Facebook – Pro oder Contra?

Mittagessen und Freunde auf Facebook

Seit Jahren bin ich Facebook-Nutzer. Am Anfang lockte auch ein Stück Eitelkeit: sich präsentieren können. Wieviele likes habe ich bekommen?
Nun habe ich nie mit Bildern vom Mittagessen aufgewartet. Dafür war mir die Lebenszeit dann doch zu schade. Ich habe auf „höherem“ Niveau meine Eitelkeit ausgeübt. Mit anderen Bildern, Beiträgen und „Likes“. Ob das wirklich höherwertiger ist, mag jeder für sich beurteilen.

Aber mehr und mehr fand ich Facebook tatsächlich nützlich: in Kontakt zu bleiben mit Menschen.
Irgendwie auf Tuchfühlung zu bleiben.
Selbst, wenn man sich wochenlang, gar monatelang nicht geschrieben oder gesehen hat: immerhin ist man auf Facebook befreundet und sieht hin und wieder ein Bild vom Mittagessen des anderen. Besser als gar nichts.
Gerade für Menschen wie mich, die andere schnell in ihr Herz schließen und, selbst, wenn es lange keinen Kontakt gab, sich freuen, wenn man sich dann doch mal wieder spricht, ist Facebook eine grandiose Erfindung.

Facebooks Geschäftsmodell und Skandal

Nun musste allen internetkundigen Menschen schnell klar sein, dass Facebook nicht aufgrund purer Menschenfreundlichkeit existiert. Natürlich ist es ein Geschäftsmodell: Daten werden genutzt, um zielgerichtet Werbung vermitteln zu können. Damit kann ich leben. Ich muss die Werbung ja nicht anklicken.

Nun tauchte der Skandal auf: eine mit Facebook – zumindest zeitweilig – kooperierende Firma hat Millionen von Facebook-Daten „missbraucht“, um für politische Zwecke besser werben zu können.
Selbstverständlich dementierte Facebook, das gewollt zu haben. Irgendwie will ich ihnen das auch glauben.
Aber mal im Ernst: Wenn Facebook Daten nutzt und ggf. weitergibt, um zielgerichtet zu werben, dann ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis das nächste Mal solche Daten missbraucht werden.
Und was, wenn der Missbrauch für politische oder moralische Zwecke stattfindet, die der Einzelne nicht gut heißen kann?

Wie mit Facebook umgehen?

Mancher wendet ein:
„Das kann ich ja eh nie verhindern!“
Oder:
„Sind wir nicht eh Spielball der Mächtigen?“
Oder:
„Davon muss man doch ausgehen, wenn man das Internet nutzt!“

Aber was steckt hinter diesen Aussagen?
Dahinter steckt ein Sich-Ergeben.
Eine Passivität und Lethargie.
Es ist ein Sich-Treiben-Lassen mit der Masse.

Das geht solange gut, solange man nicht direkt betroffen zu sein scheint.
Doch wenn das der Fall ist, wie bei manchen Gefangenen und Gefolterten in Diktaturen, dann ist es zu spät.
Bis dahin bleibt es ein diffuses Etwas, was fast parallel zum eigenen Leben zu existieren scheint.

Was soll ich tun?

Ich überlege auch, ob ich Facebook trotzdem verwenden sollte.
Auch, wenn meine Daten dabei missbraucht werden können für Zwecke, die ich nicht gutheiße.
Einfach, weil Facebook auch eine Plattform dafür sein kann, die eigene Meinung kundzutun
… oh, fast hatte ich es vergessen: seit einiger Zeit werden auf Facebook einzelne Kommentare gelöscht, wenn sie wider das Gesetz stehen könnten. Facebook fungiert als verlängerter und provisorisch tätiger Arm der Exekutive.
Naja, dann steht Facebook immerhin dafür, dass ich in Kontakt bleiben kann mit den Menschen, die mir wichtig sind (oder waren).
Doch, Moment!
Wenn mir Menschen wichtig sind, kann ich sie dann nicht auch per Email kontaktieren? Per Telefon? Per Besuch? Oder wie damals: per Brief?
Sollte Facebook so einflussreich geworden sein, dass ich meine, diese Plattform für wichtige Kontakte zu brauchen und keine Alternative zu haben?

In der Tat gibt es aus meiner Sicht einen einzigen Pluspunkt für das Netzwerk Facebook:
Und das ist das Netzwerk.
Ich kann innerhalb kürzester Zeit (theoretisch) Hunderte von „Freunden“ mit einer Anfrage oder einer Information erreichen.
So einfach bietet es mir kein anderes Medium.

Ist dieser Vorteil gewichtiger als die genannten Risiken/Nachteile?
Das kann nur jeder für sich beurteilen.

Meine persönliche Beurteilung von Facebook

Für mich sieht es zusammenfassend so aus:

DER Vorteil Facebooks:
Der Netzwerk-Gedanke.

Der Nachteil Facebooks:
Der Missbrauch meiner Daten für Zwecke, hinter denen ich nicht stehe, bis hin dazu, dass man u.U. persönliche Nachteile befürchten muss, wenn man für bestimmte Meinungen einsteht.
Es ist wie das Herausreißen eines Satzes aus einer Rede, ohne den Zusammenhang zu berücksichtigen, damit eine poitische Partei ihr Unwesen treiben kann.

Für Otto Normalverbraucher mag das alles nicht so furchtbar wichtig sein.
Allerdings muss dazu das erwähnt werden: Facebook besteht ja nur deswegen, weil es ganz viele Otto Normalverbraucher gibt!
Es ist die Masse, die Facebook bewegt.
Und in diesem Moment ist der Einzelne dann doch wichtig.
Denn ich bin Teil der Masse.

Schlussendlich gibt es das worst case-Szenario:
Wenn die Daten unterschiedlicher Sammelstellen zusammengefügt werden.
Die Daten des Finanzamtes, die Daten von Facebook, die Daten von NSA & Prism etc.
In diesem Moment wird jeder sofort steuerbar und erpressbar.
Man wird eine Marionette. Ein Datensklave.

