Christsein und veganer Lebensstil?

998533_40408760Seit zwei Jahren habe ich mich vegetarisch ernährt.

Ich kann mich nur an zwei Ausnahmen erinnern:
Einmal war ich auf einer Goldenen Hochzeit in einem sehr feinen Restaurant eingeladen. Das hießt: Mini-Portionen auf großen Tellern und alles wahrscheinlich sehr teuer.
Aus Respekt gegenüber den Gastgebern habe ich das bisschen Fleisch auf dem Teller gegessen. Für manche Vegetarier ist das ein völlig inakzeptables Verhalten. Für mich war das okay.
Das zweite Mal handelte es sich auch um eine Gastgeber-Gast-Situation und ich habe aus Höflichkeit etwas Fleisch mitgegessen.
Wahrscheinlich ist die Welt davon nicht untergegangen – zumindest bis jetzt nicht.
Kann ja noch kommen.

Auslöser für meine vegetarische Phase waren diverse Reportagen über die Haltung von Tieren. Bilder von Tieren, die wie Müll behandelt werden. Lebende Küken, die mit großen 433527_45039555Schaufel zusammengepfercht werden. Schweine, die beim Tötungsprozess um ihr Leben kämpfen. Hühner, die massenweise und mit kaputten Körpern in den riesigen Lagerhallen dahinvegetieren. Kühe und Schweine, die mit Hormonen vollgepumpt werden, nur damit sie möglichst schnell möglichst dick werden und geschlachtet werden können.

Nun bin ich weit davon entfernt, Tiere zu vermenschlichen. Für mich gibt es da noch große, große Unterschiede.
Aber offenbar ist das: Tiere empfinden Schmerz und Freude. Sie leben. Und die Bilder, die ich gesehen habe, haben mir den Appetit auf Fleisch vermiest.
Fast jedes Mal, wenn ich Fleisch auf dem Teller oder bei der Fleisch-Theke gesehen habe, kamen diese Bilder hoch.
Ohne Frage: Das Fleisch schmeckte gut und wenn es gebraten wurde, roch es auch gut.
Aber es machte einfach keinen Spaß mehr, Fleisch zu essen.

Nun las ich vor ein paar Wochen ein recht unterhaltsames und zugleich informatives Buch über eine Frau, die testweise vegan lebte (und testweise sogar als Frutarierin).
Und ich sah ein:
Wenn mir die Tiere leid tun, dann will ich eigentlich auch keine anderen tierischen Produkte zu mir nehmen.
Denn mit der Herstellung von Milch geht es nicht weniger grausam zu. Die Kälber werden den Milchkühen gleich nach der Geburt weggenommen, obwohl die Mutterkuh scheinbar mütterliche Gefühle hat. Diese Kuh wird dann durch bestimmte Prozeduren „dauerschwanger“ gehalten, damit sie viel Milch gibt. Eine natürliche Verfahrensweise ist das nicht.
Oder was die „Produktion“ von Eiern betrifft: Auch das hat mit Tierliebe nix zu tun. In etlichen Fällen haben zwar die Bio-Hühner etwas mehr Auslauf, aber letztlich entspricht das auch sehr selten den natürlichen Bedingungen. Hühner haben eine Hackordnung. Sobald aber Dutzende von Hühnern zusammen sind, bekommen sie eine Art „Nervenzusammenbruch“ und hacken jeden und alles. Entsprechend sehen sie oft aus.

Mir wurde klar:
Wenn meine Begründung zum Vegetarismus das Übel der Massentierhaltung ist, dann ist mein Vegetarierdasein inkonsequent. Dann muss ich auch auf weitere Stoffe verzichten, die unter den Zuständen der Massentierhaltung geboren werden.

Deswegen versuche ich seit ungefähr 3 Wochen, mich vegan zu ernähren.

Als Christ habe ich mich natürlich gefragt:
Gibt es zu diesem Thema etwas aus der Bibel?

