Gott fängt an – Hesekiel 37,1

„Des HERRN Hand kam über mich und er führte mich hinaus im Geist des HERRN und stellte mich mitten auf ein weites Feld; das lag voller Totengebeine.“ (Hesekiel 37,1)

Hesekiel, ein Prophet aus den Zeiten des Alten Testaments. Spricht in einer Zeit zum Volk Juda, als alles zu spät erscheint. Die Verbannung nach Babylon ist beschlossene Sache. Das Nordvolk Israel ist schon aufgelöst und bringt das suspekte Mischvolk der Samariter hervor. Und jetzt ist das Südreich Juda an der Reihe.
Jahrzehntelang hatte Gott Propheten gesandt und das Volk gewarnt. Doch weder auf die herzlichen Lockungen noch auf das schauderhafte Drohen Gottes haben sie reagiert. Nur ein kleiner Rest hielt an Gott fest. Aber sie erreichten nicht die kritische Masse, um das Unheil abzuwenden.

Hesekiels Name an sich ist schon eine Verheißung: „Gott stärkt“ bedeutet er.
„Gott stärkt“ – in einer Zeit, in der man sich schwach fühlt.
„Gott stärkt“ – in einer Situation, wo man fragt: „Wo bist Du, Gott?“
In solchen Momenten kann ein Name auch Last sein.
„Wo ist Er denn, Dein stärkende Gott?“
Vielleicht stand Hesekiel an manchen Morgenden trotzig auf und sagte zu sich und Gott:
„Gott stärkt – daran halte ich dennoch fest!“

Hesekiel erfuhr zunächst im geistlichen Bereich, dass Gott stärkt. Davon handelt letztlich dieses Kapitel 37.
Gottes Stärke ist nicht nur ein punktuelles Motivieren – „Das schaffst Du schon!“
Gottes Stärke ist die Kraft Gottes. Die Kraft Gottes, die im Neuen Testament auch als Heiliger Geist bekannt wird.
Die Kraft Gottes, die Tote lebendig machen kann.

Wenn diese Kraft Gottes ein Menschenleben berührt, dann verändert sich alles.
So wurde auch Hesekiel von Gott berührt. Zuerst, damit er zum Sprachrohr Gottes wird.
Dann aber auch hier: „Des Herrn Hand kam über mich …“

Es klingt unerwartet. Und doch so selbstverständlich.
Es wird nicht erklärt, wie das geschah. Es geschieht einfach.
Souverän.
Hesekiel schien nicht darum gebeten zu haben. Gott wollte es.
Es ist wie mit Seiner Liebe zu Seiner Schöpfung… Er hat uns zuerst geliebt.  Und das, wiewohl viele Menschen nichts von Gott wissen wollen.

Aber gleichermaßen gilt das:
Hesekiel war offen für Gottes Handeln.
Er hätte es auch so machen können wie viele seiner Zeitgenossen: Augen und Ohren zu – und durch…

Aber Hesekiel wollte.
Er wollte mehr von Gott.

Und Gott reagierte darauf.
Seine Hand kam über ihn….

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