Warum heilt Gott nicht?

Vielleicht geht es einigen so:
Sobald man darüber redet, dass Gott heilt, ist einer der ersten Gedanken der:
Warum heilt Gott nicht?

Ich weiß nicht, ob das ein typisch westlich-intellektuelles Problem ist, aber es ist eine Frage, die mich und andere beschäftigt.
Die Frage kann aus drei Gründen gestellt werden:
1. Weil man Gott bzw. die Gott-Gläubigen verbal angreifen will.
In solchen Fällen ist ein Gespräch relativ fruchtlos. Es geht ja nur um den Streit.

2. Weil man ernsthaft daran interessiert ist, Gott zu verstehen.
In diesem Fall lohnt sich das Nachdenken und Reden, denn es ist eher ergebnisoffen und damit nüchterner als der Disput.

3. Weil man oder Nahestehende wirklich von Krankheit betroffen sind und bislang keine Heilung eingesetzt hat.
Neben allem Nachdenken braucht es hier auch viel Liebe, Trost, Barmherzigkeit, sprich: praktische Hilfe und Gebet.

Ich schreibe aktuell aus der Position Nr.2 heraus.

Einerseits lese ich zur Zeit ein Buch von Christen zum Thema „Heilung“. Es wird sehr motivierend geschrieben. Natürlich wird eingestanden, dass die Heilung nicht immer geschieht, aber dass Gott heilen will und je öfter wir für Kranke beten, desto öfter würden wir auch Heilungen erleben. Ein Buch, geschrieben aus der leidenschaftlichen Überzeugung, dass Heilungen durch Gebet im Namen Jesu möglich sind und noch viel öfter geschehen sollten.
Andererseits bin ich bei der Recherche auf diverse Internet-Videos gestoßen, in denen es um Heilung und auch Nicht-Heilung geht. Manche Heilungsvideos schrecken auch mich als Christen ab oder bestärken meine kritische Haltung. Einiges, was dort zu sehen ist und als Heilung proklamiert wird, erweckt bei mir den Eindruck, als wäre das Wunschdenken größer als die Heilung. Ich schäme mich stellvertretend für die dort gefilmten Christen. Daneben gibt es einzelne Videos, bei denen ich zugestehe, dass etwas Wundersames/Heilsames geschehen sein muss. Aber es gibt eben auch mehrere Videos, die der Frage nachgehen „Warum heilt Gott Amputierte nicht?“. Herausfordernd wird gefragt, wieso Gott einem Football-Team den Sieg schenkt, aber einem Amputierten die Gliedmaßen nicht nachwachsen lässt.

Und eben diese Frage hat mich gestern und heute besonders beschäftigt:
Wieso heilt Gott Amputierte nicht?

Wenn ich Berichte lese oder Videos zum Thema „Heilung“ sehe, dann geht es in den meisten Fällen um Ereignisse, die ich nicht direkt nachvollziehen kann. Jemand wird vom Krebs geheilt. Aber den Krebs habe ich nicht gesehen. Jemand wird von Rückenschmerzen geheilt oder von Atemschwierigkeiten. Jemand wird von anderen Körperschmerzen geheilt oder von anderen Dingen, die ich schlichtweg nicht sehen kann. Ich will den Betroffenen glauben, dass sie diese Schmerzen und Krankheiten hatten und dass diese durch Gebet nun weg sind. Das Problem ist aber immer das: Ich sehe das nicht. Ich kenne die Krankenakten nicht. Etwas mehr Stoff für mein teilweise wissenschaftlich geprägtes Gehirn wäre gut.
Und dann gibt es die Videos von offensichtlich kranken Menschen: Menschen in Rollstühlen und auf Krücken. Allerdings gibt es kaum Videos dazu, die mich überzeugen, dass Heilungen stattgefunden haben. Wenn jemand aus dem Rollstuhl aufsteht und von mehreren Helfern beim Gehen gestützt wird, dann ist das für mich nicht unbedingt eine Heilung.
Aber ich schweife aus… warum heilt Gott nicht?

Ich gehe bei der Beantwortung von der Bibel aus. Das ist immerhin die Grundlage für meinen Glauben, neben allem Erfahrungswissen. Und wie schon oben erwähnt, geht es hier nicht um eine seelsorgerliche Abhandlung, die von Barmherzigkeit geprägt ist, sondern um eine nüchterne Bestandsaufnahme.

Gott heilt nicht, weil…

1. Unglaube im Spiel ist.
Z.B: „Und er tat dort nicht viele Zeichen wegen ihres Unglaubens.“ (Matthäus 13,58).
Unglaube heißt: Menschen vertrauen nicht auf Gott. Sie lehnen Ihn ab.
Damit lehnen sie die Gemeinschaft mit Gott ab.
Es ist aber Gottes größtes Anliegen, dass wir in die Gemeinschaft mit Ihm kommen. Dazu gab Er Seinen Sohn Jesus Christus.
Es mag sein, dass Gott weiß, dass Wunder und Zeichen bei manch Ungläubigen nichts helfen würden. Sie wären vielleicht ein nettes Beiwerk, aber sie würden nichts grundlegend verändern. Natürlich gibt Gott auch Ungläubigen Gutes und heilt auch Ungläubige. Es gibt zahlreiche Beispiele von Menschen, die mit Gott nichts am Hut haben, aber denen trotzdem fast alles gelingt und die ein saugutes Leben führen. Gott segnet aus purer Gnade. Aber in Einzelfällen kann es sein, dass Gott ein „Stopp-Schild“ aufstellt, Heilung nicht zulässt, weil das Maß der Güte voll ist und ein mehr an Güte auch nichts mehr helfen würde.
Interessant ist, dass Jesus den einzelnen Kranken nie wegen des Unglaubens schilt!
Das ist – bei allem Unglauben – ein barmherziger Umgang.
Gott heilt nicht, weil der Unglaube groß ist.

2. Sünde im Spiel ist.
Z.B.: „Und wenn ihr auch eure Hände ausbreitet, verberge ich doch meine Augen vor euch; und wenn ihr auch viel betet, höre ich euch doch nicht; denn eure Hände sind voll Blut.Wascht euch, reinigt euch, tut eure bösen Taten aus meinen Augen, lasst ab vom Bösen!“ (Jesaja 1,15-16)
Gott erklärt, dass Er auf Gebete nicht eingeht, wenn Menschen bewusst in der Sünde stecken.
Der Unglaube ist die Kernsünde, aber es gibt verschiedenste Folgen und Merkmale des Unglaubens: Diebstahl, Lüge, Mord, Ehebruch, Betrug, Lästerei, Neid usw.
Was würden Heilungen helfen, wenn die Menschen dann immer noch Unrecht begehen?
Um es auf den Punkt zu bringen: Was wäre daran gut, wenn Gott einen mörderischen Diktator von Krebs heilt? Es wäre doch viel besser, wenn der Blutgierige seine Greueltaten lassen würde!
Nun sind nicht alle Krankgebliebenen solch schreckliche Menschen. Dennoch mag es Dinge im Leben geben, die schlichtweg falsch sind oder ein Unrecht im kleineren Maßstab darstellen. Warum sollte Gott heilen, wenn der Dieb danach umso besser klauen kann?
Gott heilt in manchen Fällen nicht, weil es die Sünde bestätigen und vielleicht sogar mehren würde. Zuerst muss die Sünde bereinigt werden, dann erst bringt die Heilung wirklich was.

