Wie leite ich einen Hauskreis?

Die Gemeinde im Neuen Testament hat sich regelmäßig in Privathäusern getroffen. Das ist vergleichbar mit heutigen Kleingruppen in den Gemeinden, wie z.B. Hauskreisen. Ich habe mittlerweile viele Hauskreise erlebt und kenne die guten wie die eher mäßigen Seiten.

Aber eine grundlegende Frage ist die: Warum gibt es überhaupt Hauskreise/Gemeindegruppen?
Klar ist, dass diese Gruppen keinen Selbstzweck haben. Es geht nicht nur um den „Kuschelverein“ oder das Schaffen eines christlichen „Ghettos“. Stattdessen geht es darum, dass auch diese Gruppen in eine Mission eingespannt sind. Und diese Mission heißt: Mache die Welt mit der Liebe Gottes, die in Jesus Christus deutlich wurde, bekannt!
Hauskreise sollten in diese Mission eingebettet sein oder sie sind nutzlos.
Das heißt nicht, dass es nicht auch Zeit und Raum dafür geben sollte, einfach mal abzuhängen, es sich gut gehen zu lassen und sich auch mal in das vertraute „Kuschelghetto“ zurückzuziehen. Schließlich haben wir genügend Herausforderungen zu meistern und brauchen auch Platz, um das kommunizieren zu können. Doch wenn wir dabei bleiben, dann haben wir den Tod im Topf. Hauskreise sind vielmehr Auftank- und Trainingszeiten, damit wir lernen, in der Liebe Gottes zu leben und darin zu bleiben.

Unsere Hauskreise und Gemeindegruppen sollen den Kurs finden. Deshalb stelle ich eine hilfreiche Kleingruppen-Struktur vor. Beachtlich sind vor allem diese Elemente: Rechenschaft und Übung.

Mehr dazu in diesem Video:

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6 Gedanken zu „Wie leite ich einen Hauskreis?

  1. Oha, ist die Gemeinde nun doch nicht mehr Familie Gottes, sondern Projektgruppe Gemeindebau? Kleingruppen, die auf organischen Prinzipien basieren sind also nicht gut genug oder ausreichend? Irgendwie lese ich das in der Bibel aber anders. Da finde ich eigentlich nichts von solchen Projektgruppen, wie du sie hier beschreibst. Oder?
    Dirk, es haben sich schon viel zu viele Gemeinden im Machertum verlaufen und vergessen, das Gemeinschaft auf dem Weg der Bibel viel mehr meint, als ein Arbeitsteam / Trainingsgruppe jemals sein kann.

    Klar ja, man kann leicht im Kuschelklub versacken und sich darin vor der Welt verstecken. Die Treffen in Kleingruppen dann aber auf eine Projektgruppe zu reduzieren, scheint mir auch nicht die Antwort zu sein.

    Du redest hier viel von der Liebe. Doch wenn wir hinschauen, wieviel Liebe wird tatsächlich untereinander gelebt? Also nicht theoretisch oder im Rahmen von Treffen. Liebe bewährt sich eigentlich erst dann, wenn Jemand Hinwendung über die Regeltreffen hinaus benötigt. Wie selbstverständlich wird das gelebt? In Gemeinden wird so oft von der Wichtigkeit der Liebe geredet – nur gelebt wird sie nicht 😦

    Die drei Elemente, die du aufzählst, wirken zum einen wie Gottesdienst im Wohnzimmer. Zum anderen wie eine therapeutische Selbsthilfegruppe. Das Erste können wir doch Sonntags haben. Das zweite, gehört das tatsächlich für jeden Christen in das regelmäßige Gemeindeleben?

    ZB Rechenschaft werde ich ganz bestimmt nicht gegenüber einer Gruppe abgeben. Das tue ich Menschen gegenüber, die sich mein Vertrauen dazu verdient haben. Wird hier Rechenschaft nicht mit Ermutigung verwechselt?

    Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich habe das alles selbst durch. Alles das über viele Jahre gelebt und auch gelehrt. Heute aber erkenne ich, dass dies meist nur schwache Krücken sind, gegenüber dem, wozu Gott uns anleiten will. Diese Elemente oder Strukturen haben sicherlich auch ihren Platz und sind gut und notwendig. Aber sie können die echte Basis nicht ersetzen.
    Das, was ich heute suche, ist echte, tragfähige Gemeinschaft, die auch nach Außen hin ansteckend ist. Gelebte Gemeinschaft, die offen ist für Andere. Und vor allem: Gemeinschaft die nicht durch Programme oder Zielsetzungen erstickt wird.

