Unruhen in England vs Römer 13

Die Unruhen in manch englischen Städten lassen nicht zu, dass man den „einen Schuldigen“ findet. Denn wer soll an diesen Unruhen schuld sein? Die Unruhestifter, die zum Teil aus der Mittelschicht kommen? Die Migranten, die sich eine bessere Perspektive erhofften und nun ernüchtert sind? Die Politiker, die seit Jahrzehnten die Sozialprogramme reduziert haben und sich nun über soziale Unruhen wundern? Die Banker, die auch mit staatlicher Hilfe zum Teil mehr Provisionen kassieren als vor der Wirtschaftskrise und damit das sozial-wirtschaftliche Ungleichgewicht fördern? Die Rechtspopulisten, die die Stimmung gegen Migranten aufheizen? Die Linkspopulisten, die Stimmung gegen jede Autorität machen – nur nicht gegen die eigene?

Es dürfte uns nicht verwundern, wenn es in den nächsten Jahren auch in Deutschland und anderen Teilen Europas unruhiger werden könnte. Die Konstrukteure des Vertrages von Lissabon haben das vorausgesehen und haben vielleicht auch deswegen die militärische Aufrüstung der Mitgliedsstaaten empfohlen sowie Klauseln vorgesehen, die die Tötung von Unruhestiftern straflos stellen können.

Wie konträr wirkt gegen das alles der Bibel-Text aus dem Römerbrief, Kapitel 13:
„Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott angeordnet. Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt der Anordnung Gottes; die ihr aber widerstreben, ziehen sich selbst das Urteil zu. Denn vor denen, die Gewalt haben, muss man sich nicht fürchten wegen guter, sondern wegen böser Werke. Willst du dich aber nicht fürchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes; so wirst du Lob von ihr erhalten. Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zugut. Tust du aber Böses, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst: Sie ist Gottes Dienerin und vollzieht das Strafgericht an dem, der Böses tut. Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um der Strafe, sondern auch um des Gewissens willen. Deshalb zahlt ihr ja auch Steuer; denn sie sind Gottes Diener, auf diesen Dienst beständig bedacht. So gebt nun jedem, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt.“

Zunächst ist der Text an die „Untertanen“ gerichtet.
Aber schließlich müsste auch die „Obrigkeit“ aufhorchen: sie ist Dienerin Gottes?
Dann heißt das, dass die Obrigkeit diesem Gott Rechenschaft ablegen müssen wird.
Schließlich gibt es nur eine letzte Instanz: Gott selbst.

Wieviel klüger könnte es dann sein, sich gemeinsam (Obrigkeit & Untertanen) um das Gemeinwohl zu kümmern!
Das erhöht die Chancen, gut bei Gott „wegzukommen“…

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