In Gold investieren

Im Grunde ist der Artikel hochaktuell, auch, wenn er fast 2000 Jahre alt ist!
In einem alten Brief, geschrieben an eine Gruppe von Menschen im antiken Griechenland, ist zu lesen, dass es wichtig sei, auf Gold aus zu sein…
und nicht auf Stroh oder Holz.

Im 1.Korintherbrief, Kapitel 3, schreibt der Apostel Paulus davon. Eines Tages wird Gott unser Leben prüfen. Manche unserer Taten werden wie Stroh sein und verbrennen, andere Taten werden wie Gold sein und durch das Feuer gereinigt werden.
Mir zeigt das u.a. das:

Es ist wichtiger, dass wir das, was wir tun, qualitativ gut machen, statt möglichst viel zu tun.

Mit Stroh und Holz lässt sich viel in kurzer Zeit aufbauen.
Mit Gold werden es wohl eher kleine Kunstwerke sein.

Aber vor Gott bleibt das Gold bestehen.

Möge unser Leben zu einem kleinen Kunstwerk werden!

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Ein Gedanke zu „In Gold investieren

  1. Hier eine kleine Auslegung von Watchman Nee.
    Ich bin eben ein bisschen philosophisch und unpraktisch veranlagt 😉

    Vom Menschen oder von Gott

    In 1.Korinther 3 spricht Paulus vom Aufbau und nennt diesen „das Werk eines jeden“.
    Manche, so sagt er, bauen mit Gold, Silber und Edelsteinen, andere dagegen mit Holz, Heu und Stroh.

    Was ist nun der Unterschied zwischen einem Werk aus Gold, Silber und Edelsteinen und einem solchen aus Holz, Heu und Stroh? Im Worte Gottes bedeuten Gold, Silber und Edelsteine das, was von Gott kommt:
    Gold stellt die Herrlichkeit Gottes des Vaters dar, Silber das Erlösungswerk des Sohnes, und Edelsteine schließlich – da sie in der Erde durch Umwandlung mittels Druck und Hitze entstanden sind – bedeuten das Umwandlungs- und Aufbauwerk des Heiligen Geistes.

    Das Werk aus Gold, Silber und Edelsteinen entsteht also durch nichts anderes als allein durch die
    ewige Herrlichkeit Gottes, durch das Kreuz des Sohnes und durch das Umwandlungs und Aufbauwerk des Heiligen Geistes.

    Was bedeuten dann aber Holz, Heu und Stroh?
    Holz, Heu und Stroh bezeichnen jeweils das, was vom Menschen selbst kommt: Die Herrlichkeit des Menschen ist wie Gras und seine Natur wie Holz und das, was er hervorbringt, wie Stroh. Gold, Silber und Edelsteinesind ein Bild für das, was von Gott kommt – Holz, Heu und Stroh hingegen ein Bild für das, was vom Menschen kommt.

    Gold, Silber und Edelsteine finden sich nicht an der Oberfläche der Erde, sondern tief in ihrem Inneren, und so muss man auch tief graben, um zu ihnen zu gelangen.

    Holz, Heu und Stroh wachsen dagegen an der Oberfläche und sind leicht zu haben.
    Was von tief innen heraus geboren und gewachsen ist, trägt das Merkmal göttlichen Wirkens; alles aber, was nach dem Fleisch getan wird, stammt vom Menschen selbst und ist wertlos.
    Was so leicht und gekonnt getan werden kann, hat selten geistlichen Wert, denn meist ist es nur etwas Äußerliches.
    Nur was von tief innen herauskommt, besitzt geistlichen Wert. Auf diesen Unterschied müssen wir sehr achten – ob wir predigen oder evangelisieren oder was immerwir tun.

    Manche müssen, bevor sie das Evangelium predigen können, auf Gott warten, und voller Vertrauen schauen sie auf ihn, bis sie von ihm eine Last bekommen, gleichsam, als ob sie schwanger würden, und was sie dann gebären, ist ein Werk aus Gold, Silber und Edelsteinen.