  2. Krieg‘ das hier nicht in den falschen Hals. Mit diesem Beitrag ist nicht gesagt, dass wir uns nicht darüber hinaus treffen und helfen sollen! Ich habe keine vollständige Abhandlung über das Gemeindeleben vorgetragen. 🙂

    Wie geschrieben, sehe ich ja durchaus den Bedarf daran, einander zu stützen und auch einfach mal auftanken zu können, ohne ständig leisten zu müssen. Doch alle Gruppen, die sich darauf konzentriert haben, sind nach meinen bisherigen Erfahrungen tatsächlich eingeschlafen. Das heißt nicht, dass es sich hier um Projektgruppen handelt. Es handelt sich um Gemeinschaften der Jünger Jesu. Und diese haben einen Auftrag in dieser Welt. Gemeinden bzw. Hauskreise, die das nur im Kopf wissen, aber nicht auch in ihrer DNA haben, sind relativ fruchtlos. Das Behandeln dieses Auftrages passiert aber selten zufällig oder weil wir alle so tolle Christen wären. Das muss gewollt und umgesetzt sein und das finde ich in vielen Gruppen eher selten bis gar nicht.

    Ich bin skeptisch gegenüber „planlosen“ Treffen. Ich bin auch skeptisch gegenüber vollgeplanten Treffen. Inhalt und Struktur sind keine Todfeinde, sondern können sich beidseitig beeinflussen. Im besten Fall dient die Form dem Inhalt. Nach meiner Erfahrung gibt es immer irgendwelche Agenden, wenn Menschen sich treffen. Leitung ist m.E. dafür da, um einen hilfreichen Rahmen zu stecken und nicht irgendwelche Machtspiele aufkommen zu lassen. Erst vor kurzem wieder habe ich von einem Hauskreis gehört, in dem sich die Teilnehmer zumeist um sich selbst und ihre Probleme drehen und es sich seit langer Zeit nichts daran ändert. Das zermürbt irgendwann, demotiviert, zieht runter und wird dazu führen, dass der Kreis einschläft. Grundprobleme dieser Truppe sind u.a.: es gibt niemanden, der leitet und der Sinn dieser Treffen wurde nicht wirklich hinterfragt und geklärt.
    Dabei verstehe „Leitung“ bitte nicht im dominanten Sinne. Ich leite z.B. eher begleitend, gebe viel Freiraum, lasse die Gruppe machen, ziehe andere heran, damit sie Verantwortung übernehmen und ziehe mich dann auch zurück, um Leitung an andere freizugeben. Dennoch gibt es im Gemeindeleben Situationen, in denen jemand den Kopf hinhalten muss. Leitung verstehe ich also mehr im dienenden Sinne.

    Wenn jemand einen Hauskreis leiten will und sich fragt, wie das geht, dann kann dieses Video eine Hilfe sein. Dabei kann es genügend Situationen geben, in denen von der Grundstruktur abgewichen werden sollte. Wenn jemand stark leidet, werde ich nicht das Übliche durchziehen, sondern dem Leidenden Zeit und Raum geben, damit er gestützt werden kann. Aber ich hoffe, dass das klar ist, dass ich hier nur eine Grundstruktur darstelle und nicht jede denkbare Lebenssituation behandle.

    Wir sollen einander helfen… ganz praktisch Nächstenliebe üben, um Gott damit zu ehren, uns zu ermutigen und für unseren Dienst in der Welt ausgerüstet zu werden. Das hat mit einem Macher-Tun wenig zu tun. Deshalb habe ich zu Beginn die Liebe des himmlischen Vaters so betont. Denn wenn wir in der Liebe des Vaters leben, dann werden wir unbedingt etwas für diese Welt und füreinander machen wollen. Eine untätige Liebe gibt es nicht. Fraglos gibt es die Risiken des Aktionismus, ebenso wie die Risiken des Einschlafens. Die Schlussfolgerung kann aus meiner Sicht nur sein, einander zu helfen, um mit Gott zu leben, Jesus zu folgen und in dieser Welt zu dienen. Hauskreise sind dafür eine gute Möglichkeit.