„Unfassbar! So weit wird es nicht kommen!“, wendet mancher ein.
„Eine Frage der Zeit!“, reagieren die anderen.

„Letztlich weiß ich es nicht!“, sage ich.
„Aber ich muss dem auch keinen Vorschub leisten!“.

Deshalb entscheide ich: Tschüss, Facebook!
Vielleicht komme ich mal wieder. Doch erstmal bin ich raus.
Möge das worst-case-Szenario nie eintreten!

P.S. Und was ist mit meiner restlichen Internet-Nutzung? Zum Beispiel mit dem Schreiben eines Blogs?
In der Tat können auch diese Daten missbraucht werden.
Und doch wird sich ein Daten-Missbraucher wesentlich mehr Mühe machen müssen, um aus diesen Daten Werberelevantes zu ziehen. Ein Risiko besteht weiterhin. Aber es erscheint geringer. Wahrscheinlich geht es im Leben immer um diese Abwägung.

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Mehrere Massenvergewaltigungen in Malmö – Schweden

Ich will ja endlich mal den dritten Teil von der Dystopie „Tribes“ fertig bekommen (ist auch bald so weit!).
Dafür recherchiere ich mal hier und da.
Dabei bin ich darauf gestoßen, dass es in der schwedischen Stadt Malmö innerhalb weniger Wochen die vierte Massenvergewaltigung gegeben hat (eine Meldung besagt, dass es Anfang Januar wieder eine fünfte Vergewaltigung gegeben hat, was aber bisher nicht bestätigt ist). Noch ist kein Täter gefunden, aber die Vermutungen gehen in die Richtung, dass die Gruppenvergewaltigungen mit Tätern aus anderen Kulturkreisen zusammenhängt (zur Meldung an sich: lies auch hier: http://dystopie-tribes.de/clash-von-kulturen-und-gruppen-mehr-konflikte/).
Das finde ich bestürzend.
Schweden war für mich lange Zeit ein „heiles“ Land, was sich offenkundig seit einigen Jahren geändert hat.

Was – fast – ganz anderes:
Heute las ich, dass Untersuchungen des Kriminologen Pfeiffer ergeben hätten, dass in Niedersachsen jeder dritte moslemische Schüler die Scharia bejahe und auch bereit sei, für den Islam zu kämpfen (s.a.: https://www.welt.de/politik/deutschland/article172327527/Kriminalitaetsstudie-Islamistische-Tendenzen-im-Klassenzimmer.html).
Schon ein paar Tage vorher wurde durch seine Untersuchungen bekannt, dass der Kriminalitätsanstieg in Niedersachen vorwiegend durch Ausländer/Geflüchtete bedingt sei.

Nun haben Pfeiffer und sein Team dann alles versucht, um diese Zahlen wieder zu relativieren.
Wahrscheinlich wollen sie keinen Hass schüren, was natürlich gut ist.

Dennoch bin ich erschrocken.
30% der moslemischen Schüler wären bereit, für den Islam zu kämpfen.
Und 8% fänden sogar den IS gut.

Nach meinen Beobachtungen hängt all das nicht mit einer sozial oder finanziell schlechteren Lage zusammen. Manche der Top-Terroristen sind stinkereich und haben beste Ausbildungen. Ich kenne einige Kinder und Teens, die weder reich sind noch in Luxus-Vierteln leben. Dennoch ist nicht erkennbar, dass sie deshalb bereit wären, im Namen einer Religion/Ideologie anderen Schaden zuzufügen. Nein, materielle Schwäche mündet nicht zwangsläufig in extremistische Weltanschauungen.

Meines Erachtens gibt es nur einen Grund für diese Umfrage-Ergebnisse, und der liegt im Elternhaus und im Wesen des Islam begründet.
Ich weiß, dass es heikel ist, über „den Islam“ zu schreiben. Ich weiß, dass es Sunniten, Schiiten, Aleviten und viele andere Strömungen gibt. Pauschalisierungen sind immer blöd.
Mir reicht es, auf die beiden Hauptströmungen zu schauen: die sunnitische und die schiitische.

In beiden Richtungen wird Mohammed als der Prophet verehrt. Wer ihn beleidigt, beleidigt Allah und ist schnell des Todes würdig.In beiden Richtungen ist die Scharia fester Bestandteil. In beiden Richtungen gibt es Gründe, um einen „heiligen Krieg“ anzuzetteln. In beiden Richtungen hat die Frau dem Mann zu gehorchen. In beiden Richtungen werden Menschen, die sich vom Islam lossagen verbannt und u.U. sogar mit dem Tod bedroht.
Ziemlich viel Gewalt. Begründet im Koran, mit Mohammeds Leben und der Scharia.

Kinder von vielen sunnitischen und schiitischen Eltern werden schon früh zur Koranschule gebracht. Dort lernen sie, den Koran auf Arabisch zu lernen und werden in das Moschee-System eingeflochten. Von einer mir bekannten Person weiß ich, dass es passieren kann, dass Moscheevertreter von Familie zu Familie gehen und darauf hinweisen, dass ihre Töchter ein Kopftuch tragen müssen. Teilweise wird dafür sogar Geld geboten, damit das umgesetzt wird.
Die Prägungen und Gedankenwelten werden somit schon sehr früh angelegt. Auch hier in Deutschland.

Dieses Muster kennen wir.
Kinder, die frühzeitig in ein bestimmtes Werte- und Beziehungssystem eingebunden werden, werden davon für den Rest ihres Lebens geprägt. Die in der Kindheit vermittelten Werte und Beziehungen sind dann das Vertraute.
Und Kinder, die lernen, dass es im Sinne Allahs sein kann, Gewalt gegen andere Menschen einzusetzen, werden eher offen für solche Gewaltakte sein, als Kinder, denen man beibringt, dass Nächstenliebe und Vergebung die höchsten Werte sind. Auch deshalb gibt es Achtjährige, die davon reden, dass Juden böse seien und Israel vernichtet werden müsste.
In Deutschland.
Es sind die frühesten Prägungen und Vorbilder, die den Ausschlag geben.

Was tun?

