Warum Gutes tun?

Kein reißerischer Titel – aber zu der Uhrzeit geht bei mir nur das Wesentliche. Die Predigtvorbereitung ist fast fertig. Ein bisschen wartet noch in der nächsten Nacht auf mich… oder am frühen Sonntag-Morgen.

Etwas zur Zeit Predigtunabhängiges geht mir durch den Kopf, weil wir als Gemeinde vorhaben, ein Cafe zu übernehmen.
Da stellt sich die Frage: Warum?

Deshalb (wegen der fortgeschrittenen Nacht nur ein paar Stichpunkte):

A) Altes Testament:
Wir sollen einander Gutes tun. Das betrifft vor allem das Volk Israel intern. Aber auch Fremde kommen hier und da in den Genuss von Mildtätigkeit.

B) Neues Testament:
Jesus heilt, befreit, gibt Hoffnung und Leben. Zuerst im Volk der Juden, hier und da aber auch bei Nichtjuden.
Schließlich sendet Er Seine Leute in die ganze Welt, um es Ihm gleichzutun.
Die ersten Gemeinden kümmerten sich dann auch z.T. um ihre Witwen. Gemeindeinterne Diakonie. Aber schließlich gilt dabei: Tut jedermann Gutes… zuerst den Glaubensgenossen, aber eigentlich jedem. Anders kann auch das Konzept der christlichen Feindesliebe nicht gelebt werden.

Es gibt eine biblische Offenheit dafür, dass ein Kiez-Cafe aufgebaut wird, damit
– Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten bleiben,
– ein öffentlicher Raum vorhanden ist, der speziell Kindern dienen soll,
– Räume für Seminare genutzt werden, damit Ehen und Familien gestärkt werden,
– Christen und Nichtchristen, Afrikaner und Polen, Reiche und Arme  unverfänglich und natürlich in Kontakt zueinander treten können.

Dieses Cafe soll den Menschen dienen im Namen Jesu.
Als Gemeinde haben wir eher wenig davon, aber dafür haben Einzelne viel Arbeit. Doch eingebettet in den Reich Gottes-Gedanken wird dieses Cafe zu einem Dreh- und Angelpunkt im Kiez und Staaken werden können.

Dennoch mag es Leute geben, die eine solche Art von Diakonie ablehnen. Es sei zu wirtschaftlich. Es sei ja keine direkte Evangelisation und habe daher keinen Wert…

Doch wer so argumentiert, müsste dann auch seine Schwierigkeit mit christlichen Krankenhäusern oder Bibelschulen haben. Und wo das der Fall wäre, hätte meine Toleranz dann irgendwie eine Grenze gefunden.

So bin ich aber gespannt, ob Gott den Weg der Kombi von Gemeindegründung und Cafearbeit weiterhin ebnen wird. Es geht um Sein Reich!

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2 Gedanken zu „Warum Gutes tun?

  1. Ich gebe einfach mal zu bedenken, dass eine Gastwirtschaft – egal welche- vorallem eins ist: Unglaublich viel Arbeit. Zwar hieß es früher oft: Wer Nichts wird, wird Wirt!“, aber das war einmal. Heute braucht auch ein Cafe einen Geschäftsplan dringender als gute Ideen.
    Is ja nicht so, als hätten wir nicht hier nicht ein Jugend-Cafe, aber das Team besteht aus Ehrenamtler und es wird von verschiedenen Seelsorge-Stellen unterstützt. Man brauchte keine Räume zu mieten, weil das Haus und die angrenzende Kirche ehe „uns“ gehören. Renoviert werden musste sowieso. Alles Kosten, die das Cafe nicht gezwungen ist zu erwirtschaften… Ist also eine ganz ander Geschichte da Mama wahrscheinlich hier auch Fehlbeträge ausgleichen würde.

    • In der Tat: Es ist ein Haufen Arbeit!
      Können wir als „Gemeinde in Gründung“ nicht stemmen. Geht nur mit externen Kräften. Ein Großteil ist insoweit vorbereitet, als dass dieser Betrieb an Ort und Stelle schon seit paar Jahren existiert und nun Nachfolger zwecks Ruhestandsumsetzung gesucht werden. Ist einfach eine super Chance!

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