Ist Jesus Christus Gott?

Die Darstellung Jesu im Neuen Testament lässt keinen anderen Schluss zu:
Jesus Christus meint von sich, Gott zu sein und Er nimmt göttliche Verehrung in Anspruch!

Hier ein paar Auszüge:
Wer mich sieht, sieht den Vater!“ (Johannes 14,9)
„Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ (Johannes 20,28-29)
„Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich!“ (Johannes 8,58)
„Die aber in dem Boot waren, warfen sich vor ihm nieder und sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!“ (Matthäus 14,33)
In Markus 2,1 ff. vergibt Jesus einem anderen Menschen die Schuld – ein Akt, der hier nur Gott selbst zukam.

Jesus stellt uns damit also vor die Herausforderung:
Akzeptieren wir Ihn als den Gott oder nicht?

Seine Aussagen und Seine Taten waren so herausragend, dass uns nicht die Option bleibt, Ihn einfach nur als einen guten Menschen zu deuten.
Er ist auch nicht nur ein weiser Lehrer.
Entweder Jesus Christus war ein Verrückter, ein böser Manipulator oder Er war und ist wirklich gottgleich.

Wer die Geschichten über Jesus im Neuen Testament liest, dem fällt u.a. das auf:
– Jesus verkündet eine Lehre mit höchsten moralischen Ansprüchen.
– Jesus zeigt immer wieder Seine grenzenüberschreitende Liebe.
– Jesus ist in seinem Reden und Handeln zwar provokativ, aber integer. Er ist ganzheitlich.
– Jesus brilliert im Gespräch mit Seinen Gegnern immer wieder mit äußerst cleveren Einsichten und Argumenten.
– Im Gegensatz zu Jesus werden alle anderen – auch die Verfasser der Evangelien selbst – als rein menschlich beschrieben. Sie haben Stärken und Schwächen. Sie tun Richtiges, aber auch Falsches. Nur bei Jesus selbst kann keine Sünde entdeckt werden.

Im Neuen Testament lässt sich kein Anzeichen für Geistesschwäche bei Jesus erkennen.
Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Er ein böser Manipulator gewesen wäre.
Stattdessen gibt es nur Anzeichen dafür:
Jesu Behauptung, Er sei gottgleich, trifft zu.

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11 Gedanken zu „Ist Jesus Christus Gott?

  1. Die jüdischen Zuhörer in Joh. 8 hoben direkt nach der Aussage „Ehe Abraham war, bin ich“ (und der Wechsel des Tempus ist kein Zufall – der steht auch im Grundtext so, zumindest bei Nestle/Aland) Steine auf, um ihn zu steinigen – die hatten verstanden, was er sagen wollte. Und in ihren Ohren war das Blasphemie.

    • Is Jesus God?

      Many Christians believe Jesus was with God, or to equate himself to God you pray to him, tell him their concerns and ask him for help.

      This is misunderstood!

      Jesus, in one of his many incarnations since Adam is the only son of God on earth.

      Only with his final rebirth as Messiah, God will unite with him.

      The profile is described as „Adam Kadmon“ and he will be in this life now „immortal“.
      He is and remains a human (Homo sapiens) and is not infallible.

      But even in this life he is not God.
      It is therefore not to pray to him, even to thank him for it or anything to ask something.
      He can not hear you.

      But to hear God, the Almighty is capable of the people and their prayers.

      The „Messiah“ to be addressed personally. You will be able to write to him or communicate in a different way with him.

      Ralf Guenther
      Prophet, visionary, consultant and writer
      http://ralf-guenther.blogspot.com
      http://jesuschristusmessias.wordpress.com

  2. Pingback: Was ist das Besondere an Jesus Christus? | berlinjc

  3. Hallo Dirk,
    so einfach geht das nicht! 😉
    du stellst den Leser hier vor die falsche Alternative – „entweder er war Gott oder er war ein Verrückter“ – die Frage ist vielmehr, ist er Gott der Sohn oder ist er Gottes Sohn?!