Nun ist es nahezu unmöglich und guterweise auch nicht gewollt, die Elternhäuser zu überwachen und zu kontrollieren. Natürlich ist es gut, dass wir eine Gewissens- und Religionsfreiheit haben.
Das sind Werte, die aus dem humanistisch-christlichen Erbe dieses Landes erwachsen sind.
Was aber tun, wenn man dann mit einer Religion konfrontiert ist, von denen ein beachtlicher Teil der Mitglieder bereit ist, Gewalt gegen andere zu verüben – im Zweifel sogar, wenn es der Ausbreitung dieser Religion dient?

Rechtlich gesehen ist das ein No-Go.
Niemand darf in unserem Staat andere körperlich verletzen oder gar töten.
Und eine Religion, die das aber verkündet, ist verfassungsrechtlich mehr als bedenklich.

Tatsächlich gesehen lässt sich das Recht nicht immer durchsetzen.
Manches, was in islamisch geprägten Clans geschieht, dringt nicht nach außen. Wo kein Kläger, da keine Klage!
Wer in diesem Beziehungsnetzwerk einer Moschee groß wird, weiß genau, was ihn erwartet, wenn er gegen Brüder aufsteht. Dann ist es oft einfacher, still zu bleiben.
Dass das Recht nicht immer durchgesetzt wird, zeigen manche Clan-Orte in deutschen Städten, wo man die Probleme ohne die deutsche Polizei regelt. Und wenn sie auftaucht, dann ist sie Gegner und nicht Freund.

Nach meiner Einschätzung wird der Islam in Deutschland weiterhin existieren dürfen.
Es wird weiterhin staatliche und politische Versuche geben, den Islam zu liberalisieren.
Aber das wird nicht gelingen, weil
1. der weltliche Staat in Augen eines überzeugten Moslems ein Phänomen ist, was irgendwann durch den Islam überwunden werden muss (Ziel ist die Umsetzung der Scharia im ganzen Land),
2. jeder Versuch einer Liberalisierung an den Wesenskern des Islam geht. Das kann und darf ein überzeugter Moslem nicht zulassen, sondern kann es ggf. gar als Angriff auf seinen Glauben deuten.

Den Islam zu verbieten, wäre zwar eine Denkalternative, bringt praktisch aber wenig.
Dann würden Untergrund-Moscheen entstehen. Den Glauben eines Menschen stählt man eher mit solchen Aktionen.

Den Kindern frühzeitig andere Werte zu vermitteln, wird ja schon versucht, wenn auch mehr schlecht als recht.
Vielleicht gibt es auch deshalb – nicht nur wegen der ökonomischen Erfordernisse – zunehmend Möglichkeiten, das eigene Baby in Krippen und Kitas von fremden Menschen beaufsichtigen zu lassen.
Doch da der Personalschlüssel eng ist, wird mitunter weniger erzogen und dafür umso mehr aufbewahrt.
Abgesehen davon, ist es natürlich immer strittig, welche Werte in solchen Stätten denn vermittelt werden sollen.
Aber auch hier kann gelten:
Die Prägung durch die Eltern bleibt das Maßgebliche.
Der Staat müsste die Fremdbetreuung zwangsweise umsetzen, um mehr zu prägen als die Eltern.
Bewahre uns, Gott!

Aus christlicher Sicht brauchen wir vielmehr von dem, was hier und da schon geschieht:
Dass sich Christen aufmachen und geflüchteten Menschen aus islamischen Regionen das Evangelium nahebringen.
Tatsächlich sind in Deutschland schon neue Kirchen entstanden, mit einem großen Anteil an Ex-Moslems.
So kritisch man mit Religionen sein mag, aber selbst wenn ich Atheist wäre, würde ich lieber eine Religion unterstützen, die als höchstes Gebot die Nächstenliebe hat, die sich bis zur Feindesliebe erstreckt, als eine Religion, die mich als Ungläubigen im Zweifel gewaltsam unterdrückt (Beweis: Guck‘ in die Länder, wo der Islam Staatsreligion ist).

Was also tun?
Der Staat muss nach wie vor auf den Verfassungsschutz bauen.
Der Staat wird das Personal bei Polizei und Gerichten aufstocken müssen.

Aber für mich sind das nur Maßnahmen, die die Symptome angehen.

Wir brauchen eine Herzensveränderung.
Das Innerste eines Menschen muss sich ändern.
Damit wird das andere zwar nicht irrelevant, aber weniger nötig.

Diese Herzensveränderung kann kein Mensch bewirken.
Nur Gott kann das.

Dafür können wir beten.
Dafür können wir aktiv werden.

Es ist ein Kampf um jeden einzelnen Menschen.
Denn jeder Mensch ist es wert, dass er Frieden empfängt und so zu einem Segensträger wird.

Dann wird es weniger Vergewaltigungen geben.
Und aus dem Drittel der Kinder, die islamisch begründet Gewalt anwenden würden, können Kinder werden, die für Frieden und Versöhnung eintreten.

Angefangen habe ich mit den Schreckensmeldungen aus Malmö.
Weitergemacht habe ich mit meinem Gedanken zur Untersuchung von Pfeiffer.
Damit will ich zwischen beiden Inhalten keinen Zusammenhang herstellen.

Der einzige Zusammenhang, den ich sehe, ist der:
Unsere Gesellschaft wird sich wieder mehr polarisieren.
Krisenzeiten fordern zu Stellungnahmen heraus.
Da haben wir Menschen aus Kulturen, in denen die Frau nichts wert ist. Eine Vergewaltigung verdeutlicht das.
Wir haben Nazis, die sowieso gegen alle sind, die nicht so denken wie sie.
Wir haben Linksextremistische, die Gewalt gegen Polizeibeamte und das Eigentum anderer ausüben.
Wir haben moslemische Menschen, die bereit sind, ihren Glauben zur Not gewaltsam durchzudrücken.
Wir haben die Kluft zwischen Armen und Reichen und einen Mittelstand, der zunehmend von der Armutsfalle bedroht ist.
Wir haben steigende Zahlen von Obdachlosen. Auch die Mittelschicht taucht in diesen Zahlen öfter auf.
Wir haben eine gestiegene Alters- und Kinderarmut.
Wir haben mehr Menschen mit Zweitjobs, befristeten Jobs oder Jobs, bei denen das Geld einfach nicht reicht.
Wir sehen, wie Milliarden für einen BER verbraten werden und niemand zur Rechenschaft gezogen wird.
Wie Bundestagsabgeordnete sich auch ohne Regierungsbildung eine Diätenerhöhung verpassen und höhere Rüstungsausgaben beschließen.
All das sorgt dafür, dass die Spannungen zunehmen.

