Hauskirchen-Netzwerk Konstanz

Vor ziemlich langer Zeit hatte ich ein Telefoninterview mit einem der Leiter des Hauskirchen-Netzwerks Konstanz geführt. Hier folgt die von ihm überarbeitete Version (und vielen Dank für das Recht zur Veröffentlichung!):

„Als eine Gruppe von 5 Leuten – Freunde, die bereits langjährig versuchten, aufrichtig mit dem Herrn unterwegs zu sein, gemeindlich eingebunden, aktiv und hingegeben – erlebten wir Anfang der 2000‐er Jahre innerhalb des Gemeindesystems mehr und mehr die Grenzen desselbigen. Selbst leitend tätig wurde uns nach und nach deutlich, wie sehr hierarchische Gemeindestrukturen eine Kluft zwischen Volk und Leiterschaft verursachten und wie schwierig es war, vor allem echte, tiefe und dauerhafte Freundschaften gerade auch auf Leitungsebene zu leben. Hinzu kam, dass Sünde (Ehebruch, Lüge, Geldbetrug, Kriminalität usw.) in der Gemeinde Einzug hielt und diese buchstäblich auseinandernahm.
Es stellte sich also wirklich die Frage, wie der Satz in der Bibel wohl zu verstehen war, dass Jesus seine Gemeinde bauen will und die Pforten der Hölle diese nicht überwältigen würden.

In unserm Fall gab es zwei Möglichkeiten: Entweder diese Aussage der Bibel hatte keine Verlässlichkeit mehr und die Gemeinde war überwindbar durch die Finsternis, oder aber das, was wir bis dato Gemeinde genannt hatten, entsprach einfach nicht der Bauweise, die Jesus für seine Gemeinde vorgesehen hatte – eine Gemeinde, die die ganze ihr anvertraute Fülle, Herrlichkeit und Autorität zeigen würde, beziehungsfähig, voller Liebe, in Eintracht. Eine Gemeinde, die eben auch solchen Angriffen standhalten würde. Da wir die Wahrhaftigkeit der Bibel nicht aufgeben wollten, blieb also die grundlegende Frage zu beantworten: ‚Jesus, wie stellst du dir eigentlich deine Gemeinde vor, die du selbst baust?‘ Das war quasi der Beginn einer bis heute fortwährenden Reise – ein Abenteuer, diese wunderschöne und herrliche Gemeinde zu entdecken, wie Jesus sie sich erdacht hat, und diese hier auf die Erde zu bringen.

Zunächst aber führte es uns vor Ort ins Gebet und ins Flehen um mehr Verständnis. Eines war uns klar. Ganz gleich, was wir bisher an Grenzen innerhalb bestehender Gemeindesysteme erlebt hatten: Die Zukunft gehörte ganz sicher wiederum der Gemeinde. Gott hatte sich darin total klar festgelegt. Er würde seine Autorität und Regentschaft keinem andern Gefäß anvertrauen. Deswegen war es so, so wichtig begreifen zu lernen, wie Jesus seine Gemeinde tatsächlich sah und bauen wollte. Natürlich ging dieser Prozess (der im Übrigen ja immer noch anhält) mit dem Loslassen bisheriger Sichtweisen einher. Und das, obwohl man ja auch all die Jahre davor eigentlich genau so bestrebt war, Gott und seinen Willen zu suchen. Doch die vorrangig griechisch geprägte Gedankenwelt in sich selbst zu entlarven und Stück für Stück loszuwerden, stellte sich als echte Aufgabe heraus. Wenngleich die Entsorgung dieser nicht‐göttlichen Denkmuster bzw. Weltanschauungen für die Erneuerung des Sinnes zwingend notwendig war, um nicht gleichförmig dieser Welt zu bleiben, sondern überhaupt erst verwandelt werden zu können gemäß Römer 12 und den Willen Gottes zu checken. Wo war man bloß hingekommen mit der Idee einer kulturrelevanten Gemeinde? Hatte sie doch die Anpassung an das gesellschaftlich vorherrschende Mind‐Set zur Folge, anstelle der Etablierung eines eigenen Lichts aus der Kultur des Königreichs heraus. Deshalb war es für uns einerseits schon irgendwie desillusionierend, wie weit entfernt wir uns von den Sichtweisen Gottes wiederfanden. Andererseits war es aber auch unglaublich spannend, Gott da neu zuzuhören. Denn je mehr wir uns auszustrecken begannen nach den Sichtweisen Gottes, nach seinen Plänen und Designs für seine Gemeinde, desto mehr begann Gott darüber mitzuteilen.

