Ist das nur ein frommer Wunsch? Bitte antworten!

Ich brauche mal ein paar Meinungen und Gedanken von anderen. Deshalb schreibe ich das Folgende, damit man versteht, was ich meine:

„Liebe, die nach außen drängt!“
So hat sie es auf den Punkt gebracht. Fand ich gut. Passt.
Wir hatten einen Abschnitt in der Bibel gelesen: Apostelgeschichte 2,41 ff.

Da ist ja wirklich von beeindruckenden Dingen zu lesen:
3000 Menschen kommen an einem Tag zum Glauben an den Erlöser Jesus Christus.
Und dann treffen die sich jeden Tag: im jüdischen Tempel und in ihren Häusern.
Sie wollen mehr wissen von diesem Jesus. Und die Apostel erzählen den Leuten, was sie von Jesus gelernt haben. Beim gemeinsamen Essen erzählt man sich von den Tageserlebnissen. Und was für Geschichten da die Runde machen! Es wird von Heilungen erzählt. Von Befreiungen. Kaum hat man ein Stück Brot runtergeschluckt, kommt auch schon ein „Halleluja“ aus dem gleichen Mund. Zwischendurch berichtet ein anderer, dass er total dankbar für das Miteinander ist. Aber seit mehreren Jahren lebt er auf der Straße und das gemeinsame Essen hier ist zur Zeit seine einzige Versorgung. Die anderen hören betroffen zu. Dann meint einer: „Er ist unser Bruder durch Jesus Christus. Jesus hat gesagt, dass wir einander lieben sollen. Also, lasst uns ihm helfen!“ Und dann wird beraten und gebetet. Schließlich entscheiden sich einige dazu, geliebte Andenken und andere Sachen zu verkaufen. Davon kaufen sie dem Bruder ein kleines Häuschen. Wirklich klein. Bisschen schrottig sogar. Aber für ihn ist es wie ein Traum. Das erste Mal in seinem Leben hat er ein eigenes Dach über dem Kopf. Er ist so dankbar, dass er seitdem ständig den anderen hilft: beim Putzen, am Markttag, beim Umbau.
Und weiter treffen sie sich jeden Tag. Nicht jeder schafft es täglich. Es gibt etliche Angestellte und Sklaven unter den Gläubigen. Sie dürfen nicht einfach so weggehen. Auch manche Eltern müssen bei ihren Kindern bleiben… oder schleppen sie mal mit. Aber wer einen Gesamteindruck beschreiben will, muss dennoch sagen: „sie treffen sich täglich“.
Besonders die Zeit des gemeinsamen Gebets ist stark. Gott wird gelobt. Persönliche Bitten werden formuliert. Zwischendurch zitiert jemand einen Psalm. Es ist bunt. Manchmal leicht chaotisch, aber dann formt es sich wieder zu einer wunderschönen Symphonie.
Diese Menschen sind so von Gottes Liebe getrieben und so gefüllt von Gottes Kraft, dass es weitere Kreise zieht. Täglich kommen andere Menschen zum Glauben an Jesus Christus.

Nun – wer so etwas heutzutage liest, kann davon beeindruckt sein.
Wahlweise auch skeptisch. Ist das nicht christliche Romantik?
Gerne wird dann auf die vielen Probleme der Gemeinden im ersten Jahrhundert verwiesen: die haben sich auch gestritten. Apostel mussten eingreifen. Es gab Spannungen zwischen verschiedenen Volksgruppen in den Gemeinden. Manche Gemeinden sind Irrlehrern auf den Leim gegangen. Ja, es war nicht alles wunderbar!

Trotzdem bleibt Jesus bei Seinem Gebot: „Liebt einander! Liebt sogar Eure Feinde! So wird die Welt erkennen, dass Ihr meine Leute seid!“ (sinngemäß der Bibel entnommen)
Und auch die briefschreibenden Apostel blasen in das gleiche Horn: „Vergebt einander! Nehmt Rücksicht! Ohne Liebe ist der ganze Rest nichts wert! Gott hat uns zuerst geliebt… also liebt nun einander! Tut jedem Gutes! Betet füreinander!“
Sie geben einfach nicht auf.
Als hätten auch sie die Erfahrungen aus der Apostelgeschichte 2,41 ff. aufgesogen und als würden sie das nie wieder vergessen wollen.