3. Wir Verantwortung haben.
Z.B.: „Und Gott segnete sie und gab ihnen den Auftrag: »Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde und nehmt sie in Besitz. Herrscht über die Fische im Meer, die Vögel in der Luft und über alle Tiere auf der Erde.«“ (1.Mose 1,28)
Dieses Prinzip wird oft übersehen, auch von mir. Gott hat uns Menschen in volle Verantwortung gestellt!
Wir klagen über Kriege und sollten dabei nicht Gott anklagen, sondern wir selbst müssen die Kriege stoppen!
Wir klagen über Hungernde in der Welt, dabei sollten wir diejenigen sein, die faire Preise zahlen und die Ressourcen fairer verteilen. Gott entlässt uns nicht aus der Verantwortung. Wir haben sehr viel Gestaltungsspielraum. Wir können zerstören und aufbauen.  Das betrifft auch den Bereich der Heilung. Um es simpel, aber klar zu machen:
Wenn ich jeden Tag eine Sahnetorte esse und dann aufgrund erhöhter Fettwerte eine Herz-Kreislauferkrankung bekomme, dann kann ich tausendmal um Heilung beten und es wird u.U. nichts passieren. Die Lösung ist die: Ich muss aufhören, jeden Tag Sahnetorte zu essen und öfter mal am Salatblatt nagen!
Würde Gott Heilung schenken, aber ich ändere mein gesundheitsschädigendes Verhalten nicht, dann war diese Heilung vielleicht eine nette Dreingabe von Gott, aber sie hätte nicht wirklich geholfen. Die Heilung wäre verpufft.
So entspricht es unserer Verantwortung, wenn wir für Kranke beten. Aber gleichermaßen – und manchmal auch zuerst – muss ganz praktisch angepackt werden. Was hilft es einem schwer blutenden Mann auf der Straße, wenn ich an Ort und Stelle für ihn bete? Ich sollte ihn zuerst von der Straße wegbringen oder zumindest dem Straßenverkehr Einhalt gebieten. Dann muss die Blutung beendet werden. Es muss ein Notarzt gerufen werden. Und dann kann ich auch beten.
Jesus bringt das Beispiel des barmherzigen Samariters, der sich um den Zusammengeschlagenen kümmert. Jesus hätte das zu einer 1a-Heilungsgebetsgeschichte machen können. Stattdessen zeigt Jesus auf, wie man manchmal einfach nur anpacken sollte.
Gott heilt manchmal nicht sofort, weil wir zuerst unserer Verantwortung nachkommen müssen!

4. Es geistliche Kämpfe gibt.
Z.B.: „Da sagte er: »Hab keine Angst, Daniel! Von dem Tag an, als es dir wichtig wurde, das Entscheidende zu verstehen und du dich vor deinem Gott gedemütigt hast, wurden deine Worte erhört. Deshalb bin ich auch zu dir gekommen.Doch der Engelfürst von Persien hat sich mir 21 Tage lang widersetzt, bis mir schließlich der Erzengel Michael zu Hilfe kam und für mich den Kampf mit dem Engelfürst von Persien aufnahm…“ (Daniel 10,12-13)
Daniel hatte zu Gott gebetet. In der Engelbegegnung wird ihm deutlich gemacht, dass Gott sein Gebet auch erhört hat. Aber es setzte ein geistlicher Kampf ein. Es kann Geschehen in der geistlichen Dimension geben, von denen wir kaum Ahnung haben. Es scheint Kämpfe zwischen Engeln und Dämonen zu geben. Gott ist stärker und Jesus Christus hat den Sieg über die finsteren Mächte errungen, aber aufgrund der Kämpfe kann es Verzögerungen geben. Bei dieser Danielstelle geht es vorrangig um das Gebet. Aber m.E. kann es prinzipiell auf die Heilung bezogen werden: Gott wird heilen, aber noch ist die Heilung nicht da.
Gott heilt nicht, weil es geistliche Kämpfe gibt, die die Heilung verzögern.

5. Heilung ein Prozess sein kann.
In Markus 8,22 ff. gibt es ein Beispiel dafür, wie Jesus einen Blinden geheilt hat. Aber die Heilung kam nicht sofort. Sie geschah in Etappen. Und das, obwohl Jesus der Sohn Gottes ist! Obwohl Er alle göttliche Kraft hat! Trotzdem war die Heilung nicht sofort da. Immerhin ging es hier dann doch vergleichsweise schnell. Doch wenn es selbst bei Jesus, dem Heiler schlechthin, sein kann, dass sich eine Heilung hinzieht, dann kann es erst recht uns Menschen so geschehen. Warum manche keine Sofort-Heilung bekommen, sondern im Heilungsprozess sind, kann pauschal nicht gesagt werden. Klar ist nur das:
Es kann sein, dass Gott nicht sofort heilt, sondern ein Heilungsprozess angestoßen wird.

5. Etwas nicht aus dem Nichts geschaffen wird (und nicht alles ist krank, was wir als krank bezeichnen).
Jetzt bringe ich eine These, die mir heute morgen beim Gebet eingefallen ist. Bitte prüft sie, ich bin selbst noch unsicher, inwiefern das zutreffend ist. Der Gedanke ist der:
Gott hat ein einziges Mal etwas aus dem Nichts geschaffen (ex nihilo) und das war die Erschaffung der Erde samt des dort stattfindenden Lebens. Danach hat Er nie wieder etwas aus dem Nichts geschaffen. Danach hat Er nur mit und an Dingen gehandelt und durch Dinge gehandelt, die schon existent waren.
Ein paar Beispiele:
– Jesus sättigt Tausende mit Broten und Fischen. Aber vorher gab es schon Brot und Fisch. Ein Junge hatte ein paar Brote vorbeigebracht und wie auch immer haben sich diese vemehrt.
– Jesus macht einen Blinden sehend. Aber der Blinde hat schon Augen.
– Petrus heilt einen Gelähmten. Aber der hatte schon Beine.
Es ist, als würde sich Gott nach der Schöpfung nur noch inkarnieren, d.h. sich mit Seinem Wesen in diese vorhandene Welt begeben, ohne völlig Neues zu schaffen.
Das wäre auch die Antwort auf die Frage, weshalb Amputierte nicht wundersam in dem Sinne geheilt werden, dass Gliedmaßen nachwachsen (wobei im Rahmen der Inklusionsdiskussionen in Deutschland auch überlegt werden könnte, ob Amputierte überhaupt Kranke sind): es existieren keine Gliedmaßen mehr, die geheilt werden können. Sie sind eben weg, so trocken und doof sich das jetzt anhört. Übrigens: Dass Amputierte vielleicht keine Kranken sind, zeigt für mich Nick Vujicic auf: Er wurde ohne Arme und Beine geboren. Aber er scheint seelisch und körperlich gesünder als viele andere zu sein. Er motiviert und tröstet andere. Und ich finde, dass er sogar fitter aussieht als manch andere, die ich in meiner Stadt sehe.
Vielleicht heilt Gott manchmal deshalb nicht, weil nicht alles krank ist, was wir als krank bezeichnen und weil Er seit Beginn der Schöpfung nicht mehr aus dem Nichts erschafft.

