Hauskirchen-Netzwerk Konstanz

Vor ziemlich langer Zeit hatte ich ein Telefoninterview mit einem der Leiter des Hauskirchen-Netzwerks Konstanz geführt. Hier folgt die von ihm überarbeitete Version (und vielen Dank für das Recht zur Veröffentlichung!):

„Als eine Gruppe von 5 Leuten – Freunde, die bereits langjährig versuchten, aufrichtig mit dem Herrn unterwegs zu sein, gemeindlich eingebunden, aktiv und hingegeben – erlebten wir Anfang der 2000‐er Jahre innerhalb des Gemeindesystems mehr und mehr die Grenzen desselbigen. Selbst leitend tätig wurde uns nach und nach deutlich, wie sehr hierarchische Gemeindestrukturen eine Kluft zwischen Volk und Leiterschaft verursachten und wie schwierig es war, vor allem echte, tiefe und dauerhafte Freundschaften gerade auch auf Leitungsebene zu leben. Hinzu kam, dass Sünde (Ehebruch, Lüge, Geldbetrug, Kriminalität usw.) in der Gemeinde Einzug hielt und diese buchstäblich auseinandernahm.
Es stellte sich also wirklich die Frage, wie der Satz in der Bibel wohl zu verstehen war, dass Jesus seine Gemeinde bauen will und die Pforten der Hölle diese nicht überwältigen würden.
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Ist das nur ein frommer Wunsch? Bitte antworten!

Ich brauche mal ein paar Meinungen und Gedanken von anderen. Deshalb schreibe ich das Folgende, damit man versteht, was ich meine:

„Liebe, die nach außen drängt!“
So hat sie es auf den Punkt gebracht. Fand ich gut. Passt.
Wir hatten einen Abschnitt in der Bibel gelesen: Apostelgeschichte 2,41 ff.

Da ist ja wirklich von beeindruckenden Dingen zu lesen:
3000 Menschen kommen an einem Tag zum Glauben an den Erlöser Jesus Christus.
Und dann treffen die sich jeden Tag: im jüdischen Tempel und in ihren Häusern.
Sie wollen mehr wissen von diesem Jesus. Und die Apostel erzählen den Leuten, was sie von Jesus gelernt haben. Beim gemeinsamen Essen erzählt man sich von den Tageserlebnissen. Und was für Geschichten da die Runde machen! Es wird von Heilungen erzählt. Von Befreiungen. Kaum hat man ein Stück Brot runtergeschluckt, kommt auch schon ein „Halleluja“ aus dem gleichen Mund. Zwischendurch berichtet ein anderer, dass er total dankbar für das Miteinander ist. Aber seit mehreren Jahren lebt er auf der Straße und das gemeinsame Essen hier ist zur Zeit seine einzige Versorgung. Die anderen hören betroffen zu. Dann meint einer: „Er ist unser Bruder durch Jesus Christus. Jesus hat gesagt, dass wir einander lieben sollen. Also, lasst uns ihm helfen!“ Und dann wird beraten und gebetet. Schließlich entscheiden sich einige dazu, geliebte Andenken und andere Sachen zu verkaufen. Davon kaufen sie dem Bruder ein kleines Häuschen. Wirklich klein. Bisschen schrottig sogar. Aber für ihn ist es wie ein Traum. Das erste Mal in seinem Leben hat er ein eigenes Dach über dem Kopf. Er ist so dankbar, dass er seitdem ständig den anderen hilft: beim Putzen, am Markttag, beim Umbau.
Und weiter treffen sie sich jeden Tag. Nicht jeder schafft es täglich. Es gibt etliche Angestellte und Sklaven unter den Gläubigen. Sie dürfen nicht einfach so weggehen. Auch manche Eltern müssen bei ihren Kindern bleiben… oder schleppen sie mal mit. Aber wer einen Gesamteindruck beschreiben will, muss dennoch sagen: „sie treffen sich täglich“.
Besonders die Zeit des gemeinsamen Gebets ist stark. Gott wird gelobt. Persönliche Bitten werden formuliert. Zwischendurch zitiert jemand einen Psalm. Es ist bunt. Manchmal leicht chaotisch, aber dann formt es sich wieder zu einer wunderschönen Symphonie.
Diese Menschen sind so von Gottes Liebe getrieben und so gefüllt von Gottes Kraft, dass es weitere Kreise zieht. Täglich kommen andere Menschen zum Glauben an Jesus Christus.