    Natürlich muss niemand öffentlich Rechenschaft abgeben. Wäre ja lieblos. Aber nachfragen, wie etwas gelaufen ist, finde ich völlig in Ordnung und hilfreich. Wenn mir jemand sagt, er möchte demnächst seinem Nachbarn helfen und ich frage beim nächsten Treffen nach, dann kann das Ausdruck von Liebe sein und macht deutlich, dass wir hier eben nicht nur Kopfwissen ansammeln, sondern am echten Leben interessiert sind. Du kannst es auch gerne Ermutigung nennen. Das Wort „Rechenschaft“ klingt für uns ja oft so böse, dabei denke ich, dass es auf die Grundhaltung ankommt: will ich lieben und damit auch ermutigen oder will ich abprüfen und fromme Noten verteilen?

    Und schließlich das „Einüben“ des Gehörten… daraus kann man eine Regel machen, die versklavt. Aber nach meiner Erfahrung ist es eher so, dass stets viel Wissen angesammelt wird, viel diskutiert wird… aber es kommt wenig bei rum. Wir haben mehr Gesprächsclubs statt Trainingstreffen. Wenn also öfter Trainingselemente hinzugefügt werden, dann schadet uns das sicher nicht, sondern ist gelebte Jüngerschaft und ein „Jüngermachen“.

    • Grundprobleme dieser Truppe sind u.a.: es gibt niemanden, der leitet und der Sinn dieser Treffen wurde nicht wirklich hinterfragt und geklärt.

      Oder evtl. doch eher, dass diese Gruppen nicht wirklich gewachsen, sondern künstlich konstituiert wurden? Kranken nicht überhaupt die Gemeindegruppen daran, dass sie sich künstlich zusammenstellen und nicht wirklich durch Beziehungsbildung wachsen?

      Denn wenn wir in der Liebe des Vaters leben, dann werden wir unbedingt etwas für diese Welt und füreinander machen wollen.

      Da stimme ich dir absolut zu. Doch in wie weit kann das durch Gruppen tatsächlich gefördert werden? Durch Training oder eher doch durch Erfahrung?

      Ich gebe zu, ich bin enorm ernüchtert, was u.a. auch Hauskreise betrifft. Dabei habe ich in meinem Wohnzimmer 12 Jahre einen HK erlebt, der tatsächlich mehr auf gelebte Beziehungen basierte, als auf Programm. Das war schon toll und hat enorm zum geist. Wachstum beigetragen. Aber der war eben gewachsen und nicht „verordnet“. Unser HK war immerhin eine Enklave der Gemeinde, rnd 50km von der Muttergemeinde entfernt. Aber was ich sonst so alles erlebt habe und all die Ansätze Hauskreise in der Gemeinde zu etablieren, zu trainieren, etc. 😦 Eben alles Mögliche, Gutes und Schlechtes, aber alles eher gemacht und ohne Geduld auf organisches Wachstum.

      Von daher, wenn ich diese Aufgabenstellung angehen würde, die du hier angehst, würde ich Christen als erstes ermutigen, andere Christen immer wieder zu sich zum Essen, zum Kaffee, zum grillen, zum feiern und was sonst noch alles einzuladen. Dann den nächsten Schritt: lade bewusst Nichtchristen dazu ein.
      Programm? Kann, ab und an, muss nicht. Das gehört eher in Arbeitsgruppen und dort passt es dann auch.
      Gemeinsames Gebet, reden über das Wort Gottes, Lobpreis, evang. Aktionen, können und sollten sich aus dem gemeinsamen Bedürfnis, aus dem gemeinsamen Bestreben ergeben und nicht übergeordneter Zweck sein.

      Aber du glaubst nicht, wie schwer es sich Christen damit tun, einfach immer wieder andere Christen zum Essen etc. einzuladen. Gemeinschaft zu pflegen, ohne dass ihnen ein Programm oder ein übergeordneter Zweck an die Hand gegeben wird. Traurig, wirklich traurig 😦

      • Zu der genannten Beispielgruppe:
        Die ist relativ natürlich zusammengekommen. Die Beteiligten kannten sich schon länger und beschlossen einfach, sich nun regelmäßiger an einem bestimmten Tag zu treffen. D.h. es gab vorher schon gute Beziehungen, die nun aber auf regelmäßiger Basis gefördert werden sollten. Also, kein Beschluss von oben! 🙂

