„Lieb-Gott“ oder „Hau‘-rauf-Gott“?

Wie ist dieser Gott, der sich uns durch die Bibel offenbart?
Oder durch manch Lebensumstände den Weg weist?
Oder uns etwas durch den Heiligen Geist klarmacht?

Es gibt endlose Diskussionen darüber, ob dieser Gott auch ein gewalttätiger und rachesüchtiger Gott ist oder ein Gott, der so lieb und kuschelig ist, dass man Ihn glatt mit einem Plüschbären verwechseln könnte. Oder ist Er von beidem etwas?

Ich gehöre denjenigen an, die die Bibel als Wort Gottes sehen (auch, wenn ich da sicher nicht immer theologisch-hermeneutisch gradlinig bin… bin halt zu wenig Theologe).
Und damit gebe ich den Worten im Titus-Brief ein hohes Gewicht.
Dort steht:
„Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und nimmt uns in Zucht, dass wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben…“
(Titus 2,11-12)

Hier taucht ein Gedanke auf, den es auch im Römerbrief gibt:
„Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?“
(Römer 2,4)

Hier steht das:
Gottes Gnade und Güte züchtigen uns.
Gottes Gnade und Güte führen uns zur Buße.

Wir mögen manches als Strafe empfinden. Als unnötiges Leid (was manches auch sein mag). Als zu hart. „Warum? Warum ich, Gott?“
Mancher denkt, Gott würde uns nicht mehr leiden können.
Oder Er sei eben ein rachsüchtiger Gott.

Nun meine ich nicht, dass wir alles Unglück stets Gott in die Schuhe schieben dürfen.

Aber wenn mir Schwierigkeiten begegnen und ich an Gott denke, dann darf ich aufgrund von Titus 2 und Römer 2 wissen:
Gott ist gnädig und gütig.
Manch Härte des Lebens hat damit zu tun, dass Er Gutes für mich parat hat.
Im Augenblick kann ich es nicht erkennen.
Aber im Rückblick lässt sich manches besser sehen.

Mit welchem Ziel handelt Gott so an uns?
Im Titus-Brief steht es:
Damit wir gerecht und fromm leben.
Anders gesagt:
Damit wir Menschen werden, die Ihn und andere Menschen total lieben.

Ihm geht es um diese Liebe.

So ist Gott ein „Lieb-Gott“, der manchmal reinhauen muss…

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