Gemeindegründung in Berlin – Teil 1

Heute starte ich mit meiner Geschichte der Gemeindegründung in Berlin. Regelmäßig werde ich von meinen Erfahrungen der letzten 12-13 Jahre berichten. Eine Geschichte, die voll mit Fehlern, starken Erlebnissen, vielen Experimenten ist und die eine Menge von Gottes Gnade enthält.

Eine Geschichte, die mit drei, vier Personen angefangen hat. In der ca. 90 Personen direkt beteiligt waren. In der es etliche Menschen wieder woanders hingezogen hat. Und eine Geschichte, die zwischenzeitlich auf eine Gemeinde im Westen Berlins verweist, der sich ungefähr 50 Menschen nahe wissen.

Letztlich ist es Gottes Geschichte mit uns Menschen. Und, wenn man es ganz genau nehmen wollte, müsste man wirklich bei Adam und Eva anfangen.
Um aber den Prozess abzukürzen, fange ich hier an:

Es war klar für mich, dass ich in Berlin keine berufliche Perspektive als Pastor haben würde. Gemeinden wachsen hier nicht wie Sand am Meer. Und Pastoren wechseln nicht jedes Jahr ihre Stelle. Ganz anders in Süddeutschland: Dort gab es immer wieder Stellenausschreibungen (damit will ich nicht sagen, dass dort Pastoren jährlich die Gemeinde wechseln oder dass es dort den „Gemeinde-Sand“ geben würde). Die Zeit lief und ich musste mich entscheiden: Sollte ich in Berlin bleiben oder den Schritt in den Schwarzwald wagen, wo ich schon ein Angebot in Aussicht hatte?

In diesen Tagen der Entscheidung musste ich am Gebiet Heerstraße Nord in Berlin-Spandau vorbei. Eine Hochhausgegend mit damals ungefähr 16.000 – 17.000 Menschen. Und es geschah etwas mit mir, womit ich nicht gerechnet hatte: Plötzlich – und ich kann es nicht anders beschreiben – fuhr eine Idee in mich. Und zwar die Idee der Gemeindegründung. Eine Gemeinde mittem im Kiez. Eine Oase, zu der jeder kommen darf. Auftanken kann. Gott lobt. Und gestärkt weiter in den Alltag geht. Eine Stätte der Heilung.
Ich war so gepackt von dieser Idee, dass ich ein paar Nächte kaum einschlafen konnte, weil ich so viele Gedanken hatte. Ich war schnell dabei, Pläne zu schmieden.

Bis dato hatte ich im Rahmen meiner theologischen Ausbildung nur ein kleines Seminar zum Thema „Gemeindegründung“ besucht. „Gemeindegründung“ – das war was für Freaks… aber nicht für mich!
Doch in diesen Tagen war mir das egal. Ich war fasziniert. Ängstlich. Begeistert. Spürte eine enorme Motivation. Und hatte zugleich keine Ahnung, wie man das macht – Gemeinde zu gründen.

Egal.
Ich wollte starten.

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Ein Gedanke zu „Gemeindegründung in Berlin – Teil 1

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