Soft-Hardcore-Gott

„Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!“
(Matthäus 23,37)

Jesus klagt über Jerusalem.
Immer wieder hatte Gott Einladungen verteilt: „Lebt mit mir! Beachtet meine Gebote! Lernt es, mich und Menschen zu lieben!“
Doch Jerusalem lehnte ab.
Gott stellt sich dabei auf eine Stufe mit einer Henne. Sie will ihren Küken Schutz und Heimat bieten. Wie schmerzlich, wenn die Küken wegrennen.
Gott zwingt nicht zum Glauben.
Er lädt ein – aber die Entscheidung liegt bei uns.
Das gleiche Prinzip gilt in Fällen von Frieden und Krieg, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Freude und Leid: Gott lädt zum Frieden, zur Gerechtigkeit und Freude ein. Er kennt den Weg dorthin. Aber wenn die Menschen nicht wollen, ist Gott soft. Keiner muss.

Wer sich aber trotz wiederholter Einladung Gottes immer noch gegen Ihn stellt, wird irgendwann spüren, dass Gott auch anders kann. Nämlich „hardcore“.
Damals zu Jesu Zeiten entzog Gott der Stadt Jerusalem den göttlichen Schutz. Sie wollten nicht – also mussten sie auch nicht.
Die schützende Hand Gottes über der Stadt war dann so sinnvoll wie das ständige Einreden auf einen Alkoholiker. Irgendwann ist es verlorene Liebesmüh‘.
Jerusalem sollte nun spüren, wie es ist, wirklich ohne Gott zu sein.
So wurde die Stadt den Feinden preisgegeben und verwüstet.

Gott lässt gerne die Sonne scheinen über Böse und Gute. Und Er liebt es, gnädig zu sein, weil Seine Gnade zur Umkehr führt.
Aber wenn ein Mensch Ihn immer wieder abweist, wird er eines Tages merken, wie es ist, wenn Gott Seine segnende Hand wegzieht.
Es wird dann kein Leben bleiben, sondern nur noch Tod.

In Deutschland haben wir in den letzten Jahrzehnten den „Soft-Gott“ erfahren. Trotz Kriegsverbrechen und Kriegsschuld erlebten wir einen Wohlstand ohne Gleichen. Wir durften die Vereinigung Deutschlands erleben. Wir durften demokratische Freiheiten erleben.

Wenn wir aber den Wandel der letzten Jahre anschauen, dann müssen wir uns fragen, ob Gott noch lange so gnädig sein wird. Es könnte der Tag kommen, an dem Gott Seine schützende Hand wegzieht und dieses Land mehr und mehr in das Verderben läuft.
Möge Er das verhüten – und sei es aufgrund der „handvoll Gerechten“ in diesem Land.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Wörter veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s