Nun – wer so etwas heutzutage liest, kann davon beeindruckt sein.
Wahlweise auch skeptisch. Ist das nicht christliche Romantik?
Gerne wird dann auf die vielen Probleme der Gemeinden im ersten Jahrhundert verwiesen: die haben sich auch gestritten. Apostel mussten eingreifen. Es gab Spannungen zwischen verschiedenen Volksgruppen in den Gemeinden. Manche Gemeinden sind Irrlehrern auf den Leim gegangen. Ja, es war nicht alles wunderbar!

Trotzdem bleibt Jesus bei Seinem Gebot: „Liebt einander! Liebt sogar Eure Feinde! So wird die Welt erkennen, dass Ihr meine Leute seid!“ (sinngemäß der Bibel entnommen)
Und auch die briefschreibenden Apostel blasen in das gleiche Horn: „Vergebt einander! Nehmt Rücksicht! Ohne Liebe ist der ganze Rest nichts wert! Gott hat uns zuerst geliebt… also liebt nun einander! Tut jedem Gutes! Betet füreinander!“
Sie geben einfach nicht auf.
Als hätten auch sie die Erfahrungen aus der Apostelgeschichte 2,41 ff. aufgesogen und als würden sie das nie wieder vergessen wollen.

Doch für mich ergeben sich Fragen:
Was heißt das für uns heute?
Miteinander nett sein.. das geht gut, wenn man sich einmal in der Woche für zwei Stunden sieht, am Sonntag-Morgen, und davon die meiste Zeit einem Prediger zuhört und zusammen singt.
Andererseits: ist es überhaupt möglich, sich täglich zu treffen? In einer Großstadt? Mit Schichtarbeitern? Mit Kranken? Mit Leuten, die zwei Jobs haben?
Und: Geht es überhaupt um das „Tägliche“?
Geht es nicht vielmehr um die Einstellung der Liebe, die von Gott kommt?
Natürlich!
Aber wie kann sie sich zeigen und bewähren, wenn man nur zwei-vier Stunden wöchentlich miteinander verbringt?
Allerdings kann ja auch die Gefahr eines christlichen Kuschelclubs entstehen, der ganz in sich gekehrt ist und für diese Welt völlig irrelevant ist.

Ich freue mich über Kommentare dazu!

Kinderarmut

Nun bin ich weit davon entfernt, mit einem winzigen Artikel das gesamte Gebiet der „Kinderarmut“ behandeln zu können. Daher gebe ich nur lose Gedankensplitter weiter.

Kinderarmut ist eine Herausforderung für Deutschland. So stellt es der UNICEF-Bericht vom Oktober 2013 dar. Über 8% aller Kinder in Deutschland, insgesamt rund 1,1 Millionen Kinder, sind von Armut betroffen.

Klar, der Armutsbegriff kann nur relativ gedacht werden. Was hierzulande als „arm“ gilt, könnte in anderen Ländern als „bessergestellt“ gelten.

Armut macht sich natürlich zuerst am Geld fest. Wieviel Einkommen fließt zur Familie?
Aber Armut kann ein vielseitiges Gesicht haben.
Mir fällt spontan eine Familie ein, die haben wirklich wenig Geld. Aber sie sind dennoch reicher als manch andere: sie haben gute Beziehungen in ihrer Großfamilie. Es gibt gegenseitige Hilfen in Sachen Zeit & Kraft. Vermutlich empfinden sich diese Kinder nicht als arm.
Es gibt ebenso Familien, in denen es an Geld nicht mangelt.
Aber die Eltern schuften und schuften. Die Kinder werden mit allen technischen Spielereien ausgestattet. Dafür sind sie von 07:30 Uhr bis 16:00 Uhr in der Schule und im Hort. Die verbleibende Kraft der Eltern geht dann in Richtung Haushalt, aber selten in Richtung Kind. Wiewohl materiell reich, können diese Familien auch arm sein. Kinder können auch seelisch verarmen.

Ohne Frage: Geld ist wichtig.
Aber entscheidend ist für mich der Geist der Liebe.
Das klingt sehr romantisch-verklärend, oder?
Dabei sind das grundlegende Aspekte eines gelingenden Miteinanders:
Einander zuhören, Wertschätzung zeigen, Respekt haben, sich gegenseitig helfen…
Mit diesen Tugenden kann manch „arme“ Familie reicher als andere sein.

