Die Normalität der Sprachenrede

Die Geistesgabe der Sprachenrede ist vom Nutzen her eher zweitrangig: sie dient nur dem Sprechenden selbst. Wenn eine Auslegung vorhanden sein sollte, dann könnte sie auch den Zuhörenden dienen.

Dennoch betont Paulus im 1.Korintherbrief, Kapitel 14: Die prophetische Gabe ist wichtiger, aber es wäre schön, wenn jeder Christ in anderen Sprachen (Zungen) beten und reden würde.

Damit befindet sich Paulus in der Tradition von Jesus Christus!
In Markus 16,17 ließ Jesus verkünden:
„Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden;“

Im Epheserbrief, Kapitel 6,18 schreibt Paulus:
„Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen.“
In Verbindung zu 1.Korinther 14,14 ff. („Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist,…“) muss mit der Wortwendung „“Gebet…im Geist“ die Sprachenrede / das Sprachengebet gemeint sein.

Und in Judas 20 wird geschrieben: „Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf eurem heiligsten Glauben, betet im Heiligen Geist, Hier gibt es ebenfalls eine Parallele zu 1.Korinther 14: das Gebet im Geist ist das Sprachengebet – und das eben dient in erster Linie der eigenen Auferbauung.

Das Sprachengebet bzw. die Sprachenrede ist somit eine Aufforderung an die Allgemeinheit der Christen: „Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet…“(1.Korinther 14,5a). Noch besser ist es, wenn alle prophezeien würden (1.Korinther 14,5b). Doch die Betonung der Prophetie ist keine Verneinung der Sprachenrede, sondern im Kontext der korinthischen Gemeinde nur eine Korrektur.

Nebenbei: Hier und da hört man vom Sprachengesang („ich will lobsingen mit dem Geist…“ (1.Kor. 14,15b)). Ich war vor meinen aktuellen Auslegungsversuchen verunsichert. Aber ich entdeckte das: gemeinsamer Sprachengesang ist gar nicht an die Menschen gerichtet, sondern an Gott.
Eine Auslegung ist damit nicht absolut nötig… es sei denn, der Gesang ist an die Gemeinde gerichtet. Dann muss das gelten, was Paulus formuliert hat: „Denn wenn du mit dem Geist preist, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er ja nicht weiß, was du sagst?“ (1.Korinther 14,16)

Ich freue mich über diese Entdeckungen und eine neue Gewissheit im Umgang mit solchen Geistesgaben. Möge Gott das nutzen, um Jesus Christus durch uns zu ehren!

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