Gibt es Gott?

Ist ja klar:
Wäre die Antwort unübertreffbar überzeugend mittels eines Blog-Eintrages zu bejahen, dann würden wahrscheinlich die meisten Menschen an Gott glauben.
Somit ist auch das klar:
Ein kleiner Blogeintrag kann nicht all die Diskussionen und Argumente darstellen, die zur Frage „Gibt es Gott?“ schon geführt worden sind.

Aber ich kann darstellen, was mich dazu gebracht hat, die Frage nach Gott zu bejahen.

In den ersten Lebensjahren hatte ich nichts mit einem Gott oder einem religiösen Elternhaus zu tun.
Es gab den evangelischen Religionsunterricht, mit ein paar Geschichten über Gott und Ausmalarbeiten.
Zu Weihnachten gab es Weihnachtslieder. Von „Gloria“ bis „Morgen Kinder wird’s was geben!“. Tradition. Kulturgut.
Ich war als Baby nicht getauft worden, aber meine Eltern hatten mir angeboten, dass ich mich konfirmieren lassen kann. Wenn ich will.
Ich wollte nicht. Denn ich verband mit Gott & Jesus & Christentum nichts.

Meine Jugendzeit war nicht die wildeste, aber wild genug. Die Kurzfassung lautet: ich habe viel von dem gemacht, was man unter Spaß versteht.

Irgendwann kam die Sinnfrage dazu. Gibt es einen Sinn im Leben? Kann ich den überhaupt herausfinden? Und wenn es einen Sinn gibt, welcher ist das?
Ich ahnte damals: Wenn es keinen Sinn gibt, dann werde ich nach dem Motto „Carpe diem“ leben. Den Tag nutzen und auskosten. Viel Spaß haben. Ellenbogen raus. Nett sein – wenn es mir passt. Dann wäre ich selbst der Maßstab meines Lebens.

Ich fing an, Bücher über andere Religionen zu lesen. In der Schule belegte ich den Philosophie-Kurs, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Ich beschäftigte mich mit dem Buddhismus und fing an, zu meditieren. Einfach mal ausprobieren. Was macht es mit mir?
Ich beschäftigte mich mit Esoterik und Okkultismus. Und wieder habe ich manches ausprobiert. Passiert da was?
Ich las Bücher über den Islam und liebäugelte ein bisschen, mal das Moslems-Dasein auszuprobieren (was ich dann nicht getan habe).
Der Hinduismus war mir zu fern. Damit konnte ich nichts anfangen.
Auch das Judentum erschien mir zu exklusiv.

Währenddessen führte ich zig Gespräche und Diskussionen mit Kumpels, Freunden und Familienmitgliedern. Mit Atheisten, mit einer Christin, mit einem Moslem… ich besuchte einen buddhistischen Tempel und feierte in Diskotheken.

Irgendwann fing ich an, in der Bibel zu lesen.
Und ich verstand fast nichts. Vielleicht war mir die Sprache zu altbacken. Aber ich verstand auch den Sinn oft nicht.
Es war ziemlich anstrengend, diese Bibel zu verstehen.

Leichter war es, andere Bücher zu lesen.
Und so las ich Bücher mit Inhalten wie „Warum ich Jesus nicht leiden kann“ bis hin zu „Jesus ist der Retter der Welt“.
Kontrastliteratur.

Ich hatte angefangen, Jura zu studieren und verlangte umso mehr danach, Beweise zu finden.
Ich wollte meinen Verstand nicht an der Garderobe abgeben.
Ich wollte nichts glauben, nur weil es schön klingt. Nein, wenn, dann sollte es nachvollziehbar sein und ein Fundament haben.

Fragen, die ich für mich klären wollte, waren u.a. diese:
– Ist die Bibel zuverlässig überliefert worden oder gibt es so viele Übersetzungsfehler/Legendenbildungen, dass ich die Bibel als Märchenbuch deklarieren kann?
– Sind die Verfasser der Bibel glaubwürdig? Oder haben sich hier Menschen mit ihren Fantasien ausgetobt?
– Hat Jesus wirklich gelebt? Wenn ja: Wie war er?
– Inwiefern stimmt die Behauptung Jesu, „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ zu sein? DER Gesandte. Der Retter.

Schlussendlich entdeckte ich das:
Es gibt mehr Indizien, die dafür sprechen.
Es gibt mehr Indizien, die für die zuverlässige Überlieferung der Bibel sprechen.
Mehr Indizien, die für die Glaubwürdigkeit der Verfasser sprechen.
Mehr Indizien dafür, dass Jesus wirklich der ist, der er behauptet zu sein.
Ja, man kann hier und da auch kritische Punkte entdecken. Nicht alles ist wasserdicht.
Aber in der Gesamtheit muss das Urteil lauten:
Jesus ist der, der er behauptet zu sein.

Nette Erkenntnis, aber deswegen änderte sich nichts für mich.
Ich empfand kein Wohlgefühl.
Ich fühlte mich nicht erleuchtet.
Es gab keine Tränen der Erlösung.
Es war ein ganz nüchterner Vorgang.

Dann dachte ich:
„Okay, vielleicht muss ich dieses Christsein mal ausprobieren.“
Was passiert, wenn ich bete?
Wenn ich mir mal eine Gemeinde anschaue und mitmache?
Wenn ich versuche, mein Leben nach den Weisungen Jesu auszurichten?

Es gab in der Folge ein Treffen mit Christen. Eine kleine Gruppe.
Wie immer beteten sie zum Treffen.
Ich wagte es auch einmal. Beten mit diesen Leuten.

Und in diesem Moment wurde ich so von Glück und Frieden erfüllt, wie ich es bis dahin noch nie erlebt hatte.
Ich kannte Spaß.
Ich hatte einzelne Drogenerfahrungen.
Hier und da. Dieses und jenes.
Aber nichts und niemand hatte mir je dieses tiefe, glückliche und friedliche Empfinden geben können.

In diesem Moment war eine absolut starke Gewissheit geboren worden:
Gott ist da!
Er ist wirklich präsent!
Absolut überwältigend.

Dennoch hatte ich in den Folgejahren noch etliche Zweifel.
Immer wieder überlegte ich, ob ich mir nur was einbilde.
Ob ich auf einem Holzweg bin.
Habe mich und den christlichen Glauben immer wieder kritisch hinterfragt.

Doch schlussendlich habe ich das erkannt:
Auf viele Fragen habe ich Antworten gefunden.
Auf manche Fragen keine.
Und in meinem Innersten ist diese Gewissheit geboren worden.
Eine Gewissheit, die ich nicht „wegmachen“ kann.

Seitdem gab es ein paar dieser Momente, in denen ich wusste, dass Gott da ist.
Selten, aber erlebt.
Ich habe einige Gebetserhörungen mitbekommen. Und andere Gebete sind nicht so erfüllt worden, wie ich wollte.

Aber ich kann sagen:
Ich sehe keinen anderen Weg, der mir wahrer, heiliger, liebevoller oder sonstwie besser erscheint, als Jesus Christus zu folgen.

Deshalb kann ich das nur empfehlen:
Wer wirklich wissen will, ob die Sache mit Gott & Jesus stimmt, kann sich ausreichend informieren.
Verstand einschalten, lesen, diskutieren, Notizen machen.
Dann ausprobieren:
„Einfach“ mal das tun, was Jesus empfohlen hat.
Beten.
In der Bibel lesen.
Öfter an andere denken und was Gutes für sie tun.
Am eigenen Denken feilen.
Segnen. Auch die Gegner.
Gott loben.
Sich mit anderen Jesus-Leuten treffen.

Viel Segen dabei!

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