Vom Krankenbett in das „Krankenbett“

Mich hat ein Virus erwischt. Ein kleiner zwar, aber er reicht aus, um mich dem Bett hingezogen zu fühlen.
Viel schlafen – das ist gut! Und dann – wie es sich für heutzutage gehört – auch die Nachrichten und Meldungen aus den sozialen Netzwerken checken.
Und immer wieder überkommt mich der Eindruck, dass so vieles auf dieser Erde nach „Krankenbett“ aussieht.

Sicher gibt es manche äußeren Probleme:
Ein Sturm, der ein Dach auseinander fliegen lässt.
Eine Überschwemmung, die Küstenbewohner bedroht.
Oder ein Virus, der Menschen auf das Krankenbett schickt.

Gegen manche dieser Gefahren können wir uns wappnen. Manches lernen wir dazu. Und manchmal müssen wir ohnmächtig gegenüber „höheren“ Gewalten niederknien.

Doch die meisten Probleme dieser Welt werden in uns geboren.
Die Abfälligkeiten im Bereich der sozialen Medien. Sie sind kein Schicksal von außen.
Die Raffgier mancher Börsen-Akteure.
Die Ermordung von Menschen.
Die Tötung ungeborenen Lebens.
Das Quälen von Tieren.
Die Ausbeutung von Arbeitskräften.
Die Vergiftung der Umwelt.
Machtspiele in politischen Sphären.
Die Produktion von Altersarmut.

All das kommt aus uns.
Dafür kann man keinen Gott verantwortlich machen.
So moralisch es klingt, aber es ist tatsächlich unsere Schuld.

Und was sollte die Reaktion der Christen daraufhin sein?

Ein Christ hat keine Alternative zu einem Leben der Gottes- und Menschenliebe und einem Leben in der Verantwortung für diese Welt.
Weder Rache, noch Hass-Postings, noch das normale Mitmachen (wie alle es tun) sind christliche Maßstäbe.
Uns bleibt nur der Weg der Liebe.

Konsequent, mühsam gelernt, vergebend, immer wieder enttäuscht werdend… aber dann doch alles daran setzend, dass Gottes Liebe, Hoffnung und das Vertrauen durchkommen.

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