Gott gab uns z.B. auf, uns als Freunde so oft es ging einfach so zu Hause zu treffen, inoffiziell, informell. Zusammen zu essen, Zeit miteinander zu verbringen, Herzen auszutauschen, sich einander auszusetzen, das Leben miteinander teilen zu lernen. Einfach so. Ohne Programm. Ohne Liturgie. Die Gemeinde musste zurück ins Leben. Alltäglich. Natürlich. Aber – und das war eben ein total wichtiger weiterer Punkt. Wir brauchten ebenso und noch viel mehr als bislang Verständnis über die übernatürliche Welt. Was bedeutete es, dass Gott uns mitauferweckt und mitsitzen hat lassen in den himmlischen Welten in Christus Jesus? Das Reich Gottes war ein geistliches Reich. Und dieses Reich wollte sich durch die Gemeinde manifestieren. Wie sollte sich die Gemeinde aber im Sichtbaren bewegen und vor allem regieren können, wenn sie keine Ahnung von der geistlichen Welt hatte? Deshalb war klar, wir mussten diese himmlischen Welten, die geistlichen Dimensionen des Reiches Gottes und dessen Herrschaftsstrukturen verstehen lernen, aus der heraus Jesus mit seiner Gemeinde zusammen auf Erden regieren wollte.

So und so ähnlich ging es uns mit vielen Themen, die der Heilige Geist nun über die Jahre hinweg am highlighten ist – eines nach dem andern. Und die Auseinandersetzung damit verändert persönliche Blickwinkel bzw. komplette Sichtweisen. Ein kleiner Ausschnitt:
‐ Wir müssen Gott zu suchen, und zwar nicht egoistisch nur für uns selbst oder die eigene Truppe, sondern für tatsächlich die Stadt bzw. Region, in der man lebt. Hört sich einfach an. Wenn Gott einem aber mal die eigene Motivation vor Augen führt, mit der man so loszieht, wird schnell klar, ob man tatsächlich bereit ist, für die Stadt das eigene Leben hinzulegen, oder ob man sie nicht doch lieber quasi melken will – um die eigenen Vision und persönliche geistliche Karriere zu verwirklichen. Think about it.

‐ Wir brauchen Verständnis darüber, dass Christus uns zur Freiheit befreit hat, damit kein Joch der Knechtschaft mehr auf uns liegt. Hier ist überhaupt erst das Know‐how von Freiheit zu entdecken. Wie wird man frei – und zwar gerade auch dann, wenn bereits ein jahrelanger christlicher Prozess vorausgegangen ist, dem Herrn nachzufolgen und ihm sein Leben anzuvertrauen, und man dennoch Punkte im persönlichen Leben hat, für die es bisher einfach keine Lösung zu geben scheint. Ganz zentral in diesem Zusammenhang offenbarte Gott uns z.B. das Abendmahl neu als Schlüssel für persönliche Freisetzung sowie ein Verständnis von geistlichen Orten der Gefangenschaften.

‐ Wir brauchen das prophetische Wort als Lampe, um überhaupt Licht sein zu können. Die prophetische Dimension in Verbindung mit der Kenntnis der geistlichen Welt sind absolute Voraussetzungen für eine Gemeinde, die im Sichtbaren etwas bewirken will. Es braucht Versammlungen, in denen dem Heiligen Geist Raum gegeben wird für das, was er der Gemeinde zu sagen hat. Was wir nicht mehr brauchen sind Meetings, in denen irgendwelche Thematiken besprochen werden, die man persönlich sinnvoll oder zeitgemäß findet oder in denen zuvor ausgearbeitete Programme abgespult werden.

‐ Die Kirche scheint sich insgesamt in einer Babylonischen Gefangenschaft zu befinden, von der bereits Luther im 16. Jahrhundert in seinem gleichnamigen Aufsatz schrieb. Da Babel gemäß Jesaja 51 aber nicht zu heilen ist, gilt es, aus Babel auszuziehen. Die Frage, die sich stellt: Welche persönlichen Anteile dieser geistlichen Herrschaftsstruktur Babylons trägt man in sich und müssen folgerichtig verlassen werden. Zuallererst geht es also um einen inwendigen Auszug aus Babel in uns.

