Wir schaffen das nicht, aber…

Jesus.

Es gibt u.a. im Johannes-Evangelium Kapitel 6 eine wundersame Erzählung.
Jesus Christus ist unterwegs. Hat hier und da geheilt und befreit.
Die Menschenmassen folgen Ihm.
Dennoch zieht sich Jesus zurück auf einen Berg oder Hügel. Einfach mal alleine sein mit Seinem Team von 12 Jüngern!

Doch dann blickt Jesus um sich herum. Und Er sieht mehr und mehr Menschen ankommen. Die Menschenmasse kommt näher. 5000 Männer sind das, ohne die Frauen und Kinder hinzugerechnet zu haben.
Im Matthäus-Evangelium (Kap 14) ist zu lesen, wie Jesus die Not der Menschen berührt. Er fängt wieder an, die Kranken zu heilen. Nach Markus Kapitel 6 lehrt Er dabei.
Jesus kümmert sich um Körper, Seele und Geist.

Aber der Tag schreitet voran. Am Abend ist das Magenknurren kaum noch zu überhören.
Das Jesus-Team hat eine Idee:
Die Leute müssen nach Hause und dort essen!
Ist doch klar! Die Leute sind aufgrund ihrer eigenen Entscheidung hergekommen. Also haben sie auch die Verantwortung dafür zu tragen. Wer sich nicht um Proviant gekümmert hat, ist selbst schuld! Total vernünftig!

Menschlich gesehen.

Göttlich vernünftig ist das nicht.
Denn die göttliche Vernunft ist mit der Barmherzigkeit gepaart.
Die Leute nach Hause zu schicken, mag vernünftig sein.
Aber es ist nicht barmherzig.
Somit muss eine andere Entscheidung her.

Deshalb fragt Jesus Sein Team, was denn so an Verpflegung vorhanden ist.
Philippus rechnet nach und stellt fest: Selbst, wenn 200 Denare verfügbar wären (= 200 Tageslöhne eines Arbeiters = ca. 6-7 Monate Lohn), würde das nicht reichen, damit alle satt werden. Aber das Problem fängt ja schon früher an: Selbst 200 Denare sind nicht in der Gemeinschaftskasse!

Dann tritt Andreas auf:
Ein Junge hier hat fünf Brote und zwei Fische.
Es klingt wie: „Jesus, schau‘ doch mal selbst: Da ist nix! Das reicht je höchstens für uns selbst! Aber nie und nimmer für über 5000 Menschen! Barmherzigkeit hin oder her – es funktioniert nicht! Sackgasse! Zurück zum ursprünglichen Plan: die Leute wieder wegschicken! Wir schaffen das nicht!“

Aber wer ist der Boss?
Philippus? Andreas?
Nein!
Jesus ist der Herr!

Seine Anweisungen lauten:
1) Hinsetzen in mehreren Gruppen!
2) Ihm das Brot und die Fische geben.
3) Er dankt Gott dafür.
4) Er gibt es Seinem Team.
5) Sein Team soll es an die Gruppen verschenken und teilen.

Wir wissen nicht, wie sich Sein Team dabei gefühlt hat.
Ich hätte wahrscheinlich gedacht: „Das klappt nicht. Egal, wie ich rechne… es kann nicht funktionieren. Das wird eine große Blamage. Nach den ersten zwei Gruppen können wir aufhören. Warum überlässt uns Jesus in eine solche Situation!? Wir schaffen das nicht!“
Eine Mischung zwischen Zweifel und Anklage mit einer Prise Entmutigung.

Dennoch…
ein wichtiges Wort.
Dennoch… tun die Jünger, was Jesus sagt.

Dennoch geben sie Jesus das Brot und die Fische.
Dennoch empfangen sie es zurück von Ihm, nachdem Er gedankt hat.
Dennoch gehen sie zu den Gruppen.
Dennoch teilen sie das Brot und die Fische aus.

Gottesglaube mag von Zweifel, Entmutigung und Anklage getrübt sein… aber wer sich zum „Dennoch“ durchringt, beweist wirkliches Gottvertrauen!

Und nach diesem Prozess sammeln sie die Speisereste ein.
12 Körbe mit Brot sind übrig geblieben.
Es bleibt mehr zurück als sie ausgeteilt haben! (Ich setze mal voraus, dass die Körbe keine „Körbchen“ waren)

Mein Gedanke:
Vielleicht hatten die 12 Jünger von Jesus bis dahin nur verschenkt und geteilt, aber nichts für sich genommen. Wenn zum Schluss ein Korb für jeden Jünger übrig bleibt, dann ist das nicht nur göttlich-kärgliches Speiseangebot, sondern vollkommene (Brot-) Fülle für das Jesus-Team!

Hier höre ich erst einmal auf mit dem Weiterschreiben.
Aber die Prinzipien Gottes in dieser Story sind offensichtlich, oder?

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2 Gedanken zu „Wir schaffen das nicht, aber…

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