Dreieinigkeit

„Die Dreieinigkeit, nach menschlichen Begriffen als Personengemeinschaft verstanden, bildet die Grundlage für eine Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern, einer Gemeinschaft von Gleichen, in der Dialog und Einmütigkeit die Grundelemente des Zusammenlebens sind – sowohl in der Welt als auch in der Kirche.“

(Leonardo Boff in „Urgemeinde“ von Frank Viola, S.179, GloryWorld-Medien, Bruchsal, Deutschland, 2010)

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6 Gedanken zu „Dreieinigkeit

  1. Die Frage der Dreieinigkeit ist anhand der Bibel mittels des Begriffes „Herr“ festzustellen. Das „Herr-sein“ kann man diesbezüglich lesen in: Jeremia 10,10; Apostelgeschichte 2,36; 10,36 ; 2. Korinther 3,17.18.

    Dazu theologisch in: Otto Weber, in: Karl Barths Kirchliche Dogmatik, S.26-27 (bei meinem Exemplar: Evangelische Verlagsanstalt Berlin 3. Aufl. 1956).

  2. „Nach menschlichen Begriffen“ bedeutet auch einschließlich der menschlichen Fehlbarkeit, denn der Mensch ist nicht fähig, Dialog und Einmütigkeit als die Grundelemente des Zusammenlebens zu erkennen und zu praktizieren, denn jeder Mensch lügt, betrügt und unterdrückt, da wo er nur kann – auch die Christen tun dies. Aus diesem Grunde war auch erst vor kurzem der Buß-und Bettag, an welchem normalerweise die Christen einer Gemeinde zusammen für ihre einzelnen und gemeinsamen Sünden um Vergebung beten.

    Gnade und Frieden
    in Jesus

    Oliver

  3. Das Zitat sollte man besser in verständliches Deutsch bringen und Vereinfachen, zumindest den Anfang:
    „Vater, Sohn, und heiliger Geist bilden die Grundlage …“. Auf dieser Basis fußt der Glaube des Einzelnen (oder sollte darauf beruhen) und damit habe ich mit Geschwistern etwas gemeinsam, eine gemeinsame Basis, auf deren Grundlage Gemeinschaft / Gemeinde gebaut werden kann.

    @Olli: der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Dass wir aus uns heraus nicht perfekt sind, ist klar. Trotzdem ist es an uns, dem Geist Gottes Raum in unserem Leben zu geben, notwendig ist die Bereitschaft, uns durch ihn umgestalten lassen zu wollen. Nicht nur einmal bei der Bekehrung, sondern dauerhaft.
    Ich denke, das, was uns mit den Geschwistern durch den Glauben verbindet, kann und ist vielfach stärker als die Schwächen (Paulus nennt es das Fleisch, also das allzu Menschliche in uns), aus denen heraus auch sündiges Verhalten gegenüber anderen (auch Geschwistern) resultieren (kann). Und somit gehört zu einer Gemeinschaft nicht nur, Sünden zu bekennen, sondern auch gegenseitig zu verzeihen. Und dann kann auch das Miteinander klappen, wenn denn eine gemeinsame Basis vorhanden ist.

    Eine Anmerkung noch (ohne jemandem auf die Füsse treten zu wollen): ich halte nicht viel davon, mit dem Bekennen von Sünden (und vielleicht auchmit dem Verzeihen gegenüber denen, die an mit gesündigt haben) auf den einen Tag im Jahr zu warten. Das können dann schon mal >360 Tage werden zwischen Vorfall und formalisierter Bereinigung. Derartige Themen sollte man bis Sonnenuntergang geklärt haben, sonst schaukeln sich kleine Sünden zu Konflikten im Ausmaß von Streiteren innerhalb eines Kleingartenvereins auf.

    • @Stephan:

      Es obliegt nicht dem Menschen, dem Geist Gottes Raum in seinem Leben zu geben, notwendig ist daher keine Bereitschaft, sich durch ihn umgestalten lassen zu wollen, denn der Wille des Menschen zählt nicht, da der Mensch keinen freien Willen in Bezug auf Gott hat.

