Gnade

Seit einigen Wochen bin ich am dem Thema „Gnade“ dran.
Ein Wort, das vielen Christen leicht von den Lippen geht.
Ja, klar – wir glauben an einen gnädigen Gott.
Und dann ist es doch so leicht, so zu leben, als gäbe es diesen gnädigen Gott nicht.
Oder nur, um uns mal die Sünden zu vergeben.
Aber ansonsten geht es dann wieder um das Motto: „Hilf dir selbst – dann hilft dir Gott!“
Was nicht immer verkehrt ist, wenn damit gemeint ist, dass wir Verantwortung für unser Leben haben und es gestalten sollen, können und dürfen.
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Alltags-Tipps: Nasenspülsalz, Henry, No-Poo und anderer Öko-Kram

Nasenspülsalz

Die Nase zu spülen ist nicht jedermanns Sache. Manchmal ist es aus medizinischen Gründen aber naheliegend das zu tun. In manchen Supermärkten, aber vor allem in Drogerien und Apotheken gibt es dafür abgepacktes, fein proportioniertes Nasenspülsalz zu kaufen. Winzige Tütchen mit ca. 2,25 g Füllgewicht.
Eine Packung mit ca. 40-60 Tütchen (je nach Hersteller) kann zwischen ca. 5,-€ bis 7,-€ kosten.
Aktuell haben wir noch eine solche Packung zuhause. Insgesamt bietet diese Packung 90 Gramm Salz an, für ca. 5,-€.
Das ist teuer.
„Tausendmal“ preiswerter ist es, das Pharmasalz (Natriumchlorid) als Großpackung, also nicht in Tütchenform, zu kaufen. Klar, man muss die Portionen dann mit einem Löffel zusammenschaufeln, ist aber verkraftbar, wenn man sich das Preisverhältnis anguckt:
Ein Kilo Natriumchlorid für ca. 5,-€
Erinnere: Bisher 90 Gramm für ca. 5,-€. Jetzt 1000 Gramm für ca. 5,-€!
Daher meine Empfehlung: Kauft die Großpackungen, wenn ihr auf Nasenspülsalz steht!

Henry

So nenne ich einen grauen Sack. Nee, ist nicht mein Nachbar!
Ist wirklich ein Sack, gefüllt mit Granulat, in das Auto gelegt, nahe der Frontscheibe.
Wirkung: Das Granulat saugt die Feuchtigkeit im Auto auf.
Gerade bei Regenwetter oder viel Atemluft im Auto beschlägt unsere Scheibe oft.
Das Gebläse muss dann auf Hochtouren laufen, damit wieder freie Sicht ist.
„Henry“, der Sack, bewirkt, dass wir das Hochtouren-Gebläse nicht mehr nötig haben.
So einen Sack kann man kaufen. Kann man sich aber auch selber, z.B. mit Katzenstreu, basteln.
Frage aber nicht nach „Henry, dem Sack“! Keine Ahnung, wie das Ding im Geschäft heißt. Ich habe ihn einfach „Henry“ genannt. Nenne du ihn/sie, wie du magst!
Wichtig: Alle paar Wochen/Monate muss das Ding auf die Heizung gelegt werden, damit die gesammelte Feuchtigkeit entzogen werden kann. Danach ist er wieder einsatzbereit.

No-Poo

Für manche genauso eklig wie Nasenspülsalz.
„No-Poo“ heißt: die Haare werden nicht mehr mit herkömmlichen Shampoos gewaschen.
Einer der „Natur-Trends“ in der westlichen Gesellschaft. Sicherlich ein Trend, der nie die breite Masse erwischen wird.
Die Idee: Wir nehmen eh schon so viel Chemie-Zeugs in uns auf, dass es Sinn macht, es hier und da zu reduzieren. Eventuell geht es ja sogar darum, bestimmte Krankheiten der Moderne nicht zu bekommen. Deshalb also kein Shampoo benutzen.
Wie dem auch sei:
Mir persönlich gefällt der Gedanke dahinter. Tatsächlich befinden sich in einem normalen Shampoo viele Dinge, die ziemlich künstlich, chemisch und fragwürdig klingen. Ein Chemiker wüsste hier mehr zu berichten, als das, was es bei mir erzeugt: ein komisches Bauchgefühl.
Also, habe ich es probiert. Wie ist es, kein herkömmliches Shampoo mehr zu benutzen und trotzdem gepflegte Haare zu haben?
Meine Erfahrung nach paar Monaten: Es geht.
Die Haare wasche ich noch immer regelmäßig. Jetzt allerdings mit einer Mischung aus warmen Wasser, Roggenmehl, einen Schuss Zitronensaft und ein paar Tropfen Minzöl oder japanisches „Heilpflanzenöl“ (heilt das wirklich?). Alle paar Wochen mal etwas Olivenöl benutzen. Das war’s.
Preislich macht das wahrscheinlich keinen großen Unterschied zu normalen Shampoos. Vielleicht produziere ich einen Mini-Tick weniger Plastik-Müll.
Aber definitiv ist jetzt weniger Chemie auf’m Kopf. Ob das was bringt? Keine Ahnung. Die Kopfsache ist nur ein Bauchgefühl. 🙂

