Weihnachten 4

„Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
… Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast.“
(Lukas 1,35.38a)

„Als er das noch bedachte, siehe, da erschien ihm der Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.
…Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte,…“
(Matthäus 1,20 f.)

Es gibt etwas, was ich hier nicht zitiert habe: Das ist die genaue Erklärung des Engels. Es ist interessant, dass der Engel scheinbar geschlechtsspezifisch erklärt. Bei Josef geht es fast nur theologisch zu. Sachlich mit einer Handlungsanweisung. Bei Maria finden wir letztlich den seelsorgerlichen Hinweis: „Schau mal – die Elisabeth ist auch wundersam schwanger geworden (Du bist nicht allein!).“ Auch hier geht es um das Theologische, dann aber um die Beziehung.

Viel wesentlicher ist aber das:
Sowohl Josef als auch Maria reagieren mit Gehorsam.
Kein wiederholter Einwand. Keine langen Diskussionen.
Sondern das:
Gott spricht deutlich.
Kein Zerreden durch Josef oder Maria, sondern es folgt das entsprechende Handeln.

Josef und Maria haben daraufhin kein Buch über das Reden Gottes geschrieben. Sie haben keinen Selbsthilfekurs für übernatürlich Veranlagte gegründet. Sie haben scheinbar keine wöchentlichen Erweckungsstunden durchgeführt, um diesen „Engel-Kick“ noch einmal zu bekommen.
Sie gehorchen einfach.
Josef haut nicht ab, sondern bleibt bei Maria.
Und Maria scheint Frieden mit ihrer Situation (bzw. mit Gott) geschlossen zu haben.

Wenn Gott deutlich spricht und wir von Ihm im Herzen getroffen werden, dann haben wir die Wahl:
Wir können das ignorieren, auf die lange Bank schieben oder um den heißen Brei reden.
Wir können aber auch das tun, was Gott von uns will.

Das hat dann wirklich etwas Weihnachtliches an sich, wenn Gott und Menschen harmonieren.


Bildquelle:
http://www.sxc.hu/photo/967718 von http://www.sxc.hu/profile/andrewatla – Seite aufgerufen am 21.12.2010

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Ein Gedanke zu „Weihnachten 4

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