Doch für mich ergeben sich Fragen:
Was heißt das für uns heute?
Miteinander nett sein.. das geht gut, wenn man sich einmal in der Woche für zwei Stunden sieht, am Sonntag-Morgen, und davon die meiste Zeit einem Prediger zuhört und zusammen singt.
Andererseits: ist es überhaupt möglich, sich täglich zu treffen? In einer Großstadt? Mit Schichtarbeitern? Mit Kranken? Mit Leuten, die zwei Jobs haben?
Und: Geht es überhaupt um das „Tägliche“?
Geht es nicht vielmehr um die Einstellung der Liebe, die von Gott kommt?
Natürlich!
Aber wie kann sie sich zeigen und bewähren, wenn man nur zwei-vier Stunden wöchentlich miteinander verbringt?
Allerdings kann ja auch die Gefahr eines christlichen Kuschelclubs entstehen, der ganz in sich gekehrt ist und für diese Welt völlig irrelevant ist.

Ich freue mich über Kommentare dazu!

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11 Gedanken zu „Ist das nur ein frommer Wunsch? Bitte antworten!

  1. Meine Gedanken:
    Deine Schilderung der Apg 2 halte ich so für pure fromme Phantasie – völlig abgehoben von der Realität. Ich glaube auch nicht im Ansatz, dass es damals in Jerusalem so war.

    Aber ich bin davon überzeugt, dass chr. Gemeinschaft durchaus sehr intensiv und karitativ geprägt sein kann. Aber dafür müssen wir die Gemeinschaft unter den Christen endlich aus diesen Zwangsgemeinschaften entlassen!
    Natürlich ist es möglich, dass Menschen sich täglich treffen. Faktisch geschieht das fortlaufend um uns herum. Wir müssen uns eher fragen, was wir falsch machen, wenn wir das nicht hinbekommen. Freunde treffen sich, Familie lebt miteinander, Arbeitskollegen sehen sich fast täglich, regelmäßige Begegnungen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Cafes oder Kantinen ….

    Wenn wir mal von den Arbeitskollegen absehen, so muss uns doch auffallen, dass Menschen sich vor allem mit anderen Menschen treffen, die ihnen sympathisch sind und mit denen sie Interessen teilen. Und was machen wir? Wir werfen Menschen völlig willkürlich in Gruppen und meinen, weil sie halt Christen sind, müssten sie sich alle ganz furchtbar lieb haben – was selten so ist. Wir stellen Programme und Strukturen auf, gestatten aber eigentlich nicht, dass sich ganz normale Beziehungen entwickeln können. Wir gestalten Programme, durchgeplant von der ersten bis zur letzten Minute. Wir geben den Menschen kaum Zeit sich wirklich kennenzulernen, Sympathien aufzubauen, Freundschaften zu entwickeln.

    Beim Karitativen ist es genauso. Zuerst berauben wir die Mitglieder unserer Gemeinden ihres Geldes, indem sie ihren Zehnten und ihre Spenden in Steine und Programme investieren sollen. Dann hauen wir ihre Zeit derart mit Programmen voll, dass sie keine weitere Zeit und Kraft dafür haben, sich Bedürftigen zuzuwenden.

    Seitdem meine Frau und ich unseren Zehnten nicht mehr in eine „Gemeinde“ pumpen, haben wir zig Menschen in echten Nöten helfen können. Seitdem wir uns nicht mehr in Programmen aufreiben, haben wir Zeit und Kraft, die wir Bedürftigen widmen können.

    Da bleibt dann auch immer noch Zeit und Muße, für einen gemütlichen Austausch mit Christen, die wir mögen und die auch uns mögen. Durch die Kontakte unserer Kontakte kommen selbstverständlich auch Begegnungen mit solchen zustande, die nicht so ganz sympathisch sind – Gemeinde halt, so wie sie sein sollte.

    • Danke für Deine Antwort!
      Wenn ich Dich richtig verstehe, dann ist das ein Plädoyer gegen (zuviel) Programme. Treffen sind toll, aber bitte nicht alles „von oben“ programmieren, sondern mehr Freiraum für das persönliche Engagement lassen. Richtig?

