Predigten – Brainstorming

Im letzten Artikel hatte ich gefragt, wie sich Jesus & Co wohl auf ihre Predigten vorbereitet hatten.
Nach der Lektüre der Kommentare (Danke!), dem Lesen eines Buches und dem Nachdenken tut sich ein Gedanke mehr und mehr auf:
Die Frage ist insoweit wenig hilfreich. Schließlich gab es damals wahrscheinlich keine Gottesdienstfeiern wie wir sie heute kennen.
Damals gab es weniger „die“ Predigt, sondern mehr das Gespräch mit Predigtelementen. Es gab wahrscheinlich wenig durchstrukturierte Versammlungen, sondern mehr Freiheit in der Art der Durchführung.

Somit zeigt die Frage eigentlich meine/unsere große Kluft zwischen dem Gottgewünschten und dem tatsächlich Gelebten.

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47 Gedanken zu „Predigten – Brainstorming

  1. Ich denke, man sollte nicht davon ausgehen, dass die Versammlungen der Urgemeinde -wen auch immer man damit meint – sich grundlegend vom Synagogengottesdienst
    unterschied. Bei oberflächlicher Betrachtung findet man im NT nur Pauls Kritik an Missständen, aus denen man jedoch schwerlich ein vollständiges Bild konstruieren kann. Wenn man sich jedoch die Schriften Johannes anguckt, so erhält man einen recht vollständiges Bild. Sowohl das Evangelium nach Johannes als auch die Offenbarung sind deutlich liturgisch geprägt. Von daher – und nicht zuletzt wegen der doch sehr deutlichen Warnung im AT einen eigenen Gottesdienst zu „gestalten“ – halte ich den modernen Ansatz, der Gottesdienst hauptsächlich als ein Gemeinschaftsakt der Gemeinde ist, für nicht argumentierbar. Auch, dass die Predigt im Mittelpunkt dieser Gemeinschaftsveranstaltung stand, ist eher eine neuzeitliche Erfindung, bei der wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens war.
    Ich denke, wir haben ganz ordentliche Belege dafür, dass die frühen Christen Gottesdienst sehr wohl liturgisch war und damit die kosmische und mystische Dimension sehr viel stärker betont wurde.
    Daneben gab es gerade unter den Kirchenvätern hervorragende Prediger und ich denke, aus ihren Schriften kann man viel lernen. Allerdings ist das, was wir von ihnen haben sehr viel weniger spontan zusammengefügt, als sorgfältig komponiert. Auch bei Paulus finde ich in seinen Briefen feingedrechselte Strukturen, die mich annehmen lassen, dass es sich bei seinen Predigten auch nicht unbedingt um ein Schwätzchen über nem Gläschen Wein handelte.
    Meine heiße Empfehlung sich wirklich mal die Kirchenväter anzugucken, sich vllt. mal The Mass of the Early Christians von Mike Aquillina zu lesen o.ä. zu lesen.

    • Ich denke, wir haben ganz ordentliche Belege dafür, dass die frühen Christen Gottesdienst sehr wohl liturgisch war und damit die kosmische und mystische Dimension sehr viel stärker betont wurde.

      Also die Belege würde ich gerne mal sehen 🙂
      Ab wann nennst du „frühe Christen“? Nachdem die ersten „Bischöfe“ sich ganz ohne NT-Vorbild eingesetzt haben oder als die ersten griechischen Kirchenväter ihre unbiblischen Lehren einbrachten und damit auch die Hierarchie endgültig in die Kirchen einbrachten?
      Mir sind erst Berichte von frühen Christen ab der Verfolgung durch die Römer bekannt.

      Das sich die Versammlungen der tatsächlichen ersten Generation Christen nach dem Vorbild der Synagogen richteten halte ich für möglich. Genauso halte ich es für möglich, dass sie sich womöglich gerade von diesen Unterscheiden wollten.

      Auch dies hier:

      Sowohl das Evangelium nach Johannes als auch die Offenbarung sind deutlich liturgisch geprägt.

      erscheint mir doch womöglich lediglich in die Texte hinein gelesen zu sein.

      Aber womöglich bin ich nur nicht katholisch genug um diese Feinheiten zu finden? 😉

    • @bee:
      Ich finde es schwer, die Schriftform eines Evangeliums bzw. eines Briefes mit einer Gottesdienstfeier – wie wir sie im Groben verstehen – zu vergleichen. Sprich: Ich schreibe anders als ich rede. Und so ist ein Evangelium/Brief eines einzelnen Verfassers m.E. etwas anderes als eine gemeinsame Versammlung. Deshalb würde ich von der Gestaltung eines Schriftstücks nicht unbedingt auf die Art und Weise der Gottesdienstfeiern/Predigten schließen, es sei denn, der Inhalt des Schreibens gäbe Anhaltspunkte.

      Klar ist für uns sicher, dass wir wenig Klarheit über die damaligen Versammlungen haben. Wir wissen ja beide, dass auch damals nicht alles Gold war, was glänzte. Sicherlich gab es Versammlungen von einem Ältesten dominiert wurden. Es gab sicherlich auch Versammlungen, in denen es chaotisch zuging. Ebenso wie Versammlungen mit stark jüdischen Elementen und daher eher liturgisch. Ebenso wie Versammlungen, die eher einem Besäufnis glichen.
      Daher ist die Frage weniger, was die Christen damals tatsächlich gelebt haben, sondern mehr, was Gott für unsere Versammlungen will.

      Ich will nun keine ausufernde Theologie in einem Kommentar entwerfen, aber es scheint im NT doch, dass jeder seine Gaben bei den Versammlungen einbringen soll, mit dem Ziel, Jesus zu verherrlichen und einander zu ermutigen. Dazu mag auch mal eine Predigt mit 3 Punkten in 20 Minuten dienen. Aber wenn das der Hauptpunkt bei einer Versammlung ist, dann fehlt die Umsetzung der Gabenvielfalt bei den Versammlungen.

