Welchen Gemeindedienst soll ich tun? Teil 2

Wie kann oder soll ich mich in der, mit der, für die Gemeinde einbringen?
Das Wichtigste dabei ist die Liebe. Wenn ich aus eigener Anstrengung heraus handele, dann werde ich verkrampfen und kann durch Aktionismus sogar Schaden anrichten (Stichwort: Religiösität / Gesetzlichkeit). Deshalb steht zuerst immer das Wissen darum: „Durch Christus bin ich von Gott geliebt!“
Wer darum weiß, der beginnt, diese Liebe weiterzugeben. Das betrifft sämtliche Tätigkeiten, die es im Gemeindekontext geben kann und die keine besondere Begabung benötigen (s.a. Teil 1).
Wie auch in den Kommentaren zum ersten Teil deutlich gemacht, geht es nicht darum, lediglich ein Gemeindeprogramm am Leben zu halten. Es geht um eine Entscheidung: „Ich will anderen dienen!“

Es gibt aber noch eine Möglichkeit, sich für die Gemeinde einzubringen (und mit Hilfe dieser Klammerfunktion möchte ich ganz bewusst darauf hinweisen, dass man sich entsprechend für diese Welt, die Freunde, die Familie usw. einsetzen kann!). Diese Möglichkeit betrifft Dienste, zu denen man begabt und berufen ist.

Bei diesen Diensten bleibt die Grundlage dieselbe:
Durch Christus hat Gott mich von Sünde und Schuld erlöst und hat damit seine Liebe offenbart. In dem Wissen, dass ich geliebt von Gott bin, will ich auch ihn lieben, womit ich anfange, auch andere Menschen zu lieben (übrigens ein fundamentaler Unterschied zum Humanismus, in dem zwar auch andere Menschen geliebt werden sollen, aber im Christentum entspringt diese Liebe letztlich aus Gott und nicht aus meinen Begrenzungen).

Auf diesem Christus-Weg entdecke ich manche Fähigkeiten in mir und manche Wünsche.
In Römer 12,3 ff. sind einige solcher Fähigkeiten aufgelistet, ebenso in 1.Korinther 12. Nach meiner Erkenntnis handelt es sich dabei um sehr wesentliche Fähigkeiten, die besonders nützlich für den Leib Jesu (die Gemeinde) sind. Dennoch existieren m.E. auch weitere, ungeschriebene Gaben (ich denke da an einen jungen Mann, der viel technisches Verständnis hat und der Gemeinde damit hilft oder an eine andere Person, die künstlerisch begabt ist und damit viele Menschen ermutigt und Freude bereitet). Das ist also eine Frage: Welche Fähigkeiten hast du? Was fällt dir besonders leicht? Was machst du gerne? Wie könntest du das für andere einsetzen?
Unsere Gaben sind uns von Gott gegeben und sie sollen anderen Menschen helfen. Unter anderem ist das aus dem Gleichnis Jesu von den anvertrauten Geldstücken zu erkennen (Lukas 19,11 ff.): Setze deine Gaben ein und verbuddle sie nicht!

Wie kannst du deine Fähigkeiten entdecken?
– Probiere es aus! Werde aktiv! Beim Tun kannst du leichter sehen, was du kannst und woran du Freude hast!
– Frage erfahrene Christen, denen du vertraust! Was sehen sie bei dir? Was trauen sie dir zu?
– Frage gute Freunde und Verwandte, die dich besonders gut kennen! Welche Stärken sehen sie bei dir?
– Und natürlich: Bitte Gott! Bitte ihn um Weisheit und Klarheit! Er wird sie dir geben! Bedenke auch: Du darfst Gott auch um Gaben bitten, die du bisher nicht hast! Strebe eifrig danach (1.Korinther 14,1)!
– Bearbeite 1-2 Gabentests! Es gibt viele Versuche, via Testverfahren die Gaben eines Menschen zu entdecken. Diese Tests sind nicht der Weisheit letzter Schluss und man steht immer in der Gefahr, die eigenen Wünsche in die Antworten zu projizieren. Dennoch ist es ein Versuch wert. Hier ein paar Möglichkeiten:
Gabentest von Campus für Christus
Cyberspace Ministries
3 Color World (selber noch nicht durchgeführt)
Churchgrowth (auf Englisch)

– Fortsetzung folgt –

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