Christen, die Schlechtes tun

Gibt es Christen, die Schlechtes tun?
Na, klar.

Selbst der Apostel Johannes wusste darum vor ca. 2000 Jahren und schrieb deshalb:
„Meine Kinder, ich schreibe euch das, damit ihr nicht sündigt. Aber wenn es doch geschieht…“ (1.Joh 2,1a).

Das ist wirklich ein Problem.
Und das aus mehreren Gründen.

1) Sünde trübt und stört immer die Gottesbeziehung.
Das ist eigentlich das Schlimmste an der Sünde.
Denn die Distanz zu Gott bedeutet, dass Distanz zu dem entsteht, der das Leben ist (Joh 14,6), es gibt und erhält. Kurzum: Sünde entfernt uns vom Leben und zerstört damit unser Leben.

2) Sünde zerstört mich selbst.
Wenn ich mich mit der Sünde vom Leben entferne, dann öffne ich mich dem Destruktiven. Zuerst werde ich „innerlich“ absterben. Schließlich auch äußerlich.
Wenn ich sündige, dann verpasse ich mir selbst einen Knieschuss… und Herzschuss.

3) Sünde macht andere kaputt.
Meine Sünde distanziert mich letztlich von anderen. Sünde wird immer zur Belastung der zwischenmenschlichen Beziehungen führen. Deutlich ist das bei groben Sünden wie der Lüge, dem Diebstahl oder Ehebruch. Aber auch die weniger offensichtlichen Sünden führen zur Kaputtheit der anderen: Neid, Geiz, Gier…

Sünde ist wirklich ein Problem.
Auch, wenn viele unserer Zeitgenossen Sünde nicht mehr Sünde nennen würden. Aber die Folgen kennen wir alle.

Besonders problematisch ist es nun, wenn Christen Schlechtes tun.

Denn

4) wenn Christen sündigen, dann
a) verwerfen sie das, was sie von der Sünde befreit hat (die Befreiung durch Jesus Christus),
b) machen sie Gott und sich selbst unglaubwürdig.

Es kann daher nur eine folgerichtige Entscheidung geben:
Ich will die Sünde hassen und Gott und den Nächsten lieben.

Doch was ist das für eine Spannung!
Wie kann das zerreissen!?
Wie dramatisch kann das sein, wenn man das Gute tun will, und doch immer wieder auch das Schlechte tut!?

Ein Notausgang wird uns aufgezeichnet:
„Aber wenn es doch geschieht [das Sündigen, meine Anmerkung], dann gibt es jemanden, der vor dem Vater für euch eintritt: Jesus Christus, der vor Gott in allem gerecht ist. Er ist das Opfer für unsere Sünden. Er tilgt nicht nur unsere Schuld, sondern die der ganzen Welt.“
(1.Joh 2,1b-2)

Aber können wir auch beständig so leben, dass wir nicht mehr sündigen?

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