      • Ich gehe sogar soweit, dass ich darüber Nachdenke, ob unser programmorientiertes Leben als Gemeinde die wirkliche, natürliche – also so wie von Gott in uns angelegt – Gemeinschaftsentwicklung nicht nur behindert, sondern zu einem nicht unerheblichen Teil verhindert.
        Unsere Gemeindeversammlungen sind wild zusammengewürfelte Interessengruppen. Solche funktionieren, solange man damit in einem begrenzten Rahmen gemeinsame Interessen umsetzen will. Sie funktionieren halbwegs, solange man einen gewissen Programmdruck aufrecht erhält. Doch das Leben als Christ, ist weit mehr als alles das, was Die „Gemeinde“ wirklich anbieten oder ausfüllen kann. Hier braucht es natürlich wachsende Beziehungen, die in einem geeigneten Rahmen entstehen und sich entwickeln können.

        Wir sollten nicht über neue Strukturen nachdenken, wie Kommunitäten oder ähnliches. Wir sollten darüber nachdenken, wieviel Raum wir eigentlich für echte Gemeinschaftsbildung geben. Hierfür ist es weit wichtiger viel Zeit zum Reden und Begegnung zu haben, als gemeinsam einem festgelegten Ablauf zu folgen. Gemeinschaft wächst viel besser, wenn wir uns in unserem normalen Lebensumfeld begegnen, als in der Diaspora Gemeindegebäude.

        Dazu gäbe es viel zu sagen. Aber evtl. bekommst du eine Vorstellung von dem, was ich meine.

        Btw.: Apg 4 war eine sozialgesellschaftliche Ausnahmesituation. Jerusalem war ein besetztes Land und die Nation fieberte nach einer Befreiung davon. Sozialgesetze wurden von den Römern ausgesetzt, so dass die Gemeinde hier in einen großen Bedarf eintreten konnte und so ein hohes Ansehen in der Bevölkerung bekam. Bald setzte die Verfolgung durch das rel. Establishment und später auch durch die Römer ein.
        Vergleiche dies doch mit aktuellen Gemeinden in Ländern, wo Christen unter hohem Druck stehen. Auch dort bilden sich Gemeinschaften wie in Apg. 4. Doch verschwindet der Druck, schwindet auch die Verbindlichkeit unter den Menschen. Erinnere dich zB daran, wie die Gesellschaft im deutschen Osten sich nach dem Verschwinden der DDR und der Stasi etc. geändert hat.
        Hinzu kommt, dass Gott in dieser ersten Gemeinde am Ort ein vorbildhaftes Zeichen setzte. Und dennoch – nach geraumer Zeit war diese Apg 4 – Gemeinschaft pleite und bedurfte selbst finanzielle Hilfe. Recht bald gab es auch hier Streit auf allen Gebieten.

        Also bevor wir so hohe Ziele durch Strukturen und neue Programme erreichen wollen, warum nicht einfach mal den Weg gehen, den Gott bereits in praktisch allen Menschen angelegt hat und natürliche Beziehungsbildung positiv unterstützen und den nötigen Freiraum dafür bieten?

  2. Also als erstes Mal:

    Ich lese das mit Genuss, dass es das hervorbringt, was an der ersten Zeit der Gemeinde betont werden sollte. Gemeinschaft, Liebe zueinander, Einheit in der Erkenntnis, gegenseitige Hilfe und „sie hatten alle DInge gemeinsam“.
    Ich liebe es an diese Zeit zu denken und ziwschen den Zeilen zu schwelgen. GOTT war so nah und gegenwärtig. War? Ist ER das nicht mehr?
    „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ Römer 8,38-39
    Paulus ruft uns da auch in seiner Gewissheit zu, dass es nicht an GOTT liegt!!!

    Ich bin fest überzeugt, dass es möglich ist und „es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!!“
    Wie wäre es gleich jetzt anzufangen, Bedenken beiseite zu legen, alle wenns und abers aus dem Weg und mit Abenteuerlust zu entdecken, was GOTT denn wriklich meint, wenn ER von SEINER Braut spricht.

    Alle Personen hatten nach einer Begegnung mit dem lebendigen GOTT keine Chance mehr auf ein „normales“ Leben – auch wenn sie es versuchten (siehe Jona!)

    Ich kenne die inneren Vorbehalte, vielleicht auch Ängste. Aber GOTT in seiner vollkommenen Liebe treibt alle Angst aus.

    Seid geliebt!