    Es fällt doch auf, dass es hunderte(!) von Aussagen gibt, die völlig EINDEUTIG zwischen Gott und seinem Sohn unterscheiden – z.B.
    Joh 17:3 Das ist aber das ewige Leben, daß sie DICH; DEN ALLEIN WAHREN GOTT, und DEN DU GESANDT HAST, Jesus Christus, erkennen.

    Ein Gesandter handelt zwar im Auftrag und mit der Vollmacht des Sendenden, aber er ist nicht der Sendende.

    Ferner fällt auf, dass es KEINE EINZIGE Schriftstelle gibt, die Jesus als Gott bezeichnet!
    Du führst natürlich den erstaunten Ausruf des Thomas angesichts des Auferstandenen an, doch war das Anbetung? Spricht Thomas hier Jesus tatsächlich selber als „Gott“ an? Wer würde denn nicht Gottes Herrlichkeit in der Tatsache der Auferstehung erkennen?! Man hört schließlich schon zu wesentlich geringeren Anlässen den Ausruf „mein Gott“!..

    Dann sprichst du Joh 14:9 an.
    „Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater?“

    doch wir müssen nur weiterlesen, und schon erklärt und Jesus, WARUM wir den Vater in ihm erkennen:
    Joh 14:10 Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst, sondern der Vater, der in mir wohnt, tut die Werke.

    Gott ist in ihm!
    Genau die gleiche Redewendung verwendet Jesus dann wenige Verse später auch für uns Gläubige:
    Joh 14:23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

    Ist dir ausserdem nicht aufgefallen, dass Jesus oben sagte:
    „Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst“ –
    dies ist eine Kernaussage von ihm, die er immer wieder wiederholt „ich kann NICHTS von mir selbst tun / was ich den Vater tun sehe, das tue auch ich“ uswusw.

    All dies geschieht durch den Geist Gottes, der ja auch in unsere Herzen ausgegossen worden ist und das ist das große Geheimnis der Nachfolge. Denn auch wir können NICHTS ohne ihn tun, durch und in uns kann Gott aber durch seinen Geist ALLES tun:

    Joh 14:12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe;
    (das ganze Kapitel dreht sich ja um das Kommen des Heiligen Geistes.)

    Was das Thema der sog. „Präexistenz“ betrifft, wie sie scheinbar der von dir angeführte Vers Joh.8:58 aussagt, oder auch andere Stellen, so gibt es auch hier eine Entsprechung zu uns als Gläubige:
    Eph 1:4 wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos wären vor ihm;

    Hier geht es also schlicht um die Tatsache, dass im kairos Gottes, der Heilsplan längst beschlossen war, bevor überhaupt die Schöpfung und das gesamte Heilsgeschehen im chronos stattfand. Nur so erklären sich diese Aussagen, wie z.B. auch:
    Off.13:8 Und alle Bewohner der Erde werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben sind im Lebensbuche des Lammes, das geschlachtet ist, von Grundlegung der Welt an.

    Hier treffen einfach geistliche (ewige) Aussagen auf den chronos der Weltzeit.

    Es ist wirklich nicht leicht, dieses Dogma der „Dreifaltigkeit“ Gottes zu durchschauen und zu entlarven, und es bringt einem auch übelste Anfeindungen von „lieben Geschwistern“ ein, doch tatsächlich wird in der Schrift IMMER zwischen Gott und Gottes Sohn sauber unterschieden, auch wenn die beiden „eins“ sind. Das sind wir ja schließlich auch, wenn wir im Geist wandeln und darum dreht sich letztlich alles:

    Joh.17:11 Und ich bin nicht mehr in der Welt, sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins seien, GLEICH WIE WIR!

    Ich habe dieses Thema vor ein paar Wochen auf facebook aufgegriffen – es gab tausende(!) Kommentare dazu. So einfach ist die Sache nicht, aber ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass Jesus nicht „Gott der Sohn“ ist (das ist Theologie, aber nirgends Aussage der Schrift), sondern dass Jesus Gottes Sohn ist. Das ist übrigens auch das geistgewirkte Zeugnis, auf dem die ganze Gemeinde steht:

    Mat 16:15 Da spricht er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
    Mat 16:16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!