        Zu lernen, in der Liebe Gottes zu leben, ist m.E. beides: Beziehung UND Training. Das eine schließt das andere nicht aus. Im Grunde besteht ja sogar eine gegenseitige Bedingung: ohne vertrauensvolle Beziehung funktioniert ein Training nicht. Und ohne Training kommt eine Beziehung auch kaum weiter. Ich glaube, es ist wichtig festzuhalten, dass das Training nicht alllzu technisch verstanden werden sollte. Es geht ja nicht um ein Sportlertraining oder Verkaufstraining. Wenn ich einem kleinen Kind erkläre, dass es nicht hilfreich ist, auf andere einzuschlagen und dass es besser ist, Worte zu finden, dann ist das ein Training, auch, wenn ich das nicht so nenne. Aber ich erkläre dem Kind etwas und suche Wege, damit es das versteht und demnächst anwenden kann. Wenn dann nochmal ein Konflikt in der Schule hochkommt, frage ich nach, wie es sich verhalten hat, was schwer war und was gut ging. Damit das Kind ehrlich antwortet, brauche ich eine vertrauensvolle Beziehung. So kann ich den Kind helfen, in anderen Beziehungen zu wachsen. Bezogen auf Hauskreise: es hilft m.E. nur wenig, wenn wir zig Bibelstellen über die Liebe lesen und darüber reden. Es muss zur Frage kommen: Was heißt das nun für deinen Alltag? Und schon startet das Training. Klar, das kann nicht allein am grünen Tisch umgesetzt werden. Die Erfahrung im Alltag muss dazu kommen. Aber dazu sollte es ja den Hauskreis geben: damit wir zusammen lernen.

        Deinen Vorschlag, einfach Leute einzuladen, ob Christen oder nicht, finde ich gut. Doch selbst da plane ich ja: ich setze einen Termin fest und eine Uhrzeit, ab wann es losgeht. Ich schaue, ob es Getränke gibt oder was zum Essen bzw. bitte andere, dafür zu sorgen. Ich weiß vielleicht auch vorher schon, dass mein Kind um 20:00 Uhr im Bett sein muss und ich daher nicht bis in die Puppen machen kann. Alles Planerei und nicht nur Geistesfluss.
        Ich bin mir unsicher, ob so ein Treffen mehr Jesus-Inhalt bekommt, wenn man einfach abwartet, was die Gruppe so mitbringt. Es braucht immer jemanden, der dann sagt: „Wollen wir mal dafür beten?“ Oder: „Kommt, wir singen jetzt ein paar Lieder zu Gott!“… Aus meiner Erfahrung gibt es etliche Christen, die darauf warten, dass jemand die Initiative ergreift und sie zu Jesus hin anleitet. Und das ist auch völlig okay so. Es gibt Christen, die einen Hirtendienst haben oder einen apostolischen Dienst haben. Das sind leitende Aufgaben. Die sind nicht besser als andere Fähigkeiten und Dienste, aber oft in solchen Gruppenmomenten relevant.
        In unserer Gemeinde gibt es alle zwei Wochen ein Treffen, in dem gebetet wird, Gott gelobt wird, es Stille gibt, Bibelworte werden vorgelesen oder es wird Bericht von Gottes Eingreifen gegeben. Es ist relativ offen gehalten. Es gibt keine Agenda außer der: Wir wollen miteinander Gott begegnen. Nun gut, wir spielen dabei nicht Mikado oder gucken uns „Stirb langsam“ an. Unsere Mittel sind schon konzentriert christlich. Aber auch hier braucht es jemanden, der zu Beginn begrüßt, die ersten „Schritte“ geht und dann den anderen Raum gibt, um sich ebenso einzubringen. Bei alledem gibt es einen übergeordneten Zweck: Gott begegnen, durch Ihn angesprochen zu werden, um in Seiner Kraft und mit Seiner Weisung in die nächsten Tage starten zu können. Es geht nicht um christliche Wellness oder Sensation. Gott möge uns zutiefst begegnen! Ohne Ihn werden alle meine anderen Aktionen fade und saugen Kraft statt eine segnende Wirkung zu entfalten.
        Sich darüber hinaus zu treffen, um miteinander zu essen und zu reden, ist unbenommen und manche handhaben es auch so. Doch auch dort ist die erste Verbundenheit nicht nur die Sympathie, sondern die Verbindung durch Jesus.

