen ,,Ich muss Geld verdienen um zu leben´´Druck. Da waren grad die gemeinsamen Essenszeiten mit vielen Anderen ein Highlight welches für mich einfach normal war in dem Zeitfenster Missionsteam.

    Hey ich bin der Ansicht, durch gelebte Erfahrung, dass das interessiert sein am Nächsten, wenn es denn ehrlich gemeint ist und dies auch ankommt mit eines der schönsten Erlebnisse im Alltag für so manchen ist. Und das haben wir doch in unseren Gemeinden vorgelebt bekommen und noch einiges mehr. Das können wir auch geben.

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