Gott und Hölle – vorerst ein Schlussgedanke

Die u.a. auch hier angestoßenen Überlegungen zum Thema „Liebender Gott und Hölle“ will ich vorerst abschließen. Zumindest für mich.
Biblisch klar ist es, dass es nach dem Sterben eine Trennung zwischen Jesus-Gläubigen und anderen geben wird.
Manche meinen, es gäbe dann später, irgendwie eine Allversöhnung. D.h.: Schließlich würden auch die Feinde Gottes das ewige Leben bekommen und keine ewigen Höllenqualen erleiden müssen.
Andere meinen, dass die Ungläubigen letztlich den „2.Tod“ sterben werden und damit tatsächlich ausgelöscht würden, womit sie wiederum dem ewigen Leiden entgehen würden.
Und etliche meinen, dass dann doch die ewigen Qualen warten werden.

Wie dem auch sei:
Jede Ansicht hat ihre Indizien in der Bibel und je nach Gewichtung der Verse und je nach Bibellesebrille kommt man zu dem einen oder anderen Ergebnis.
Doch selbst auf der Allversöhner-Schiene kommt man nicht drumherum, dass es für die Ungläubigen einen schrecklichen Moment geben wird, wenn sie ihre Gottesferne erkennen.

So komme ich dazu, zu sagen:
Es ist fast egal, wie das Leid für die Gottlosen sein wird.
Denn viel wichtiger ist das:
So oder so würde ich es nicht darauf ankommen lassen wollen, ob die Höllenqualen nun ewig oder zeitlich begrenzt sind.
Und:
Das Lebem mit Gott ist JETZT schon viel besser als ein Leben ohne Gott.

Ich weiß nur das:
Gott liebt.

Advertisements

3 Gedanken zu „Gott und Hölle – vorerst ein Schlussgedanke

  1. Dirk, Du machst es Dir zu leicht mit Deinem Resumée! Es geht um die Ehre Gottes! Was macht ihm größere Ehre: wirklich alle zu retten oder nur eine klitzekleine Minderheit der Weltbevölkerung? Die anderen leiden für immer und ewig unausstehliche Qualen? Für mich wäre es fürchterlich, den mit anvertrauten Menschen von einem leidenschaftlich, ewig quälenden Gott erzählen zu müssen. Solche Fantasien können nur Menschen entwickeln! Nicht mal Tiere sind dazu fähig! Für mich steht fest, dass immer das geschieht, was Gott der Schöpfer will. Und er will, wie schon anderer Stelle hier festgestellt wurde, dass alle, aber auch wirklich alle Menschen gerettet werden! Alles ist im Untertan!
    Dirk, suche weiter, gib nicht auf! Gott wir Dir Deine Suche lohnen: wer sucht, der findet!

    Gute Literatur: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3936461007/weltmanager-21
    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/387618083X/weltmanager-21

    Hier noch als Gruß ein gutes altes Lied in Bezug das Leid, das usn heir wiedrfährt im blick auf die Ewigkeit:
    Philadelphialied 704
    Melodie: Alles ist an Gottes Segen
    1 Endlich bricht der heiße Tiegel
    und der Glaub‘ empfängt sein Siegel
    als im Feu’r bewährtes Gold
    da der Herr durch tiefe Leiden uns hier zu den hohen Freuden jener Welt bereiten wollt.
    2 Unter Leiden prägt der Meister
    in die Herzen, in die Geister
    sein allgeltend Bildnis ein.
    Wie er dieses Leibes Töpfer,
    will er auch des künft’gen Schöpfer
    auf dem Weg der Leiden sein.
    3 Leiden bringt empörte Glieder
    endlich zum Gehorsam wieder,
    macht sie Christo Untertan,
    daß er die gebroch’nen Kräfte
    zu dem Heiligungsgeschäfte
    sanft und still erneuern kann.
    4 Leiden sammelt unsre Sinne,
    daß die Seele nicht zerrinne
    in den Bildern dieser Welt, ist wie eine Engelwache, die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält.
    5 Leiden stimmt des Herzens Saiten
    für den Psalm der Ewigkeiten
    lehrt mit Sehnsucht dorthin seh’n wo die sel’gen Palmenträger mit dem Chor der Harfenschläger preisend vor dem Throne steh’n.
    6 Leiden fördert unsre Schritte,
    Leiden weiht die Leibeshütte
    zu dem Schlaf in kühler Gruft.
    Es gleicht einem frohen Boten
    jenes Frühlings, der die Toten
    zum Empfang des Lebens ruft.

    7 Leiden macht das Wort
    verständlich,
    Leiden macht in allem gründlich, Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, droben bist du eine Würde, die nicht jedem widerfährt.
    8 Brüder, solche Leidensgnade
    wird in mannigfachem Grade
    Jesu Jüngern kundgemacht; wenn
    sie mancher Schmerz durchwühlet,
    wenn sie manchen Tod gefühlet,
    Nächte seufzend durchgewacht.
    9 Wenn auch die gesunden Kräfte
    zu des guten Herrn Geschäfte
    wurden willig sonst geweiht,
    o so ist’s für sie kein Schade daß sie ihres Heilands Gnade läutert in der Prüfungszeit.
    10 Im Gefühl der tiefsten Schmerzen
    dringt das Herz zu Jesu Herzen
    immer liebender hinan;
    und um ein’s nur fleht es sehnlich: Mache deinem Tod mich ähnlich, daß ich mit dir leben kann!
    11 Endlich mit der Seufzer Fülle
    bricht der Geist durch jede Hülle
    und der Vorhang reißt entzwei.
    Wer ermisset dann hienieden,
    welch ein Meer von Gottesfrieden
    droben ihm bereitet sei?
    12 Jesu, lass zu jenen Höhen
    heller stets hinauf uns sehen
    bis die letzte Stunde schlägt,
    da auch uns nach treuem Ringen heim zu dir, auf lichten Schwingen eine Schar der Engel trägt.

    Karl Friedrich Harttmann, 1743-1815

    • @as:
      M.E. hängt alles an der Bibellesebrille. Und die zu finden und zu begründen, ist ein Kunstwerk für sich. Wie gewichten wir welche Verse? Wie passen sie zusammen? Wie gehen wir mit den Spannungen in der Bibel um?
      Natürlich habe ich für mich einen Auslegungsansatz, der mich zu einer bestimmten Tendenz bringt.
      Tendenz deswegen, weil ich wir im Rahmen der Auslegungen zum Thema sehen, dass andere völlig andere Erkenntnisse haben. Unsere ERkenntnis ist Stückwerk und das macht mich zurückhaltend.

      Ich würde nicht predigen, dass Nichtchristen für immer und ewig leiden müssen.
      Denn dafür finde ich den biblischen Beleg nicht eindeutig genug.
      Aber schlussendlich kann ich es auch nicht völlig ausschließen.
      Mein Verstand und mein menschliches Verständnis von Liebe sagen mir, dass Gott niemanden ewig leiden lassen würde. Aber immerhin gibt es Verse, die die Möglichkeit nahelegen.

      Zur Alversöhnung halte ich ebenfalls Abstand – bislang. Denn Gott bringt zwar Seinen Plan letztlich durch, aber stets nur mit unserem Einvernehmen. IdR will Er Teamwork. Die GEschichte und die Bibel lehren uns, dass aber nur die wenigsten Menschen wollen! Er zwingt niemanden zum Glück. Die relative Entscheidungsfreiheit des Menschen halte ich für eine grundlegende Erkenntnis aus der Bibel.

      Und so ist es nun, dass ich sagen muss:
      Ganz sicher weiß ich es nicht.
      Ich wünsche jetzt schon jedem Menschen, dass er Gottes Liebe erkennt und annimmt.
      Doch obwohl es jetzt schon eindeutige Hinweise auf Gott gibt, wollen manche Menschen einfach nicht. Wenn sie trotz ihrer Not und Sehnsüchte nicht auf die Einladung Jesu reagieren, wieso sollten sie es in der Ewigkeit wollen?

      Wie dem auch sei:
      Das Leben mit Gott ist jetzt schon besser als das Leben ohne Gott.
      Und ob es dann zum Fegefeuer kommt mit Richtung Allversöhnung, zum begrenzten Leid mit dem 2.Tod oder zum ewigen Leid — nix davon ist schön und sollte MOtivation genug sein, Gottes Evangelium jetzt bekannt zu machen.

  2. Hmm – wie es letztlich aussehen wird, werden wir denke ich nicht aus der Bibel vollständig ergründen können. Letztlich muss es einen unterschied geben. Für mich einzig relevant ist: Wer an mich glaubt wird leben!

    Das sagt für mich alles und das ist auch das, was ich meinen Mitmenschen erzähle.

    Ich bin kein Gelehrter, aber aus dem was ich der Bibel entnehme, kann es keine Allversöhnung geben. Gott macht klare Regeln: wer an Jesus glaubt wird leben (Schlussfolgerung: wer nicht, der nicht). Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.

    Aber ich will das Thema nicht weiter aufleben lassen. Wie gesagt: egal wieviel wir darüber nachdenken und Bibelstellen um die Ohren fetzen, wie es wird, werden wir erst dann wissen, wenn es soweit ist …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s