Gott segnet trotzdem!

Er hatte es schon wieder getan. Und dann sogar sein Sohn!
Es gibt Denkmuster, die pflanzen sich über Generationen fort.

Zuerst tat es Abraham (Abram), der Urvater des Glaubens.
Mit seiner Frau Sarah (Sarai) war er unterwegs. Sie war wunderschön. Und er hatte Angst, dass man ihn tötet, um diese Frau zu ergattern. Was tat Abraham?
Er log.
Er erzählte, dass sie seine Schwester war.
Das war nicht ganz falsch, da es tatsächlich ein Verwandtschaftsverhältnis gab. Aber eigentlich war es gelogen, weil sie in erster Linie seine Ehefrau war.
Abgesehen davon, was es mit Sarah gemacht hat (das dürfte keine einfache Ehe gewesen sein), war es etwas, was Gott als bewusste Sünde einsortieren musste.

Natürlich kam alles mit der Zeit an’s Licht und unwillentlich wurde Abraham seiner Sünde überführt.

Sein Sohn Isaak tat es dann genauso:
Auch seine Frau Rebekka war wunderschön. Auch Isaak erzählte, sie sei seine Schwester!
Wieder gelogen! Wieder gesündigt!
Genau an der gleichen Stelle wie sein Vater!

Das war kein Zufall. Das war ein Denkmuster, das sich über die Generation „vererbt“ hatte!

Das ist eine unserer Herausforderungen:
Wir werden mit Denkmustern groß, die für uns völlig normal erscheinen. Wir wurden so erzogen, unsere Eltern haben das vorgelebt und es fühlte sich richtig an. Tatsächlich sind einige dieser Muster hilfreich. Andere aber führen zur Sünde, zu gestörten Beziehungen zwischen Menschen und zwischen Menschen und Gott. Sie machen kaputt.

Das Schwierige an diesen Mustern ist, dass sie so tief sitzen, dass wir sie kaum erkennen. Sie kommen nur in brenzligen Situationen zum Vorschein. Manchmal, weil sie selber diese Situationen kreieren. Manchmal aufgrund schwieriger äußerer Umstände. Bei Abraham und Isaak war es jeweils die Situation der potentiellen Lebensgefahr: Reisender in einem fremden Land zu sein und den vielleicht unbekannten Regeln dieses Landes und möglicherweise auch der Willkür des Herrschers ausgesetzt zu sein. Eine starke Angst, getötet zu werden.
Diese Situation offenbarte ihr falsches Denkmuster: „Wenn ich lüge, dann komme ich mit dem Leben davon! Es war doch nur eine Notlüge! Sie diente doch etwas Gutem!“

Es ist spannend zu sehen, dass ohne ihr Zutun die Wahrheit dann doch an das Licht kam.
Und jedes Mal passiert nicht das, was sie befürchtet haben!
Statt dass der Herrscher des Ortes sie einen Kopf kürzer gemacht hat (immerhin hatten sie ihn getäuscht!), kommen sie nicht nur mit einem blauen Auge davon, sondern werden sogar noch beschenkt!

Die Lektion daraus ist nicht, dass wir lügen sollen, um dann beschenkt zu werden!

Die Lektion ist u.a. die:
Gott segnet trotzdem!

Obwohl Abraham und Isaak gesündigt hatten und ihre Umkehr „erzwungenermaßen“ stattgefunden hatte, segnete Gott sie!
So steht z.B. in 1.Mose 26,12: „In diesem Jahr erntete Isaak hundertmal mehr Getreide, als er ausgesät hatte, denn der Herr segnete ihn.“

Hier wird die Gnade und Liebe Gottes deutlich!
Er macht Seinen Segen zumeist nicht daran fest, ob wir gesündigt haben oder nicht.
Er segnet zumeist unabhängig davon!
Er lässt die Sonne scheinen über Gute und Böse!
In der Hoffnung, dass die Güte Gottes zur Umkehr führt!

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