„Unwiderstehlich – das Geheimnis anziehender Gemeinden“

Dieser Titel gehört zu einem gleichnamigen Buch (Autor: Craig Groeschel; Verlag: SCM R. Brockhaus), das ich neben einigen anderen in den letzten Wochen gelesen (oder überflogen) habe (das tue ich idR. beim Frühstücken, auf der Toilette oder wenn ich seltenerweise mal eine sog. „freie Minute“ habe).

Folgend ein paar alte und neue Gedanken, die mir bei der Lektüre wichtig geworden sind:

oVision, Vision, Vision“ – nicht als psychische Krankheit gedacht, sondern als die Last, die Gott auf das Herz gelegt hat.
Warum gibt es genau diese oder jene Gemeinde? Weshalb wird genau dieser oder jener Dienst getan? Wenn das nicht mit der Perspektive zusammenhängt, die Gott bewirkt hat, dann sollte man die Arbeit sein lassen. Oder wie es Craig formuliert: „Planen Sie, welche von den Dingen, die die meisten machen, Sie nicht machen werden, um das am besten zu tun, wozu Gott Sie beauftragt hat.“ (S.57)
Aktionen, die die Vision Gottes nicht direkt unterstützen, sollten gestrichen werden.
Auf jeden Fall gilt: die Vision muss immer wieder kommuniziert werden. Sie wird zu schnell vergessen!

o Die Gemeinde als Leib Jesu gehört zusammen. Körperteile, die unabhängig von den anderen auf dem Boden liegen, sind nicht nur nutzlos, sondern auch ekelerregend. In der Gemeinde MUSS jeder Mitarbeiter wissen, weshalb diese Arbeit getan wird (Vision).

o Die Bereitschaft, zu scheitern! Gemeinden, die nichts riskieren und nur auf Nummer Sicher gehen wollen, gleichen einem Kind, das es aufgegeben hat, das Laufen zu lernen, weil das erste Hinfallen zu weh getan hat. Dabei hilft gerade das Scheitern wesentlich, etwas Wichtiges zu lernen. Würdevolles Scheitern könne man lernen („Fehler dürfen gemacht werden!“ – „Über Erfolge UND Fehler reden!“ – usw.).

o Freue ich mich, wenn andere Dienste oder Gemeinden mehr „Erfolg“ als ich haben? Je nach Antwort ist erkennbar, ob ich in meiner kleinen Ego-Gemeindewelt lebe oder im Sinne des Reiches Gottes. Um für das Reich Gottes zu leben, kann es extrem helfen, anderen Gemeinden Gutes zu tun: Mitarbeiter entsenden, Geld spenden, Fürbitte tun, gemeinsam feiern, Werbung für andere machen, gemeinsame Einsätze, anderen Pastoren zum Geburtstag gratulieren, Räume zur Verfügung stellen…
So gesehen geht es nicht zuerst um „Gemeindebau“ und „Gemeindegründung“, sondern um das Reich Gottes!
Ein „biblischer“ Gemeindeleiter ist jemand, der zuerst das Reich Gottes wachsen sehen will.

o Aufpassen, dass wir das Zentrum nicht verlieren: Jesus Christus!
Langsam und subtil kann eine wachsende Gemeinde Ressourcen aufbauen und mehr und mehr mit diesen Ressourcen rechnen: „Wir sind eine 300-Mann-Gemeinde… wir können was stemmen! Wir haben viel Erspartes – Geld ist kein Problem!“ Wenn wir mehr mit dem rechnen, was wir haben und können (oder auch: daran verzweifeln, weil wir manches nicht können oder haben), dann rechnen wir nicht mehr Gott selbst!
Deshalb: „klein und begrenzt“ zu sein und sich deshalb abhängig von Gott zu wissen, kann ein großer Segen sein! Das „Geheimnis anziehender Gemeinden“ kann letztlich nur Gott hervorbringen.

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