Das ist das Eigentliche, was mir Sorge macht: die Entwicklungen in unserem Land.
Das ist der einzige Zusammenhang, den ich sehe.

Diese Entwicklungen wirken auf mich manchmal unaufhaltsam.
Ich befürchte, dass der Überwachungsstaat zunehmen wird, weil sie kein anderes Rezept gegen mehr Kriminalität, Hass und Unruhen haben werden.

Für mich gibt es nur eine Gruppe, die in solchen Zeiten besonders wichtig ist:
Die Versöhner.
Die Friedensstifter.
Diejenigen, die den Menschen sehen.
Die für das Leben eintreten.

Gut, dass es solche Menschen gibt.
Es gibt solche Atheisten und Humanisten. Es gibt solche Moslems und Buddhisten.

Aber deshalb bin ich auch gerne Christ.
Weil es im Christentum letztlich darum geht:
die Botschaft der Versöhnung von Gott und Mensch weiterzutragen.
In der Gemeinschaft mit Gott und Menschen zu leben.
Gott zu lieben und den Nächsten wie mich selbst.

So herausfordernd die Zeiten noch werden könnten, so sehr erwächst die Chance für Kirchen und Christen, zu zeigen, dass es auch anders geht.

Trumps Entscheidung: Jerusalem als Hauptstadt! Warum das eigentlich kein Problem ist – und warum doch

Die Entscheidung von Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, hat in vielen Medien für ein negatives Echo gesorgt.
Im pro-Medienmagazin wird das untersucht und entdeckt (Zitat von https://www.pro-medienmagazin.de/…/deutschsprachige-medien…/):
„Die meisten sparen allerdings die Tatsache aus, dass Israel den Osten der Stadt 1967 von Jordanien erobert hat – und nicht etwa, dieser Eindruck könnte zumindest durch die Auslassung entstehen, von den Palästinensern. Erwähnt wird auch nicht, dass Jordanien seinerzeit Ostjerusalem annektiert hatte und dies weltweit von genau einem Staat anerkannt wurde: von Pakistan.“

 

Die Lage ist komplizierter!

Insgesamt ist es ja ein kompliziertes Geschehen da im Süden, die eine angemessene Beurteilung schwer machen können:
Saudi-Arabien macht den Jemen platt …. mit deutschen Waffen und „hofiert“ von zig deutschen Politikern.
– In Syrien werden seit Jahren Menschen getötet – ein Gemengenlage aus inländischen Konflikten, westlichen/us-amerikanischen „Scharfmachungen“ (u.a. direkte Unterstützung der sog. Rebellen, die sich irgendwann als Islamisten herausgestellt haben); schließlich die russischen Eingriffe.
– Der Irak ist seit dem US-Einmarsch – mit direkter und indirekter Unterstützung weiterer westlicher Staaten – eine Katastrophe. Christen mussten fliehen, weil sie dort ihres Lebens nicht mehr sicher sind.
Afghanistan wurde von westlichen Streitkräften eingenommen („Wir verteidigen die deutsche Sicherheit am Hindukusch!“… eine Behauptung, die ich bis heute nicht verstehe!) und der Kampf gegen die Taliban u.ä. Gruppen wurde nicht gewonnen, sondern verschärft.
– Der Iran baut scheinbar weiter an einer Atombombe, steinigt und köpft Menschen.
– Im Libanon mischt die Hisbollah-Miliz mächtig mit und bereitet womöglich weitere Attacken vor.
– Die Türkei zerstört Kurden-Dörfer und tötet Kurden. Manche Kurden agieren wiederum gewalttätig.

Der Flächenbrand ist längst da!

Also, mein Eindruck ist: der Flächenbrand existiert in Arabien (bis Afghanistan) schon lange und westliche Staaten sind nicht immer ganz unbeteiligt daran.
Und so können jegliche Maßnahmen für weitere „Explosionen“ sorgen.

Ich vermute, dass viele Journalisten und viele Politiker die Entscheidung von Trump nur deshalb schlecht finden, weil sie Angst haben.
Dürfen sie ja. Aber ob das der richtige Ratgeber ist?
Dinge nicht zu tun, weil man Angst hat, ist menschlich.
Aber wovor hat man Angst?
Dass es zu weiteren Gewaltausschreitungen kommt, womöglich zu einer Intifada, oder?
Aha!
Man hat also Angst vor den Reaktionen der islamisch-geprägten Nachbarvölker!
Heißt das, dass man nichts tun darf, was diese Völker aufregen könnte?
Dass man sich lieber anpassen sollte? Zur Not auch verbiegen sollte?
Geht es darum?

 

Was ändert sich tatsächlich?

Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch Trump (und im April bereits durch Putin, zumindest bezogen auf den Westteil), ist fraglos eine Zäsur der letzten Jahre der US-Politik. Ein US-Gesetz, das eigentlich die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt vorgesehen hatte, wurde regelmäßig von den US-Präsidenten auf die Wartebank geschoben. Trump bringt es nun nach zig Jahren zur Wirksamkeit.

Was ändert sich dadurch faktisch?
Irgendwann wird die US-Botschaft in Jerusalem sein.
Das war’s.
Mehr passiert erstmal nicht!
Nach wie vor leben Araber, Moslems, Juden, Christen, Atheisten, Agnostiker, Linke, Rechte, Palästinenser, Orthodoxe usw. in Jerusalem. Und zwar im Westen wie im Osten. Sie können nach wie vor ihren Alttagsgeschäften nachgehen. Ob Jerusalem nun von den USA als Hauptstadt Israels anerkannt wurde oder nicht.