‐ Korporative Gemeinschaft! Was bedeutet es tatsächlich, ein Herz, eine Seele und eines Geistes zu sein? Es geht hier nicht um Seelenklempnerei ohne Kraft. Die Welt wird Jesus nicht an dem Wachstum und Konzept einer modernen, angesagten Gemeindeform erkennen, sondern an der Liebe zueinander – wie Jesus es schon für seine Gemeinde gebetet hat. Das heißt, es braucht eine durchgängige Reife der Gläubigen und ihre Mündigkeit im Leib. Nicht nur 5 Leute, die sich auskennen und 500, die keinen Checker haben.

‐ Wir müssen weg von der Idee, Menschen zu sammeln, und stattdessen lernen, wie man ganze Nationen zu Jüngern macht. Es geht also nicht vorrangig darum, Gemeinden aufzubauen und darin vereinzelt Jünger heranzuziehen. Es gilt ganze Städte, Regionen und Nationen ins Herz aufzunehmen.

‐ Es braucht eine persönliche Öffnung zueinander über das bisher gelebte Maß hinaus. Wir müssen lernen, miteinander zu reden. Und zwar gerade auch über die verborgenen Dinge. Sünde einerseits, aber eben auch, was z.B. die verborgenen Erwartungen zueinander angeht. Die scheinbaren Verletzungen, das „sich angepisst fühlen“ vom andern. Wie können wir wirklich ehrlich zueinander werden und verlässlich. Wie streiten wir zum Guten und lernen dabei, umso mehr zusammenzuhalten? Wie können wir unterschiedlicher Meinung sein und Freunde bleiben? Diese Prozesse sind anstrengend und aufreibend. Auch bei uns umfangreicher und intensiver als angenommen. Aber sie haben tatsächlich zur Folge, dass Liebe und Vertrauen untereinander zunimmt. Überhaupt ist Vertrauen das wesentliche Schlüsselelement, das in den letzten Jahren mehr und mehr untereinander wächst. Es ist die Obergrundlage. Einander wirklich vertrauen zu können ist möglich – sogar innerhalb der Leiterschaft und da heutzutage ja auch besonders nötig.

‐ Wir haben Gott gesucht und entdeckt, dass die Gemeinde so wunderschön ist und so viel herrlicher ist als alles, was wir uns vorstellen können. Wir sind begeisterter denn je mitzuerleben, wie Jesus seine Gemeinde baut.

‐ Dabei ist es total wichtig, nicht per se auf vorgefertigte Strategien und Konzepte zu verweisen, auch nicht auf neue Modelle, wenngleich wir total davon überzeugt sind, dass die Bibel sehr wohl Zeugnis ablegt vom Blueprint der wahren Gemeinde. Im Vordergrund steht aber der Prozess, Schritt für Schritt umgestaltet zu werden, den Zustand des Unvollkommenen zu umarmen und ihn insofern auch als positiv zu entdecken, da die Perspektive die ist: Es geht von einem Maß an Kraft zum nächsten Maß an Kraft und von einer Dimension von Herrlichkeit zur nächsten Dimension von Herrlichkeit. Was wir Konstanzer Leuten mit auf den Weg geben, die wie wir Sehnsucht danach haben, dass Jesus seine Art von Gemeinde baut, die die Pforten der Hölle nicht überwältigen können:

‐ Es braucht Leute, die Jesus mehr liebhaben als alle ihre eigenen Ideen und Vorstellungen. Menschen, die bereit sind, ihre eigene Vision sterben zu lassen, und verstehen, dass sie es nicht alleine machen können. Ich muss mich mit andern zusammentun und den Herrn für meine Stadt zu suchen – nicht hierarchisch, sondern geschwisterlich.

‐ Es braucht einfach diese Sehnsucht sehen zu wollen, wie Jesus seine Gemeinde baut. Denn durch die Gemeinde manifestiert sein Königreich.

‐ Startet niemals etwas Neues aus dem Frust über das Alte heraus.

‐ Haltet Ausschau nach den „7000“, die wie bei Elia spüren, dass es so nicht weitergehen kann. Leute, die entschlossen sind, sich nicht mehr länger den kultivierten Nebengöttern zu beugen. Es braucht die Bündelung der Kräfte in einer Stadt. Macht euch auf die Suche nach ihnen und lotet aus, mit wem ihr zusammen vorwärtsgehen könnt.