        Unsere Herausforderung ist einfach die: wir haben unterschiedlichste Lebensrythmen, z.T. durch die Arbeitstellen bedingt. Es gibt unterschiedlichste Lebenssituationen: vom Single-Senior, über die Familie mit Schulkindern oder dem Baby, über den Manager, der 24 Stunden in der Firma verbringen könnte. Es gibt zeitlich nur wenig gemeinsame Nenner. Es wird immer nur ein Ausschnitt der Gemeinde erreicht. Die einen können am Vormittag gut, die anderen eher am Abend. Manche können 2-3 pro Woche, die anderen gerade mal einmal die Woche. Die einen lieben Beziehungen und gehen darin auf, wenn viele Menschen zusammen sind. Und die anderen können nur das 1:1 Gespräch genießen und alles andere ist für sie total anstrengend. Die einen sind geistlich gereift und kommen grundsätzlich in einer dienenden Gesinnung zusammen. Und die andere kauen seit Jahren auf den gleichen Problemen herum und sehen sich abhängig von anderen Hilfeleistungen. Ich erfahre das alles als sehr heterogen und es ist schon eine Leistung, wenn sich die meisten einmal die Woche am Sonntag begegnen. Darauf zu warten, dass sich quasi von alleine etwas zu Jesus hin bewegt, halte ich für schwierig. M.E. gibt es daher bestimmte Gaben, durch die eine Gruppe zu Jesus hin geleitet wird. Das sehe ich dann auch nicht als künstlich an, sondern als Einsatz dieser Gaben. Das gilt m.E. auch für die Vermittlung der Perspektive Jesu: es ist Sein absoluter Herzenswunsch, dass möglichst viele Menschen in den Frieden mit Gott kommen. Dafür hat Er Sein Leben gegeben. Die Christen wissen das alles. Aber dort, wo Gruppen diese Perspektive nicht auch bewusst reinnehmen, da reicht es oft nur zum „Kuschelclub“. Und das ist zu wenig in Anbetracht der leidenschaftlichen Liebe Gottes für diese Welt.

        So long, Bruder und danke für’s Mitdenken und Hinterfragen! 😉

  3. Aus meiner Erfahrung gibt es etliche Christen, die darauf warten, dass jemand die Initiative ergreift und sie zu Jesus hin anleitet.

    Nennt man das (etwas sarkastisch) Konditionierung? Ist das nict zuletzt das Ergebnis der traditionellen Kirchen und Gemeindekultur? Was hat denn der Ausdruck des Wunsches nach gemeinschaftlichen Gebet mit Hirtenbefähigung zu tun? Kann das nicht jeder Christ, der sich in der Gruppe dazu geborgen genug empfindet?

    Das was wir hier brauchen, sind keine Hirten, Apostel oder sonstwas, sondern einfach Väter und Mütter in Christo. Man sollte manches einfach nicht so hoch hängen. Meinst du nicht? 🙂

    Immer gerne 🙂

    • Ja, klar – das kann Konditionierung sein! Bei manchen ist es tatsächlich das Warten darauf, dass der „Herr Pastor“ endlich mal was macht… statt dass die Leute auf das allgemeine Priestertum setzen!
      Aber in diesem Sinne meine ich es weniger.
      Du kannst es gerne „Väter“ und „Mütter“ nennen. „Hirte“ und „Apostel“ ist für mich nicht höher oder niedriger. Es gibt einfach Christen, die Gott befähigt hat, eine Gruppe von Menschen zu leiten. Und wenn Gott das bestätigt, dann folgen andere Menschen diesen Vätern, Müttern und Hirten irgendwann von alleine. Das hat dann nichts mit Unmündigkeit zu tun, sondern mit Autorität durch Christus. Die muss man sich nicht ertiteln oder sonstwie erarbeiten. Die schenkt Gott. Deshalb kann man auch nichts dafür tun, um diese Autorität auszuweiten oder zu erhalten. Sie ist eine Gabe Gottes und in ihrer Existenz unbeeinflusst von mir. Ich kann sie missbrauchen, nicht gebrauchen, mäßig gebrauchen oder im Sinn Jesu gebrauchen. Leute mit dieser Gabe sind m.E. von Gott dazu eingesetzt, die Gemeinde aufzuerbauen. Das könnte auch mal mit Hilfe eines Kuchen- und Kaffenachmittags sein. Aber wahrscheinlich wird es mehr damit zu tun haben, was auch die ersten Apostel tun wollten: beten und lehren (trainieren).

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