    • Mich spricht dieser Text auch immer wieder an.. wie so viele andere Christen. Dann mache ich aber den Realitätscheck: Kinder zur Schule, Hausaufgaben, Beruf, zum Arzt, zu Behörden, Papierkram, Verwandtschaftsfeiern, mal Freunde treffen, bisschen Sport tut gut usw. Wen ich ehrlich bin – was ich immer versuche -, dann muss ich sagen: ich würde tägliche Treffen so nicht hinbekommen. Und auch die Art der Liebe hat ihre Grenzen. Nicht wegen Sympathie und so, sondern einfach von dem her, was ich leisten kann. Hinzu kommen Gemeindestrukturen, die es natürlich einfacher, aber auch schwerer machen können. Manchmal habe ich schon gedacht, dass es nur eine Art von Weg in einer Großstadt geben könnte. Und das wäre eine Art Kommune oder Straßengemeinschaft von Christen – mit Heiden zusammen. Gar nicht 10 km zum Gemeindehaus zu fahren, sondern vor Ort die Gemeinschaft entwickeln… dann kann man sich wirklich täglich sehen, zumindest auf der Straße. Dann sieht man eher mal, ob der Nachbar seine Post geleert hat oder ob er vielleicht Hilfe braucht… keine Ahnung, ist nur ein Gedanke…

  3. Es wäre mal interessant zu überlegen, was eigentlich geschehen ist zwischen dem Bild aus Apostelgeschichte 4 und der Notwendigkeit zur Ermahnung im Hebräerbrief: „Lasst uns unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist!“…oder dem Eifer, Paulus bis weit nach Mitternacht zuzuhören (er sprach! – das war keine Worshipmusik, die ja auch heute noch erstaunliche Massen zieht) und der Feststellung in Hebräer 5: „Ihr seid im Hören träge geworden!“ Liegt das wirklich an mehr oder weniger Struktur (Killerstrukturen gibt es sicher) oder sind da einfach Herzen müde geworden durch die Länge der Zeit, den Anpassungsdruck, Sünde, die sich eingeschlichen hat, und vor allem durch Rückkehr zur Gesetzlichkeit? Liebe, Gemeinsamkeit, Eifer, das Wort Gottes zu hören, Dienstbereitschaft, Demut,Transparenz und Herzensbuße – das gedeiht alles da, wo die Gnade groß und Jesus alles ist.

    • Hallo Ruth!
      Gute Frage: Was ist zwischen Apg und Hebr geschehen?
      Mit dieser Frage beleuchten wir auch ein ganz menschliches Geschehen, meine ich. Wie bei Verliebten: am Anfang ist alles rosarot, dann lernt man die Macken kennen und schließlich wird es zu einer Beziehung der Vergebung, des Wiederaufstehens, der Treue, des Trotzdem-Weitermachens… Liebe kann so reifen, aber ebenso können Bitterkeit und Scheidungen dazu kommen.
      Nach dieser Sichtweise bejahen wir natürlich das Geschehen in der Apg 2. Aber wir erklären es nicht zum Dauerzustand.

      Vielleicht müssen wir uns auch von einer wortwörtlichen Auslegung distanzieren. Vielleicht sind die Verse in Apg 2,42 ff. einfach eine sehr knappe Zusammenfassung. Ein Versuch, die Tendenzen dieser neuen Bewegung festzuhalten, ohne damit sagen zu wollen: So war es damals ständig ohne Ausnahme.

      Aktuell (Freitag, 27.06.2014 – Mittagszeit 🙂 ) gefällt mir diese Sichtweise:
      Apg 2,42 ff. ist eine komprimierte Darstellung. Es ist aber kein Ziel, das wir entsprechend erreichen müssen. Die Apg bleibt eine Beschreibung von dem, was der Heilige Geist getan hat. Damit ist kein „Kopier-Zwang“ entstanden. Kurzum: lasst uns das „Tägliche“ streichen. Es kann täglich sein, es muss aber nicht täglich sein.
      Dennoch bleiben die Aufforderungen Jesu und der Apostel: Liebt einander, vergebt einander usw.
      Ob dies dann bei wöchentlichen Treffen geschieht oder fünfmal die Woche, ob es bei einem sehr guten Telefonat ist oder via Brief, ob es mit 1-2 anderen zusammen ist oder mit 3000 Menschen… sei’s drum.

