Burnout überwinden – Aber wie? Der erste Eckpfeiler!

Burnout zu diagnostizieren, kann eine schwierige Sache sein. Doch letztlich läuft es auf das hinaus:
Es geht nicht mehr.
Die Kraft reicht nicht mehr.
Die alltäglichsten Aufgaben scheinen wie riesengroße Berge zu sein, die man kaum erklimmen kann.
Und emotional lebt man ständig zwischen Tränen, Erschöpfung und nahender Depression.

So ähnlich habe ich das phasenweise – länger als eine Woche – oder momenthaft – für ein paar Tage – erfahren.
Das Einzige, wonach ich mich dann gesehnt habe, war das:
die Decke über den Kopf zu ziehen und zu schlafen. Soll doch die Welt zusammenbrechen. Ich brauche jetzt meine Ruhe!

Im Rückblick kann ich sagen:
Es gab stets verschiedene Gründe, weshalb ich in den Zustand eines Burnouts gekommen bin. Und auch die Überwindung des Burnouts beruhte deshalb auf verschiedenen Lösungsansätzen. Pauschalisierungen helfen selten weiter, sondern es muss die Situation des Einzelnen gesehen werden. Es muss zugehört werden. Verstanden werden. Und erst dann macht es Sinn, eine Überwindungsstrategie zu entdecken. In dem Tempo, mit dem der Betroffene leben kann. So bin ich auch auf unterschiedlichen Wegen aus diesen Burnout-Phasen rausgekommen.

Was mich bisher nicht erwischt hat, war ein monatelanges Burnout.beams-1176722-1279x1170
Und ich denke, dass es daran lag:
Ich habe rechtzeitig auf einige Eckpfeiler zur Überwindung wert gelegt.

Das Bild vom Eckpfeiler verdeutlicht mir, dass es um eine Stütze geht.
Auch, wenn unser Leben organisch, dynamisch und mitunter unberechenbar verläuft, so brauchen wir vielleicht gerade deswegen ein paar Eckpfeiler in unserem Leben, um nicht Spielball von anderen zu werden und um wieder den richtigen Kurs zu finden. Ein Eckpfeiler engt nicht ein. Er stützt. Und bildlich gesprochen: es können weitere Eckpfeiler gebaut werden, um das Leben zu erweitern und die Traglast zu erhöhen!

Einer der wichtigsten Eckpfeiler für mich war in den Krisen dieser:
Ruhe!

So simpel und doch so schwer, wenn die Aufgaben an der Haustür scharren, die Sorgen auf die Seele drücken und es hier und da an einem zerrt. Aber gerade deswegen geht es ohne Ruhe nicht.

Wenn ich es kriegerisch formuliere, würde ich sagen:
Wenn ein Feldherr die Schlacht gewinnen will, braucht er einen Überblick über die gesamte Situation.
Er braucht eine Adler-Perspektive. Dafür braucht er Zeit und ein Quentchen Ruhe.
Wenn der Feldherr selber im Schlachtgeschehen aktiv ist, den Säbel zieht und die Fahne verteidigen will, also mitten in der Aktion ist, dann wird er kaum in der Lage sein, seinen Mannschaften die richtigen Befehle zu erteilen. Die Niederlage ist sehr wahrscheinlich!

Um den ersten Eckpfeiler gegen den Burnout zu setzen, hilft es also nicht, immer so weiterzumachen. Es ist richtig, dann die Botschaften der eigenen Seele und des Körpers ernst zu nehmen und sich genau diese Ruhe zu nehmen, nach der sich alles in einem sehnt. Das ist keine verschwendete Zeit. Das ist kein Faulenzertum. Das ist Überleben! Es geht darum, im Schlachtgetümmel nicht umzukommen, sondern zu überwinden!

Ruhig werden, um wieder stark zu werden!

1) Für viele kann es bedeuten, sich krankschreiben zu lassen.
2) Wenn das nicht geht, dann müssen zwingend radikale Ruhephasen eingeplant werden.
a) Es braucht mindestens einen freien Tag pro Woche: Ausschlafen, nicht auf die Uhr achten, sich Zeit lassen für das Essen, spazierengehen – auch, wenn’s regnet. Keinen Termin an diesem Tag machen. Einfach nur da sein!
b) Es braucht täglich zwei-drei Ruhephasen:
– Am Abend früh in’s Bett gehen. Selbst, wenn da noch Arbeit auf dem Tisch liegt. Egal! Das Nicht-Erledigen wird nicht zum Weltuntergang führen (und wenn doch, dann ist eh alles egal)! In der Regel wird man am nächsten Tag wieder aufwachen und der Weltuntergang hat nicht stattgefunden!
Am nächsten Morgen eine halbe Stunde mehr einplanen als sonst (oder noch länger), um den Tag langsam anzugehen. Eine Aktion hineinnehmen, die Freude und Kraft vermittelt. Ob es das genüssliche Trinken eines Tees oder Kaffees ist. Ob das Anzünden einer Kerze ist und das Betrachten dieser. Ob es das Lesen einer guten Lektüre ist (bitte keine Nachrichten, die die Laune verderben!). Hauptsache etwas, was langsam geht und in die Erfahrung der Gegenwart hinein führt.
– Zum Mittag/Nachmittag nicht in die volle Kantine hetzen, nicht noch die „kleine Aufgabe“ dazwischen schieben, sondern sich Freiraum schaffen, um für sich sein zu können. Alleine in Ruhe essen. Einen Mini-Spaziergang machen. Oder sich für 20 Minuten hinlegen. Leichte Gymnastik machen. Oder einfach nur aus dem Fenster starren. Die Möglichkeiten hängen natürlich sehr vom individuellen Lebenskontext ab.
c) Am Abend den Tag Revue passieren lassen: Was war anstrengend und belastend? Was war gut und lief ordentlich? Wofür kann man dankbar sein?
Was aus meiner Sicht enorm hilft, ist das Gebet. Im Gebet kann ich alle Sorgen loslassen und darauf vertrauen, dass sich Gott dieser Dinge annimmt. Wer keinen Gottesbezug hat, kann zumindest seine Sorgen auf einen Zettel schreiben, diesen dann zerfetzen und in den Müll werfen. Weg mit den Sorgen! Sie helfen kein bisschen weiter, sondern wie innere Feinde, die vernichtet werden müssen!

Es gibt etliche Möglichkeiten, für mehr Ruhe im Leben zu sorgen.
Es bleiben aber auch die Fragen wegen des Burnout, die sich aus der Ferne nicht einfach beantworten lassen: Was genau hat zum Burnout geführt? Wie schwer ist das Burnout? Welche Mittel zur Überwindung machen dann Sinn? Welche Möglichkeiten hat der Einzelne wirklich? Wo braucht er Hilfe von Außen?

Ich bin überzeugt und habe es selbst erfahren:
Burnout kann überwunden werden. Eckpfeiler können eingesetzt werden, um wieder tragfähig zu werden und das eigene Leben positiv gestalten zu können. Je früher Burnout erkannt wird, desto besser kann man gegensteuern. Je später, desto mehr wird man Hilfe von Außen brauchen. Weise ist, wer dem vorbeugt!

Mit einem Coaching gegen das Burnout:
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Lebensweichen stellen, indem die eigene Persönlichkeit, die eigene Passion und die eigenen Stärken gelebt werden:
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Bildquelle: http://de.freeimages.com/photo/beams-1176722 by Andrew Beierle (lizenzfrei – Download am 17.12.2015)

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