‐ Hausgemeinden als Hausgemeinden selbst dürfen niemals auf lange Zeit unvernetzt bleiben. Natürlich will niemand irgendwelche religiöse Zeremonien abhalten. Es ist aber absolut notwendig, dass sich der Leib der Stadt versammelt – auch öffentlich. Zum einen muss den Mächten und Gewalten einer Stadt gepredigt werden. Zum andern müssen sich die Häuser versammeln, damit sie korporativ hören, was der Heilige Geist der Gemeinde der Stadt zu sagen hat. Nur so entsteht eine gemeinsame Sicht zur Stadt.

‐ Es geht nicht darum, den eigenen Kopf durchzusetzen, sondern sich auf einen Veränderungsprozess einzulassen und dabei Transparenz zu lernen. Dafür braucht es Lernbereitschaft. Was heißt es z.B. miteinander das Leben zu teilen, miteinander zu wohnen und auch zu wirtschaften? Was heißt Führerschaft in diesem Kontext?

‐ Es braucht kleine Einheiten: kleine Häuser, kleine Communities, kleine Businesseinheiten, die miteinander wirtschaften und auch konkret an etwas arbeiten. Das gehört alles zusammen. Es gibt keine Aufteilung in Gemeinde einerseits und Arbeitswelt auf der andern Seite.

‐ Der ganze Zusammenhang von Jesaja 60‐62 zeigt sich in völlig neuem Licht. Wir, seine Gemeinde, als Pflanzung Gottes verherrlichen ihn auf der Erde für alle sichtbar. Wir sollen die uralten Trümmerstätten wiederaufbauen. Gemeint ist damit unter anderem das Erbe der Generationen, die vor uns bereits Teile der göttlichen Ordnungen auf die Erde gebracht haben. In der Bodenseeregion so z.B. die iroschottischen Mönche, die im 7. Jahrhundert von Irland herunterwanderten und aus ihrem Lebensstil und ihrer Ausrichtung auf Gott heraus ganze Regionen urbar machten. Oder reformatorische Strömungen wie die eines Jan Hus‘, der bei uns für seine Überzeugung als Märtyrer starb. Und viele mehr.

‐ Wir erwarten und wir begehren wie Abraham eine Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist (Hebräer 11). Die Dimension dieses himmlischen Jerusalems muss auf die Erde kommen und sich durch die Gemeinde manifestieren, bis er Jerusalem macht zum Lobpreis auf Erden.

‐ Achtet auf eure Region! Es gibt apostolische Regionen. Wir denken nicht in einer Gemeindeform oder in einer Hauskirche oder in einer vernetzten Hauskirchenstruktur. Wir denken im Leib Jesu in einer Stadt und der zugeordneten Region. So wie z.B. Jesus die Sendschreiben eben auch an Städte als Ganzes geschrieben hat und auch die neutestamentlichen Briefe mehrheitlich an die Gemeinde der der jeweiligen Stadt bzw. Region gerichtet sind.

‐ Der Herr hat für seine Gemeinde definitiv Führerschaft vorgesehen. Pyramidale bzw. hierarchische Leitungsstrukturen sind allerdings ein Teil des Fluches, unter den sich die Kirche begeben hat. Es braucht Ältesten‐Teams, die in Städten denken. Diese Ältesten‐Teams müssen „geschmiedet“ werden. Sie existieren nicht per se. Es geht nicht um Titel oder Positionen, die man vergibt. Da müssen Herzen zusammengeschmiedet werden. Und gemäß Titusbrief gilt die Gemeinde eben erst dann als gegründet, wenn Älteste hin und her in den Städten eingesetzt worden sind. Diese Ältesten‐Teams tun den Hirtendienst (1. Petrusbrief‚ Apostelgeschichte 19), sie verstehen sich untereinander als gleichrangige Mitälteste und sind Führer und Aufseher. Darin braucht es dann außerdem Verständnis über die Grundlage der Apostel und Propheten. Wir müssen das Apostolische und das Prophetische erkunden. Allein mit Konzepten über Hausgemeinden, organic church, simple church oder Gebetshäuser usw. kommen wir nicht weiter. Wir brauchen das Original der Gemeinde, wie Jesus sie sich vorstellt. Und diese ist eben aufgebaut auf Grundlage von Apostel und Propheten gemäß Epheserbrief.

