Jesus geht

Jesus geht dorthin und hierhin.
Ein Beispiel von vielen:
„Und als Jesus von dort wegging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm.“
(Matthäus 9,9)

Jesus geht „von dort“ weg.
Er begegnet Matthäus, dem Zöllner.
Und was spricht Jesus zu ihm?
„Folge mir!“
Das tut Matthäus dann auch.
Jesus lädt andere ein, auch zu gehen.

Es ist ein Kennzeichen der Jünger Jesu, dass sie Jesus nachfolgen.
Sie „sitzen“ nicht „nach“, sie „liegen“ nicht „nach“ – sondern sie folgen Jesus nach.

Das ist zuerst auf die Einstellung bezogen und nicht auf pure Äußerlichkeiten.
Jesus verlangte von Seinen Nachfolgern nicht, dass sie eine bestimmte Körperhaltung beim Gebet einnehmen und jedes Gebet mit dem Wort „Tschakka“ beenden sollten.
Es ging Ihm auch nicht darum, dass sie ein ähnlich aussehendes Gewand tragen sollten (Wie wär’s mit einem langen schwarzen Mantel, der oben einen weißen Kragen in Spitze hat?).
Schließlich verlangte Er auch nicht, dass sich seine Nachfolger einen Fisch in die Haare flechten sollten.

Stattdessen sollten sie lernen, zu vergeben.
Lernen, auf Gott zu vertrauen.
Lernen, böse Geister auszutreiben und zu heilen.
Lernen, Menschen zu Nachfolgern Jesu zu machen.

Nicht das Äußere ist bei Jesus ausschlaggebend, sondern das, was „innerlich“ bewegt wird.

Aber weil Jesus innerlich bewegt war, war Er es auch äußerlich.
Es hielt Ihn nicht an einem Fleck.
Seine Liebe bewegte Ihn zu den Menschen, wo auch immer sie waren.
Jesus geht.

Wie gegensätzlich sind dazu unsere Gemeindehäuser!
Wir als Kiezgemeinde haben kein eigenes Haus, aber immerhin haben wir was gemietet.
Unser Gehen ist sehr eingeschränkt.
Es ist nichts dagegen zu sagen, dass sich die Nachfolger Jesu irgendwo treffen.
Aber immer der gleiche Ort? Immer das gleiche Programm?

Wenn wir unsere Zusammenkünfte nur an Jesus messen würden (und z.B. die Apostelgeschichte nicht hätten), dann müsste man meinen, dass wir konsequente „Nachsitzer“ sind.

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