Allerdings spielt das Geld hierzulande leider eine immens wichtige Rolle.
Wer einmal Hartz4 empfangen hat, spürt den eisigen Atem des Mammons.
Um Geld wird mehr Aufstand gemacht als um Menschenleben.
So gibt es Streit darüber, ob Deutschland direkt oder indirekt finanzklamme Europastaaten unterstützen soll. Aber dass jährlich fast 100.000 Kinder in Deutschland abgetrieben – und strafrechtlich formuliert: „getötet“ – werden, ist selten ein Thema. Oder gar keins.
Entsprechend beherrscht das Geld unsere Gesellschaft und es wird zum Gradmesser für Menschen.

Wer wenig Geld hat, kann nicht gleichermaßen am sozialen Leben teilhaben.
Der Internetzugang kostet Geld. Das Telefonieren kostet Geld. Geburtstagsfeiern zu veranstalten kostet Geld. Sportvereine und Musikunterricht kosten Geld.
In Anbetracht der gestiegenen Lebensmittel- und Energiepreise, kann eine eher arme Familie froh sein, wenn noch Geld für den Kauf neuer Klamotten übrig bleibt. Die werden natürlich von Woolworth gekauft und nicht von P&C.

Man könnte auf Handys, Clubmitgliedschaften und ähnliches verzichten. Ich glaube, dass das Leben deswegen nicht ärmer wird.
Aber ernst wird es im Schulalltag. Wiewohl wir Steuern zahlen, müssen wir beachtliche Summen von Geld für die Schuldbildung unserer Kinder extra bezahlen. Dann geht es um Schulbücher, die privat gekauft werden müssen. Um Ausflüge, die privat finanziert werden müssen. Und immer öfter ist zu hören, dass Eltern die Renovierung von Klassenzimmern aus eigener Tasche bezahlen. Wer wenig Geld hat, kommt hier schnell an Grenzen und wird dann auch eher sozial ausgeschlossen.

Und das ist wirklich ein Problem von Deutschland:
Wir haben immer wieder Exportüberschüsse.
Angeblich sprudeln die Steuereinnahmen wie seit Jahren nicht.
Wir gelten als eines der reichsten Länder dieser Welt.
Aber, wenn jemand erstmal Hartz4 bekommen hat, wird es schwer, aus dieser Spirale wieder rauszukommen.
Geld für die Bildung ist kaum vorhanden. Viele Ausgaben im Bildungsbereich dienen mehr dem Status Quo – und damit der Verschlechterung – als der tatsächlichen Verbesserung.
Dafür wird Geld für den Ausbau von Kindergärten ausgegeben. 15 Kinder auf eine Erzieherin, oder wie war der Schlüssel? Was ist das gegen die Liebe der Mutter für ihr Kind? Mehr Kindertagesstätten, damit die Eltern Geld verdienen können. Im „Idealfall“ verdienen sie viel Geld, damit sie ihren Kindern alle technischen Spielereien ermöglichen können – und dann ihre Kinder seelisch verarmen lassen. Oder die Eltern gehen schlecht bezahlten Arbeiten nach, mit der Folge, dass durch die materielle Enge keine gleichermaßen wertvolle schulische Bildung ermöglicht werden kann. Abgesehen davon, dass auch minderbezahlte Jobs genauso lange dauern können wie hochbezahlte Tätigkeiten.

Das ist also der Knackpunkt in Deutschland:
Wiewohl reich, verfestigen wir die Armut und die Kinderarmut.
Das ist etwas, was nicht sein müsste. Wir haben die Möglichkeiten, das zu ändern.
Wenn das aber nicht geändert wird, dann WILL man es nicht ändern.
Dann bejaht man letztlich die Kinderarmut.
Und meines Erachtens bejaht man damit den Bildungsuntergang und den Sozialabstieg Deutschlands.

Alles ist denen möglich, die glauben…

In Markus 9,14 ff. stellt Jesus eine steile These auf:
„…alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt!“

Und das sagt Jesus zu einem besorgten, leidenden Vater, der „alles“ versucht hat, um seinem kranken Sohn zu helfen. Seine Erfahrung ist doch eher die: „Es klappt eben nicht alles so, wie ich es gerne hätte!“

Und Jesus stellt dagegen: „Wenn Du glaubst, dann ist Dir alles möglich!“

Ja?
Kann ich dann auch fliegen wie ein Vogel?
Reich und berühmt werden?
Oder wenigstens nie wieder Schnupfen bekommen?

Jesus betont den Glauben immer wieder.
Immer wieder geht es um Glauben, der hilft, der heilt, der Rettung bringt.

Natürlich: Gott kann auch souverän handeln. Für die Erschaffung der Welt brauchte Er nicht den Glauben der Menschlein.