      • Ich denke, Du zäumst hier das Pferd wirklich von hinten auf. Ich übertreib jetzt mal: Gottesdienst als Selbsthilfetherapiesitzung im Stuhlkreis (mit schön gestalteter Mitte), wo alle ihre Erfahrungen, Ängste, Niederlagen und Erfolge teilt und ihr Leben mit dem Evangelium reflektieren aka walk with Jesus und man sich gegenseitig ermutigt ein nicht vorhandenes 12-Punkte-Programm durchzuhalten, mag reizvoll für Soz.-Päds und Psychologen sein, ist aber irgendwie nicht wirklich in der Bibel auffindbar… in der Tradition schon mal gar nicht. Und die Anzahl der Leute, die für ein solches therapeutisches Ringelrein ihr Leben riskieren würden, geht, denke ich, gegen Null.
        Wenn Christen vom antiken Tunesien bis hinein in den Irak der Jetztzeit sagen, dass der Gottesdienst das ist ohne das sie nicht leben können, dann muß da mehr als eine ermunternde Rede und psychotherapeutisches Rudelkuscheln angesagt sein. Dann muss Emmanuel- Gott wirklich mit uns- erfahrbar sein. Selbst wenn man diese Gegenwart nicht in der Eucharistie vermutet, so muss doch der Gottesdienst den Einzelnen in Kontakt mit der Gesamtenheilsgeschichte und im Besonderen mit dem Opfer Christi in Kontakt bringen. Wenn Gottesdienst wirklich die Vergegenwärtigung der Heilsgeschichte ist, kann man sich selbstverständlich fragen, was da noch fehlt, was dann der Einzelne beitragen kann? Und da denke ich, dass hier die selbe Antwort richtig ist wie auf die Frage, was Paul wohl meinte was noch dem Leiden Christi fehlte, dass er etwas hinzufügen könnte. Beide Male ist die Antwort: Wir fehlen.
        Jedoch selbst, wenn du der begnadetste Redner allerzeiten bist, bekommst Du wohl niemanden dazu bequatscht und selbst die professionellsten Worship Leader werden wohl kaum jemanden dazu bewegen, sich darauf einzulassen. Ich mein, mal ganz ehrlich, die Job Description lautet: nimm dein Kreuz auf und folge mir nach. Selbst wer nur einen flüchtiger Blick auf ein Kruzifix wirf, wird sich nicht auf den Job bewerben.
        Wenn Du jemals eine drei Punkte Predigt gehört haben solltest, die gegen meine Mutmaßung das vermag, please mail me. Okay, vom Heiligen Franz von Assisi wird behauptet er hätte von Gott so reden können, dass ihm anschließend die Jugend halb Europas hinterher gerannt ist, aber der ist jetzt auch nicht gerade mit einem Wellnessprogramm hausieren gegangen und aufgeschrieben hat er denkbar wenig. Um meinen mal wieder zu lang geratenen Gedankenspaziergang zu beenden, ich denke, es ist eine Kunst die Herausforderung, die das Evangelium in sich trägt, an den Mann zu bringen und die wird nicht dadurch bewältigt, dass man einfach so tut, als wäre sie nicht da. Noch ein bisschen mehr Gemeinschaft untereinander, die Gottesdienstraum noch ein bisschen mehr wohnzimmermäßig, die Musik noch ein bisschen zeitgemäßer und die Predigt noch ein bisschen eingängiger… das schiebt das Heilige und vorallem den Heiligen noch ein bisschen weiter aus dem Gesichtsfeld der Leute. Das mag komfortabler sein als Ihn sich anzuschauen und noch komfortabler als sich von Ihm anschauen zu lassen, aber irgendwie ist das dann nicht mehr wirklich Emmanuel … Reginald Heber, dem man nun wirklich nicht vorwerfen kann, dass er katholisch war, hat – finde ich- eine der schönsten Sanctusvertonungen geschrieben, in dem eine Zeile lautet: Though the darkness hide thee,
        though the sinfull men thy glory may not see. Der Task eines Gottesdienstes ist genau diese Glorie zu enthüllen, das wird bei Kaffee und Kuchen schwierig, denke ich.

  2. Jesus hat sich ja in dem Sinne nicht „vorbereitet“, als das er Analysen über Zielgruppen, Altersstrukturen, Lebensthemen u.ä. anfertigen ließ, um kulturell an die Zuhörer anzuknüpfen – was er sagte, sagte er häufig nur deshalb, weil er Menschen begegnete und aus der konkreten Situation heraus. Sagen wirs mal so: Der hatte das Wort Gottes so dermaßen drauf, dass eine besondere Vorbereitung überflüssig war.
    Und das ist heute übrigens nicht anders: Mit unserem Leben können wir lauter und viel glaubwürdiger predigen als mit Worten, obwohl die Worte natürlich auch ihren Platz haben.

      • Ich mache mir nicht so sehr Gedanken über die Gottesdienstfeiern (da sollte die Predigt gut vorbereitet sein, da es ja um Lehre geht; und man sollte auch abseits persönlicher Gotteserfahrungen in Bereichen wie Ethik und Dogmatik wissen, was man sagt). Mir geht es eher um unsere Gemeindestruktur (oh, da lauern neue ekklesiologische Grübeleien auf meinem Blog…), in der viel bis alles auf einen oder mehrere bezahlte Vortänzer geschoben wird. Selbst die trägsten und zerstrittensten Gemeinden „machen eine Evangelisation“ von Zeit zu Zeit. Wenn ich dann die Leute treffe, die in ihrem Alltag nicht die Klappe aufkriegen, wenns um den Glauben geht (und da reihe ich mich gerne mit ein, leider), dann kommt mir so was wie eine Alibiveranstaltung vor. Mir wäre es lieber, die Leute in der Gemeinde wären grundsätzlich so von Jesus begeistert und im Wort Gottes verwurzelt, dass sie von allein von Jesus erzählen und Menschen zum Glauben einladen.
        Womit ich Evangelisation im großen Stil nicht abservieren will: ich weiß, dass viele auf dem Weg zum Glauben an Christus gefunden haben. Ich finde nur, dass nicht nur Evangelisation, sondern auch Predigt im Sinne von „von Jesus erzählen“ (mal banal ausgedrückt) eine Aufgabe und Herausforderung für jeden einzelnen ist.

  3. Hallo Dirk,

    Deine Frage bezog sich auf die Vorbereitung von Predigten, wobei Du Dir mehr Gedanken machst, wie es damals war und heute ist.

    Abgesehen vom Vorbereitungsgrad möchte ich gerne von Dir wissen, wie es bei Dir mit einer spontanen aus dem Stehgreif-Predigt bestellt ist. Könntest Du hierzu bitte eine Antwort geben, wie sehr das Wort Gottes bereits bei Dir wohnt?

    Da Du ja auch Deine Predigten online stellst, konnte ich sie mir auch einmal kurz anhören und dazu muss ich Dir sagen, dass Dein Vorbereitungsgrad wohl ziemlich gering ist, sofern man Deinen “ Output “ bewerten solle/dürfte/müßte.

    Nun ja, es geht nicht unbedingt um eine Wechselwirkung von Vorbereitungsgrad und Ergebnis. Allerdings frage ich mich schon bei Dir, was bei Dir der Maßstab ist.