Eine umfassende Exegese bringe ich vielleicht ein anderes Mal.
Aber bislang sind mir diese Gedankensplitter durch den Kopf gesaust:

– Laut Schöpfungsordnung sind Tiere von Gott geschaffen. Sie sind gewollt und bejaht von Gott.
– Die Menschen sollen diese Schöpfung im Sinne Gottes verwalten.
– Durch den Sündenfall ist der Mensch in die Vergänglichkeit gekommen. Der Tod herrscht. Da die Menschen verantwortlich für die Schöpfung sind, hat der Tod durch den Menschen auch in diese Welt Einzug gefunden.
– Gott verbot das Fleisch-Essen nicht prinzipiell. Die Juden hatten bestimmte Speisegebote zu beachten. Allerdings wurde den Menschen ursprünglich aufgetragen, nur Pflanzen zu essen. Die Fleisch-Esserei kam erst nach der Sintflut (frag‘ Rabbi Nathan!).
– Im Neuen Testament sind alle Speisegebote und – verbote aufgehoben. Man darf essen, was man will. Wer meint, bestimmte Speisegesetze beachten zu müssen, um Gott damit zu gefallen, der lebt nicht im Sinne Jesu. Die Begründung bei Paulus ist aber nicht, dass es egal sei, wie wir mit Tier & Schöpfung umgehen. Sondern sein Thema ist die Frage nach der Rechtfertigung und nach der Liebe untereinander. Ob wir nun Fleisch essen oder nicht: nichts davon rechtfertigt uns vor Gott. Doch wie eben geschrieben: das entlässt uns nicht von der Frage, wie sich ein Nachfolger Jesu gegenüber Tier und Natur zu verhalten hat.
– Beachtlich: Im Buch der Sprüche steht: „Der Gottesfürchtige sorgt für das Wohl seiner Tiere, die Gottlosen aber sind herzlos.“ (Sprüche 12,10).
– Sogar die Sabbat-Regelung (Ruhetag) galt für Mensch und Tier: „…der siebte Tag aber ist ein Ruhetag für den Herrn, deinen Gott. An diesem Tag darf kein Angehöriger deines Hauses irgendeine Arbeit erledigen. Das gilt für dich, deine Söhne und Töchter, deine Sklaven und Sklavinnen, dein Vieh und für alle Ausländer, die bei dir wohnen. (2.Mose 20,10).
– In Jesaja 11 und 65 wird aufgezeigt, dass Gott eine neue Schöpfung hervorkommen lassen will: es wird selbst unter den Tieren kein Blutvergießen mehr geben. Stattdessen werden Pflanzen vertilgt.
– Wenn wir als Christen beten „Dein Reich komme„, dann beten wir darum, dass eben diese neue Gottesherrschaft auf der Welt durchbricht: dass es völligen Frieden gibt, dass Menschen zur Erlösung durch Christus kommen und verändert werden, dass die Liebe zu Gott und Menschen wieder wächst, dass Heilung und Befreiung kommen… und dass eben das Leidens-Seufzen der Schöpfung und der Tiere aufhört (Römerbrief 8,18 ff.).

Das sind nur ein paar erste Gedanken.
Eine vegane Lebensweise muss damit nicht zwangsläufig verbunden sein.
Aber wer weiß, wie die Tierhaltung heutzutage abläuft, der weiß mit einem Mal:
Wir tragen die Verantwortung.
Und zwar jeder einzelne Konsument. Ob Christ oder nicht.
Aber gerade als Christen sollten wir das bewusst machen, wie wir mit der Schöpfung Gottes umgehen.

Da es kein heilsrelevantes Thema ist, springen viele Christen auch nicht auf diesen Zug auf.
Aber was wäre, wenn  es ein Thema der Nachfolge Jesu ist?

Und das ist mir auch aufgegangen:
Wir Christen – und vielleicht besonders wir sog. evangelikalen Christen – haben viele Tabu-Themen. Wenn es uns aber um Gottes Reich geht und um das tägliche Jüngerdasein, dann sollten wir uns mal ’nen Kopf um das so essentielle Essen machen.