6. Wir nicht beten.
Z.B.: „Ihr begehrt und habt nichts; ihr schmiedet Pläne und tötet und bekommt nichts. Ihr seid neidisch auf das, was andere haben, und könnt es nicht bekommen; also kämpft und streitet ihr, um es ihnen wegzunehmen. Doch euch fehlt das, was ihr so gerne wollt, weil ihr Gott nicht darum bittet.“ (Jakobus 4,2)
Das kann ein ganz einfacher Hinderungsgrund sein: Es findet keine Heilung statt, weil darum nicht gebeten wird!
Auch das Gebet hat Gott in unsere Verantwortung gestellt. Er ist bereit, zu heilen. Aber wenn wir Ihm nicht die Erlaubnis geben, in unseren Verantwortungsbereich hinein zu wirken, dann wird Er es nicht tun!

7. Wir nicht fasten.
Z.B.: „Und er sprach zu ihnen: Diese Art kann durch nichts ausfahren als nur durch Gebet und Fasten.“ (Markus 9,29)
Die Leute von Jesus hatten versucht, einen Jungen zu heilen. Genauer gesagt: sie wollten ihn von einem Dämon befreien. Aber es klappte nicht. Die Schuld lag nicht beim Jungen. Die Leute von Jesus hatten die dämonische Kraft unterschätzt. Jesus spricht Klartext: Diese Befreiung von dieser Art von Dämon erfordert eine gründliche geistliche Vorbereitung. Es muss auch gefastet werden. Fasten steht für eine Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit. Man ist bereit, auf Existentielles zu verzichten, damit etwas ermöglicht wird. Nebenbei ist das eine schöne Lektion dafür, dass der Helfer den Hinderungsgrund auch bei sich selbst suchen kann.
Es kann sein, dass Gott nicht heilt, weil wir nicht fasten, d.h. nicht ernsthaft entschlossen bei der Sache sind.

Nun, das waren einige Punkte, die mir zum o.g. Thema eingefallen sind.
Vielleicht gibt es noch mehr Hinderungsgründe.

Doch schließen will ich damit:
Hören wir auf Auto zu fahren, weil wir bei einem Verkehrsunfall sterben könnten?
Hören wir auf, Nägel in die Wand zu hauen, weil wir unseren Daumen verletzen könnten?
Hören wir auf, einander zu helfen, weil es schon so viele Missverständnisse und Grausamkeiten in der Menschheitsgeschichte gab?
Natürlich nicht.
Ebenso gilt uns von Jesus her nicht die Weisung „Hört auf, für Kranke zu beten! Es könnte nämlich voll in die Hose gehen!“.
Er sagt: „Geht hin und heilt die Kranken!“
Das dann nicht alles so läuft, wie wir es gerne hätten, ist klar.
Dabei sollten wir keine Anschuldigen machen, sondern barmherzig bleiben.
Denn darum geht es doch: Gottes Liebe zu zeigen.
Das kann in einem tröstenden Wort bestehen oder in dem Einkauf für den Gehbehinderten – und auf jeden Fall in dem Gebet für den Kranken. Denn Gott heilt!

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12 Gedanken zu „Warum heilt Gott nicht?

  1. Punkt 5. [Etwas nicht aus dem Nichts geschaffen wird (und nicht alles ist krank, was wir als krank bezeichnen)] finde ich sehr nachdenkenswert, d.h., dem sollte man noch ein bißchen weiter nachgehen. Hinzu kommt, dass diese Frage, warum Gott nicht immer, alles und jeden heilt, im Grunde genommen auch die Frage nach dem „Warum lässt Gott Negatives im Leben des Gläubigen zu?“ einschließt. Und hier gibt uns Hiob eine deutliche Antwort: Gott lässt solche Dinge zu, damit unsere Beziehung zu Ihm auf Liebe und nicht auf den Gaben, die er uns gibt, gegründet ist. Das „in guten wie in schlechten Tagen“ eines Ehegelöbnmisses gilt auch in unserer Beziehung zu Gott. Ob Liebe “im Spiel ist“, wird erst dann wirklich deutlich, wenn nicht alles „immer Sonnenschein“ ist.

    • Im Zusammenhang mit Hiob musste ich auch schon manches Mal denken, vielleicht müssen wir als Christen auch manches durch Tiefen und Leiden hindurch, damit nicht andere kommen wie Satan bei Hiob und uns vorhalten, dass es natürlich einfach ist an Gott zu glauben, wenn der einem ein einfaches Leben gibt. Manches Leid muss als Zeugnis bleiben. Nach meinem Eindruck macht bei Menschen die ohne Gott leben eher Leid/Krankheit ertragen können mehr Eindruck, als eine Heilung. Etwas provokant vielleicht: Leid/Krankheit als missionarisches Mittel.

  2. Deine Prämisse: Gott will auf jeden Fall hier auf Erden Heilung geben, letztlich steht der Mensch dem im Wege?
    Ich halte diese Prämisse schon für fragwürdig. Wieso will Gott angeblich hier auf Erden auf jeden Fall heilen? Wo finden wir das denn? Selbst Jesus hat nicht Jeden geheilt, der zu ihm kam. Die Apostel erst recht nicht.
    Sind wir derart auf das Vergängliche – unseren irdischen Leib – fixiert, dass wir das Ewige nicht abwarten können?
    Sind wir so auf Zeichen und Wunder aus, dass wir Gott nicht im Leiden zu finden in der Lage sind?
    Sind wir wirklich der Meinung, Gott würde sich von unserer Fehlbarkeit derart abhängig machen, dass ER nicht in der Lage wäre Jeden zu heilen, den ER heilen möchte? Bedarf es dazu wirklich unserer frommen Leistung? Ist sowas anzunehmen nicht schlichtweg albern? Reduzieren wir Gott damit nicht auf ein Götzenniveau? Ich meine schon.

    Wo kommt eigentlich neuerlich dieser Hype auf körperliche Heilung her? Eine neue Welle der Wundersucht, der geistlichen Großmannssucht? Wo bleibt denn hier die Lehre des Vertrauens auf unseren gütigen, liebenden und gnadeerweisenden Gott, den man nicht mit „geistlichen“ Tricks und Kniffen dazu überreden muss, uns mal etwas Gutes zu tun. Warum können wir uns bitteschon nicht einfach vertrauensvoll für die Not der an Krankheit Leidenden an unseren liebenden Vater wenden. Wissend, dass Seine Gnade in keiner Weise von unseren kleinen Leistungen abhängig ist? Evtl. nur deshalb, damit wir das wärmende Gefühl innehaben können, dass letztlich wir die Kontrolle haben und nicht etwa Gott?