    Du schreibst: “ Somit zeigt die Frage eigentlich meine/unsere große Kluft zwischen dem Gottgewünschten und dem tatsächlich Gelebten. “

    Je mehr ich von Dir lese, so frage ich mich, wie es kommen konnte, dass Du Prediger bist und zugleich den Wunsch hegst, Pastor beim BFeG zu werden. Ich frage dies, weil ich bemerke, dass Dein Hand-bzw. Grundwerkzeug bei Dir noch nicht vollständig ausgeformt ist. Sicherlich, als Christ wird man nie fertig sein, aber als Prediger sollte man schon wissen, wohin die Reise geht.

    Mit vorstehender Aussage beschreibst Du, dass “ das Gottgewünschte “ in einer Art Kluft bestehe zu dem tatsächlich Gelebten.

    Hierzu stelle ich erneut die Frage, die ich auch in anderen Kontexten Dir gestellt habe, ob Du überhaupt fähig bist, “ das Gottgewünschte “ zu leben. Meines Erachtens hast Du für Dich letzten Endes noch nicht einmal eine Definition darüber, was “ das Gottgewünschte “ in Deinen Augen ist. Viel spanndender wäre jedoch Deine Aussage darüber zu hören, was Du meinst, wie Gott sein “ Gottgewünschtes “ selber beschreibt. Als dritten Ansatz wäre schön, wenn Du wüßtest, was “ das Gottgewünschte “ wirklich ist. Diesen Spannungsbogen meine ich bei Dir festzustellen, da ich eine gewisse Zerrissenheit bei Dir bemerke.

    Es kann sein, dass Du Dein Methodenkanon hinterfragen solltest. Naja, bei Deinen Predigten scheint es so zu sein, dass diese keine Gespräche mit Predigtelementen darstellen. Nach der Bibel und per Definition und nach der Tradition würde ich sagen, dass Predigten eher einen Monolog darstellen, die durchaus auch in Gesprächen eingebettet waren, aber nicht so sein müssen.

    Mir scheint, dass Du als Prediger noch nicht fertig ausgebildet bist – dies meine ich nicht negativ, aber als Feststellung.

    Welches Buch hast Du denn zu diesem Thema gelesen? Meinst Du, dass Dir andere Bücher als die Bibel helfen könnten?

    Kennst Du den Begriff “ Auslegungspredigt “ ?

    Möge der Herr Jesus Dir die Augen öffnen, dass Du das Wort zu predigen hast und möge der Heilige Geist es geben, dass das Wort Gottes laufen werde.

    “ Übrigens, Brüder, betet für uns, dass das Wort des Herrn laufe und verherrlicht werde wie auch bei euch, und dass wir gerettet werden von den schlechten und bösen Menschen! Denn die Treue1 ist nicht aller Menschen Sache. “ (2. Thessalonicher 3,1.2).

    Gnade und Frieden
    in Jesus

    Oliver

    • Also wenn ich mir deinen Kommentar so durchlese, hoffe ich sehr, dass Dirk nach deinen Maßstäben nie wirklich „als Prediger fertig ausgebildet“ sein wird. Denn wer braucht dann noch solche Prediger? Tote Kirchen vielleicht, aber der Leib Christi wohl kaum.

      • @Charly:

        Lese richtig, bevor Du urteilst 😉

        Die neuzeitliche Heiligungs-und auch die Erweckungsbewegung war ursprünglich eine Lesebewegung gewesen. Mir scheint, dass das Lesevermögen heutiger Menschen mit der Informationsflut rapide abgenommen hat, denn das Lesen steht heute kaum noch in Verbindung mit dem Verstehen. Sicherlich, ich lese auch gerne quer, aber wenigstens weiß ich, was ich da lese.

        Gnade und Frieden
        in Jesus

        Oliver

    • @Olly:
      Ach, lieber Olly, es macht mich schon betroffen, wenn Du per Ferndiagnose meinst, andere beurteilen zu können! Du kennst weder unsere Gemeindesituation, noch kennst Du mich in meinem Leben und meinst dennoch, Dich als Lehrer darstellen zu können. Kehre um zur Demut und Liebe, dann können wir gerne über einzelne Punkte weiterschreiben.

      Gott behüte Dich!

      • @berlinjc:

        Ach lieber Dirk, ich beurteile Dich doch nicht, sondern Du Dich selber:

        „Er spricht zu ihm: Aus deinem Mund werde ich dich richten, du böser Knecht! Du wusstest, dass ich ein strenger Mann bin, der ich nehme, was ich nicht hingelegt, und ernte, was ich nicht gesät habe?“ (Lukas 19,22).

        „Was aber aus dem Mund herausgeht, kommt aus dem Herzen hervor, und das verunreinigt den Menschen.“ (Matthäus 15,18).

        Vielen Dank für Deine Ermahnung – aber selbige geht an Dich zurück und zwar mit Sprüche 20,6:

        „Die meisten Menschen rufen ihre eigene Frömmigkeit aus5; aber einen zuverlässigen Mann, wer findet ihn?“

        Gnade und Frieden
        in Jesus

        Oliver

  4. @Olly:
    Ich kenne Dich auch nur von Deinen Kommentaren. Ich sehe Deine Mimik nicht.Sehe nicht, wo Du schmunzelst, ironisch guckst oder betroffen aussiehst. Daher verstehe meine folgenden Worte unter diesem Vorbehalt, dass ich Dich total missverstanden haben könnte:

    Wenn Du Dich mal etwas neben Dich stellen würdest und Deine Beiträge lesen würdest, dann müsste Dir etwas auffallen: Du zielst oft gegen die Person. Du ermahnst kritisch, statt ermutigend zu ermahnen. Du stellst Suggestiv-Fragen. Du stellst Dich als den Besserwissenden dar und vermittelst das Empfinden, das andere niedriger als Du sind. Lies bitte noch einmal Deinen Kommentar zu meinem Beitrag. Ich hatte über ein zunächst recht sachliches Thema geschrieben. Ich freue mich, wenn andere dazu ihre Gedanken äußern. Auch, wenn sie kritisch sind. Mit bee hatte ich schon einige Diskussionen, aber mein Eindruck ist, dass es dabei recht sachlich zugeht. Das gefällt mir.
    Wenn ich Deinen Kommentar lese, finde ich kaum einen Ansatz, der mir mit meinem Artikel weitergeholfen hätte. Stattdessen tust Du das:
    Du stellst mich völlig in Frage, ohne mich wirklich zu kennen.
    Du bewertest mein Denken über Gott als mangelhaft.
    Du bewertest meine Predigten als mangelhaft.
    Du bewertest mich als Prediger als mangelhaft.

    Nun – ich erwarte nun nicht Lob von Dir meine Art und Weise. Das ist nicht mein Punkt.
    Kritik soll sein. Wenn Du mich in meinem Umfeld wirklich kennen würdest, wüsstest Du, dass ich auf Kritik eingehe und bereit bin, zu lernen.