Kein anderer Staat muss dieser Entscheidung folgen.
Man kann es gut oder doof finden.
Man kann demonstrieren gehen oder es lassen.

Wer trägt wirklich welche Verantwortung?

Was man dann tatsächlich daraus macht, liegt in der eigenen Verantwortung.
Wer deswegen meint, Steine zu werfen und israelische Soldaten angreifen zu müssen, kann das tun. Wiewohl die Soldaten weder was dafür können, dass Trump diese Entscheidung getroffen hat, noch, dass Jerusalem seit Jahrtausenden als DIE Stadt des jüdischen Volkes schriftlich dokumentiert ist (ein nicht unbeachtlicher Fakt für die Begründung eines staatlichen Existenzrechts).
Dass solche Gewaltreaktionen die Situation in keinster Weise besser machen, erschließt sich leider nur denen, die nachdenken.
Man könnte diese Angriffe auch sein lassen und sich damit ersparen, dass sich die Soldaten natürlich verteidigen. Könnte die eigene Gesundheit schonen.
Warum die Hamas nun eine neue Intifada will, verstehe ich nicht. Wem ist damit geholfen?

Man kann auch Bilder von Trump im Gazastreifen verkaufen. Das Geschäft geht gerade ganz gut.

Auf den Punkt gebracht:
Niemand zwingt Menschen dazu, auf etwas mit Gewalt zu reagieren!
Beachte: Auf etwas, dass faktisch so gut wie keine Auswirkungen hat!
Wer dennoch Gewalt anwendet, verantwortet das selbst – und nicht ein Trump.

Der eigentliche Gewaltgrund: eine religiöse Ideologie

Leider kann es keinen Frieden geben, solange die Hamas an ihrer Charta festhält, die u.a. besagt:
– „Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“ (Art.7)
– „Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Djihad. Die Initiativen, Vorschläge und Internationalen Konferenzen sind reine Zeitverschwendung und eine Praxis der Sinnlosigkeit.“ (Art.13)
– „Es müssen jedoch noch mehr Schritte von den arabischen und islamischen Völkern und den islamischen Vereinigungen überall in der arabischen und islamischen Welt unternommen werden, um die nächste Runde im Kampf gegen die Juden, die Händler des Krieges, möglich zu machen.“ (Art. 32).

Auch die Fatah hat ihre Agenda festgeschrieben (u.a.: Palästinensische Nationalcharta):
– „Oberstes Ziel: ‚komplette Befreiung Palästinas‘ sowie ‚die Ausrottung der ökonomischen, politischen, militärischen und kulturellen Existenz des Zionismus‚ (Art. 12 der Verfassung von 1964).
– Jerusalem soll die Hauptstadt Palästinas sein.
– Die Gründung des Staates Israel ist illegal.
– Krieg und Gewalt werden als legitime Mittel betrachtet, um das durchzusetzen. Der bewaffnete Kampf ist der EINZIGE Weg dazu! Guerilla-Aktionen sind ausdrücklich gewollt (Art.10 der P.-Charta).
– Der „Zionismus“ muss ausgetilgt werden (Art.15 der P-Charta)… was auch immer man darunter subsumieren kann.
– Schließlich lehnen sie „alle Lösungen ab,die einen Ersatz für die vollkommene Befreiung Palästinas bilden und verwirft alle Vorschläge,die auf eine Liquidierung des Palästinaproblems oder auf seine Internationalisierung abzielen.“ (Art.21)
– „Israel ist eine ständige Quelle der Bedrohung des Friedens im Nahen Osten und in der ganzen Welt.“ (Art. 22)

Was ist daraus zu ziehen?
Die zwei maßgeblichen Kräfte in Palästina wollen kein Israel!
Sie wollen Jerusalem als eigene Hauptstadt!
Und sie wollen dafür Gewalt anwenden!
Kompromisse sind aus ihrer Sicht unmöglich.

 

Frieden ist unmöglich

Mit anderen Worten:
Frieden kann – menschlich gesehen – in der Region erst entstehen, wenn Israel nicht mehr existiert.
So aus Sicht vieler Palästinenser.
Dass das ein echter Friede ist, würde ich bezweifeln.

Da kann man dann zwischendurch auch mal eine Botschaft nach Jerusalem verlegen…

Wahrscheinlich kommt der echte Friede erst, wenn Jesus Christus für Ordnung sorgen wird.

Neuwahlen, Jamaika und Merkel

Es ist das Jahr 2017 und die Koalitionsverhandlungen sind gescheitert: es wird keine „Jamaika“-Regierung in Deutschland geben.

Über die Gründe wird viel diskutiert und dahinter steckt oft die Schuldfrage. Wer hat Schuld, dass es keine Einigung von CDU/CSU, den Grünen und der FDP gegeben hat? Irgendwie eine menschliche Reaktion, nach der Schuld zu fragen.

Wahrscheinlicher ist, dass es gar nicht um Schuld geht, sondern schlichtweg um zum Teil völlig unterschiedliche Weltbilder, die es mehrheitlich in den Parteien gibt. Das hat auch was Schönes, festzustellen, dass wir in Deutschland keinen politischen Einheitsbrei haben, sondern es hier und da offenkundig beträchtliche Unterschiede gibt und es sehr wohl darauf ankommt, wen man wählt.

Ich bin zu wenig Parteikenner, um die unterschiedlichen Weltbilder der Parteien zu analysieren und lebe weitgehend auch nur von den Berichten und Kommentaren in den Online-Medien. Dennoch hätte es mich tatsächlich ein wenig überrascht, wenn diese Jamaika-Koalition zustande gekommen wäre. Klar, die CDU ist unter Merkels Regierung von manchen konservativen Positionen abgewichen. Und die Grünen mussten lernen, abseits jeder Ideologie, manche Realpolitik zu betreiben. In den letzten Jahren hat faktisch eine Annäherung stattgefunden. Da die CDU aber mit der CSU zusammenhängt, und diese viel bewusster an traditionellen Werten festhält, mussten die Koalitionsverhandlungen zumindest wesentlich erschwert werden. Nicht, weil die CSU „schuld“ ist, sondern weil sich keine Partei letztlich in ihren Wertevorstellungen verleugnen darf. Grüne und CSU sind einfach zu unterschiedlich. Wusste man doch vorher schon. Dass der (konsequente) Verhandlungsaustritt dann von der FDP kam, bewirkt erstmal Respekt. Die FDP hat erkannt, dass sie an ihre ureigensten Werte ran müsste, um an die Regierungsmacht zu kommen. So machthungrig sind sie doch nicht.
Prinzipiell ist es keine Schande, solche Verhandlungen dann abzubrechen. Man muss sich nicht verbiegen. Das gilt für alle Parteien. Manchmal passt es halt nicht.