    • M.E. geht es um das Reich Gottes. Es ist schon angebrochen, aber noch nicht völlig durchgedrungen. Reich Gottes heißt: Gott regiert. Eine Folge ist u.a.: Heilung im Sinne des Shalom, was auch die körperliche Heilung umfasst.
      Schon auf der Erde können wir solche erleben, aber zu 100% wird es erst in der himmlischen Sphäre etwas.
      Dennoch sollen wir ja beten: Dein Reich komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
      Und Jesus sendet Seine Jünger hinaus, u.a. um zu heilen.

      Im NT gibt es keinen Bericht darüber, dass Jesus einen Bittenden abgewiesen hätte.
      Manchmal hat Er wortwörtlich alle geheilt. Manchmal wissen wir noch von wenigen.
      In der Tat spielt der Glaube oft eine große Rolle.

      Aber Gottes Wesen ist Liebe. Er will heilmachen. Dazu hat Er Sein Kostbarstes gegeben: Seinen Sohn.
      Sein Sohn lebt es und verkündet es.
      Es gibt also zig biblische Belege für den Willen Gottes zur Heilung.
      Es gibt keine entgegensetzte Aussage. Bedenkenswert sind höchstens die Strafaktionen Gottes. Doch selbst die sind geschehen, um schließlich zur Umkehr zu führen, d.h. in die Gemeinschaft mit Gott hinein, um dann Heil zu empfangen.

      Insofern geht es nicht um eine „Wunderfixierung“, sondern darum, dass Gottes Liebe zum Ausdruck kommt.
      Was wäre das auch für ein Gott, dem unsere Krankheiten egal sind oder der nur passiv danebensteht?

      Dass nicht immer Heilungen geschehen, ist ja Fakt.
      Und die Gründe können vielfältig sein.

      Rein biblizistisch überlegt:
      Wo steht, dass Gott uns krank lassen will?
      Oder wo steht, dass Er keine Macht hätte, um Kranke zu heilen?

      Damit soll nicht die „Schuld“ bei ausbleibender Heilung beim Kranken gesehen werden.
      Wie geschrieben: Jesus geht sehr barmherzig – und heilend – mit Kranken um.
      Die Ursachen können ja auch geistliche Kämpfe sein, in die wir keinen Einblick haben.
      Es kann auch sein, dass wir manches als „krank“ betiteln, was vor Gott nicht Krankheit sein muss.
      Heilung kann ein langer Prozess sein.
      Und nicht zuletzt ist unser Körper auf Vergänglichkeit hin angelegt. Protzende Muskelkraft bis zum 100.Lebensjahr dürfte also nicht zu erwarten sein.

      • Im NT gibt es keinen Bericht darüber, dass Jesus einen Bittenden abgewiesen hätte.

        Doch gibt es! An mindestens einer Stelle zieht er sich vor dem Andrang der Kranken etc. in die Wüste zurück und lässt die Kranken stehen. Am Teich Bethesda heilt Jesus genau einen Kranken, obwohl noch zig andere dort waren, etcpp. Ich kenne diese Aussagen, Jesus hätte immer und überall alle geheilt – was schlicht nicht stimmt.

        In der Tat spielt der Glaube oft eine große Rolle.

        Und was ist Glaube? Laut Bedeutung im hebr. und griech. ist es schlichtweg Vertrauen zu Gott – mehr nicht. Wenn es um Vertrauen geht, geht es genau nicht um menschliche fromme Leistungen, oder?

        Es gibt also zig biblische Belege für den Willen Gottes zur Heilung.

        Davon sind zahlreiche Stelle einfach auf eine körperliche Erkrankung umgedeutet. An sehr vielen Stellen meint Gott von sich als Arzt gerade nicht körperliche Erkrankungen, sondern eher gesellschaftliche Schwächen seines Volkes. Faktisch gibt es nicht eine Bibelstelle, die uns körperliche Heilung auf Gebet hin garantiert – es gibt lediglich die Zusage, dass Gott auch heilt … ob nun hier auf Erden oder durch den Übergang in die Ewigkeit mittels eines Körpers, der keine Krankheit kennt.

        Insofern geht es nicht um eine “Wunderfixierung”, sondern darum, dass Gottes Liebe zum Ausdruck kommt.

        Und warum dann diese Fixierung darauf, dass der Ausdruck der Liebe Gottes auf jeden Fall in einer Heilung erkennbar wäre? Und wenn Gottes Liebe im Vordergrund steht, seit wann ist die von frommen Leistungen der Menschen abhängig?

        Was wäre das auch für ein Gott, dem unsere Krankheiten egal sind oder der nur passiv danebensteht?

        Wie jetzt? Das einzige Handeln Gottes im Leiden kann nur die Beseitigung dessen sein? Ist Gott zu klein um unser Leiden zu teilen und uns im Leiden zu begegnen? Und was ist mit den vielen vielen Berichten wo Kranke in ihrem Leiden Gottes liebevolle Nähe tröstend und stärkend erleben? Haben die nur nicht genug Glauben?
        Aus welcher Logik nimmst du, dass Gottes Aktivsein in solchen Fällen sich auf die Heilung alleine konzentriert?

        Rein biblizistisch überlegt:
        Wo steht, dass Gott uns krank lassen will?
        Oder wo steht, dass Er keine Macht hätte, um Kranke zu heilen?

        Nun, wenn du so fragst- komische Fragestellung im Übrigen – findest du nichts in der Bibel. Aber was ist mit Timotheus, welcher Magenprobleme hatte und Paulus hält ihm keine Glaubens- oder Busspredigt, sondern empfiehlt im Wein? Solche Stellen findest du durchaus, wo Gott nicht Krankenheilung aktiv verweigert, aber auch die Heilung nicht das allein mit Priorität angestrebte Ziel ist.

        Ich halte diese Art des Umgangs mit dem Gebet für Kranke für extrem kontraproduktiv. Warum? Weil hier der Fokus auf die frommen Leistungen der Menschen gelegt wird und der Frust unausweichlich ist. Unterm Strich werden die Menschen nicht in ihrem Glauben gestärkt werden – weder die Betenden noch die Kranken, sondern sie werden an sich oder gar an Gott zweifeln. Warum? Weil ihnen nicht das Vertrauen auf Gott, sondern auf fromme Leistungen und fromme Formeln beigebracht wird.

        Es geht um das Reich Gottes, richtig. Dieses ist hier bereits angebrochen, auch richtig. Aber es hat sich hier noch nicht in seiner ganzen Fülle entfaltet und wird sich wohl bis zum Kommen Jesu auch nicht völlig entfalten. Es ist ein Vorgeschmack dessen, was kommen wird. Daher werden wir dereinst ganz ohne Krankheit leben. Nicht weil wir so toll zu „Glauben“ gelernt haben, sondern weil Gott uns ganz zu sich geholt haben wird. Bis dahin dürfen wir uns vertrauensvoll und voller Hoffnung auch bei Krankheit an Ihn wenden und dann Seine Reaktion erleben – wie die auch immer aussehen wird.