‐ Um nun überhaupt eine Ahnung dieser apostolisch‐prophetischen Grundlage zu bekommen, braucht es die Dimension von Lobpreis und die Möglichkeit, sich im übernatürlichen Raum bewegen zu lernen. Und parallel dazu müssen sich prophetisch und apostolisch begabte Leute in ihren Gaben entwickeln dürfen, inklusive der damit verbundenen Reinigungs‐ und Heiligungsprozesse. Das braucht Zeit. Diese Zeit muss man sich nehmen, damit diese Gaben lernen können zusammenzuarbeiten. Und daraus resultiert dann eben auch ein ganz anderes Verständnis von Führerschaft. Das wird einer der Schlüssel dafür sein, ob etwas Neues entstehen kann oder nicht. Was jedoch aus Rebellion oder Frust, aus Ablehnung des Alten und aus der Betrachtung Babylons geboren ist, aber keine Betrachtung des Königreiches hat, kann unmöglich zur herrlichen Gemeinde führen.

‐ Es braucht strategische Kriegsführung. Lernt, die Festungen, Throne und die Gewalten über einer Stadt im Gehorsam dem Heiligen Geist gegenüber gemeinsam anzugehen und die Atmosphäre in euren Städten zu verändern.

‐ Für alles, was man als Falsch erkennt, braucht es echte Alternativen, die wir in die Stadt reinbringen müssen. Da sind eben auch die eigenen kleinen Businesseinheiten gefragt und die Landwirte und die Schulen, und, und.

‐ Wir müssen als Gemeinden, die wir nicht aus organisierten, institutionalisierten Strukturen herauskommen, (z.B. Hausgemeinden, simple church, organic church) verstehen, das andere und speziell auch leitenden Leute aus etablierten Gemeindeformen uns oft als schwierig empfinden, weil man vermutet, dass Rebellion der Antrieb ist und dass solche Aufbrüche die Auflösung der Ordnung bedeutet. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir durch unsern Lebensstil und durch unsere Radikalität auf der einen Seite, aber eben auch durch unsere Liebe zum Leib auf der andern Seite deutlich machen, dass wir an den Ordnungen Gottes unbedingt interessiert sind. Aber es geht eben nicht um die Ordnungen, die wir uns selbst zurechtgezimmert haben. Eine wesentliche solche menschengemachte Festung der Finsternis gegen die wahre Gemeinde ist die Idee der Bischofskirche mit einem Hirten an der Spitze, die Ignatius von Antiochia, bereits 100 n.Chr. aufbrachte und die bis heute Bestand hat – obgleich nicht einmal Petrus eine solche Führerschaft postulierte, sondern sich immer als gleichrangiger Mitältester seiner Brüder sah. Der Herr will an den Punkt vor Ignatius von Antiochia zurück – nicht, um dort stehenzubleiben. Es geht nicht um eine Bewegung nur zurück zum Urchristentum. Sondern es geht weit darüber hinaus – hin zu dieser herrlichen Gemeinde, die Jesus sich erkauft hat.

Denn das ist unser Ausblick: Es geht um die Wiederherstellung aller Dinge und die Manifestation des Königreiches durch eine herrliche und heilige Gemeinde – Gottes Zelt bei den Menschen.

Meine Anmerkung:
Ob Hausgemeinde oder ein anderes Gemeindemodell: Entscheidend sind die Haltung und das gemeinsame Lernen. Das, was uns vom Hauskirchen-Netzwerk Konstanz berichtet wurde, schildert das gut. M.E. sind Hausgemeinden mit der richtigen Haltung tatsächlich der bessere Weg. Doch ohne diese Haltung haben auch die Hausgemeinden keine power.
Warum ich Hausgemeinden für wichtig halte?
Weil ich glaube, dass es diese Zellen braucht, um wirklich Veränderungen zu bewirken.
Die Idee der Kleingruppen arbeite ich ein wenig in der „Tribes-Reihe“ ab.
Eine Geschichte aus der nahen Zukunft. In einem System à la „Big Brother is Watching You!“. Was heißt es, dann Teil einer Zell-Struktur zu sein?
Hier und da gibt es in den Romanen christliche Anklänge.
Recht preiswert zu erhalten bei Thalia, Amazon und anderen.

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