    Segen!

  4. Mit etwas Nachdenken:

    1) Unterscheidung zwischen Gott und Christus / Vater und Sohn:
    In der Tat wird im Neuen Testament in obiger Weise unterschieden.

    2) Schriftstellen:
    Ebenfalls sagt Jesus an keiner Stelle direkt von sich, dass Er Gott sei.
    Der Ausruf des Thomas „Mein Herr und mein Gott“ kann unterschiedlich gedeutet werden (in Richtung Trinitätslehre, aber eben nicht zwingend).
    Allerdings gibt es andere Aussagen, die relevant sind (s.u.).

    Für mich ist die Trinitätslehre lediglich ein Versuch, das Wesen Gottes zu verstehen.
    Ich bemühe mal den bekannten Vergleich zum Baum:
    Dieser hat Wurzeln, einen Stamm, Äste usw.
    Alles zusammen ist nötig, um den Baum zu vollständig zu bezeichnen. Hätten wir nur die Wurzeln, dann hätten wir nicht den Baum, sondern nur einen Teil davon.
    Ebenso kann ich Gott nicht ansatzweise erklären, wenn ich nicht auch den Sohn hinzunehme.

    Ohne jetzt alle Bibelstellen hervorzukramen, sehen wir einfach das:
    Jesus betont die enge Beziehung zu Seinem himmlischen Vater.
    Er kam als Mensch auf diese Welt und doch gottgleich. Als Mensch ist Er völlig abhängig von Gott. Schließlich kam Er, um das Gesetz zu erfüllen. Das geht nur in der perfekten Abhängigkeit von Gott.
    Aber diese Abhängigkeit muss auch deswegen bestehen, weil weder der Sohn gegen den Vater ist, noch der Vater gegen den Sohn. Sie sind eins und gehören zusammen.
    Wie kann es also möglich sein, dass einer von beiden Gott ist, aber der andere nicht, sondern lediglich göttlicher Abstammung?
    Oder anders: Kann es sein, dass Jesus zu 100% göttliches Wesen hat und doch nicht Gott ist?

    Johannes 5,19 ff ist eines von vielen schönen Beispielen dieser Innigkeit.
    Jesus betont Seine Abhängigkeit vom Vater.
    Zugleich hebt Er sich auf die gleiche Ebene: Jesus macht lebendig, die Er lebendig machen will; das Gericht gehört dem Sohn; wir sollen Jesus so ehren, wie wir den Vater ehren sollen…
    Ich kann nicht anders als zu sagen:
    Wenn ich den Vater (= Gott) ehren soll und ebenso den Sohn, dann ehre ich den Sohn als Gott.

    Oder Joh 10,17 ff.: Jesus betont, dass Er Sein Leben geben und nehmen kann. Es ist das Gebot des Vaters und Jesus drückt zudem Seine völlige Freiwilligeit und Macht aus.
    Das eigene Leben zu geben… das kann mancher.
    Aber das eigene Leben wieder zu nehmen: das ist ein Akt Gottes.

    Schließlich spricht Jesus im gleichen Kapitel: „Ich und der Vater sind eins.“
    Wie kann man da vom Vater als „Gott“ reden, aber nicht vom Sohn, wenn sie doch eins sind?

    Sehr prägnant sind für mich dieser Vers aus Johannes 1,1:
    „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“
    Mit dem Wort ist Jesus Christus gemeint. Er wird mit dem letzten Teilsatz als Gott bezeichnet.
    und schließlich im gleichen Kapitel:
    „Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.“
    Wer ist der „Eingeborene“?
    Das ist Jesus Christus.
    Wie wird Er noch bezeichnet?
    „…der Gott ist…“

    Diese Verse können wir nicht umgehen.
    Sie erklären Jesus als Gott.