  3. Hi Charly!
    Wie kriegst Du diese Einschübe mit den Anführungszeichen hin? Ich will das auch können! 🙂

    – Abweisung von Kranken durch Jesus:
    Kannst Du mir noch mal die Stelle nennen, wo Jesus die Kranken stehen gelassen hat? Ich weiß, welche Begebenheit Du meinst, aber ich finde sie gerade nicht.
    Aber ich stimme ich Dir zu. Das ist erst einmal eine Abweisung durch Jesus.
    Wir wissen schlichtweg nicht, wie es danach für die Kranken weiterging. Wurden sie dauerhaft „sitzen gelassen“? Oder kam Jesus später noch mal auf sie zu und heilte sie?
    Weil es hier ein „Schweigen“ der Bibel gibt, würde ich daraus nicht schlussfolgern, dass diese Kranken dauerhaft abgewiesen worden wären. Das kann natürlich sein. Es kann aber ebenso sein, dass Jesus sie, wie in so vielen Fällen, einige Zeit später doch geheilt hat. Wenn wir also in das Schweigen der Bibel überhaupt etwas hineindeuten, dann sollte es das sein, was üblicherweise dem Handeln und Willen Gottes entspricht (Schrift legt Schrift aus; die eindeutigen Stellen legen die unklaren Stellen aus…). Und das wäre die Barmherzigkeit und Heilung.
    Die Szene am Teich Betesda (Johannes 5,1 ff.) ist ähnlich zu sehen: Es wird uns von einer Person berichtet, die Jesus geheilt hat. Heißt das, dass die anderen nicht geheilt wurden? Wir wissen es nicht. Es steht einfach nichts darüber geschrieben. Deswegen würde ich auch daraus keine Ablehnung der Heilung durch Jesus konstruieren. Zum zweiten muss auch das gesehen werden: Meine These ist ja, dass Jesus schließlich jeden kranken Bittenden geheilt hat, ob mit oder ohne zeitlicher Verzögerung. Meine These ist nicht, dass Er jederzeit alle geheilt hat. Wenn sich Jesus souverän an einen Einzelnen wendet, um zu heilen, wiewohl Er nicht ausdrücklich gebeten wurde, dann ist das Ausdruck von Gnade und nicht Ausdruck der Ablehnung anderer.

    – Vertrauen:
    Amen!

    – Heilung:
    Sehe ich ebenso wie Du.
    Es gibt natürlich viele Stelle, in denen es um körperliche Heilung geht. Jesus hat das vorgelebt, hat Seine Jünger entsprechend gelehrt und ausgesandt und gibt die Verheißung in Markus 16,18 mit.
    Heilung umfasst – und das sehe ich m.E. wie Du – aber noch mehr. Es ist Shalom. Ganzheitlich. Es umfasst die Heilung der Gottesbeziehung, der zwischenmenschlichen Beziehungen, der Seele, eines ganzen Landes…

    – Heilung als Ausdruck der Liebe Gottes:
    Klar, die Liebe Gottes kann sehr vielseitig zum Ausdruck kommen. Das ist ja nicht einschränkend gemeint. Aber sie wird eben auch durch körperliche Heilung deutlich. Damit will ich eben die Abgrenzung zur „Wunder-Sensationsgier“ ziehen: Wenn körperliche Heilung stattfindet, dann nicht, um die fromme Show aufzuziehen oder die Richtigkeit einer Lehrmeinung zu belegen. Wenn Heilung stattfindet, dann ist das ein Zeichen der Liebe Gottes. Und diese ist, wie Du auch schreibst, nicht von unseren Leistungen abhängig.

    – Gottes Handeln im Leid:
    Ja, letztlich besteht Gottes Handeln darin, das ungöttliche Leid zu beseitigen. Das hat Er mit dem neuen Himmel und der neuen Erde verheißen. Es werden alle Tränen abgewischt und der Tod wird nicht mehr sein. Wir werden einen unvergänglichen Leib haben. Die gesamte Schöpfung sehnt sich danach.
    Wie ich auch schrieb, sind wir aber in der Reich-Gottes-Spannung: Es hat schon begonnen, ist aber noch nicht umfassend da. In dieser Zeit gibt es jede Menge Leid. Jesus verheißt ja sogar manches Leid aufgrund von Verfolgung und Hass. Wir müssen also mit manchem Leiden rechnen.
    Wenn ein körperlich Kranker nicht geheilt ist, dann gehe ich natürlich weiterhin von Gottes Güte aus. Natürlich kann auch hier Gottes Liebe unterschiedlich zum Ausdruck kommen, eben durch Trost und Frieden und Kraft. Und ebenso sollten wir miteinander umgehen. Ich gehe davon aus, dass es Gott nicht egal ist, wenn ein Mensch krank ist und dass Er Heil und Heilung vermitteln will. Alles andere würde der Mission und dem Leben Jesu Christi entgegenstehen. Jesus hat nie deutlich gemacht, dass Er Krankheit gut findet oder sie belassen will. Er ist gegen Krankheit angegangen. Daher will ich da keine Abschwächung des göttlichen Heilswillens zulassen.
    Warum jemand krank bleibt, weiß ich idR nicht. Ich kenne etliche Christen, die Vertrauen haben, in Gemeinschaft mit Gott leben, für die gebetet wurde, die aber noch immer krank sind. Sollte ich ihnen sagen, dass Gott sie nicht heilen will? Das sei ferne. Meine Aufgabe ist es, sie zu trösten, zu ermutigen, ihnen beizustehen und weiter für sie zu beten.

    – Timotheus & Wein (1.Tim 5,23):
    Wir kennen die genauen Umstände nicht. Für mich ist diese Stelle ein Beleg dafür, dass es gut und sinnvoll sein kann, weitere Hilfen für eine Besserung/Heilung in Anspruch zu nehmen. Das kann heißen: „Gehe zum Arzt!“ Oder „Nimm Medikament XY!“.
    Ich vermute, dass auch für Timotheus gebetet wurde. Offenbar hatte er bis zu diesem Zeitpunkt keine Heilung erfahren, ggf. eine Verbesserung, was wir aber nicht wissen. Wir wissen nicht, ob es geistliche Hindernisse in der himmlischen Dimension gab. Wir wissen nicht, welche Faktoren eine Rolle gespielt haben oder ob Timotheus später noch Heilung erfahren hat. Insoweit kann diese Stelle ebenso dafür stehen, dass sich Heilung verzögert oder auch ein Prozess sein kann. Aber eine Ablehnung der Heilung durch Gott kann ich in dieser Stelle nicht sehen.