    Aber das fällt auf bei Deinen Kommentaren:
    Du magst ja in theologischen Dingen bestens bewandert sein. Du magst hohe Erkenntnis haben.
    Aber es drängt sich mehr und mehr der Eindruck auf, dass Dir Liebe fehlt.
    Wenn Du Deine Beiträge und Deine theologischen Richtigkeiten mit mehr Liebe würzen würdest, wäre ich einer der ersten, der bereit wäre, auf Dich zu hören. So aber ermutigst Du nicht zu einem Leben mit Christus, sondern provozierst. Das ist nicht von Christus, so blendend sich Deine biblischen Zitate auch anhören.
    Das hilft einfach wenig. Mit mehr Sanftmut und Demut geschrieben, würde es wahrscheinlich nicht nur mir einfacher fallen, auf Dich zu hören.

    Auf meine Ermahnung hin erweckst Du nicht den Eindruck, darüber nachgedacht zu haben. Stattdessen willst Du den Spieß umkehren und forderst mich zum Umdenken auf. Und genau das ist der Punkt: Du verharrst scheinbar in der Position, der Rechtgläubige zu sein und hast nicht darauf geachtet, dass Du andere mit Deinen Worten verletzen und entmutigen kannst.
    Ich bin nun nicht verletzt durch Dich. Fühle mich aber provoziert.
    Ich kann mit Deinen kritischen und tendentiell negativen Bewertungen wenig anfangen. Schlichtweg deswegen, weil Du mich nicht wirklich kennst, aber so auftrittst, als müsstest Du ermahnend nachfragen, ob ich wüsste, was eine „Auslegungspredigt“ ist oder anderes.

    Ich schreibe so deutlich, weil es mir schon bei einigen Deiner Kommentare aufgefallen ist, dass Du eher provozierst als Deine Geschwister zu ermutigen.
    Es hilft einfach nicht.

    Deshalb meine Bitte: Mehr Liebe, Demut und Sanftmut bzw. „Frucht des Geistes“!

    Gott leite Dich!

    • @berlinjc:

      Nimm und lies !!! Die Bibel !!!

      Deine Antworten sind menschlich, weil Du den Menschen verherrlichst (vgl. Jer 13,25; Jes 28,15; Hes 22,28; Jer 7,8; Jes 59,4; Röm 1,25).

      Aus diesem Grunde verleitest Du die Menschen, menschlich zu denken und menschlich zu handeln. Bei Dir beginnt das Christsein mit dem Menschen und nicht mit Gott. Diesbezüglich ist also Deine Theologie keine Theologie, sondern Antropologie, denn Du schreibst mir vor, wie ich zu handeln und zu denken habe, aber selber bist Du nicht bereit, Deine Ratschläge für Dich selbst umzusetzen. Mir scheint, dass Du eine Hirte bist, der im Sinne der Bibel biblische Schläge verdient (Lukas 12,48).

      „… Aus deinem Mund werde ich dich richten, du böser Knecht!…“ (Lukas 19,22).

      Ich schreibe so deutlich, weil es der Wille Gottes ist – verstehst Du das?

      „Und ihr seid unsere Nachahmer geworden und die des Herrn, indem ihr das Wort in viel Bedrängnis mit Freude des Heiligen Geistes aufgenommen habt,“ (1.Thessalonicher 1,6).

      Lieber Dirk, Deine Theologie ist nicht gut und vor Gott wohlgefällig, wenn Du nicht auf den vorstehenden Bibelvers abzielst.

      Warum schreibe ich dies? Ganz einfach: die so genannte christliche Elite hüllt sich in Ermahnungen, dass man moralisch handeln solle, d.h. eine christlich-ausgeübte Ethik, die die Menschen unterdrückt. Aber das Volk lässt sich nicht mehr unterdrücken und mehr und mehr gibt es eine Revolution innerhalb der christliche Gemeinden, ihre Gemeindeleiter zum Teufel zu schicken, weil sie alle lügen und betrügen und die Bibel falsch auslegen.

      „Ja, ich kenne eure vielen Verbrechen und eure zahlreichen Sünden. – Sie bedrängen den Gerechten, nehmen Bestechungsgeld und drängen im Tor den Armen zur Seite. (Amos 5,12).

      Lieber Dirk, wenn Du meinst, dass ich demütig sein solle, so fordern ich Dich hiermit auf, sei gleichfalls demütig und unterdrücke nicht Dein Gemeindevolk !!!

      Verstehst Du Sacharja 10,3: „… und über die Leitböcke bringe ich Heimsuchung …“ ?

      Dein weichgespültes Evangelium ist vollkommen unnütz !

      Tue Buße und glaube an das Evangelium !!!

      Gnade und Frieden
      in Jesus

      Oliver

      • Hallo Olly!

        Ich schließe nicht aus, dass ich auch menscheln kann. Deswegen bemühe ich mich auch, offen für hilfreiche Kritik zu sein. Auf Kritik von Mitstreitern gehe ich oft ein. Das sind Christen, die neben mir stehen und mit mir zusammen für Gottes Reich eintreten. Bei denen weiß ich, dass sie nicht aus der Ferne mit Pfeilen schießen, sondern mit mir zusammen leiden und sich mit zusammen freuen.
        Auf Kritik von Leuten, die mich nicht wirklich kennen und Ferndiagnosen anstellen, gehe ich gelegentlich auch ein.
        Aber wenn jemand aus der Ferne Pfeile der erniedrigeren Kritik auf mich abschießt, dann ärgert mich das zwar, aber ich weiß auch, wo ich diese Pfeile einzusortieren habe: Epheser 6, 10 ff. – es sind Pfeile des Bösen.

        Ich stelle hier im Blog manchmal „fertige“ Ansichten dar. Aber immer wieder auch Fragen, die hochkommen. Warum? Weil ich mit meiner Erkenntnis nicht fertig bin und hören will, was andere erkannt haben. Manches rührt Gott bei mir an und ich merke, ich habe mich dann damit zu beschäftigen. Dazu gehört das Bibelstudium, das Gebet, das Gespräch mit anderen sowie mancher Artikel im Blog, um von anderen lernen zu können.
        Ob das demütig ist, möge Gott beurteilen.