    Etwas anderes scheint die „innere Formation“ Gottes zu sein, wenn vom Vater, Sohn und Heiligem Geist gesprochen wird: der Sohn will den Vater ehren und der Geist kommt, um den Sohn zu ehren und auch der Vater will den Sohn ehren (Joh 8,49.54; 16;14).

    Ohne Frage gibt es hier Unterschiede. Und zugleich gibt es eine solche Innigkeit und gegenseitige Abhängigkeit, dass ich in dieser Dreieinigkeit das Wesen Gottes erkenne.

    Jesus gehört zum Wesen Gottes. Würden wir Ihn wegnehmen, dann würden wir allein die Baumwurzel zum Baum erklären.

    Gott ist mit Dir!

  5. Danke für deine Offenheit Dirk
    „Ich kann nicht anders als zu sagen:
    Wenn ich den Vater (= Gott) ehren soll und ebenso den Sohn, dann ehre ich den Sohn als Gott.“

    Nun, wenn du dich weiterhin damit befasst, wirst du feststellen, dass die Schrift genau das nicht tut. Sie ehrt Jesus als den Sohn Gottes.

    Dass mit dem „eins sein“ hatte ich bereits verdeutlicht, die Ehe ist ein weiteres sehr anschauliches Beispiel, wie ZWEI „eins“ werden – hier ist es ein fleisch, dort ist es ein Geist.

    Alle Erklärungsmodelle der „Trinität“ greifen leider viel zu kurz (sie sind auch ein sinnloser Versuch, sich „ein Bild“ von Gott zu machen), denn weder Baum, Wurzel, Blätter, noch Vater, Mutter Kind, noch die gerne gennnten „drei Aggregatzustände“ des Wassers können irgend etwas zur Klärung beitragen. (In was für Abgründe man bei einem solchen Versuch gerät, zeigt z.B. der Bestseller „die Hütte“).
    Doch es bleibt dabei: Nur die Schrift verschafft uns Klarheit!
    Wer bitte sollte denn in diesen Vergleichen was darstellen? Und warum sollten wir auf diese Art etwas „erklären“, was die Schrift uns nicht erklärt, geschweige denn, dass sie je den Begriff „Dreieinigkeit“ verwendet?!

    Besonders deutlich wird das Dilemma auch bei dem Versuch, den Hl.Geist als eine eigenständige „Person der Gottheit“ darzustellen. Das ist völlig gegen jede Aussage über den Geist Gottes in der Schrift. Es muss schon mit einer entsprechenden theologischn Brille hineingelesen werden. Die Wahrheit ist, dass uns Gott durch seinen Geist sein Wesen offenbart. Dies konnte nur durch Jesu Gehorsam bis in den Tod und unsere neue Geburt aus Wasser und Geist geschehen.

    1Ko 2:9 „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“;
    1Ko 2:10 uns aber hat Gott es geoffenbart durch seinen Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.
    1Ko 2:11 Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes.
    1Ko 2:12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, auf daß wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.

    Ja, es gibt auch den Geist des Menschen (er wird hier mit dem Wesen des Geistes Gottes verglichen), ist dieser etwa ein eigenständiges Wesen? Das ist doch absurd.

    Du sprichst auch den Prolog des Johannesevangeliums an, der meistens in diesem Zusammenhang genannt wird.
    Nun, hier wird gesagt, dass durch das Wort Gottes alles geschaffen wurde. So wurde auch Jesus durch Gottes Wort gezeugt.

    Joh 1:3 Alles ward durch dasselbe, und ohne dasselbe ward auch nicht eines, das geworden ist.

    Wir sehen in 1.Mos.1 dass Gott durch sein Wort alles geschaffen hat, sein Wort ist identisch mit dem was es erschafft. Deshalb gab es auch ein „Heute“, an dem Gott Jesus „in Existenz“ gerufen, also durch seinen Geist gezeugt hat. So wurde das Wort Fleisch.
    Wenn man es unvoreingenommen liest wird man feststellen, mehr wird dort nicht über Jesus ausgegsagt.

