Freiheit vom Religiösen

„Wenn Du Gott nahe sein willst, musst Du beten!“
„Wenn Du ein guter Gläubiger sein willst, musst Du Dich an die Gebote halten!“
„Wenn Du…, dann musst Du…!“

Solche und ähnliche Sätze tauchen immer wieder auf.
Bei mir selbst. Bei anderen. In Gemeinden.

Der dahinterstehende Gedanke („Wenn Du tust, dann tut Gott!“) lässt sich erweitern, z.B. so:
„Wenn Ihr wollt, dass viele Menschen die Liebe Gottes erfahren, dann müsst Ihr das und das tun!“

Im Kern ist das Religion: die menschliche Anstrengung, etwas Himmlisches zu bewirken.

Das Herausfordernde ist das:
Viele dieser Aussagen haben einen wahren Kern!
Natürlich will Gott, dass wir die Gebote halten!
Natürlich will Gott uns nahe sein. Und Er will, dass wir beten!
Natürlich will Gott, dass alle Menschen von Seiner Liebe erfahren.

Doch in unserer Umsetzung stoßen wir auf ein Problem:
Wir schaffen das nicht.
Keiner schafft es, alle Gebote jederzeit einzuhalten.
Es unterlaufen uns immer wieder Fehler, ob bewusst oder unbewusst.
Und gemessen an dem höchsten Gebot (Liebe Gott von ganzem Herzen und den nächsten wie Dich selbst!) scheitere ich wohl täglich.

Die Religion hat für das Scheitern ein Angebot:
„Strenge Dich noch mehr an!“
Und manchmal taucht das im Kleingedruckten auf:
„Und vertusche Deine Fehler!“

Das Resultat der Religion ist Krampf, Zwang, ein ständig schlechtes Gewissen mit nur punktuellen Lichtblicken.

Ganz anders ist Jesus Christus.
Er kam, um alle Gebote zu erfüllen. Und Er tat es.
Er opferte sich als „Lamm Gottes“ (ein Symbol für die stellvertretende Schuldübernahme) an unserer Statt: Er trug unsere Fehler, unser Versagen, unsere Lieblosigkeit und unsere Schuld und zahlte den Preis dafür.
So starb Er am Kreuz.
Gott ließ Ihn wieder auferstehen, weil Er Seinen Sohn liebt.
Und weil Er Seinen Sohn bestätigte.
Und weil Gott stärker als Tod und Teufel ist.

Damit befreite uns Gott von religiösen Anstrengungen.
Die Botschaft ist die:
Du kannst Gott nicht wohlgefallen, denn Du scheiterst ja immer wieder.
Deshalb hat Gott dafür gesorgt, dass Deine Schuld für alle Zeit beglichen wird.
Damit bist Du frei von jeglicher Schuld und stehst „schneeweiß“ vor dem Herrn.
Darin kannst Du Gottes Liebe erkennen: Er liebt Dich durch und durch.

Wenn diese Liebe in uns geboren wird, dann werden wir Gott ebenfalls lieben.
Nicht aus Zwang, sondern weil es ein Bedürfnis geworden ist.
Wir fangen an, Seine Gebote zu befolgen – nicht, um Ihm wohlzugefallen, sondern weil wir Ihn lieben.
Dann geht es nicht mehr um den religiösen Deal.
Es geht nur um die gegenseitige Liebe.

Das ist Freiheit von Religion.

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2 Gedanken zu „Freiheit vom Religiösen

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