Syrien – Attackieren oder nicht?

Angeblich waren es Assads Garden, die Giftgas eingesetzt haben. Oder waren es doch die Rebellen?
Gut oder Böse – das sind hier weniger die Kategorien, in denen wir zu denken haben. Denn beide Seiten töten Menschen, foltern Menschen und betreiben Krieg gegeneinander. Da gibt es nichts Gutes.

Obama hat sein Wort gegeben: Sobald die rote Linie überschritten ist, müsse gehandelt werden. Vielleicht ist es fast egal, wer Chemiewaffen eingesetzt hat. So, wie sich das Bild in den Medien darstellt, ist Obama zum Handeln gezwungen. Alles andere, nach seiner „Roten-Linien-Äußerung“, wäre unglaubwürdig.
Wie fühlt es sich wohl an, eine kriegerische Entscheidung zu treffen, in dem Wissen, dass jede Handlung irgendwie übel scheint!?
Und letztlich deswegen, weil die Glaubwürdigkeit geschützt werden muss.

Giftgas hin oder her: Jede Art von Tötung hat etwas verachtenswertes.
Für mich macht es wenig Unterschied, ob Kinder via Giftgas oder Kugelhagel getötet wurden. Sie wurden einfach getötet und hinterlassen weinende Eltern; sofern diese nicht schon vorher vernichtet wurden.

In diese Situation ein paar Raketen mehr hineinzuschießen, ist keine Lösung. Es vergrößert nur das Leid. Wie erbärmlich. Wie sündvoll ist diese Welt.

Die Situation in Syrien bleibt verfahren.
Dort Assad, hier diverse islamistische Splittergruppen und ein paar Freiheitsliebende. Sollte Assad seinen Posten räumen, würde der Machtkampf zwischen den islamistischen Gruppen entbrennen. Behält Assad seine Position, bleibt auch der Kampf zwischen dort und hier. Es scheint keine brauchbare Lösung zu geben. Es ist wie ein Fluch.
Egal, wie man es dreht: es kommt immer Elend heraus.

Und wie soll sich der „Westen“ verhalten?
Das ist meine Meinung:
Behaltet Eure Waffen zu Hause!
Öffnet die Türen für die Flüchtlinge!
Macht die Wege eben für die, die keinen Krieg wollen!
Holt die Kinder und die friedliebenden Familien raus!

Zum Schluss mögen sich die bekriegen, die den Tod des anderen wollen.
Und mögen sie sich dabei aufreiben.
Vielleicht kann das Land dann eines Tages mit den friedliebenden Heimkehrern neu bepflanzt werden.

Ich weiß: das ist eine Utopie.
Doch in Anbetracht dieses Leidens muss es doch einen Funken Hoffnung geben.

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