Warum das sinnvoll ist, schreibe ich vielleicht in den kommenden Artikeln.

—–

Bildquellen:
Paprika-Bild: topfer at http://www.sxc.hu/photo/998533, „Paprika 3“, geladen am 27.Juli 2013
Fleisch-Bild: brokenarts at http://www.sxc.hu/photo/433527, „Steak“, geladen am 27.Juli 2013

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10 Gedanken zu „Christsein und veganer Lebensstil?

  1. Vieles ist nachvollziehbar (Massentierhaltung usw.),.aber der Geist warnt uns nicht umsonst vor dämonischen Lehren durch Speisegebote (1.Tim.4:1). Was ist denn mit der „Massengemüseproduktion“, ist die etwa gesünder und etisch vertretbarer??..

    So hat aus geistlicher Sicht nur das hier Bestand:
    1Ti 4:4 Denn JEDES Geschöpf Gottes ist gut und NICHTS verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird;
    1Ti 4:5 denn es wird geheiligt durch Gottes Wort und durch Gebet.
    1Ti 4:6 Wenn du dieses den Brüdern vorstellst, so wirst du ein guter Diener Christi Jesu sein, auferzogen durch die Worte des Glaubens und der guten Lehre, welcher du genau gefolgt bist.

    Bleib im Segen!

    • Ein weites Feld!

      Sich Gedanken über die Art und Weise unseres Umgangs mit der Schöpfung zu machen und entsprechende Maßnahmen zu treffen, hat noch kein bisschen mit dämonischem Einfluss zu tun.
      Irrig und falsch wird es, wenn wir daran den Wert eines Christen messen, oder die Größe des Glaubens oder solche Speisegesetze gar zum heilsrelevanten Thema erklären.

      Ansonsten ist die Frage die:
      Wie gehen wir mit der Schöpfung um?
      Dass das ein Thema für Nachfolger Jesu ist, mag in manchen frommen Kreisen wie etwas sehr nebensächlich klingen, ist aber letztlich genauso vom Wort Gottes her zu durchleuchten und kann dann recht praktisch werden.

      Wir stecken da mitten drin und zahlen bereits einen Preis dafür. M.E. muss das nicht sein. Man könnte es auch anders leben.
      Die Massentierhaltung ist ein Punkt.
      Dazu kommt, wie die Tiere gefüttert und versorgt werden. Da werden munter Medikamente in das Futter gemischt, u.a. Antibiotika, und wir als Menschen werden immer resistenter gegen solche Medikamente. Es besteht auch der Verdacht, dass einige andere Krankheiten, die in unserer Gesellschaft gang und gäbe sind, mit hohem Fleischkonsum und dem Konsum tierischer Produkte zu tun haben. Schließlich spielen Tatsachen hinein, wie diese: ein Pfund Rinderfleisch benötigt zur Herstellung ca. 9500 Liter Wasser. Normale Fleischesser verbrauchen damit in einem Monat so viel Wasser, wie ein Vegetarier pro Jahr verbraucht (sind natürlich nur Hochrechnungen). Wenn wir uns den Bedarf nach Süßwasser anschauen und manche Konflikte um das Wasser betrachten, dann spüren wir, dass das schnell sehr existentielle Themen werden können.
      Massentierhaltung heißt auch, dass große Flächen Regenwald abgeholzt werden, um Pflanzen für die Tiernahrung anzubauen. Damit wird die „Lunge“ der Erde abgebaut. Hinzu kommen die „Ausdünstungen“ der Rindermassen. All das kann die vorübergehende Erhitzung der Erde zur Folge haben, mit allen Begleiterscheinungen, die dann auftauchen.
      Und letztlich geschieht vieles deswegen, weil viele Verbraucher viel Fleisch für wenig Geld haben wollen und sich die Wirtschaft darauf einstellt.
      Das sind nun ein paar der globalen Zusammenhänge.