Die große Frage ist: Wie geht es weiter?
Neuwahlen kann nur der Bundespräsident durch eine Auflösung des Bundestages bewirken (vorgezogene Neuwahlen).
So weit muss es nicht gleich kommen.
Aber was sind die anderen Möglichkeiten?
Die SPD hat von Beginn an eine große Koalition abgelehnt. Möglicherweise würden sie sich dem nur öffnen, wenn Angela Merkel als Kanzlerkandidatin abtritt. Das wird sie wohl nicht tun, weil sie im Ergebnis der Bundestagswahl noch immer ein Mandat für sich sieht.
Eine Koalition von CDU/CSU und FDP wäre eine Minderheitenregierung. Kann man machen, macht es für unser Land aber nicht einfacher. Wir leben in Zeiten, in denen mitunter „große“ Entscheidungen getroffen werden müssen. Das wäre mit so einer Art von Regierung kaum möglich.
Eine Koalition von SPD, Grünen und Linken liefe auf das Gleiche hinaus.
Mit der AfD will niemand sonst regieren.

So scheinen die Parteien und damit Deutschland (denn wir haben sie ja gewählt) vor einer wirklich unangenehmen Herausforderung zu stehen:
Minderheitenregierungen in Zeiten von ungelösten europäischen Finanzkrisen, einem perspektivlosen Rentensystem, steigender Alters- und Kinderarmut in Deutschland, Problemen in der Flüchtlings- und Integrationspolitik, ideologischen Kämpfen um die Ehe und der Frühsexualisierung von Kindern, und so vielen globalen Konflikten, könnten zu einem Deutschland führen, das sozial, kulturell und wirtschaftlich schwächer wird. Damit dürften auch die offenbar gewordenen gesellschaftlichen Spannungen noch größer werden.
Eine Neuwahl wiederum muss zu den Fragen führen: Wird es dadurch wirklich besser? Ändert sich deswegen etwas?
Der Kampf um die Wählerstimmen könnte hässlicher als sonst ausgetragen werden – eben vor dem Kontext der gescheiterten Verhandlungen. Die Parteien würden sich noch mehr als sonst profilieren wollen, in dem Sinne, dass man sich voneinander abgrenzt, um die eigenen Besonderheiten aufzuzeigen. Natürlich wird das Auswirkungen auf die Stimmung in der Bevölkerung haben: auch in diesem Szenario dürften die Spannungen größer werden. Möglicherweise würden die Parteien davon profitieren, die schon an den politischen Rändern sind: Linke und AfD.
So oder so wäre zu erwarten, dass das gesellschaftliche Klima in Deutschland an Schärfe zunimmt.
Das ist keine Basis für mehr Hoffnung in unserem Land.

Der Joker könnte der sein: Angela Merkel tritt ab.
Die SPD öffnet sich dann einer großen Koalition.
Damit wären die beiden Parteien an der Macht, die auch die meisten Stimmen bekommen haben. Zwei Parteien, die sich in der Regierungsarbeit kennen. Was den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland betrifft, wäre das womöglich der beste Weg. Inwiefern dann auch die FDP da noch mitspielen darf, würde sich zeigen.

Aber wer weiß schon, was gut ist!?
Irgendwie entspannend, dass ich das alles nicht lösen muss.
Dafür kann ich für die Entscheidungsträger beten. Mögen sie eine weise Entscheidung treffen, die unserem Land hilft.

Politiker, Kaninchenzüchtervereinsmitglieder und Christen sind ja auch nur Menschen

„Ich dachte, als Christ macht man das nicht!“
Sätze wie diese spiegeln manchmal das dar, was andere von einem Christen erwarten.
Ein Christ ist ein lieber, braver, netter, freundlicher und immer hilfsbereiter Mensch, fast wie Jesus selbst, aber mindestens so wie Mutter Teresa.

Natürlich entspricht das nicht der Realität.
Christen können neidisch sein. Jähzornig. Eifersüchtig. Machtzentriert. Lieblos. Faul. Geldliebend. Schlichtweg: unsympathisch.

Das teilen sie sich mit Politikern und Mitgliedern von Kaninchenzüchtervereinen.
Was können sich Politiker zoffen!
Die, die unser Volk vertreten sollen… was für Eskapaden leisten sich einige von ihnen!
Unverschämt!

Und wer schon einmal eine Mitgliederversammlung beim Kaninchenzüchterverein mitbekommen hat, der weiß, wie sehr um einzelne Paragrafen der Vereinssatzung gezofft werden kann!
Darf wirklich nur der 1.Vorsitzende bestimmen, welche Kaninchen die Ehrenprämie bekommen?
Und warum findet keine Jahresfeier für die Kaninchen statt, die schon seit 50 Jahren Mitglied sind?
Manche Vereinssitzungen machen wirklich keinen Spaß und man könnte an den Mitgliedern des Kaninchenzüchtervereins verzweifeln.
Gut, dass ich sowas noch nicht erleben musste.

Doch geht es hier wirklich nur um Christen, Politiker und Kaninchenzüchtervereinsmitglieder?

Natürlich nicht.
Es geht um uns Menschen.
Denn prinzipiell gibt es all das Beschriebene in jeder Familie, in jeder Ehe, in jeder Schule, auf jedem Arbeitsplatz…
weil wir Menschen sind.

Christen bilden da zunächst keine Ausnahme.
Wenn jemand Christ wird, wird dann sein Charakter sofort ausgetauscht?
Verschwinden all die Erfahrungen der letzten Lebensjahre?
Werden die Prägungen der Kindheit null und nichtig?
Wird ein übler, perverser Verbrecher von Heute auf Morgen durch Jesus zum Helden der Feindesliebe?

