„Jetzt wird alles einfach!“

„Jetzt wird alles einfach!“
So kann man denken, wenn man frisch zum Glauben an Jesus kommt. So kann man auch denken, wenn man sich bestimmte Gebetserhörungen von Gott wünscht. „Wenn dieses oder jenes eintreten würde, DANN…!“

Fraglos wird manches einfacher oder besser, wenn man Jesus nachfolgt oder wenn Gott bestimmte Gebete erhört. Doch wenn Gott Gutes gibt, dann hat das nicht das Verschwinden von Verantwortung und Aktion zur Folge.

Gott hatte den Israeliten ein eigenes Land versprochen. Nach langer, langer Zeit kamen sie endlich in dieses Land hinein. Für sie war es das Land, in dem Milch und Honig fließen. Als sie die ersten Schritte auf das Land wagten, haben das vielleicht gedacht: „Endlich sind wir zuhause! Endlich wird alles gut!“ Eine nachvollziehbare Gemütslage, wenn man 40 Jahre lang Wüstenwanderer war.

Doch dann stand da eine Festung der Gegner: Jericho (Josua 6). Mauern mit ca. 6 Meter Höhe und Wachtürme mit 13-15 Metern. Eine befestigte Stadt, die so groß wie ca. 7 Fußballfelder war. Wenn man es gewöhnt ist, den weiten Horizont zu sehen und dann vor so einer unverrückbaren Festung steht, dann kann die Laune ganz schnell in den Keller sinken. Und die Israeliten mussten feststellen: Ja, Gott gibt Gutes!
Aber das Gute muss auch ergriffen werden!

Es scheint ein Prinzip Gottes zu sein, dass Er Gutes gibt, aber wir deshalb nicht frei von Verantwortung oder eigenen Aktionen sind. Oder verkürzt gesagt: Gott gibt Gutes – Mach‘ was damit!

Als Gott die Menschen schuf, gab Er ihnen alles, was sie zum Leben brauchten. Zugleich sollten sie die Erde behüten.
Abraham bekam von Gott die Zusage, in ein neues Land zu kommen und viele Nachfahren zu haben. Tatsächlich erfüllte sich das. Aber Abraham musste dafür loswandern und etliche Abenteuer bestehen.
Oder eben die Israeliten, die das verheißene Land eines Tages ihr Eigen nennen konnten. Aber sie mussten Jericho umkreisen und einnehmen.

So ist auch den Jesus-Nachfolgern zugesagt, dass sie mit allen himmlischen Reichtümer durch Christus gesegnet sind (ewiges Leben, Vergebung, Versöhnung mit Gott, innerer Friede, neue Identität als Kind Gottes, frei von der Macht der Sünde und Finsternis usw.). Zugleich wird gesagt: Steht nun fest! Setzt die geistlichen Waffen ein, um diesen Segen erlebbar wirksam werden zu lassen! (Epheser 6,10 ff.)

Jesus nachzufolgen heißt:
Es wird einfacher und besser!
Dein Versagen wird vergeben.
Deine Todesangst wird ersetzt durch eine ewige Hoffnung.
Deine Einsamkeit weicht und du weißt dich von Gott umgeben.
Deine Sinnsuche hat ein Ende und nun bist du gewiss.
Deine Sehnsucht nach Anerkennung wird gestillt durch Gottes Liebe.
Vieles Abstrampeln, Suchen, Rufen und Quälen hört mit Christus auf!
Der himmlische Vater versorgt dich!
Vieles wird einfacher und besser!

Jesus nachzufolgen heißt:
Das Gute muss ergriffen werden.
Es muss erbeten werden.
Es muss gewollt sein.
Es muss verteidigt werden.
Gott gibt – aber wir stehen dann ebenso in Verantwortung.
Vieles wird herausfordernder und völlig anders!

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