Wandertour Böhmisch-Sächsische Schweiz 2013

Nach fast einem Jahr war es wieder soweit:
Bisschen Outdoor-Feeling mit einer kleinen Wandertour erhaschen.
Das körperliche Limit antesten, eine tolle Landschaft erleben, sich auf das Wesentliche beschränken und die Fehler der letzten Tour nicht wiederholen.

Von Decin aus ging es kurz durch die kleine Stadt und wir fanden schnell den Weg in den Böhmischen Nationalpark / die Böhmische Schweiz.

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Es waren ca. 30 Grad Celsius. Die Rucksäcke waren schwer. Schwitzen war mein Normalzustand. Und es ging im bewaldeten Gebiet viel bergauf. Anderen Wandersleuten sind wir kaum begegnet. Es war wohl zu heiß.

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Zwischendurch wurden wir mit wunderschönen Ausblicken auf die Elbe entlohnt.

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Am ersten Tag waren wir 8 Stunden unterwegs. Bei Einzelnen kündigten sich schon die Blasen an den Füßen an. Als es dunkel wurde, entschieden wir uns spontan, in einer preiswerten Pension in Hrensko zu nächtigen und nicht in der unbekannten Natur.

Am zweiten Tag ging es dann hinauf zum Prebischtor, gelegen im nördlichen Teil des Nationalpark. Ein Touri-Magnet, aber mit einer schönen Aussicht. Das Prebischtor ist ein natürlich geschaffenes Konstrukt. Spannweite über 26 Meter.

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Auf dem Rückweg, hinab in das Tal, überkam mich ein wahrer Kalorienbedarf. Eine halbe Tüte mit Nüssen musste daran glauben. Und natürlich: Trinken, trinken, trinken.

Aufgrund der schon erwähnten Fußbeschwerden einiger Tourteilnehmer fuhren wir mit dem Bus auf die deutsche Seite, hin zur Sächsischen Schweiz. Schließlich lief ich mit einem Mitstreiter in weitere Höhen, entlang des sogenannten Rotkehlchensteigs.

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Für mich war das der beste Teil der Wanderung. Zwar anstrengend, aber die Wald- und Felsenlandschaft entschädigte.
Manche Strecken dieses Steiges konnte ich nur auf allen Vieren erklettern. Es war mitunter ziemlich steil.

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Ich war froh, dass es genügend Büsche und Bäume am Wegesrand gab. Sie verhinderten die Sicht auf manche Abgründe, die vielleicht 40 bis über 100 Meter tief waren.

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Schließlich landeten wir auf einem Gipfelplateau, in etwa 450 Meter Höhe.

Gipfel

Die Aussicht war herrlich.

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Unser Entschluss stand fest: Hier übernachten wir!
Wir mussten unser Lager zwar mit manchen Insekten teilen, aber nachts wurden auch diese entspannter.

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Das Schlaflager wurde vorbereitet, zwar nur ca. 3 Meter vom Abgrund entfernt, aber durch einen kleinen Felsen davor gut gesichert.
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Der Sonnenuntergang konnte kommen.
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Das Schlafen auf der Isomatte ist nach wie vor nicht mein Ding. Wellness ist anders.
Die Sonne und die Fliegen weckten uns um 05:30 Uhr. Um 07:30 Uhr ging es wieder bergab zum kleinen Ort Schmilka. Es ist schwer vorstellbar, wie hoch das Elbwasser zur Flut hier gewesen sein muss, aber an vielen Stellen wurde noch repariert bzw. neu gebaut.
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Amüsant fand ich dann den Hinweis zum Klettern in der Region:
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„Unbedingt zu beachten ist, dass aus einigen zeitweiligen Sperrungen der letzten Jahre inzwischen ständige zeitweilige Sperrungen geworden sind.“ Juristen-Kletter-Deutsch.

Meine Lektionen:
Dieses Jahr hatte ich ca. 2 Kilogramm weniger Gepäck dabei (13-14 kg). Nur auf ein paar Dinge könnte ich noch verzichten und somit vielleicht auf 11-12 kg kommen. Allerdings sind bei 30 Grad die Wasservorräte immens wichtig. Gut, dass wir zwischendurch in der Zivilisation waren, sonst hätte es nicht gereicht.

Die Trekkingsocken, die provisorisch angebrachten Blasenpflaster und die dünne Wanderhose sowie das atmungsaktive Shirt waren meine Garanten dafür, dass ich dieses Mal keine wesentliche Schmerzen hatte. Viele Strecken hätte ich auch mit normalen Sportschuhen bewältigen können. Doch spätestens bei dem Rotkehlchensteig waren die Wanderschuhe sehr hilfreich. Von Blasen an den Füßen war bei mir keine Spur, sondern nur ein paar Druckstellen.

Abgesehen von dem einen Kalorien-Flash am Prebischtor war die Nahrung eher zweitrangig. Ein paar Müsliriegel, Nüsse und etwas Obst oder Gemüse reichen eigentlich für 2-3 Tage.

Und das nächste Mal müsste ich mehr auf die Höhenangaben auf den Karten achten. Manche Steigungen hatten uns zu spontanen Richtungswechseln gezwungen, so dass wir den ursprünglich geplanten Weg nicht gelaufen sind.

So oder so: Ich freue mich auf das nächste Mal!

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2 Gedanken zu „Wandertour Böhmisch-Sächsische Schweiz 2013

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