      Überspitzt gesagt:
      Niemand würde sich einfach so einmal die Woche ein Antibiotikum reinpfeifen. Normalerweise würde niemand von uns Tausende von Litern Wasser wegkippen, nur um für 10 Minuten etwas zum Kauen zu haben. Wenn man weiß, dass man von den Erzeugnissen des eigenen Garten leben muss, würde niemand die Pflanzen des eigenen Gartens ausreißen.

      Ich finde, dass ein guter Umgang mit der Schöpfung anders aussieht.
      Ich glaube, dass es nicht den großen Wurf geben wird, der aus dieser Erde ein Paradies macht. Das kommt erst mit dem 2.Kommen Jesu Christi.
      Dennoch ist der Umkehrschluss für mich nicht der, dass ich ja dann alle Straßen vollmüllen darf.
      Ich kann nur vor meiner eigenen Tür kehren. Und für mich heißt das: soweit wie möglich eine vegane Ernährungsweise umsetzen.
      Für andere kann das heißen, nur noch einmal pro Woche Fleisch zu essen und nicht jeden Tag.
      Andere ziehen vielleicht die Schlussfolgerung, nur noch vom Bauern um die Ecke einzukaufen, weil sie dort sehen können, wie Tiere gezüchtet werden.

      Wie auch immer.
      Nur eines wäre dumm:
      Um die Zusammenhänge der Schöpfung zu wissen und trotzdem weitere Wunden in die Schöpfung zu schlagen, wenn man es auch anders machen könnte.

      Bleibe auch im Segen, Bruder!

  2. …noch schlimmer ist doch, wenn man tausende von Litern Wasser wegschüttet, nur um das wegzuspülen, was wir bereits gegessen haben! 😀

    ja, ein weites Feld!
    Jeder muss in der Tat seine eigenen Schlüsse ziehen – für mich war es, dass ich unsere Nahrung weitgehend selber produziere. Seitdem ist mein Spruch:
    „Das eigene Fleisch ist gesünder als gekauftes Gmüse!“ 🙂

    Kein Feisch zu essen ist überhaupt kein Problem und eine völlig freie Entscheidung – ich sehe die Gefahr des „Abfalls vom Glauben“ nur bei dem Versuch, dieser Frage einen „geistlichen Anstrich“ zu geben oder indirekt doch eine Speiseregel darus zu machen, nach dem Motto „als Christen sollten wir Vegetarier sein“
    – ich denke, das stellt auch Paulus im 1.Tim. sehr deutlich klar.

    Das Reich Gottes ist nicht essen und trinken!

    Segen Bruder!