        Du schreibst davon, dass Du den Eindruck hast, dass ich Schläge verdiene, weil ich ein böser Hirte sei. Merkst Du nicht, wie Du Dich über andere erhebst?
        Du hattest noch nie „live“ mit mir zu tun. Du kennst meine Gemeindearbeit im Grunde nicht. Du weißt nicht, wer in unserer Ortsgemeinde ist und wie es den Leuten bei uns geht. Du kennst meine Herausforderungen und Kämpfe nicht. Aber Du wagst es, ein solches Urteil zu fällen. Und wieder: aus der Ferne fliegen die Pfeile…

        Weißt Du, dass ich dafür gebetet habe, dass wir versöhnlich miteinander kommunizieren können? Dass ich Dich im Namen Jesu gesegnet habe? Ich werde weiter so beten, weil man die Jünger Jesu an der Liebe untereinander erkennen soll.
        Wenn Du findest, dass das zu einem bösen Hirten passt…

        Das Gemeindevolk, von dem Du schreibst, ist nicht meins, sondern das von Jesus Christus. Umso wichtiger, es entsprechend zu behandeln. Vielleicht solltest Du mal dieses Gemeindevolk befragen, inwieweit ich es bedrücke… auf die Antworten freue ich mich.

        Dass ich das Evangelium nicht immer so predige, wie es Gott gefällt, kann ich nicht ausschließen. Ich bemühe mich. Ich will dazu lernen. Es ist eine ernsthafte Sache. Aber Dein Vorwurf ist mir zu pauschal. Es hilft mir nicht weiter.
        Ein wenig mehr Liebe… das wäre was!

        Gott segne Dich!

      • Lieber Dirk,

        wie ist Deine Definition von der göttlichen Agape-Liebe?
        Mensch, glaubst Du immer noch nicht?

        Deine Antworten richten Dich – und Du sollst dann auch noch Pastor werden?
        Mann-o-Mann, das arme Gemeindevolk, von dem Du glaubst, dass sie sich gerne von Dir unterdrücken lassen.

        Gnade und Frieden
        in Jesus

        Oliver

  5. @bee:
    Nur zum Verständnis meiner Gedanken:
    Eine christliche Wellness-Veranstaltung meine ich auch nicht.
    Ich meine mehr das:
    Wozu ist der Leib Jesu da?
    Letztlich, um Jesus Christus zu verherrlichen.
    Das soll auch bei den Gottesdienstfeiern zum Ausdruck kommen. Das soll Kern des Ganzen sein.
    Wie verherrlichen wir Jesus?
    Letztlich, indem wir das höchste Gebot befolgen: Gott und den Nächsten zu lieben.
    Wie drücken wir Liebe gegenüber Gott aus?
    Indem wir das tun, was Er sagt.
    Was sagt Er?
    Liebe Deinen Nächsten (ist etwas verkürzt, trifft es aber m.E. im Kern).
    Es ist keine Nächstenliebe, damit wir es kuschelig haben (darf sein, ist aber nicht die Motivation).
    Es ist die Nächstenliebe, die aus Gott selbst entspringt.

    Andere Worte für dieses Geschehen sind vielleicht „Jesus ähnlicher werden“. Oder „Jesus nachfolgen“ usw.
    Das beinhaltet dann auch, das Kreuz auf sich zu nehmen.
    Aber nicht zum Selbstzweck. Sondern dann, wenn es um die Liebe zu Gott und zum Nächsten geht.

    All das sollte sich bei unseren Versammlungen widerspiegeln.
    Und eben dazu sind m.E. auch die Gaben des Einzelnen im Leib Jesu gedacht: einander lieben, damit wir wiederum gestärkt werden darin, Gott und den Nächsten zu lieben.
    Diese Gaben können wir aber unter uns nur ausüben, wenn wir uns treffen.
    Deshalb solltem.E. bei unseren Treffen Platz dafür sein, dass einige ermutigen, andere helfen, weitere weise reden, die anderen lehren, dass gemeinsam gebetet wird, dass geprüft wird, dass geteilt wird, dass vielleicht sogar Wundertaten geschehen usw.
    Das ist dann eine Vielfalt, die dem Leib Jesu dient und damit auch dem Haupt.
    Andere sollten an diesem geteilten Gabenreichtum entdecken, wie groß die Liebe unter Christen ist. Nicht nur mit den Lippen bekannt, sondern im Miteinander gelebt.

    Meine Auffassung ist nun, dass viele unserer herkömmlichen Gottesdienstfeiern diesen Reichtum nur beschränkt widerspiegeln. M.E. deswegen, weil „Amtsträger“ viele Aufgaben auf sich ziehen und dies bei den Gottesdienstfeiern ebenso darstellen. Ich bin nicht frei davon, sehe aber, dass sich da was ändern sollte.

    Wie geschrieben: Es geht nicht um Wellness, auch, wenn das tröstende Wort „Wellness“ für die Seele sein kann.
    Es geht nicht um Therapie, auch, wenn wir durch die Kraft Gottes durchaus Therapie erfahren können.
    Es geht nicht um das Miteinander-Kuscheln, auch, wenn Nähe, Vertrauen und Offenheit tolle Dinge sind.
    Es geht um die Verherrlichung Jesu.

    Gott ist mit Dir!