    Andere Leute predigen aber das Evangelium, weil sie einen klugen Kopf haben, gut reden können
    und ein gutes Gedächtnis besitzen.
    Deshalb können sie so leicht predigen und sind voller Aktivität. Aber vor Gott ist das alles Holz, Heu und Stroh, ohne jeden geistlichen Wert.
    Ich kannte einen Bruder, dessen Predigten äußerlich beurteilt einen guten Eindruck machten und der also durchaus hätte zufrieden sein müssen. Aber seltsamerweise fühlte er sich, je länger er predigte, innerlich umso leerer. Äußerlich schien er mit viel Kraft das Wort auszurichten, aber innerlich wurde er immer hungriger, trockener und leerer.
    Nach der Predigt musste er vor Gott seine Sünde bekennen, dass er alles das aus sich selbst getan hatte.
    Es kommt also nicht darauf an, wie das Werk äußerlich aussieht, sondern wer es getan hat. Dieser Unterschied liegt nicht in den Worten einer Predigt, auch nicht in ihrem äußeren Ergebnis, sondern vielmehr in ihrer Quelle.
    Daher kann es geschehen, dass, wenn zwei das selbe predigen und auch durchweg dieselben
    Worte benutzen, doch die Zuhörer bei dem einen das Gefühl haben, lediglich einen klugen Menschen vor sich zu sehen, bei dem anderen hingegen einen Menschen, der Gott kennt.

    Bei manchen, denen wir begegnen, müssen wir mit Ehrfurcht bekennen: „Gott ist hier“. Bei anderen hingegen können wir nur sagen, dass sie klug und redebegabt sind. Nur wenn du selbst Gott berührt hast, kannst du auch andere mit ihm in Berührung bringen. Wenn du aber lediglich
    deine Seele berührt hast, kannst du die Menschen auch nur mit diesem deinem Selbst in Berührung bringen. Dieser Unterschied ist wirklich von entscheidender Bedeutung.

    Selbstgemacht oder von Gott gewirkt

    Was eben gesagt wurde, gilt durchaus nicht nur in unserem ausdrücklichen Dienst für den Herrn, sondern ebenso in allen anderen Bereichen unseres täglichen Lebens. Ein Bruder, der einmal einer Aussprache wegen zu einem Diener Gottes kam, hatte große Angst, von diesem kritisiert zu werden; er gab sich die größte Mühe, die ganze Zeit über, während er mit ihm sprach, Demut zu beweisen.
    Seine Haltung, seine Worte – alles an ihm war Demut, aber während er sich so sehr bemühte, konnte doch sein Zuhörer nur Mitleid für ihn empfinden.
    Wenn jemand wirklich demütig ist, braucht er sich nicht so große Mühe zu geben. Dieser
    Bruder hatte Demut vorgespielt, und deswegen war es auch so anstrengend für ihn gewesen.

    Es nahm sich zwar alles bei ihm sehr demütig aus und eine gewisse Demut war wohl auch in der Tat vorhanden, aber es war eine gekünstelte Demut, etwas Seelisches.
    Wenn dagegen Gott in einem Menschen Demut wirkt – welch ein Unterschied! Ein solcher Mensch ist dann wahrlich demütig, und zwar ohne dass er sich dessen überhaupt bewusst wäre; wer aber
    mit ihm umgeht, wird das Werk Gottes an ihm erkennen.
    Einer, der sich schminkt, muss ständig in den Spiegel schauen, um sich zu vergewissern, dass nichts verschmiert ist.
    Mose aber, als sein Angesicht leuchtete, war sich dessen überhaupt nicht bewusst.
    Was Gott in einem Menschen wirkt, das ist dieser dann auch – und das ist geistlich. Was einer dagegen aus sich selbst heraus fabriziert, ist seelisch; und weil ihn dies Selbermachen stets viel Mühe kostet, ist es denn auch kein Wunder, dass er das Christsein höchst anstrengend findet – er hat nicht erkannt, dass ein Christ sich überhaupt nicht anzustrengen braucht.

    Wir meinen immer, mit einem äußerlich im Großen und Ganzen korrekten Verhalten Gott schon Genüge getan zu haben, doch Gott fragt einzig nur nach dem inneren Ursprung unseres Verhaltens:
    Ist es von Gott gewirkt oder haben wir es mit der Energie unseres Fleisches selbst fabriziert?

    So viele, und man muss fast Mitleid mit ihnen empfinden – mühen sich z.B. ab, geduldig zu
    sein, während andere, ohne sich dessen bewusst zu sein, einfach geduldig sind – geduldig
    aber, wie wir mit Ehrfurcht bekennen müssen, weil Gott ein entsprechendes Werk an ihnen getan hat.

    Das eine Mal ist der Ursprung der Mensch selbst, das andereMal aber Gott, und hierin allein – nicht in dem äußeren Ergebnis – liegt der ganze Unterschied.

    Helmut

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