    Ja, alles Geschaffene spiegelt und offenbart die Herrlichkeit Gottes, Sein Sohn tut das aber in noch viel größerem Maße, denn er ist der Erstgeborene einer völlig neuen Schöpfung!

    Interessanter Weise wird in diesem Prolog auch darauf hingewiesen, dass dies bei uns genau so stattfindet, denn auch wir werden von neuem „aus Gott geboren“.

    Nun gut, es gäbe dazu noch viel zu sagen.
    Ich wollte schon seit langem einen Blogbeitrag dazu schreiben, aber das Thema, die entsprechenden Schriftstellen und die „Einwände“ sind so umfangreich, dass es wohl eher eine ganze Serie oder ein Buch werden muss, um es einigermaßen adäquat darzulegen und diese Festung einzunehmen 😉 ..

    Bleib im Segen!

    • Hi!

      Ich bin völlig auf Deiner Linie, was bestimmte Punkte betrifft.
      Die Trinitätslehre sehe ich auch nicht als göttlich inspiriert an, sondern als einen menschlichen Versuch, das Wesen Gottes zu verstehen – mit all unseren Begrenzungen.

      Ich bin mir ehrlich gesagt unsicher, ob wir hier endgültige Klarheit hinkriegen werden. Die Verwendung der meisten Begrifflichkeiten im NT geben Dir Recht.
      Dennoch zeigen uns die NT-Texte eine so intensive Verbindung zwischen dem Vater und dem Sohn und dem Geist auf, dass eine klare Abgrenzung schwer ist. So ist Jesus Christus gottgleich (ich hoffe, dass wir da konform sind 🙂 ). Er vergibt Sünde, er macht Tote lebendig, Er gibt und nimmt Sein Leben, Er gibt ewiges Leben, Er wird als Richter wiederkommen usw.
      In der Summe sind das göttliche Attribute, die eine Abgrenzung zu Jesus Christus als Gott schwer machen. Die Formulierung „Sohn Gottes“ passt ohne Frage. Aber nach wie vor ist es schwer für mich, den Sohn Gottes in Seinem göttlichen Wesen nicht auch als einen Teil Gottes zu sehen. Der Schritt dahin, Jesus dann auch als Gott zu sehen, ist natürlich nicht weit. Möglicherweise liegt da der Knackpunkt bei mir… (weiter nachdenken und beten).

      Was mich interessieren würde:
      Wie legst Du dann die Verse aus Johannes 1,1.18 aus?
      Der Christus wird hier zweimal als Gott bezeichnet.

      Gott ist mit Dir!

      • Sorry Dirk – ich würde ja gerne antworten, aber welche Verse meinst du?
        Joh.1,1 und 18?
        In keiner von beiden Stellen wird Christus als Gott bezeichnet… Tippfehler?

  6. Natürlich hängt Joh 1,1.18 von der Übersetzung ab.
    Im altgriechischen Text nach Nestle-Aland steht Folgendes:

    1) Joh 1,1:
    „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“
    In Joh 1,14 steht dann:
    „Und das Wort Fleisch wurde und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als Einziggeborenen vom Vater, voll von Gnade und Wahrheit.“
    Nach meiner bisherigen Erkenntnis ist Jesus Christus das Wort (s.a. Joh 1,15 ff.).
    Meine Übertragung, wenn ich Joh 1,1 und Joh 1,4 ff. betrachte: „Jesus war bei Gott, und Gott war Jesus.“
    Wie würdest Du diese Verse auslegen?

    2) Joh 1,18:
    „Gott niemand hat gesehen jemals; (der) einziggeborene Gott, der Seiende im Schoß des Vaters, der hat Kunde gebracht.“
    Was heißt „der einziggeborene Gott, der Seiende im Schoß des Vaters…“?
    Meine Auslegung ist die: Jesus ist der einziggeborene Gott.
    Wie auch in Joh 1,14 ist der Einziggeborene Jesus Christus.
    In Joh 1,18 wird Er als Gott bezeichnet.
    Wie legst Du diesen Vers aus?