    – Fromme Leistungen:
    Tut mir leid, wenn mein Artikel so für Dich rüberkam. War nicht so gemeint.
    Unsere GEschichte mit Gott ist eine Beziehungsgeschichte und keine religiöse Leistungssphäre. Wie Du auch geschrieben hast: das Vertrauen ist das Grundlegende. Vertrauen ist keine Leistung, sondern Ausdruck von begonnener und wachsender Beziehung. Selbst mit scheinbar schwachem Glauben können wir zu Gott kommen und sagen „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“. Es geht nicht zuerst um die Größe des Glaubens. Glaube wie ein Staubkorn reicht.
    Wenn es aber um die Frage geht, was eine Heilung verhindern kann, dann stoßen wir auf zig biblische Belege, dass eine Verhinderung oft im menschlichen Bereich liegt (oder auch in uns unbekannten geistlichen Geschehen in der Himmelswelt). Das zu relativieren, halte ich nicht für hilfreich. Ich überziehe mal ein bisschen: Ich komme zum Arzt, habe Übergewicht, rauche und esse jeden Tag eine Tüte Chips. Was wäre hilfreich vom Arzt? Wenn er mir sagt, dass man nicht weiß, weshalb ich gesundheitliche Probleme habe, er mir aber gerne bei meinen Leidensgeschichten zuhört und mich auch mal in den Arm nimmt oder wenn er sagt, dass die Probleme eventuell mit meiner Lebensführung zusammen hängen und ich überlegen sollte, gesünder zu leben?
    Es geht ja nicht um Vorwürfe oder ein Leistungsdenken.
    Es geht um die Frage, wie wir heil werden können. Und wenn es einen Hinderungsgrund gibt, der an mir liegt, dann würde ich das gerne wissen wollen.
    Sollte der Arzt keine Ahnung haben, weshalb ich krank bin und auch kein Gegenmittel finden, dann würde es mich freuen, wenn er mir dennoch mal zuhört und mich ermutigt.

    • Wie kriegst Du diese Einschübe mit den Anführungszeichen hin? Ich will das auch können! 🙂

      Damit:

      ...Text...

      Kannst Du mir noch mal die Stelle nennen, wo Jesus die Kranken stehen gelassen hat?

      Luk. 5:15+16
      Lukas 5:15 Aber die Rede über ihn verbreitete sich um so mehr; und große Volksmengen versammelten sich, ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. 16 Er aber zog sich zurück und war in einsamen Gegenden und betete. (Rev.Elb.)
      Deine Betrachtung, wie dies zu verstehen sei, wirkt schon arg bemüht etwas so zu sehen, wie man es gerne sehen möchte, oder? Man kann das auch einfach mal so stehen lassen und sich von der Phantasie verabschieden, das „und Jesus heilte alle Kranken“ nicht unbedingt bei zum Teil tausenden Kranken wörtlich zu nehmen ist. Bei Petrus wird extra berichtet, dass Kranke auf Heilung hofften, auf die sein Schatten fiel (Apg 5:15), über Jesus wird uns das nicht berichtet. Das wäre aber rein logistisch oft notwendig gewesen. Also, warum wird uns über solche Phänomene bei Jesus nicht berichtet, bei Petrus aber schon?
      Noch ein weiteres: Nachdem Jesus zum Himmel aufgefahren ist, nahmen die Wunder und Krankenheilungen durch die Apostel rapide ab. Es war eben nicht so, wie so manche „Heilungsapostel“ uns glauben machen wollen, dass alleine das Vorbild Jesu für uns gelten würde – das der Apostel zählt auch. Warum? Weil auch die Krankenheilungen zu den Zeichen des Messias gehören. Und? Waren die Apostel oder sind wir der Messias? Nein. Jesus alleine war und ist der Messias. So geschehen zwar immer noch im Namen des Messias Zeichen / Krankenheilungen, aber nachvollziehbar nicht in der Menge wie bei ihm selbst, als er unter uns wandelte.
      Wenn wir meinen, wir müssten in gleicher Anzahl – oder wie Manche meinen sogar in größerer Anzahl – Kranke heilen wie es Jesus selbst tat, befinden wir uns auf einem gefährlichen Weg der Anmaßung.

      Ich kenne etliche Christen, die Vertrauen haben, in Gemeinschaft mit Gott leben, für die gebetet wurde, die aber noch immer krank sind. Sollte ich ihnen sagen, dass Gott sie nicht heilen will? Das sei ferne. Meine Aufgabe ist es, sie zu trösten, zu ermutigen, ihnen beizustehen und weiter für sie zu beten.

      Volle Zustimmung. Doch tut man das, indem man lange Lehrkonstrukte entwickelt, warum das Ausbleiben der Heilung nur an dem Kranken selbst oder am mangelnden Glauben des Beters liegen könne?

      Ich vermute, dass auch für Timotheus gebetet wurde. Offenbar hatte er bis zu diesem Zeitpunkt keine Heilung erfahren, ggf. eine Verbesserung, was wir aber nicht wissen. Wir wissen nicht, ob es geistliche Hindernisse in der himmlischen Dimension gab. Wir wissen nicht, welche Faktoren eine Rolle gespielt haben oder ob Timotheus später noch Heilung erfahren hat. Insoweit kann diese Stelle ebenso dafür stehen, dass sich Heilung verzögert oder auch ein Prozess sein kann. Aber eine Ablehnung der Heilung durch Gott kann ich in dieser Stelle nicht sehen.

      Habe ich dort von Ablehnung der Heilung gesprochen? Nein, oder? Ich finde es gerade an dieser Stelle bemerkenswert, dass der große Lehrer Paulus, durch dessen Gebet so manche Zeichen und Wunder geschehen sind, Timotheus keine Predigt in der Art hält, wie wir sie heute so oft finden. Keine Auflistung von Bussübungen, keine Ermahnung „Heilungshindernisse“ abzubauen, etcpp. Warum wohl? War Paulus nachlässig oder sind wir hochmütig, wenn wir meinen aus der Bibel mehr herauslesen zu wollen, als Paulus es konnte? Also ich würde hier auf Paulus setzen 😉

      – Fromme Leistungen:
      Tut mir leid, wenn mein Artikel so für Dich rüberkam. War nicht so gemeint.

      Nun, so kommt das aber nicht alleine bei mir an. Ich bewege mich schon Jahrzehnte in chr. Kreisen, wo Heilung stark propagiert wird. Ich kenne die Lehren und vor allem kenne ich die Frucht dieser Lehren. Wir, die wir lehren, müssen uns damit auseinandersetzen, wie das verstanden wird, was wir lehren. (Da erzähle ich dir ja nichts neues.)
      Solche Listen angeblicher Heilungshindernisse hinterlassen vor allem eine Botschaft: Wir/Ich bin es schuld, wenn Heilung nicht eintritt, also muss ich mich entweder mehr anstrengen oder ich bin es Gott nicht wert geheilt zu werden oder das Gott durch mein Gebet Andere heilt. So simpel, so destruktiv 😦

      Wenn es aber um die Frage geht, was eine Heilung verhindern kann, dann stoßen wir auf zig biblische Belege, dass eine Verhinderung oft im menschlichen Bereich liegt (oder auch in uns unbekannten geistlichen Geschehen in der Himmelswelt). Das zu relativieren, halte ich nicht für hilfreich.

      Tja nun, ich hingegen halte diese angeblichen biblischen Belege idR für menschliche Lehrkonstrukte um eine irrige Lehrmeinung zu stützen. Und nun? 😉
      Hier wird von der Vorannahme ausgegangen, dass Heilung von Gott her auf jeden Fall geschehen soll und wenn sie nicht geschieht, es an uns liegen muss. Und genau das widerspricht eklatant Gottes Wesen und dem Wesen der Gnade. Das Heilung auf Erden durch Gott eben nicht garantiert wird, sondern Gottes Zusage der Erfüllung der Verheißung die Ewigkeit ebenso mit einschließt, darf eben nicht vernachlässigt werden. Wir wollen unbedingt alles jetzt und hier und sofort und pronto. Tja, das bekommen wir aber nicht und das ist auch gut so 🙂
      Wir müssen hier sehr gut aufpassen, dass unsere Lehrauffassungen vom Wort und nicht die Auslegungen des Wortes durch unsere Lehrauffassungen geprägt sind.