Aber seitdem wir Menschen diese Erde bevölkern, ist Gott irgendwie besonders auf unseren Glauben aus.

Warum nur?

Die Antwort ist eigentlich einfach:
Glaube bedeutet in erster Linie „Vertrauen“.
Hier: „Ich vertraue Gott! Ich gehe davon aus, dass Er es kann!“
Und es geht um noch mehr als um eine Möglichkeitserklärung.
Es geht im Kern um eine Beziehung zu Gott.
Und wir wissen es doch: eine Beziehung kann nur gedeihen, wenn wir einander vertrauen.
Sobald Misstrauen mitschwingt, Bedingungen für die Zuneigung gestellt werden oder anderes in unserem Denken mitschwingt, dass gegen die Beziehung wirkt, kann eine Beziehung auf Dauer nicht harmonisch sein.

Gott geht es also immer darum:
die harmonische und vertrauensvolle Beziehung zu Ihm.
Und zwar unabhängig davon, ob Gott uns was bringt oder wir Ihm was bringen.
Es geht nicht um Dienst, Leistung, tiefe emotionale Erlebnisse… es geht darum:
Gott und ich – ich und Gott. Egal, was sonst ist.
Das ist Glaube im Kern.

So wird auch deutlich, weshalb Jesus so oft von der Notwendigkeit unseres Glaubens spricht: Nur, wenn wir in vertrauensvoller Beziehung zu Gott stehen, kann Er uns allen himmlischen Reichtum anvertrauen. Wunder, Zeichen, Heilungen und Befreiungen können sicherlich hilfreich sein, um zu glauben. Aber sie können den Glauben nie ersetzen. Und letztlich ist eine harmonische Beziehung nicht davon abhängig, ob solche Wunder und Befreiungen geschehen. Wäre dem so, dann wäre unsere Gottesbeziehung bedingt und nicht grenzenlos.

Kehren wir zum Ausgangspunkt zurück:
Wie ist es nun mit den Glaubenden, denen alles möglich ist?

Ich sehe diese Aspekte in der Antwort von Jesus:
1. Der Vertrauende vertraut. Er überlegt nicht, ob etwas geht oder nicht. Es geht nicht um das Können. Natürlich kann Gott! Deshalb vertraue ich Ihm. Kann dieser Gott alles? Ja, natürlich! Oder auch übernatürlich.

2. „Alles ist möglich“, wenn es darum geht, im geistlichen Kampf zu bestehen. Der Glaubende wird den Sieg über Dämonen und Mächte der Finsternis haben.
Nichts wird den Gott-Vertrauenden abhalten können. Im geistlichen Kampf ist alles möglich, weil jede dämonische Beeinflussung und Belastung durch Jesus verschwinden muss.

Aus diesem Grund betont Jesus im Text schließlich das Gebet ( „Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Gebet!“).
Denn das Gebet ist die gelebte Beziehung zu Gott.
Es ist das Reden und Hören.

Wie wollen wir denn gegen Dämonen bestehen können, wenn wir nicht Gott suchen?
Wie wollen wir Mächte der Finsternis besiegen, wenn wir uns von ihren Tricks beeinflussen lassen und nicht auf Gottes Möglichkeiten schauen?

Ich bin sicher:
Viele von uns würden gerne ein paar Wunder und Zeichen erleben.
Gott kann davon viel schenken – einfach deshalb, weil Er barmherzig ist.
Aber die Regelmäßigkeit geistlicher Siege und von Heilungen korrespondiert möglicherweise mit der Zeit, die wir bewusst in Gemeinschaft mit Gott verbringen. Sprich: im Gebet.

Du willst also einen „Durchbruch“ im Leben erfahren?
Du willst eine „Mauer“ überwinden?
Endlich einen entscheidenden Schritt weiterkommen?

Dann nimm Dir diese Zeit mit Gott.
Und ich schreibe nicht von 2-3 Minuten vor dem Frühstück oder dem Abendgebet im Bett oder dem Besuch der Gottesdienstfeier. All das ist wichtig und gehört dazu („Betet allezeit!“).
Ich meine vielmehr die eine Stunde an jedem Morgen oder im sonstigen Tagesverlauf. Eine Stunde in bewusster Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater. Oder auch mal 2-3 Stunden.

Wie… wir haben ja keine Zeit dafür?
Das ist für die meisten von uns ein Irrtum!
Und ob wir Zeit haben!
Es ist nur eine Frage der Prioritätensetzung.
Den Computer einschalten und „surfen“ oder beten?
Den Roman lesen oder beten?
Die Muskeln stärken oder beten?

