Was ist wichtig für Gemeinden und Kirchen? Teil 3

Eine grundlegende Erkenntnis für die „Gemeinschaft im Sinne Jesu“ (Skizze „Gemeinschaft im Sinne Jesu“ hier klicken) ist, dass
a) Gott in sich selbst Gemeinschaft ist (Lies dazu Teil 2 der Themenreihe)
b) Er will, dass diese Gemeinschaft überfließt.

So heißt es in Genesis 1,28a:
„Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde…“

Gott schuf den Menschen als Mann und Frau.
Sie sind als Ebenbild Gottes zu Ihm hin in Beziehung gestellt und ebenso untereinander als sich ergänzende Gemeinschaftswesen gedacht.
Doch dabei soll es nicht bleiben.

Gott will, dass sich diese menschlichen Gemeinschaftswesen vermehren. Sie sollen fruchtbar sein.
Sein Wunsch ist, dass sie schließlich die ganze Erde bewohnen (Sollte es im Sinne Gottes eines Tages auf eine riesige Welt-Stadt hinauslaufen?).
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Gott sieht eine Gemeinschaft von Menschen, die mit Ihm Gemeinschaft haben und die miteinander Gemeinschaft haben. Weltweit.

Was sagt das über Gott aus?
Sein Wesen ist die überfließende Gemeinschaft.
Er genügt sich nicht selbst, sondern will Lebewesen als Gegenüber haben.
Bei Ihm dreht sich „alles“ um diese Gemeinschaft. Je mehr, desto besser.

Das setzt sich auch nach dem Sündenfall fort.
So heißt es in Genesis 12,2 f. (Gott spricht zu Abram):
„Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“
Festzuhalten ist das:
– Aus Abram soll ein „großes“ Volk kommen; das kann durchaus als „zahlreich“ verstanden werden (Gen 15,5; 22,17; 26,4). Wieder geht es um das Thema „Fruchtbarkeit / Vermehrung“.
– Gottes Gedanken sind zuerst immer gute Gedanken: Er segnet (s.a. Gen 1,28a). Er will Gutes für die Menschen.
– Abram selbst soll ein Segen sein, und zwar für alle Geschlechter auf der Erde (s.a. Gen 26,4b: „Und durch dein Geschlecht sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden…“). Und wieder geht es um das Gute für alle Menschen auf der Welt.

Nach dem Sündenfall beruft sich Gott also einen Mann namens Abram, um mit ihm das durchzuführen, was Er sich bereits vor dem Sündenfall mit der Menschheit gedacht hat: Es soll zwischen Gott und der sich vermehrenden Menschheit zu einer guten Gemeinschaft kommen.
Nach Abraham spitzt es sich weiter auf Jakob zu, der dann Israel genannt wird und gegenüber dem, Gott Seinen Wunsch erneuert:
„Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; sei fruchtbar und mehre dich! Ein Volk und eine Menge von Völkern sollen von dir kommen, und Könige sollen von dir abstammen,…“ (Gen 35,11).

Deshalb hat Israel so eine Relevanz in Gottes Augen, denn Israel soll das Volk sein, durch das alle Menschen gesegnet sein sollen. Israel hat im Laufe der Jahrtausende – wie so viele andere Völker auch – immer wieder Unrecht getan. Gott hat Seinem Volk Propheten gesandt. Diese Propheten hatten im Kern diese Botschaft:
„Kehrt um, ihr Israeliten, zu dem, von welchem ihr so sehr abgewichen seid!“ (Jes 31,6)
Es war der Ruf in die Gemeinschaft mit Gott, damit sie wirklich ein Segen für die Welt sein können.

Schließlich sendet Gott Seinen Sohn Jesus Christus, der letztlich nichts anderes will, als Sein himmlischer Vater:
„Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (Mt 4,17b)
Sprich: Kehrt um zu Gott! Gottes Einfluss und Herrschaft sind nahe!
Auch Jesus verkündet, dass es um die überfließende Gemeinschaft von Gott her geht:
„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt 28,19 f.)

ALLE Völker sollen in die Beziehung zu Jesus und damit in die Beziehung zu Gott treten.
Gott will diese überfließende Gemeinschaft, weil Er selbst überfließende Gemeinschaft ist.

Es ließe sich sehr viel mehr dazu schreiben. Man könnte noch viel mehr in das Detail gehen und die vielen entsprechenden Bibelverse dazu betrachten. Aber auch an der Stelle soll die grobe Linie genügen.

Warum ist dieses Wissen wichtig?
Weil sich der christliche Glaube von diesem Gott herleitet.
Wenn wir mehr von Ihm erkennen, dann hat es Wirkung auf unseren Glauben, auf unser Leben.

Zu verstehen, dass Gott nicht zuerst ein moralischer Gott ist oder ein Gott, der aus der Ferne grimmige Urteile fällt, sondern, dass Er ein Gott ist, der sich leidenschaftlich danach verzehrt, dass alle Menschen in guter Gemeinschaft mit Ihn und miteinander sind, ist essentiell, um den Kern des christlichen Glaubens – und damit auch das Evangelium – zu verstehen.

Und wie wir noch sehen werden, muss es enorme Folgen für das Gemeindeleben haben!

Bildquelle: http://de.freeimages.com/photo/holding-hands-2-1309232 by BSK – Download am 22.06.2016

 

 

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