      Das wir einen eigenen Anteil haben, zB auf unseren Körper zu achten, etc. wird alleine schon aus den vielen Geboten und biblischen Aussagen deutlich. Dazu muss Gott uns nicht etwas vorenthalten, weil wir halt nicht „brav sind“. Aber „Hindernisse übernatürlicher Heilung“ sind dies alle mMn nicht.

      • 😦 hat nicht geklappt – hier nochmal: Zitieren von Texten unter html:

        …Text…

        (Bitte die Lehrzeichen hinter und vor den „“ entfernen.

      • Hi Charly!
        Danke für den HTML-Tipp und die Versangabe!

        Man kann das auch einfach mal so stehen lassen und sich von der Phantasie verabschieden, das “und Jesus heilte alle Kranken” nicht unbedingt bei zum Teil tausenden Kranken wörtlich zu nehmen ist. Bei Petrus wird extra berichtet, dass Kranke auf Heilung hofften, auf die sein Schatten fiel (Apg 5:15), über Jesus wird uns das nicht berichtet. Das wäre aber rein logistisch oft notwendig gewesen. Also, warum wird uns über solche Phänomene bei Jesus nicht berichtet, bei Petrus aber schon?

        M.E. bedeutet „alle“ in der Bibel tatsächlich öfter auch „sehr viele“. Manchmal aber auch im Vollsinn „alle“. Wie wir das in einem Bibeltext sehen, ist natürlich Interpretationssache. Kann man so oder so auslegen, je nach Geschmack.
        Kannst Du die Sache mit dem „Schatten & Petrus“ noch mehr erläutern? Ich weiß nicht, ob ich Dich da richtig verstehe.

        Noch ein weiteres: Nachdem Jesus zum Himmel aufgefahren ist, nahmen die Wunder und Krankenheilungen durch die Apostel rapide ab.

        Das kann ich der Bibel nicht entnehmen. Wortwörtlich oder auch in der Bedeutung an sich steht das so nicht in der Bibel geschrieben. Es gibt nur das berühmte „Schweigen“ der Bibel, aus dem wir alles und nichts ziehen können.
        Es wird von einigen Wundern und Zeichen durch die Apostel und auch Nicht-Apostel berichtet.
        Aber der Fokus der Apostelgeschichte (und das ist ja dann die Grundlage für Berichte über das apostolische Geschehen nach der Himmelfahrt) ist eher der rote Faden, den der Heilige Geist in den Folgejahren nach Pfingsten webt. Es geht mehr um eine Gesamtübersicht in Sachen „Evangeliumsverbreitung“, schließlich mit einer Fokussierung auf den Apostel Paulus, während der Fokus der Evangelien ganz klar auf dem Messias liegt und dieser in all Seinen Facetten dargestellt werden soll.
        Also: Dass der Messias mehr oder intensivere Wunder und Zeichen getan hat als die Apostel, mag gut sein. Natürlich entspricht das der messianischen Autorität.
        Dass aber die Apostel zunehmend weniger Wunder und Zeichen getan hätten, ist ohne Schriftbeleg. Da in der Apg irgendwann nur noch das Wirken Gottes durch Paulus dargestellt wird, wissen wir nichts über das Wirken Gottes durch Petrus & Co. Aber von Paulus lesen wir immer wieder, dass durch ihn Heilungen geschehen sind, so dass er schließlich selber darauf baut, indem er schreibt, dass sein Dienst auf der Grundlage von Zeichen und Wundern geschehen ist (Römer 15, 18 f.). Klingt nicht nach einer Abnahme von Wundern/Heilungen.

        Volle Zustimmung. Doch tut man das, indem man lange Lehrkonstrukte entwickelt, warum das Ausbleiben der Heilung nur an dem Kranken selbst oder am mangelnden Glauben des Beters liegen könne?

        Deshalb war es mir wichtig, das zu Beginn des Artikels deutlich zu machen: Ich schreibe nicht zuerst aus seelsorgerlicher Perspektive. Ich will wissen, was zu diesem Thema in der Bibel steht. Dabei ist meine Erkenntnis nur Stückwerk, aber das hält uns ja nicht davon ab, munter über solche Erkenntnisse nachzudenken. 🙂
        Entsprechend sehe ich auch die Korrespondenz zwischen Paulus und dem schwachen Timotheus. Paulus tritt hier fürsorglich auf, als geistlicher Vater, und nicht unpersönlich lehrend. Hätten wir einen Kranken vor Augen, dann würden wir ihm auch nicht ein dickes Lehrwerk über Krankenheilung auf den Tisch legen, sondern ihm zuhören, für ihn beten und uns kümmern. Dennoch hat sich auch ein Paulus Gedanken über Gott gemacht und hat dies in seinen Briefen formuliert: Gottes Heilsplan, ethische Anweisungen, Gottes Sicht auf diese Welt usw. Manches wirkt systematisch, anderes rein seelsorgerlich. Daher sehe ich es nicht als verwerflich an, der Bibel hinsichtlich bestimmter Themen auf den Grund zu gehen.

        Solche Listen angeblicher Heilungshindernisse hinterlassen vor allem eine Botschaft: Wir/Ich bin es schuld, wenn Heilung nicht eintritt, also muss ich mich entweder mehr anstrengen oder ich bin es Gott nicht wert geheilt zu werden oder das Gott durch mein Gebet Andere heilt. So simpel, so destruktiv.

        Ich bin genauso gegen eine Vorverurteilung oder ein Schubladendenken. Mir hilft das nicht weiter und anderen auch nicht. Damit aber ein systematisches Nachdenken über die Bibel sein zu lassen, würde ich ebenso schlecht finden. Die Frage ist letztlich, wie man es verkündet und auch wie die anderen es aufnehmen. Dabei kann es Kommunikationsschwierigkeiten geben und manches kommt in den falschen Hals.
        Abgesehen davon ist es immerhin Botschaft der Bibel, dass wir Menschen wirklich schlecht und verloren sind. Wir sind schuld in Gottes Augen und benötigen die Erlösung durch Ihn. Bei aller Menschenfreundlichkeit muss das auch gesagt werden können, wenn manches an uns liegt, auch bei Krankheiten. Aber wie schon geschrieben, sehe ich die Ursache von ausbleibender Heiung nicht allein beim Menschen. Es kann geistliche Gründe geben, die außerhalb unserer Einflusssphäre sind. Seien es geistliche Kämpfe wie beim Propheten Daniel oder sei es die Spannung des Reiches Gottes zwischen jetzigen Heilungen und der Vergänglichkeit unseres Körpers. Deshalb hier nochmal mit aller freundlicher Deutlichkeit: Ja, es kann an uns liegen, weshalb Heilung ausbleibt. Aber es kann genauso andere Gründe haben, für die wir nichts können.