      Jedoch heißt es: werdet voller Geist und lasst reichlich Gottes Wort unter euch wohnen (Epheser 5,18 i.V.m. Kolosser 3,16), so dass ich daher Dein Anliegen, dem Geist Gottes Raum im eigenen Leben zu geben, als Anweisung umdeute, die Bibel zu lesen. Und dies tue zu genüge.

      Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark – und Paulus rühmt sich sogar seinen Schwachheiten, so dass also das Schwachsein an sich keine Angelegenheit sein muss, sie zu verstecken.

      Sofern ich den Buß- und Bettag richtig verstehe, so geht es bei diesem Tag mehr um die Sünden christlicher Gemeinden als Gruppe, die entsprechend auch als Gruppe begangen wurden und an jenem Tag bekannt werden sollen. Allerdings ist es ja auch ein traditioneller Tag der EKD – naja – lieber einen bestimmten rituellen Tag als gar keinen Tag dafür.

      Vielen Dank für Deine Hinweise 😉

      Gnade und Frieden
      in Jesus

      Oliver

  4. olli ich glaube auch daß du ein Besserwisser bist
    Auch finde ich dich sehr überheblich.Ich stimme auch Kathi zu daß es gut ist dich nicht zu beachten.
    Du nevst aber unwahrscheinlich mit Deinen Theologischen richtigkeiten, die meines erachtens einen giftigen Geist im Anhang haben.
    Auf meinem Bog würde ich dich immer löschen.
    Der Empfehlung von Bee dir einen Friseur zu suchen schließe ich mich an.

    Jetzt zur Dreieinigkeit
    Mir hilft es immer wieder über Johannes 17 nachzudenken.
    Nicht in 1. lienie über die Einheit die wir haben sollen, sondern die Einheit die Gott Vater Gott Sohn und Gott Heiliger Geist hat.

    Das Buch Die Hütte. Stellt dies meines erachtens sehr bildlich dar.

    Ich glaube auch nicht, daß wir es vollkommen erreichen werden, aber ich glaube, daß Gott es sich wünscht, und daß er tut was er kann um uns zu Helfen.

    (Auf gewisse calvinistische Einwände von o. gehe ich nicht ein.)

  5. @OlliRau: hinsichtlich des freien Willens sollten wir lieber keine Grundsatzdiskussion führen – ich gehe davon aus, dass ich einen freien Willen in Bezug auf Gott habe und interpretiere auch diverse Aussagen von Paulus und auch des AT so (er ermahnt uns z.B. wie die Olypmialäufer zu sein). Und wenn kein freier Wille da wäre, dann müßten wir über Prädestinationslehre und Allversöhnung in der Folge nachdenken.

    „Ich will Pharaos Herz verstocken“ heißt für mich z.B., dass Gott eine ablehnende Haltung verstärkt hat – aber auf dieser aufgebaut hat. Wenn Paulus uns ermahnt, wie die Olympialäufer zu sein, dann liegt es durchaus an „mir“, etwas zu tun. Wenn es um Errettung geht, dann glaube ich, hält Gott jedem Menschen die Hand hin (er ruft jeden Menschen zwei oder drei mal, Hiob), aber es liegt an mir, diese Hand aktiv zu ergreifen. Auch wenn Gott einige Menschen der Bibel durchaus starkt animiert hat, seinen Willen zu tun (Moses, Paulus, diejenigen, die von Jesus berufen wurden), hatte jeder die Chance, zu widerstehen und sogar auszusteigen (Judas) oder Gott nicht mehr im vollen Umfang zu vertrauen (was dazu führte, dass Moses nicht mehr ins gelobte Land durfte). Wenn es in der Bibel heißt „Niemand kann dich meiner Hand entreißen“, dann weiß ich, dass mich keine Macht von Gott wegbringen kann, außer ich mich selbst (wie z.B. Judas).
    An einem Punkt stimme ich Dir aber gerne zu: ich kann (und ich will auch nicht) verhindern, dass Gott mich mehr beeinflußt und mehr in mir wirkt, als mir bewußt ist.

    Gottes Segen für Dich
    Stephan

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