Nein, nein – ich schreibe nicht vom frommen Druck.
Nicht von religiöser Pflichterfüllung.
Ich bin nicht gegen den Computer oder Romane oder Fitness-Training.
Sondern ich schreibe für mich und diejenigen, die „mehr Jesus“ in ihrem Leben haben wollen, die mehr von Gottes Möglichkeiten sehen wollen.
Es gibt mehr geistliche Portionen – aber sie kosten einen Preis.

 

Glaube im Kreuzverhör – Gott und das Leid

Folgende Gedanken sind weitgehend dem Buch „Glaube im Kreuzverhör – Ein Journalist hinterfragt das Christentum“ von Lee Strobel entnommen (Projektion J Verlag, 2001 – Gerth Medien GmbH, Asslar, 2.Aufl. 2002) und teilweise von mir ergänzt:

Wie kann Gott das Böse zulassen?
Die übliche Argumentation ist die:
Wenn Gott wirklich Liebe ist, dann würde Er gegen das Böse vorgehen.
Da es aber Böses gibt, ist dieser Gott entweder nicht liebevoll oder nicht allmächtig.
Im Umkehrschluss: Wenn es einen Gott gibt, dann ist dieser entweder grausam, gleichgültig oder nicht allmächtig.

Wie reagieren wir als Christen auf diesen Gedanken?
Zuerst nicht intellektuell.
Denn wenn das Böse bzw. das Leid wirklich im Leben zuschlagen, dann brauchen die Betroffenen praktische Hilfe und Trost. Intellektuelle Probleme stehen bei Schicksalsschlägen oft hinten an. Es sind weniger „kluge“ Antworten benötigt, sondern tatsächliche Hilfen.

Wenden wir uns dem Thema nun aber intellektuell zu.
a) Unser Wissen und Verständnis sind begrenzt.
Wir Menschen wissen nicht alles und verstehen nicht alles.
Was aber wäre, wenn dieser Gott ALLES Wissen hat und ALLE Zusammenhänge sieht?
Dann muss die Option bestehen, dass dieser Gott auch andere Situationen zulässt, als wir es täten.
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Männerevent – Wochenendtrip Sächsische Schweiz

Blasen an den Füßen, die Beine schwer wie Blei, Verspannungen im Schulterbereich und gleichzeitig zufrieden sein. Das ist mein Nachklang zu einem Wandertrip in der Sächsischen Schweiz über ein Wochenende.

Am Freitag-Abend fuhren wir los und kamen am späten Abend in Bad Schandau an. Erste Aufgabe: Das Finden eines Unterschlupfes im unbekannten und dunklen Wald. Alleine wäre ich eingegangen. Doch im Team fanden wir mit Hilfe von Taschenlampen einen Felsvorsprung: etwas vom Erdboden erhöht (gut gegen Zecken), mit einem kleinen Felsdach (gut gegen Regen, schließlich hatten wir kein Zelt dabei) und nicht im Kerngebiet der Sächsischen Schweiz (gut gegen Klagen von Parkrangern). Leider ist mein Schlafsack nur bis ca. 10 Grad Celsius effektiv, danach schwindet seine Leistungsfähigkeit rapide, weshalb mir zum einen kalt war und zum weiteren ich auch deshalb unruhig schlief, da ich befürchtete, vom Felsen runterzukullern.

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Auf Gott hören… und dann selber reden!

Beim Gebet weiß ich kaum, wo ich anfangen soll. So umfangreich und vielfältig ist das Thema! Immerhin eines, das Jesus selbst behandelt hat.

Dass wir unsere Gebetslisten und Wünsche haben, stelle ich mal als eine Selbstverständlichkeit da. Jesus lädt uns ein, unsere Bitten beim himmlischen Vater loszuwerden. Bittet, so wird Euch gegeben…
Allerdings sind sich die meisten Ausleger einig: Das hier ist nicht das Janis-Joplin-Mercedes-Gebet. Motto: Ich bete für den Lottogewinn und Gott schenkt mir 6 Richtige (für manchen entpuppen sich diese mitunter als Falsche).

Unsere Bitten, egal wie konkret, egal wie schwammig, sind keine Magie, kein Türöffner, kein Selbstläufer.
In der Bibel gibt es Voraussetzungen für erfüllte Gebete.

Und eine der wichtigsten Voraussetzungen ist die:
Das Gebet nach dem Willen Gottes.
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