  3. Ich bin kein Vegetarier und werde es wohl auch nicht werden – dafür liebe ich saftige Steaks einfach zu sehr :D. Aber wenn ich die Argumente auf den Schildern der Vegetarier lese, dann werde ich meistens schon zornig. Den Fleischessern vorzuwerfen (nicht dass ich das jetzt Dir vorwerfen würde), sie wären verantwortungslos und vegetarische Lebensweise wäre ja so viel verantwortungsvoller (das sah ich erst kürzlich bei einer Veranstaltung von Vegetariern auf Schildern), dann frag ich mich schon ob da wer ne Brille braucht. Ich als passionierter Gärtner krieg davon immer die Krise, weil die wenigsten einfach Pflanzen als Lebewesen akzeptieren und des Weiteren wissen, dass ganze Landstriche z.B. in Spanien durch Raubbau an der Natur für die Gemüsezucht zerstört werden.
    Ich meine so eine Tomate, die noch nie Erde gesehen hat, weil sie auf Steinwolle gezogen wurde ist für mich einfach ein vom Menschen kaputt gemachtes Stück Lebensmittel. Ohne große Nährstoffe, dafür mit Dünge- und Spritzmitteln vollgestopft. Fast ebenso wie falsch gehaltene Hühner oder Rinder. Und das alles nur, damit jeder für wenig Geld sich den Bauch vollstopfen kann.
    Ich stimme bei folgendem Satz vollkommen mit Dir überein: wir als Christen müssen Verantwortung übernehmen. Das betrifft aber so gut wie jeden Bereich. Egal ob Kleidung (wo werden die nochmal gemacht, und welche Bedingungen haben die Leute da?) oder Lebensmittel.
    Wir müssen einfach bewusster mit unserer Umwelt umgehen. Ich kaufe Fleisch und Wurst nicht beim Discounter, sondern beim Metzger meines Vertrauens oder aber gar beim Erzeuger. Das ist teurer, aber man sieht und schmeckt eben die Qualität. Dafür esse ich eben nicht so oft Fleisch und Wurst. Gemüse baue ich im Sommer selber an und friere die Überschüsse ein.
    Und dann: braucht man Erdbeeren im Winter? Früher stand in den Kochbüchern, dass man mit Gemüsen der Saison kombinieren soll. Weil es einfach nicht immer alles gab zu jeder Jahreszeit. Jetzt sind die Läden voll mit Waren aus irgendwelchen Ländern. Jeder greift zu, ohne daran zu denken, dass diese Früchte und Gemüse meist unreif geerntet wurden, dass die Arbeiter miese Löhne bekommen und Raubbau an der Natur der Preis für die Billiggemüse aus der Theke sind.
    Wir müssen Verantwortung übernehmen und bewusst einkaufen und bewusst essen. Ob das Fleisch oder Gemüse ist, dass sei jedem selbst überlassen – ich halte es da wie Paulus und fühle mich frei damit!

    • @Pilgerer:
      Was Du beschreibst, ist ungefähr die Linie, die ich auch sehe.
      Letztlich geht es eben um unsere Verantwortung für Gottes Schöpfung.
      Das ist – wie geschrieben – nicht heilsrelevant, aber ein Thema, dem sich Nachfolger Jesu stellen sollten.
      Jeder wird unterschiedliche Schlüsse ziehen. Du kaufst und isst Fleisch, von dem Du weißt, wie das Tier aufgezogen wurde. Und Du isst nicht so oft Fleisch. Ist ein guter Schritt, finde ich.
      Ebenso: Fairtrade-Klamotten, Fairtrade-Kaffee/Tee usw.
      Weniger Plastikschrott aus China kaufen.
      Usw.
      Eben: ein weites Feld, weil so vieles zusammenhängt.

      Ich lebe etwas mehr als vor einigen Jahren mit dem Bewusstsein, dass ich selbst bei einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Schöpfung nie alles richtig machen werde. Alleine durch meine Existenz verursache ich Schaden. Deshalb finde ich auch, dass man weder als „Selten-Fleisch-Esser“ noch als Veganer mental militant vorgehen sollte. Im Grunde kann man nur jedem gratulieren, der versucht, hier und da sorgsamer mit der Schöpfung umzugehen.

      Viel Segen für Dich!

  4. Ha! Ich habe vor kurzem, nur so am Rande, 4 knallrote Tomaten genossen, die ich in mühevoller Arbeit meinem Garten abgerungen habe (weitere werden folgen). Was für ein Fest für die Sinne! Unvergleichlicher qualitativer Unterschied zu dem, was in Spanien im Gewächshaus wächst.
    Fleisch? Da folge ich, wenn möglich, dem Rat von Tim Mälzer: Nur zwei mal die Woche, dann aber vom lokalen Metzger, der seine Viecher vom lokalen Bauern hat. Wo man sich praktisch die Tiere vor Ort anschauen kann. Im übrigen gilt, wie schon gesagt wurde:

    „Der eine glaubt, er dürfe alles essen; wer aber schwach ist, der isst kein Fleisch. Wer isst, der verachte den nicht, der nicht isst; und wer nicht isst, der richte den nicht, der isst; denn Gott hat ihn angenommen.“ (Römer 14,2+3)