Viermal „Nein“.
Wer Christ wird, behält seine Persönlichkeit.
Wer vorher ängstlich war, bleibt zunächst ängstlich.
Wer vorher oft mit anderen gestritten hat, bleibt zunächst streitbar.
Und so weiter.

Es gibt nur einen Unterschied.
Und der ist wesentlich.
Christen haben den Geist Gottes in sich.
Und dieser Geist Gottes will Christen zur Jesus-Ähnlichkeit verändern.
Deshalb gibt es in der Bibel die Aufforderungen wie diese:
„Deshalb orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt, sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln.“ (Römer 12,2a)

„Lasst euch… verwandeln!“
„Lasst euch verwandeln!“ beinhaltet, dass man sich auch nicht verwandeln lassen muss.
Das ist alles andere als gut, aber das ist zu beobachten.
Es bleibt unsere Verantwortung, ob wir uns durch Gott verändern lassen wollen.
Das Potential ist da.

Wer sich darauf einlässt, wird verändert.
Aus einem Geizigen kann mit den Jahren wirklich ein Großzügiger werden.
Aus einer Ängstlichen kann wirklich eine Befreite werden.
Aus einem Stotterer kann ein Redner werden.
Aus einer Schüchternen kann eine Mutige werden.

Diese Veränderung dauert oft Jahre. Jahrzehnte. Manchmal bleibt es eine Lebensaufgabe.
Aber Veränderung findet statt.

Wer also einem Christen begegnet, der alles andere als christlich handelt, darf wissen:
Dieser Christ ist ein Mensch wie ich, der noch immer auf dem Weg des Lernens ist.

Was mich im Wahlkampf 2017 und vor allem für die Zeit danach wirklich interessieren würde

Die Bundestagswahlen 2017 stehen an, werden medial leider oft auf das Duell zwischen Merkel und Schulz verkürzt, und viele Schlagzeilen in den üblichen etablierten Online-Zeitungen schildern was vom Wahlkampf um das Dieselauto und ähnliches. Natürlich müssen die Fragen um die Dieselautoproblematik geklärt werden. Was ist schon unwichtig!?
Aber mich persönlich interessieren zunächst die „großen“ Themen.
Das sind Themen wie diese:

– Wie soll das Rentensystem der (nahen) Zukunft aussehen?
Wir wissen, dass wir in einer älter werdenden Gesellschaft leben. Weniger Steuereinzahler müssen mehr Rentner finanzieren. Es ist absehbar, dass das alte System auf Dauer nicht funktioniert. Vorsichtige Eingriffe wie z.B. die Einführung der Riester-Rente haben nicht die Wirkung entfaltet, wie es gewünscht war.
Nach meiner Ansicht gibt es nur zwei realistische Möglichkeiten:
a) Entweder der Staatshaushalt muss dauerhaft in das bestehende System „reinpumpen“.
Das heißt, dass in anderen Bereichen gekürzt werden muss. Aus meiner laienhaften Sicht würde selbst die Beteiligung der Beamten an der Finanzierung des Systems nicht wesentlich was ändern, wiewohl es eine finanzielle Hilfe wäre.
b) Oder die Bürger müssten massiv steuerlich entlastet werden, um privat anders vorsorgen zu können.
Das wäre die radikale Lösung, zu der wahrscheinlich kaum jemand Mut hat und die natürlich das erhöhte Risiko in sich birgt, dass die Kluft zwischen denen, die vorsorgen können, und denen, die es nicht/kaum können, größer werden würde als bisher schon. Allerdings würde es die Eigenverantwortung stärken. Man wäre etwas mehr „Herr über sein eigenes Geld“. Dies setzt natürlich voraus, dass die steuerliche Entlastung so groß ist, dass tatsächlich nennenswerte Beträge für die Rente gespart bzw. investiert werden können.
Mir ist klar, dass das deutsche Rentensystem eine besondere Errungenschaft in dieser Welt darstellt, und dass es womöglich nicht auf Dauer aufrechterhalten werden kann. Aber ich würde mir wünschen, dass die Parteien ein rundes Konzept entwickeln, das fair ist (Rentenhöhe entsprechend der Leistung), das sozial ist (Vermeidung von Altersarmut) und das Perspektive hat (keine Flickschusterei, sondern etwas, was man auf die nächsten Jahrzehnte denken kann).
Was sind die Vorhaben der Parteien?

– Wie soll das Bildungssystem der baldigen Gegenwart aussehen?
In Deutschland haben wir wenig Rohstoffe. Unser – vielleicht einziges – Hauptkapital sind Bildung, Forschung und Wissenschaft. Aber sehr viel hängt letztlich daran, wie unsere Kinder in der Schule ausgebildet werden. Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, was gewiss Vor- und Nachteile hat. Doch insgesamt ist in den letzten Jahren immer wieder davon zu hören: Es fehlen Lehrer. Die Klassen sind zu groß. Die Schulen sind marode. Die Schulen sind zu schlecht ausgestattet. Usw. Zumindest in Berlin arbeitet die Senatsverwaltung immer wieder an Veränderungen im Rahmenlehrplan, aber tatsächliche Verbesserungen sind rar. Und die Gegenwart verheißt nicht viel Gutes, wenn mehr und mehr Quereinsteiger eingestellt werden, die mitunter fachfremden Unterricht bewerkstelligen sollen oder keine pädagogische Ausbildung haben. In der Not muss man zu solchen Maßnahmen greifen. Verständlich. Aber das kann kein Rezept für die Zukunft sein.
Ich stelle mir ein bundesweites Konzept vor: Klassengrößen bis 20 Schüler / in schwierigen Klassen mit bis zu 2 Pädagogen an Besetzung plus eventueller Reduzierung der Klassenstärke / eine praxisrelevantere Lehrerausbildung, die die zwischenmenschlich Unbegabten ausfiltert und die pädagogisch talentierten und fachlich tauglichen Lehrer fördert / damit die Lehrkräfte qualitativ guten Unterricht machen können, sollte eine Vollzeit-Stelle 20-23 Stunden Unterricht pro Woche ausmachen (zusätzlich kommen ja die Vorbereitung, Nachbereitung, die Eltengespräche, Konferenzen usw) / die Lehrer müssen ein Budget bekommen, über das sie für ihren Unterricht verfügen können / grundsätzlich vier Sonderpädagogen pro Schule / die Einführung lebenspraktischer Fächer wie z.B. „Nähen“, „Kochen“ u.ä. / eine Sportstunde pro Tag, damit die Kids fitter und gesünder werden.
Meinetwegen könnten dafür Gelder für das Militär abgezogen werden und in die Bildung investiert werden.
Ansonsten ist das deutsche Ausbildungssystem hinsichtlich der Lehrberufe international ein sehr taugliches und sollte bewahrt, ggf. punktuell verbessert werden.
Was ist das Konzept der Parteien?