    • Die Lästigen geduldig ertragen, ist ja auf der Liste der geistigen Werke der Barmherzigkeit. Daumen hoch, von mir für deine Performance hier. 😉
      Aber zurück zum Gehirnsturm.
      Ich höre, solche und ähnliche Argumente seit vielen Jahren und ich finde sie nicht grundsätzlich falsch, aber mir fehlt die Evidenz dafür, dass sie richtig sind. Aktive Teilnahme oder auch das Sicheinbringen der Laien, ist ja gerade in meinem Camp in den letzten Jahrzehnten sowas von überstrapaziert worden, dass sich Kleriker inzwischen schon von Leuten anfauchen lassen müssen, wenn sie ihre legitime Autoriät auch nur ansatzweise ausüben.
      Mein Problem damit ist, dass es defacto für die Gemeinschaft genau nichts gebracht hat, ausser dass sich viele Leute für total wichtig halten. Inzwischen sind einige Gemeinde so „aktiv“, dass man echte Platzprobleme am Altar bekommt und die Hälfte der Gemeinde im Gottesdienst geschäftig rumwuselt. Die scheinen so beschäftigt damit zu sein, was total wichtiges beizutragen, dass sie überhaupt nicht bemerkt haben, dass die meisten ihrer Nachbarn überhaupt keinen Sinn mehr darin sehen Mitglied der Kirche zu sein.
      Da steht am Sonntag Hinz und Kunz um den Altar herum und am Montagmorgen, wenn jemand in der Kantine über die Kirche lästert, halten Hinz und Kunz die Fresse.
      Da werden ganze Urwälder gerodet, um genug Rohstoff für Thesen- und Diskussionspapiere zu haben, die Aufzeigen wollen, wie man denn die Menschen besser da abholen kann, wo sie sind. Und die gleichen eifrigen Thesenschreiber lassen den Arbeitskollegen am Xerox stehen, wenn er über die Genauigkeit des Christusbildes in Dan Browns DaVinci Code philosophiert. – Ich finde, Rolf hat da wirklich einen wichtigen Punkt gemacht. Diese Unsichtbarkeit der Kirche, ist denke, ich ein konfessionsübergreifendes Problem. Wobei es bei uns besonders unerträglich ist, weil die Rolle der Laien bei uns eigentlich sehr klar definiert ist. Ich kenn aber auch unglaublich viele Leute, die sich unter Bekenntnis-Christen einordnen würden, die ihr Tee mit „The Lord’s Gym“ o.ä. nur auf christlichen Veranstaltungen tragen, und nur da.
      Ich denke, die Aufgabe des „einfachen“ Mitglieds ist nicht so sehr mit seinen/ihren Gaben etwas zum Gottesdienst beizutragen, sondern diese Gaben werden draußen ausserhalb der Gemeinde viel dringender von einer Welt gebraucht, die völlig orientierungslos ist. Die Aufgabe des Pastors ist eigentlich nur die, seine Leute so auszurüsten, dass sie in der Welt Stellung beziehen können. Das gelingt, denke ich nicht, wenn man Gottesdienst in erster Linie nur als Versammlung gestaltet und man sich gegenseitig dient, was ja meistens nur darauf hinausläuft, dass man sich über sein Leben austauscht. Benedict Groeschel, dem man nun wirklich nicht vorwerfen kann Gemeinschaft gering zu schätzen – schließlich hat er sich schon recht früh für ein Leben in Gemeinschaft entschieden und sogar einen Ordensgemeinschaft gegründet- attestierte solchen Versammlungen, dass sie in einem “ I admire you – You admire me- We admire us“ enden. … und ich füge da noch an: Und wehe einer unter uns ist nicht so bewunderungswürdig wie wir uns das wünschen oder bewundert uns nicht genug, dann rappelts im Katon. Allerdings total christlich. Da hagelt es dann unzusammenhängende Bibelstellen auf einen herab, die so aneinander getackert sind, dass sie für nichts anderes gut sind, als die Meinung des Redenden zu „belegen“. Nicht selten werden solche einfühlsamen Gespräche dann von einer Partei mit der Androhung von Gebet beendet. Leute die Bibel um die Ohren zu hauen oder sie mit Gebet zu bedrohen, ist – das gebe ich zu- eher eine Waffe im spirituellen Arsenal von Freikirchlern. Katholiken werfen sich gegenseitig eher sowas wie Romhörigkeit oder Abweichlertum vor und belästigen sich gegenseitig lieber mit dem so oder eben so gestrickten Geist von Konzilen. Wir denken nicht im Traum daran für die/den anderen unaufgefordert zu beten. 😉
      Ich denke, man muss sich darüber im Klaren sein, was man mit Gottesdienst oder einer Predigt will. Will man die Leute zur gemeinschaftlichen Selbstentfaltung anregen? Was ja nicht immer schlecht sein muss. Oder will man wirklich einen Einblick in den Himmel gewähren, mit dem Nebeneffekt, dass es auch Frustration geben kann, wenn man bemerkt, dass die Gemeinde eben doch nicht der auf Hochglanz polierte Spiegel des himmlischen Jerusalems ist und der ein oder andere vllt. feststellt das Heiligsein, dann doch nicht sein Hobby werden wird? Wie dreht man es hin, dass die Bibel nicht nur ein Bericht von Geschichten Once upon a time ist, sondern sich die Leute darin wiederfinden. Kleiner Wink mit dem Zaupfahl bezüglich des Hl. Ignatius von Loyola bzw. Hl. Josemaria Escriva. Wenne schon Boff liest, kannst auch vids von Josemaria auf youtube gucken. 😉

  6. @berlinjc , sehr schön geantwortet an Olly, mir gehts da wie Rolf, mir geht bei solchen Diskusionen die Sachlichkeit verloren. :-).

    Wenn die Deine Aufgabe als Pastor noch Raum läßt solltest Du Dich als Konfliktschlichter Betätigen. 🙂 🙂 😉 .

  7. @Olly:
    Ich verstehe Deinen letzten Kommentar nicht.
    Wieso willst Du wissen, ob ich weiß, was agape bedeutet?

    Wieso reagierst Du auf meinen Kommentar so bissig?
    Ich schreibe davon, dass ich mir ein versöhnliches Miteinander wünsche und Du machst weiter in diesem Ton?
    Was ist in Dich gefahren?
    Warum verwendest Du so viel Zeit, um mich nicht ermutigend zu ermahnen, sondern um mich abzuurteilen?
    Was habe ich Dir getan?
    Wieso meinst Du, dass Du aus der Ferne bestens in der Lage bist, mich und meinen Dienst beurteilen zu können?

    • @berlin:

      Du schreibst:

      „Warum verwendest Du so viel Zeit, um mich nicht ermutigend zu ermahnen, sondern um mich abzuurteilen?“

      Dies ist eine Frage der Perspektive, denn das, was Du als aburteilen benennst, nenne ich ermutigendes ermahnen. Dies ist durchaus ein Bestandteil der Agape-Liebe.

      Gnade und Frieden
      in Jesus

      Oliver

      • Dann miss Deine Ermutigung bitte an den Reaktionen. Gelingt es Dir wirklich, das Ermutigende zu vermitteln?
        Nach meinem Dafürhalten gelingt es nicht. Hast Du mit anderen auch öfter den gleichen Konflikt? Wurde Dir schon öfter vorgehalten, dass Du besserwisserisch, „rechtgläubig“, stolz und überheblich rüberkommst?
        Oder bin ich der erste, der das tut?

      • Lieber Dirk,

        wie ist Deine Definition von der göttlichen Agape-Liebe?
        Mensch, glaubst Du immer noch nicht?

        Gnade und Frieden
        in Jesus

        Oliver

      • „Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage? “ (Johannes 3,12).

  8. Die agape ist eine gottgewirkte Einstellung der Liebe, die nicht zuerst aus Empfindungen oder „Liebhabereien“ besteht (Abgrenzung zu eros / phileo). Es ist Hingabe, die bis zum Letzten geht und bereit ist, sich völlig für einen anderen zu opfern. Agape dreht sich beim Blickwinkel nicht um sich selbst, sondern um den anderen.
    Jesus hat das gelebt.
    Verwurzelt ist agape in der Dreieinigkeit Gottes.
    Wir als Christen sollen es lernen und sind dazu befähigt worden, weil Seine Liebe in unsere Herzen ausgegossen ist.
    Agape hat immer das Beste für den anderen im Sinn und sucht nicht den eigenen Vorteil, Nutzen oder einen besseren Stand für sich.
    Im christlichen Sinn hat agape Gottes Ehre und die Hilfe für den Nächsten im Sinn.

