Irrtümer und Wahrheiten über Gemeinde

1. Gemeinde ist kein Gebäude, sondern besteht aus Erlösten
Die Christen selbst sind die Gemeinde. Wir brauchen kein Gemeindehaus, kein Kirchgebäude und kein Wohnzimmer, um als Gemeinde zu leben.

“Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?” (1.Korinther 3,16)

“Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?” (1.Korinther 6,19)

“Christus aber war treu als Sohn über Gottes
Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir das
Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung
festhalten.” (Hebräer 3,6)


2. Gottesdienst ist keine Veranstaltung, sondern ein Lebensstil

Unser ganzes Leben ist ein Gottesdienst – entweder ein eher schlechter oder ein eher guter. 24 h – jeden Tag. Die gemeinsamen Treffen von Christen sind nur ein kleiner Ausschnitt von Gottesdienst. Besser sind diese Wörter für die sonntäglichen Treffen: „Gottesdienstfeier“ oder „Versammlung“.

„Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.“ (Römer 12,1)

„Und wenn ich auch geopfert werde bei dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch allen.“ (Philipper 2,17)

„Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig.
Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten. “ (Jakobus 1,26 f.)

3. Gottesdienstfeiern sind keine Unterhaltung, sondern ein Dienen und Bedientwerden
Gottesdienstfeiern, die eine Art Frontal-Monolog von Halbprofis/Profis sind, haben mit der neutestamentlichen Versammlung wenig gemeinsam. Durch das allgemeine Priestertum aller Gläubigen hat jeder Christ etwas zum Miteinander beizutragen. Es soll verschenkt werden – es soll empfangen werden. Das Verschenken auf ein paar wenige Hauptamtliche oder „Vorzeige-Christen“ zu konzentrieren, muss automatisch zu Mangelerscheinungen der Gemeinde führen. Aber wenn ein gegenseitiges Dienen entsteht, wird eine Gemeinde aufblühen.

„Wie ist es denn nun, liebe Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung!“ (1.Korinther 14,26)

„Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen.“ (Epheser 5,19)

Ihr könnt alle prophetisch reden, doch einer nach dem andern, damit alle lernen und alle ermahnt werden.“ (1.Korinther 14,31)

4.  Pastoren sind keine eierlegende Wollmilchsau, sondern Teamplayer
Der menschliche Hirte (Pastor) taucht nur einmal im Neuen Testament auf: Epheser 4,11. Und selbst da ist er nur einer von vielen. Die eigentliche Leitungsstruktur einer Gemeinde besteht auf den Ältesten, die nicht herrschen, sondern dienen sollen. Auch hier wird wieder das allgemein Priestertum aller Gläubigen deutlich: es darf in der Gemeinde nicht um eine One-Man-Show gehen. Es muss um die Teilnahme aller Christen gehen, den Fähigkeiten entsprechend. Nur dann bewegen wir uns gemeinsam auf Jesus Christus zu, den eigentlichen Chef der Gemeinde.

Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.” (1.Petrus 2,5)

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;” (1.Petrus 2,9)

“Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer,” (Epheser 4,11)

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4 Gedanken zu „Irrtümer und Wahrheiten über Gemeinde

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