– Wie soll Integration gelingen?
Ob berechtigt oder nicht, aber ich nehme von vielen Menschen wahr, dass sie sich in Anbetracht der Flüchtlingssituation unwohl fühlen. Und tatsächlich werden auch in Zukunft viele Menschen versuchen, nach Deutschland/Europa zu kommen. Es gibt keine einfache Lösung, weil die Zusammenhänge extrem komplex sind. Aber das ist m.E. auch deutlich: ein Sozialsystem hat seine Grenze. Notleidende Menschen können und müssen die Chance haben, durch uns Hilfe zu bekommen. Aber wir können auch nicht „die Welt retten“. Zudem ist fraglich, ob den Notleidenden immer damit geholfen ist, wenn sie nach Deutschland gelangen. Es benötigt m.E. ein vielseitiges, ineinandergreifendes System von Hilfeleistungen: hier in Deutschland, in Europa und in den betroffenen Teilen dieser Welt.
Wenn Menschen nach Deutschland geflüchtet sind und ein Aufenthaltsrecht haben, ist die Frage, wie das Miteinander der Kulturen gelingen kann. Im Extremfall haben wir es mit – ich überzeichne jetzt mal, um den Punkt zu verdeutlichen – auf der einen Seite mit einer Emanze zu tun, die sich gegenüber einem Mann als höherwertiger empfindet; und auf der anderen Seite haben wir es mit einem islamischen Pascha zu tun, der für die Vielehe ist und der seine Frauen schlägt, wenn sie ihm nicht gehorchen. Was heißt Integration in solchen Fällen?
Sofern ich es beurteilen kann, war die Integrationspolitik und -gesetzgebung in Deutschland selten eines Ruhmestat.
Ich denke, dass es u.a. darauf ankommt:
– Menschen aus anderen Kulturen sollen ihre Kultur nicht aufgeben müssen. Es ist ihre Prägung und es gibt Elemente, an denen wir hierzulande was lernen können (zB die Gastfreundschaft und die Betonung des Familienzusammenhaltes). Wie können diese bereichernden Punkte in Deutschland mehr Fuß fassen?
– Es gibt kulturelle Aspekte, die ich nicht gut finde: ich will kein soziales Gefüge, das aus Angst und Manipulation besteht; ich will weder eine Männer- noch Frauendominanz, sondern ein Miteinander; ich will keine Vollverschleierung, sondern das Gesicht meines Gegenübers sehen können usw. Ich glaube, dass es eigentlich reicht, an diesen Stellen auf unsere Verfassung sowie eine christlich-humanistische Tradition zu verweisen, um Klarheit und Richtung für Werte zu haben, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass wir in Deutschland ein Sozialsystem, ein Rentensystem und eine gewisse Rechtsstaatlichkeit haben. Wenn wir die Verfassung und die o.g. Tradition aufweichen, dann fangen wir an, an den Wurzeln herumzuschneiden, die uns das „Leben“ eingehaucht haben. Anders gesagt: Wir sollten diese Tradition und die Verfassung wert achten, pflegen und wieder mehr in das Bewusstsein rücken.
– Was das Asyl betrifft, haben wir eigentlich Regelungen, die relativ gut sind. Aber sie müssen angewandt werden. Dafür brauchen wir das Personal (Richter, Polizei, Sozialpädagogen usw) und die Kommunikation der Bundesländer. Und wie jeder Staat sollte auch Europa weiter bedenken, wie Grenzen geschützt werden können. Nicht, um sich nur abzuschotten. Aber das Gegenteil, die „offene Haustür“ 24 Stunden am Tag, ist auch keine Lösung. Es geht um die Prüfung, wer das „Wohnzimmer“ betritt. Und es geht darum, dass die Systeme funktionieren können oder wenigstens genügend Zeit haben, um angepasst zu werden. Ansonsten ist gar keinem geholfen.
– Es geht nicht an, dass Asylsuchende/Asylanten monatelang bei uns in Hallen leben müssen und keine hoffnungsvolle Perspektive entwickeln können. Und dann wundern wir uns, wenn manche nichts mit sich anzufangen wissen und auf schlechte Gedanken kommen. Diese Menschen brauchen nicht nur soziale Begleitung, eine Einführung in unser System und unser Denken, sondern auch fachliche Hilfen, damit sie lernen können, hier zu wirtschaften. Wenn diese Menschen zu Mitbürgern werden, dann soll nicht das Frusterlebnis am Anfang stehen, sondern die Geste der Gastfreundschaft und Barmherzigkeit.
– Es geht auch nicht an, dass unsere Systeme missbraucht werden oder kriminelle Handlungen geduldet werden. Es muss konsequent aufgezeigt werden, dass Missbrauch und Straftaten sofortige Konsequenzen haben (das gilt m.E. genauso im Bereich der Jugendkriminalität, wenn man einen pädagogischen Effekt erzielen will und nicht nur strafen möchte), bis hin zur sofortigen Ausweisung. Hier brauchen wir mehr Justizbeamte und Polizisten, die unser Strafrecht und Asylrecht auch entsprechend der Regelungen konsequent umsetzen können.
So ist Integration nicht nur Holschuld, sondern auch Bringschuld. Es betrifft uns alle.

– