Salbung Jesu in Betanien

Im Matthäus-Evangelium Kapitel 26, 6 ff. wird uns berichtet, dass Jesus von einer Frau gesalbt wurde. Wahrscheinlich vergoss die Frau Salböl im Wert des Jahreslohnes eines Arbeiters. Die Jünger Jesu sind entsetzt: „Das ist Vergeudung! Das Geld hätte man den Armen geben können!“
Aber Jesus weist sie zurecht: „Die Frau hat mir Gutes getan. Arme werdet Ihr immer bei Euch haben. Denkt dran: Es ist die Salbung für mein Begräbnis.“

Diese Salbung hat somit mindestens drei Aspekte:
1. Es ist eine Vorbereitung der Jünger auf den Tod Jesu.
Ein kleines Kind bereitet man auf den Zahnarzt-Besuch vor. Man liest entsprechende Kinderbücher und spielt Szenen nach. Wozu? Damit der Schock beim Zahnarzt nicht zu groß ist, sondern das Kind Mut hat, um durchzuhalten.
So erinnerte Jesus Seine Jünger auch immer wieder daran: „Ich werde sterben.“ Eben damit sie durchhalten und auch die bevorstehende Krise überstehen.

2. Die Salbung ist ein prophetisches Zeichen.
Man kann hier auch an Psalm 23,5 denken. Diese Salbung ist eine Vorbereitung auf das Begräbnis Jesu. Es ist wie bei einem Boxkampf. Der Trainer massiert noch einmal die Schultern des Boxers, gibt ihm was Kühles zum Trinken und spricht ihm Mut zu. Das ist noch nicht der Kampf, aber es sind die Zeichen, dass der Kampf bald losgeht und der Trainer da ist. Genauso wusste Jesus nun: „Der Tod naht. Aber mein himmlischer Vater ist bei mir.“ Der himmlische Vater: „Du schaffst das, mein Junge! Ich gehe mit Dir da durch. Denke an Psalm 23! Zum Schluss wirst Du am gedeckten Tisch sitzen!“

3. Die Salbung war einfach eine gute Tat.
Ein Geschenk der Frau.
Es ging eben nicht um die Aufrechnung („Lohnt sich das auch? Werde ich was zurück bekommen? Würde es nicht auch ein selbstgebackener Kuchen tun?“). Es geht um verschwenderische Liebe.
So hat Gott selbst geliebt, indem Er Seinen Sohn an uns verschwendet hat.
So wird diese Liebe auch im 1.Korinther-Brief 13 betont. Letztlich bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung; die Liebe ist aber größte unter ihnen!
Diese Liebe fordert Jesus nicht ein. Denn ein Geschenk kann nicht eingefordert werden. Aber es entspricht Seiner Sehnsucht:
„Ich liebe Dich. Willst Du mich auch lieben?“
Die Frau mit dem Salböl hat darauf geantwortet. Mit einem Geschenk der Verschwendung für Jesus.

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