  4. Moin,

    ich kann deine Fragen diesbezüglich gut nachvollziehen, weil ich mir ganz ähnliche Fragen stelle. Ich denke persönlich, dass es fast wurscht ist welche Art und Form von christlicher Gemeinschaft wir letztlich haben, was zählt ist, dass wir diese Praxis der Liebe wirklich leben.

    Auf unsere Herzenshaltung zur Liebe, zur Wahrheit und zum Ansehen der Person kommt es an.

    Liebe und insbesondere die Gottesliebe wird heute sehr verklärt zu etwas was Gott nicht wirklich ist. Da wird nach Wundern gehascht und mit frommen Masken wird Gott zu einem übernatürlichen gütigen Onkel mit weißen wallenden Haaren gemacht. Aber so hatte sich Gott das nicht gedacht, die Liebe steht in enger Verbindung zur Wahrheit und zum Ansehen der Person.

    Wahrheit ist etwas sehr relatives und dehnbares und man kann mit der Bibel so ganz wunderbar manipulieren. Es geht daher immer um die biblische Wahrheit in unserem Herzen, und das ist sehr individuell. Was für den Einen richtig ist, ist für den Nächsten vollkommen irrelevant.

    Und weil wir Menschen so unvollkommen sind, beugen wir ganz oft diese Wahrheiten und kommen so zum Ansehen der Person. Darin steckt ein Beziehungsepos, wo es ganz besonders auf die Wahrheit in gelebter Liebe ankommt.

    Davon mal abgesehen, sehe ich im Zuge der wachsenden Endzeitphase, dass auch (freie) Gemeinden mehr und mehr vom Zeitgeist verschluckt werden.

    Fazit: gelebte Liebe hängt davon ab, in wie weit wir uns als Menschen zurücknehmen können und ohne Ansehen der Person, einfach nur der Not der Menschen begegnen können? Wieviel Unvollkommenheit erlauben wir und wie Opferbereit sind wir wirklich?

    Und das hängt nicht vom Zeitfaktor ab, sondern allein vom Willen es umzusetzen.

  5. @Ruth
    eine gute Frage und ich denke es liegt sehr viel daran, dass Gemeinde stetig unter Beschuss des Feindes steht, als Gemeinschaft wie auch als Einzelner. Dieser Feind arbeitet mit der Zeit, mit den Schwächen und mit Zermürbungstaktiken uvm.

    Wer kennt es nicht, dass er sich schonmal im Glauben verbraucht gefühlt hat? Zeitgleich machen wir oft eigene Kämpfe im Glauben durch und nicht selten kämpen wir auch mit unserem ganz normalen leben.

    Da kommt schon erheblich was zusammen, was eine Gemeinschaft reizbar und verführbar machen kann. Die große Kunst ist im Glauben wach (-sam) zu bleiben, so wie in dem Gleichnis der 10 Jungfrauen.

    Heutiger Glauben sagt uns ganz oft; Gott macht schon, vertraue nur, Gott liebt dich. Soweit ja auch nicht verkehrt, aber wer spricht noch über die Eigenverantwortung im Glauben?

    Ein stark vernachlässigter Punkt, der dazu führt das viele Christen orientierungslos bleiben, oder eben sogar keine wirkliche Geistige Reife erlangen und sich so im Glaubenskrieg untereinander ergehen.

    • ich denke es liegt sehr viel daran, dass Gemeinde stetig unter Beschuss des Feindes steht

      Also wenn ich mir die Gemeinden genau ansehe und die Dynamiken darin, wüsste ich grad nicht, wozu es dabei noch den Feind Gottes bedarf? Der Mensch ist sich selbst wirklich Feind genug, oder 😦

  6. Jepp Charly, es schwächelt und menschelt und da findet dieser Feind einen idealen Nährboden. was wohl u. a. auch daher kommt, dass die Beziehung zu Jesus falsch gelebt und nur allzuoft auch falsch verstanden wird.

    Wer aber hat die Wahrheit oder kann Wegweisung geben? Wie gehen wir selbst damit um? Denken wir an den Maßstab den wir anlegen, welcher auch an uns gelegt wird? So komme ich zu den Schluss, dass ich ohne Jesus nichts tun kann und letztlich nur den Platz ausfüllen kann, den er mir gibt.

    Und ich hoffe sehr, dass dies für Viele gilt, die ihren Platz finden und einnehmen. 🙂

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