    Gott ist mit Dir!

  7. Hi Dirk,
    was man auch immer in den Prolog des Johannes Evangeliums hinein interpretiert, dort steht nirgends „Jesus ist Gott“.

    Dort steht, dass Gott ALLES durch das Wort geschaffen hat (V.3) – also hat er auch Jesus (im Leib der Maria) gezeugt und Er „wurde Fleisch“ – durch Gottes Wort!
    Gott sandte ja seinen Engel, um Maria dieses Wort zu überbringen (Luk.1), die antwortete: „es geschehe mir nach deinem WORT“!
    Dann war sie schwanger.

    Soetwas hat Gott nie zuvor getan – daher ist Jesus der „eingeborene / einziggeborene“ SOHN des VATERS.
    (Das Wort monogenēs wird übrigens sonst auch nur an den Stellen verwendet, wo es ebenso um „einzige“ Söhne oder Töchter geht.)

    Den Begriff „Schoß“ finden wir dann z.B. auch beim armen Lazarus, der, als er gestorben ist, in „Abrahams Schoß“ getragen wird. (Luk.16)
    Ist er deswegen Abraham?
    Wohl kaum. Hier wird der Ort der Gemeinschaft der Gläubigen umschrieben, an dem die Gerechten bis zur Auferstehung sind.
    Ebenso IST Jesus bleibend „im Schoß des Vaters“ – d.h. in der Gemeinschaft mit ihm, obwohl er „im Fleisch“ war.

    Johannes war übrigens derjenige der Jünger, der (bereits zu Jesu Lebzeiten) in inniger Verbundenheit und tatsächlicher Einheit mit dem Herrn war. Daher ist sein Evangelium auch so völlig anders, als die der übrigen Evangelisten. Johannes beschreibt alles aus der geistlichen Sicht – so muss man auch den Prolog seines Evangeliums deuten.

    Er überliefert uns auch Aussagen Jesu wie dieses hier:
    Joh 6:48 Ich bin das Brot des Lebens.

    Im Zusammenhang geht es um die „göttliche / himmlische Speise“ des Alten Bundes – das Manna. Diese Speise isst nun Jesus für uns – und zwar „unverderblich“.
    Später geht es dann sogar so weit:
    Joh 6:56 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.

    Jesus ist weder ein Brot, noch essen wir tatsächlich sein Fleisch und sein Blut. Es ist offensichtlich, dass dies alles nur geistlich zu verstehen ist – es sind Begriffe, die die geistliche Wahrheit veranschaulichen.
    Wer nicht geistlich gesinnt ist, kann so etwas nicht richtig verstehen. Von solchen heißt es dann:
    Joh 6:66 Von da an gingen viele seiner Jünger zurück und wandelten nicht mehr mit ihm.

    Johannes ist übrigens auch der Einzige, der bei der Tischgemeinschaft mit Jesus „in seinem Schoß“ ist:
    Joh 13:23 Einer aber von seinen Jüngern, den Jesus liebte, lag zu Tische in dem Schoße Jesu.

    Auch hier wird das Wort (kolpos) für diese starke innige Beziehung untereinander verwendet, die durch die Liebe (agape) besteht . Johannes IST aber deswegen natürlich nicht Jesus…

    Wenn du alle Stellen, die gerne als Beleg für die „Dreieinigkeit Gottes“ herangezogen werden, unvoreingenommen und eingehend betrachtest, wirst du erleben, wie sie sich alle in ähnlicher Weise erklären und „in Luft auflösen“, wenn man sie gemäss ihrer geistlichen Aussage deutet. Ich habe mich in den vergangenen Monaten wohl mit allen Argumenten befasst und musste feststellen, dass KEINES den Schluss zuließ, der uns durch diese Theologie nahe gelegt wird. Es sind alles Interpretationen, die sich bei genauem Hinsehen und im Kontext der Schrift als unzulässig erweisen.

    Jesus ist der Sohn Gottes.

    Bleib im Segen!

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