    • Die Agape-Liebe:

      „Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden. Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben.“ (1. Johannes 4,10.11).

      Hierin ist die Liebe = Gott hat gesandt = seinen Sohn gesandt = Liebe gleich Sendung
      Wir sind schuldig, einander zu lieben = wir sollen uns gegenseitig senden

      Verstehst Du damit auch das „Werk des Glaubens“ in 1. Thessalonicher 1,3?

      „Wir danken Gott allezeit für euch alle, indem wir euch erwähnen in unseren Gebeten und unablässig vor unserem Gott und Vater an euer Werk des Glaubens gedenken und die Bemühung der Liebe und das Ausharren in der Hoffnung auf unsern Herrn Jesus Christus“ (1. Thessalonicher 1,,1-3).

      Gnade und Frieden
      in Jesus

      Oliver

  9. @berlinjc:

    Lieber Dirk,

    deine Frage möchtest Du also beantwortet haben. Hast Du eigentlich schon meine Fragen beantwortet?

    „Gelingt es Dir wirklich, das Ermutigende zu vermitteln?“: Ja !!!
    „Hast Du mit anderen auch öfter den gleichen Konflikt?“ Welchen Konflikt?
    „Wurde Dir schon öfter vorgehalten, dass Du besserwisserisch, „rechtgläubig“, stolz und überheblich rüberkommst?“ Nein !!!
    „Oder bin ich der erste, der das tut?“ Tust Du das denn?

    Beantworte doch bitte auch meine Fragen:

    „Mensch, glaubst Du immer noch nicht?“
    „Deine Antworten richten Dich – und Du sollst dann auch noch Pastor werden?“

    Gnade und Frieden
    in Jesus

    Oliver

    • @Olly:
      Meine Antworten:
      1) Ich glaube.
      2) Man kann nicht einfach „Pastor“ werden, auch, wenn dies oft so bezeichnet wird. Entweder gibt Gott einem die Fähigkeit dazu oder nicht. Ich habe einen gewissen Anteil an der Gabe des Hirtendienstes. Gott hat den Schwerpunkt bei mir aber mehr auf die Barmherzigkeit und das Pionierdasein gelegt.

  10. Die Quintessenz Deiner Aussagen sind, dass Du Dein Gemeindevolk nicht unterdrückst. Und ich schreibe Dir, dass Du lügst und Dein Gemeindevolk doch unterdrückst, denn Dein Mund richtet Dich. Verstehst Du, was ich meine?

  11. „Die Propheten weissagen falsch, und die Priester herrschen auf eigene Faust, und mein Volk liebt es so. Was werdet ihr aber am Ende von all dem tun?“ (Jeremia 5,31).

    und mein Volk liebt es so

    „Und der HERR sprach zu mir: Die Propheten weissagen Lüge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt und sie nicht beauftragt – auch nicht zu ihnen geredet. Sie weissagen euch Lügenvision, Wahrsagerei, Nichtiges und den Trug ihres Herzens.“ (Jeremia 14,14).

    Sie weissagen euch Lügenvision, Wahrsagerei, Nichtiges und den Trug ihres Herzens.

    „Denn wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gut.“ (2. Korinther 11,4).

    so ertragt ihr das recht gut

    „Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt; und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden.“ (2. Timotheus 4,3.4).

    weil es ihnen in den Ohren kitzelt

    „Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden, denn ebenso taten ihre Väter den falschen Propheten.“ (Lukas 6,26).

    denn ebenso taten ihre Väter den falschen Propheten

    Lieber Dirk,

    indem Du mir Besserwisserei unterstellst, so unterstellst Du damit, ein richtiges Wissen zu haben und richtig zu handeln. Dagegen wendest Du aber bei mir Deine Besserwisserei an, um zu suggierien, dass Deine Weisheiten besser seien als meine. Dabei holst Du mit einer moralischen Keule aus, indem Du die Ethik mit ins Spiel nimmst, welche allerdings Du genauso wenig anwendest wie ich, aber der moralische Vorteil liegt natürlich bei Dir, denn Du bist ja bald Pastor und wie wir wissen, haben Amtspersonen immer Recht – nee, so ist es. Amtspersonen haben nie Recht, aber sie haben die Macht, Dich mundtot zu machen.

    Ausgangspunkt sollte hier nun Jeremia 5,31 sein und zwar zu erkennen, dass die „Amtsperson“ in der Gemeinde Dir immer und zu jeder Zeit Lügen auftischt, Dich betrügt um jederzeit Herr der Lage zu sein, denn er hat alles zu verlieren, ich dagegen gar nichts. Vielmehr ist dies aber auch ein biblisches Prinzip und zwar zu erkennen, dass kein Mensch Dir helfen wird, denn jeder Mensch ist böse (1. Mose 6,5; 8,21) und ein Lügner (Römer3,4). Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass man erkennt, selbst böse und ein Lügner zu sein. Der Mensch sucht sich immer seine Vorteile und vor allem die Gemeindeleiter. Und hier kommt das Grundsätzliche des Glaubens im Sinne von Römer 1,17 ins Spiel: offenbart aus Glauben zu Glauben.

    „Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin offenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: „Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.“ (Römer 1,17).

    „Denn die Zeit ist gekommen, dass das Gericht anfange beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen?“ (1. Petrus 4,17).

    Es fängt an beim Haus Israel und bei wem dort zu erst?

    „Gegen die Hirten ist mein Zorn entbrannt, und über die Leitböcke bringe ich Heimsuchung, denn der HERR der Heerscharen nimmt sich seiner Herde, des Hauses Juda, an2 und macht es gleichsam zu seinem Prachtross im Kampf.“ (Sacharja 10,3).

    Es beginnt damit, indem der HERR sagt: über die Leitböcke bringe ich Heimsuchung, weil sie Lügen hervorbringen.

    Deine Lüge ist meines Erachtens Deine Form der Ethik und dass Du vor allem nicht mit dem Munde des Herrn sprichst.

    „Darum, so spricht der Herr, HERR: Weil ihr Nichtiges redet und Lüge schaut, darum, siehe, will ich an euch, ist der Ausspruch des Herrn, HERRN.“ (Hesekiel 13,8).

    „Denn Lüge weissagen sie euch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR.“ (Jeremia 29,9).

    Der HERR spricht: „ich habe sie nicht gesandt“.

    „Aus deinem Mund werde ich dich richten, du böser Knecht!“ (vgl. Lukas 19,22), denn Du sprichst nicht mit Aussprüchen Gottes.

    „Wenn jemand redet, so rede er es als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so sei es als aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit ist und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“ (1. Petrus 4,11).