  5. Wie traurig, was in machne Kommentaren geschrieben wird, gleichzeitig handelt es sich aber auch um eine Selbstoffenbarung in puncto Ignoranz. Pflanzen haben keinerlei dem Menschen oder Tier vergleichbares Nervensystem!
    Die Gleichgültigkeit, ganz besonders auch unter Christen, gegenüber der Leidensfähigkeit von Tieren, erschüttert mich immer wieder aufs N

    • Es stimmt mich auch traurig, dass so wenig Mitgefühl und Barmherzigkeit für Gottes Geschöpfe unter den Christen ist. Der Umgang mit den Tieren in unserer Zeit ist sicherlich nicht Gottes Wille. Steht doch auch im Römerbrief Kapitel 14; Vers 20:
      Zerstöre Gottes Werk nicht wegen dem, was du isst (Neues Leben Bibel).

  6. Pingback: Linkliste zur benachteiligten Position der Tiere in Religion, Mythologie, Kirche und Theologie | Sensiblochamaeleon's Blog

  7. Ich bin so froh, dass ich diesen Blog gefunden habe! Mir taten die Tiere schon immer leid, wenn Fleisch ass. Doch die Lust auf Fleisch war immer wieder grösser. Mühe hatte ich vor allem bei Kalbfleisch. Wie süss fand ich immer die kleinen Baby-Kälbchen, in ihren Plastik-Iglus. Was das zu bedeuten hatte, wusste ich (noch) nicht. Lange ass ich nur noch Schweinefleisch. Bis ich dann eine Dokumentation über Massentierhaltung im TV sah. Da fing ich an, mich mit Vegetarismus zu beschäftigen. Bald kam ich auf den Veganismus, doch es war mir zu extrem. Ich vermisste meine allmorgendliche Ovomaltine, auf Eiscrème und die Sahne im Kaffee mochte ich auch nicht verzichten. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich an die Alternativen. Inzwischen bringe ich es einfach nicht mehr übers Herz, Fleisch zu essen und von Milch und Joghurt wird mein Bauch so schwer. Bei den Eiern ist das so eine Sache: alle Kuchen, die ich ohne Ei gemacht habe, gingen regelrecht in die Hosen. 😉
    Lange Rede, kurzer Sinn: ich versuche, so gut es geht, vegan zu leben, aber ich mach daraus keine Religion oder Gesetzlichkeit. Es ist halt schon so: viele Veganer sind auch sehr esoterisch. Da ich jedoch mit Jesus lebe, mache ich um solche vegane Veranstaltungen einen Bogen. Ab und zu komme ich nicht drum herum, Milchprodukte und Eier zum kochen zu brauchen. Dann achte ich jedoch darauf, Bio-Produkte aus tierfreundlicher Haltung zu kaufen. Ich zwinge auch meinen Mann und meine Kinder nicht zum Veganismus. Aber beim Tischgebet schliessen wir die armen Tiere aus der Massentierhaltung mit ein, ohne jedoch die armen Kinder in der dritten Welt und in Kriegsgebieten zu vergessen.
    Was mir jedoch, wie auch einigen Schreibern vor mir, sehr zu denken gibt, ist die Haltung einiger (leider nicht wenigen) Glaubensgeschwister den Tieren gegenüber. In einem Sommerlager von unserer Kirche mussten unsere Kinder junge Frösche sammeln gehen, die dann lebendig in eine Bratpfanne auf Feuer geworfen wurden, um sie danach zu verspeisen!!! Da war ich echt geschockt und frage mich allen Ernstes, ob DAS wirklich im Sinne von Jesus ist. Wohl eher nicht.
    Jedenfalls bin ich froh, dass ich in diesem Blog auf einige gleichgesinnte Glaubensgeschwister gestossen bin. Denn leider, leider wird man gerade als Christ von anderen Christen belächelt, wenn man sich outet und dazu steht, dass man aus Mitgefühl mit den Tieren sie nicht mehr essen will. 😦

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