Keine Alternative und das Outsourcing der Gemeinde

„Jünger“ Jesu sind von der Bedeutung her Lernende (Hebr: talmidim / Altgriech.: mathetähs (in meiner Lautschrift)).

Sie sitzen nicht im Klassenraum, sondern sind in der Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus und miteinander. Das Lernen findet via learning by doing statt. Fragen werden während der Tätigkeit geklärt.
Und zwischendurch immer wieder das: „Und jetzt versucht es selbst!“

So will Jesus es fortgesetzt haben. In Matthäus 28,18 ff sagt Jesus: „Geht hin.. macht alle Völker zu meinen Jüngern….“
Aber damit hört es nicht auf.

Weiter spricht Jesus: „…und lehrt sie halten alles, was ich euch geboten habe…“

Und was hat Jesus geboten?
„Geht hin und macht alle Völker zu meinen Jüngern!“

Natürlich hatte Jesus noch viel mehr Weisungen in der Tasche.
Doch viele von ihnen zielen letztlich darauf ab, in der Gemeinschaft mit Ihm zu bleiben. Eben in der Lebens- und Lerngemeinschaft zu sein.

Dort lernen wir, Gott und den Nächsten zu lieben wie uns selbst.
Es gibt keine bessere Reaktion auf die Gottes Liebe zu uns.
Es ist ohne Alternative im Christsein.

Interessanterweise haben viele Gemeinden diesbezüglich schon früher das Outsourcing als manche Firma betrieben.
Die Lehre wurde in die Bibelschulen und Universitäten verlegt.
Die Evangelisation wurde einzelnen Organisationen übertragen.
Die Diakonie wurde ebenso ausgelagert.
Auch für den Lobpreis lassen sich Bands anheuern.
Und für die Seelsorge sucht man sich am besten einen Profi außerhalb der Gemeinde.

Nichts gegen diese „Verstärker“ in der christlichen Landschaft. Es gibt viele hilfreiche Symbiosen zwischen solchen Einrichtungen und Gemeinden.

Und doch muss es dann nicht wundern, wenn sich das Gemeindeleben auf die sonntägliche Gottesdienstfeier konzentriert. Denn das kann man ja nicht auch noch „outsourcen“.

Vielleicht ist auch diese Entwicklung ein Grund dafür, weshalb Jüngerschaft kaum in den Gemeinden gelebt wird.

Glaubst’e nicht?
Dann gehe in Deine Gemeinde und frage:
„Wer von Euch begleitet jemanden im Glauben, so dass dieser wiederum befähigt ist, zu den Menschen zu gehen und andere zu Jüngern zu machen?“

Wahrscheinlich wird sich – abgesehen vom bezahlten Pastor – kaum jemand daraufhin melden.

Es ist Zeit, dass Jüngerschaft wieder in den Gemeinden gelebt wird!

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2 Gedanken zu „Keine Alternative und das Outsourcing der Gemeinde

  1. Pingback: Querbeet am 5.1.2013 | Unter dem Regenbogen

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