Alles ist denen möglich, die glauben…

In Markus 9,14 ff. stellt Jesus eine steile These auf:
„…alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt!“

Und das sagt Jesus zu einem besorgten, leidenden Vater, der „alles“ versucht hat, um seinem kranken Sohn zu helfen. Seine Erfahrung ist doch eher die: „Es klappt eben nicht alles so, wie ich es gerne hätte!“

Und Jesus stellt dagegen: „Wenn Du glaubst, dann ist Dir alles möglich!“

Ja?
Kann ich dann auch fliegen wie ein Vogel?
Reich und berühmt werden?
Oder wenigstens nie wieder Schnupfen bekommen?

Jesus betont den Glauben immer wieder.
Immer wieder geht es um Glauben, der hilft, der heilt, der Rettung bringt.

Natürlich: Gott kann auch souverän handeln. Für die Erschaffung der Welt brauchte Er nicht den Glauben der Menschlein.

Aber seitdem wir Menschen diese Erde bevölkern, ist Gott irgendwie besonders auf unseren Glauben aus.

Warum nur?

Die Antwort ist eigentlich einfach:
Glaube bedeutet in erster Linie „Vertrauen“.
Hier: „Ich vertraue Gott! Ich gehe davon aus, dass Er es kann!“
Und es geht um noch mehr als um eine Möglichkeitserklärung.
Es geht im Kern um eine Beziehung zu Gott.
Und wir wissen es doch: eine Beziehung kann nur gedeihen, wenn wir einander vertrauen.
Sobald Misstrauen mitschwingt, Bedingungen für die Zuneigung gestellt werden oder anderes in unserem Denken mitschwingt, dass gegen die Beziehung wirkt, kann eine Beziehung auf Dauer nicht harmonisch sein.

Gott geht es also immer darum:
die harmonische und vertrauensvolle Beziehung zu Ihm.
Und zwar unabhängig davon, ob Gott uns was bringt oder wir Ihm was bringen.
Es geht nicht um Dienst, Leistung, tiefe emotionale Erlebnisse… es geht darum:
Gott und ich – ich und Gott. Egal, was sonst ist.
Das ist Glaube im Kern.

So wird auch deutlich, weshalb Jesus so oft von der Notwendigkeit unseres Glaubens spricht: Nur, wenn wir in vertrauensvoller Beziehung zu Gott stehen, kann Er uns allen himmlischen Reichtum anvertrauen. Wunder, Zeichen, Heilungen und Befreiungen können sicherlich hilfreich sein, um zu glauben. Aber sie können den Glauben nie ersetzen. Und letztlich ist eine harmonische Beziehung nicht davon abhängig, ob solche Wunder und Befreiungen geschehen. Wäre dem so, dann wäre unsere Gottesbeziehung bedingt und nicht grenzenlos.

Kehren wir zum Ausgangspunkt zurück:
Wie ist es nun mit den Glaubenden, denen alles möglich ist?

Ich sehe diese Aspekte in der Antwort von Jesus:
1. Der Vertrauende vertraut. Er überlegt nicht, ob etwas geht oder nicht. Es geht nicht um das Können. Natürlich kann Gott! Deshalb vertraue ich Ihm. Kann dieser Gott alles? Ja, natürlich! Oder auch übernatürlich.

2. „Alles ist möglich“, wenn es darum geht, im geistlichen Kampf zu bestehen. Der Glaubende wird den Sieg über Dämonen und Mächte der Finsternis haben.
Nichts wird den Gott-Vertrauenden abhalten können. Im geistlichen Kampf ist alles möglich, weil jede dämonische Beeinflussung und Belastung durch Jesus verschwinden muss.

Aus diesem Grund betont Jesus im Text schließlich das Gebet ( „Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Gebet!“).
Denn das Gebet ist die gelebte Beziehung zu Gott.
Es ist das Reden und Hören.

Wie wollen wir denn gegen Dämonen bestehen können, wenn wir nicht Gott suchen?
Wie wollen wir Mächte der Finsternis besiegen, wenn wir uns von ihren Tricks beeinflussen lassen und nicht auf Gottes Möglichkeiten schauen?

Ich bin sicher:
Viele von uns würden gerne ein paar Wunder und Zeichen erleben.
Gott kann davon viel schenken – einfach deshalb, weil Er barmherzig ist.
Aber die Regelmäßigkeit geistlicher Siege und von Heilungen korrespondiert möglicherweise mit der Zeit, die wir bewusst in Gemeinschaft mit Gott verbringen. Sprich: im Gebet.

Du willst also einen „Durchbruch“ im Leben erfahren?
Du willst eine „Mauer“ überwinden?
Endlich einen entscheidenden Schritt weiterkommen?

Dann nimm Dir diese Zeit mit Gott.
Und ich schreibe nicht von 2-3 Minuten vor dem Frühstück oder dem Abendgebet im Bett oder dem Besuch der Gottesdienstfeier. All das ist wichtig und gehört dazu („Betet allezeit!“).
Ich meine vielmehr die eine Stunde an jedem Morgen oder im sonstigen Tagesverlauf. Eine Stunde in bewusster Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater. Oder auch mal 2-3 Stunden.

Wie… wir haben ja keine Zeit dafür?
Das ist für die meisten von uns ein Irrtum!
Und ob wir Zeit haben!
Es ist nur eine Frage der Prioritätensetzung.
Den Computer einschalten und „surfen“ oder beten?
Den Roman lesen oder beten?
Die Muskeln stärken oder beten?

Nein, nein – ich schreibe nicht vom frommen Druck.
Nicht von religiöser Pflichterfüllung.
Ich bin nicht gegen den Computer oder Romane oder Fitness-Training.
Sondern ich schreibe für mich und diejenigen, die „mehr Jesus“ in ihrem Leben haben wollen, die mehr von Gottes Möglichkeiten sehen wollen.
Es gibt mehr geistliche Portionen – aber sie kosten einen Preis.

 

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Ein Gedanke zu „Alles ist denen möglich, die glauben…

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