  4. Kannst Du die Sache mit dem “Schatten & Petrus” noch mehr erläutern? Ich weiß nicht, ob ich Dich da richtig verstehe.

    Wenn ich diese Bibelstelle richtig verstehe, kamen dort Menschen mit der Hoffnung, dass alleine schon durch den Schatten des Petrus im vorbeigehen Menschen geheilt würden. Keine Ahnung ob das jemals vorgekommen ist, es wäre jedenfalls eine Lösung, wie Massen von Menschen in überschaubarem Zeitaufwand geheilt werden könnten. Bei Jesus lesen wir immer, dass zur Heilung immer auch die pers. Begegnung mit Jesus notwendig war. Zumindest aber lesen wir keine andere Beschreibung.

    M.E. bedeutet “alle” in der Bibel tatsächlich öfter auch “sehr viele”. Manchmal aber auch im Vollsinn “alle”.

    Sprich: Selbst Jesus hat eben nicht immer alle geheilt!

    Dass aber die Apostel zunehmend weniger Wunder und Zeichen getan hätten, ist ohne Schriftbeleg.

    Es gibt aber auch keinen Schriftbeleg, dass sie auch nur annähernd so viele Zeichen und Wunder erlebt hätten, wie es bei Jesus war. Diese Auslegung geht nicht nur in eine Richtung 😉
    Nun, ich zähle einfach die Berichte und sehe mit Leichtigkeit den eklatanten Unterschied. Ich bin immer verwundert, wie bemüht dies oftmals negiert wird. Lese ich dann aufmerksam die Briefe, finde ich nichts von einer Anweisung durch Durchführung regelmäßiger Massenheilungen in Gottesdiensten. Wie das wohl kommt? Ob den Aposteln, die die Briefe schrieben ein angeblich so unglaublich wichtiges Teil der Evangeliumsverkündigung etwa gleichgültig war? Oder ist unsere Sicht darauf nur verschoben?
    Gegenfrage: Wenn es nicht so war, warum ist es dann nicht auch Heute noch so? Ok, und zack sind wir wieder an dem Punkt, dass göttliche Heilung von der frommen Leistung abhängig gemacht wird und nicht mehr allein von der Gnade Gottes. 😦
    Btw.: Die Fokussierung der Evangelien liegt nicht auf der Verkündigung eines Wunderdoktors, der durch Israel zog. Auch hier sind die Heilungen eine Randerscheinung.

    Entsprechend sehe ich auch die Korrespondenz zwischen Paulus und dem schwachen Timotheus. Paulus tritt hier fürsorglich auf, als geistlicher Vater, und nicht unpersönlich lehrend.

    Hmmm … und als geistlicher, in vielen Heilungen geübter Vater sorgt er nicht besser für eine schnelle Heilung mittels Gebet, stattdessen empfiehlt er Timotheus Wein? Wie passt das denn?

    Aber wie schon geschrieben, sehe ich die Ursache von ausbleibender Heiung nicht allein beim Menschen. Es kann geistliche Gründe geben, die außerhalb unserer Einflusssphäre sind. Seien es geistliche Kämpfe wie beim Propheten Daniel oder sei es die Spannung des Reiches Gottes zwischen jetzigen Heilungen und der Vergänglichkeit unseres Körpers. Deshalb hier nochmal mit aller freundlicher Deutlichkeit: Ja, es kann an uns liegen, weshalb Heilung ausbleibt. Aber es kann genauso andere Gründe haben, für die wir nichts können.

    Also für mich wirkt es so als könne es nach deiner Aufzählung nicht an der souveränen Entscheidung Gottes liegen, nicht zu heilen. Denn angeblich steht ja das Dogma felsenfest: Gott will heilen, Jeden und immer. Wenn die Heilung nicht eintrifft, liegt es an uns oder etwas anderem und genau das halte ich für falsch und sogar sehr bedenklich. Gottes Fokus liegt eben nicht primär auf der Instandhaltung des Vergänglichen – wozu auch unser Körper gehört. Hier wird Gottes liebevolle Zuwendung an einem sehr subjektiven Empfinden in Bezug auf unseren vergänglichen Leib festgemacht. So muss zwangsläufig die Verweigerung der Instandhaltung dieses vergänglichen Körpers als Liebesverweigerung gedeutet werden. Und genau das hat mit der Botschaft der Bibel nichts zu tun.

    Die Botschaft, dass Gott auch immer wieder körperliche Krankheiten heilt, hoffnungsvoll als Bestandteil dessen zu verkünden, was jetzt hier schon angebrochen ist, seine Vollendung aber erst noch finden wird, ist wesentlich besser, als Lehrkonstrukte aufzubauen, die sich mit der Frage beschäftigen, warum wir etwas von Gott nicht bekommen, was er uns tatsächlich garnicht für das Jetzt und Hier in der ganzen Fülle verheißen hat.
    Statt den Fokus auf die Krankheit und mögliche Hindernisse zu legen, sollte der Fokus auf den liebenden und sich mitteilenden Gott gelegt werden, der tatsächlich immer die Gemeinschaft mit uns sucht. Es geht nicht darum die richtigen Formeln und Riten zum Zweck einer Krankenheilung zu finden, sondern den Kranken in einen aktiven Dialog mit Gott zu führen. Das Vertrauen / den Glauben des Kranken zu stärken und ihn in diesem Dialog mit Gott zu stützen. Findet dieser Dialog / die Begegnung zwischen Gott und dem Kranken statt, ist Gott allemal fähig genug, diesem evtl. Heilungshindernisse selbst mitzuteilen, oder?
    Nicht zuletzt ist die gemeinsame, gemeindliche Fürbitte für die Kranken auch ein Mittel uns immer wieder bewusst zu machen, dass wir als Bedürftige vor Gott treten und nicht als perfekte Heilige. Und wenn ich eins gelernt habe, dann das, wie notwendig das tatsächlich ist!

  5. Hallo zusammen. Ich bin heute erst auf diesen Blog aufmerksam geworden. Gefällt mir sehr gut, muss ich sagen. Ein Lob an den Betreiber.

    Einen Gedanken möchte ich zum Thema Heilung und dass Jesus Christus auch mal welche nicht heilte, also „stehen ließ“, beitragen. Vielleicht ließ er diese Menschen „stehen“, weil er wusste, dass deren Hauptinteresse nicht Ihm und dem Erlöstwerden galt, sondern einzig und allein an der Heilung von ihren Krankheiten.

    Außerdem sollte durch die stattgefundenen Heilungen von Jesus Gott, der Vater, verherrlicht werden – was m. E. n. auch heute noch gilt und sein soll – und durch diese Wunder Menschen, die diese Heilungen sahen oder davon hörten, zum Glauben an Jesus Christus kamen. Weshalb es auch nicht nötig war (und ist), dass Jesus alle, also 100% der Kranken heilte. Zu Paulus sprach Er ja auch als Er ihn trotz dreimaligem Gebet nicht von diesem Stachel befreite „Lass dir an meiner Gnade genügen!“

    Es muss einfach mal in aller Deutlichkeit gesagt werden: Gesundheit ist mitnichten das höchste zu erstrebende Gut! Wünschenswert, ja, aber nicht das Wichtigste.

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