Der wirtschaftliche Effekt des Erlassjahres

In Vorbereitung auf das nächste Seminar lese ich von Crüsemann „Die Tora“. Dort heißt es u.a. im Blick auf das Erlassjahr (alle sieben Jahre sollten in Israel alle Schulden erlassen werden):

„Es geht darum, wozu und mit welcher Absicht überhaupt gegeben wird. Wer mit dem – versteckten oder offenen- Ziel leiht, dadurch Abhängigkeiten zu erzeugen, Menschen und Land in seine Hand zu bekommen, was die Regel gewesen sein dürfte, verliert durch ein solches Gesetz seine Grundlage. Nur der, der so großzügig leiht, daß für die Notleidenden innerhalb der Frist bis zum nächsten Sabbatjahr eine effektive Lageänderung eintritt, welche eine Rückzahlung erlaubt, hat Aussicht, sein Geld zurückzubekommen.“ (S.267 f.)

Oder anders gesagt:
Keine Knebelverträge, keine lebenslangen Verschuldungen – sondern das Finden eines Maßes, das allen Beteiligten gerecht wird. Faires Wirtschaften.

(Frank Crüsemann, Die Tora, Chr.Kaiser, München 1992)

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