Anderes Öko-Zeugs

Ich bin kein Umwelt-Aktivist und habe auch keine Lust, anderen Menschen Vorträge über den „richtigen“ Lebensstil zu halten. Doch bedingt durch meinen christlichen Glauben ist das Thema „Gottes Schöpfung“ etwas mehr in den Vordergrund gerückt. Wie gehen wir mit Gottes Schöpfung um? Vom Alten Testament her gibt es einige Anweisungen Gottes, dass wir fürsorglich mit Tier & Pflanzenwelt umgehen sollen. Deshalb muss man nicht Vegetarier, Veganer oder Öko-Dorfbewohner werden. Aber mehr Achtung vor dem zu haben, was Gott mit Liebe und Kreativität erschaffen ist, ist fraglos gut. Einer der Gründe, weshalb ich mich hauptsächlich vegetarisch ernähre. Massentierhaltung ist doof und das Fleisch direkt beim Bio-Bauern zu kaufen, ist mir zu umständlich oder zu teuer.
Das sind u.a. weitere Maßnahmen, die ich ökomäßig für mich selbst bedenke:
– Das Benutzen einer Zahncreme, die möglichst wenig Chemiezeugs inne hat.
– Die Verwendung von Holzzahnbürsten. Plastik im Mund finde ich doof.
– Die Heizung muss nicht immer auf höchster Leistung laufen. Man kann sich auch wärmer anziehen.
– Weniger Flüssigseife im Plastikbehälter kaufen, sondern mehr Handseife in der Kartonverpackung.
– Viele Strecken mache ich mit dem Fahrrad statt mit dem Auto.
– Es müssen auch nicht „überall und immer alle“ Lampen im Haushalt eingeschaltet sein. Nur die anschalten, die wirklich gebraucht werden.
– Wie so viele es tun (auch, wenn die Industrie dahinter fragwürdig ist): das Trennen von Müll.
– Manchmal tut es auch der Handfeger mit Müllschippe statt der Staubsauger.
– Handtuch und Putzlappen statt Einweg-Küchentuch.
– Wenn Kaffee kaufen, dann idR Fairtrade-Kaffee. Gleiches gilt oft auch für Schokolade.
– Wenn Eier gekauft werden, dann natürlich nur die, die die Null als Kennziffer haben.

Ich weiß, dass das alles keine Allheilmittel sind.
Und manches lässt sich auch nicht für alle Menschen denken (Was wäre, wenn alle nur noch Zahnbürsten aus Bambusholz benutzen würden? Wäre das nicht auch schädlich für die Umwelt?). Nichts davon ist revolutionär. Und wahrscheinlich werden wir Menschen immer irgendwie schädlich für die Natur sein.
Aber ich bin überzeugt, dass jeder step by step sein Leben so umgestalten kann, dass es weniger schädlich für die Schöpfung Gottes ist. Hast du noch mehr Tipps?

Erfahrungsbericht „Vegan leben“

Seit ungefähr 6 Wochen versuche ich, mich vegan zu ernähren.
Sich vegan zu ernähren ist ein großer Unterschied zum veganen Lebensstil!
Würde ich dem veganen Lebensstil frönen, trüge ich keinen Ledergürtel mehr!

Ich trage aber noch meinen Ledergürtel. Und ich habe noch Woll-Klamotten!
Daher sage ich: Ich versuche, mich vegan zu ernähren.

Jeder, der lesen kann, spürt wiederum eine Einschränkung:
„Ich versuche…“

Denn eine vegane Ernährungsweise ist gar nicht so einfach!

Für mich fängt es bei Höflichkeitsritualen an.
Jemand bestellt für mich einen Kaffee und zahlt diesen auch.
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