Hoffnung und Verderben – mögliches Szenario für Deutschland und Europa

Der Ratschluss des HERRN bleibt ewig bestehen.
(Psalm 33,11)

Das ist unsere Zuversicht, dass, egal was noch kommen wird, Gott schließlich das letzte Wort hat. Und Sein letztes Wort ist gefüllt mit Frieden und Heilung für diese Welt durch Jesus Christus.

Ich vermute, dass auf Europa und Deutschland schwere Zeiten zukommen werden. Die Flüchtlingssituation wird zu weiteren Spannungen und Konflikten führen. Menschen werden sich stärker als bisher positionieren. Etliche werden aus Angst heraus viele Vorbehalte entwickeln und bereit sein, sich auch mit körperlichen Attacken Gehör und Macht zu verschaffen. Das wird insbesondere für extreme Linke, Rechte und Islamisten gelten. Extremistische Gruppen jeglicher Richtung werden offensiver handeln. Der Staat wird womöglich mit mehr Sicherheitskräften und Überwachung aufwarten. Präventive Maßnahmen im sozialen und kulturellen Bereich werden wahrscheinlich keine tragende Rolle spielen. Stattdessen könnte es sein, dass die Regierung lieber das Militär im Landesinneren und an den Grenzen einsetzen wird, um für Sicherheit zu sorgen. Und womöglich werden das viele Bürger gut finden. Der Überwachungsstaat wird mit offenen Armen willkommen geheißen. Neben dem scheinen andere Spannungen weltweit zuzunehmen: die EURO-Krise und die vielen Schuldenfallen sind nicht gelöst; die Machtspiele zwischen den USA, der Nato und Russland gehen weiter; China wächst weiter als Supermacht; die Globalisierung wird die Kluft zwischen Arm und Reich weiter fördern.

Andererseits wird die zunehmende Drucksituation auch das Gute und Konstruktive fördern. Es wird mehr Geschichten der Hoffnung geben, wie sich Menschen über Kulturgrenzen hinweg helfen. Wie Nachbarschaftsinitiativen zusammen stehen, auf Gewalt verzichten, sich gegen Gewalt wenden und das friedliche Miteinander bewahren und fördern. Mehr Menschen werden erkennen, welche Werte wirklich eine Gesellschaft tragen – und dass es dabei nie darum gehen kann, gegen einen anderen Menschen zu sein, sondern für diese Schöpfung. Mehr Menschen werden sehen, dass es eine gesunde Radikalität braucht, um für diese Welt samt Mensch und Tier einzustehen.

Schon jetzt gibt es genügend Anzeichen für diese Parallel-Entwicklung:
Brennende Flüchtlingsheime vs. Bürger, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge einsetzen.
Rechte und linke Gewalttäter, die Steuergelder zerstören vs. Friedfertige, die versöhnlich auf andere zugehen.
Islamisten, die Terrorpläne schmieden vs. Moslems, die sich enttäuscht vom Islam abwenden.

Und in alledem werden auch die Kirchen eine stärkere Bedeutung bekommen. Kaum eine Gemeinde hält sich vom Flüchtlingsthema fern. Viele sind mittlerweile engagiert, sei es als Gesamt-Gemeinde oder durch einzelne Gemeindemitglieder. Die Kirchen sind durch ihre vorhandene Netzwerkstruktur prädestiniert für einen großen Einfluss auf unsere Gesellschaft. Es ist die Chance, dass die Kirchen neu ihre Basis entdecken, die ihnen wirklich Hoffnung gibt. Es ist die Chance, dass Kirchen entdecken, wie kraftvoll das Gebet ist, wie richtungsweisend das Wort Gottes ist, wie ermutigend die Hauskreise und Gottesdienstfeiern sein können… wie fundamental die persönliche Beziehung zu Gott ist. Das ist die Chance auf ein geistliches Erwachen, das viele Menschen erreichen kann.

Und so kann es kommen, dass auf der einen Seite das Verderben zunimmt, und auf der anderen Seite die Hoffnung wächst. Vielleicht ist das ein Nährboden für Erweckung.

Der Ratschluss des HERRN bleibt ewig bestehen.
(Psalm 33,11)

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