    Deshalb unterdrückst Du nicht nur mit Deinen Worten, sondern auch mit Deinen Taten, die ich allerdings hier wirklich nicht beurteilen kann, aber wie Deine Worte, so sind mit Sicherheit auch Deine Taten.

    „Ja, ich kenne eure vielen Verbrechen und eure zahlreichen Sünden. – Sie bedrängen den Gerechten, nehmen Bestechungsgeld und drängen im Tor den Armen zur Seite.“ (Amos 5,12).

    Gnade und Frieden
    in Jesus

    Oliver

    • @Olly:
      Du schriebst:
      „indem Du mir Besserwisserei unterstellst, so unterstellst Du damit, ein richtiges Wissen zu haben und richtig zu handeln. Dagegen wendest Du aber bei mir Deine Besserwisserei an, um zu suggierien, dass Deine Weisheiten besser seien als meine. Dabei holst Du mit einer moralischen Keule aus, indem Du die Ethik mit ins Spiel nimmst, welche allerdings Du genauso wenig anwendest wie ich, aber der moralische Vorteil liegt natürlich bei Dir, denn Du bist ja bald Pastor und wie wir wissen, haben Amtspersonen immer Recht – nee, so ist es. Amtspersonen haben nie Recht, aber sie haben die Macht, Dich mundtot zu machen.“

      Meine Unterstellung der Besserwisserei entspringt einfach der Tatsache, dass Du mich nicht wirklich kennst, aber meinst, mich in der Gänze beurteilen zu können und mich als Lügner darstellst. Das ist für mich „Besserwisserei“, vielleicht sogar Überheblichkeit. Bedenke: nicht ich habe angefangen, Dich zu kritisieren…
      Wie geschrieben: Ich denke sogar, dass Du wirklich viel Wissen hast, es aber in einer Art und Weise präsentierst, die zumindest mir keine Hilfe ist.
      Im Übrigen: auf den Titel „Pastor“ lege ich keinen Wert und verbinde damit keinen Vorzug. Kann mich auch nicht erinnern, dies in dieser Diskussion in die Waagschale geworfen zu haben.

      „Deine Lüge ist meines Erachtens Deine Form der Ethik und dass Du vor allem nicht mit dem Munde des Herrn sprichst.“

      Welche Ethik meinst Du? Welches ethische Gebot entdeckst Du bei mir und siehst es als fehlerhaft an?

      „Deshalb unterdrückst Du nicht nur mit Deinen Worten, sondern auch mit Deinen Taten, die ich allerdings hier wirklich nicht beurteilen kann, aber wie Deine Worte, so sind mit Sicherheit auch Deine Taten.“

      Wenn ich unterdrücken würde, dann hätte ich Deine Kommentare schon längst zensiert… tut mir leid, aber diesen Vorwurf müsstest Du mir genauer erklären.

      • @berlinjc:

        Ich merke – Du verstehst nicht – schlechte Theologie also von Dir !!!
        Jeder Mensch lügt, betrügt und unterdrückt, aber es sind die Gemeindeleiter, bei denen das Gericht anfängt – anscheinend bei Dir noch nicht – und daher befürworte ich, dass Du kein Pastor beim BFeG wirst, aber dies habe ich ja glücklicherweise nicht zu entscheiden.

        Natürlich unterdrückst – und es muss ja auch so sein – ansonsten würde sich Jeremia 5,31 nicht erfüllen – verstehst Du das denn nicht?

        „Die Propheten weissagen falsch, und die Priester herrschen auf eigene Faust, und mein Volk liebt es so. Was werdet ihr aber am Ende von all dem tun?“ (Jeremia 5,31).

        Die Frage, die sich hier bei Dir und generell für jeden Menschen stellt, lautet:

        „Was werdet ihr aber am Ende von all dem tun?“

        Hast Du eine Antwort darauf ?

        Gnade und Frieden
        in Jesus

        Oliver

  12. Hi Dirk, dein Bemühen auf Olly einzugehen in allen Ehren-
    aber ich habe den Eindruck, dass es besser wäre ihn einfach zu
    ignorieren- das führt doch zu nichts.

  13. @Olly:
    „Ich merke – Du verstehst nicht – schlechte Theologie also von Dir !!!“

    Nee, schlecht erklärt von Dir. 🙂
    Gerade, wenn Du davon ausgehst, dass ich ein Lügner und Betrüger sei (irgendwie fehlt mir noch immer der konkrete Beleg von Dir), müsstest Du umso mehr bemüht sein, mir meine Lüge nachzuweisen und es mir so zu erklären, dass ich es als Blinder unter Blinden verstehe.

    „und daher befürworte ich, dass Du kein Pastor beim BFeG wirst, aber dies habe ich ja glücklicherweise nicht zu entscheiden.“

    Ja, echt – gut, dass das in Gottes Hand ist!
    Und was machst Du nach Deinem Theologiestudium?

    „Natürlich unterdrückst – und es muss ja auch so sein – ansonsten würde sich Jeremia 5,31 nicht erfüllen – verstehst Du das denn nicht?“

    Ach so, Du meinst, Jeremia 5,31 ist eine Prophetie auf mich!?
    Wenn es nicht langsam etwas krankhaft von Dir werden würde, würde ich mich ja fast geehrt fühlen, dass es eine persönliche Prophetie auf mich gibt!

    Olly, ich habe mich echt bemüht.
    Du hast angefangen, mich zu kritisieren und wirfst Bibelverse um Dich herum, aus denen ich dann irgendwie etwas herauslesen soll, weil Du sie mir jaals persönliche Hilfe mitgeben willst.
    Du meinst, dass ich Lügner und Betrüger sei, da sich ja eine Prophetie aus dem AT an mir erfüllen muss.
    Du meinst, dass „meine“ Theologie schlecht sei, mein Dienst schlecht sei und es besser sei, wenn ich keinen Gemeindedienst versehen würde.
    Und bei alledem kennst Du mich nicht wirklich.

    Ich lasse mich lieber von Gott beurteilen und nicht von jemanden, der aus der Ferne mit Pfeilen schießt und scheinbar irgendwelche Anlässe sucht, um zu verwirren.

    Ich würde sagen, wir lassen es nun dabei und rühren nicht weiter daran, okay?

    Gott segne Dich!

    • Jeder Mensch lügt und betrügt und unterdrückt: sowohl Du als auch ich – falls Dir damit meine Argumentation leichter fällt 😉

      Die Frage aller Frage – für Dich – für mich – für jeden – steht vor allem in Jeremia 5,31:

      „Was werdet ihr aber am Ende von all dem tun?“

      Und hierzu für alle die Frage: Hast Du eine Antwort darauf ?

      Gnade und Frieden
      in Jesus

      Oliver

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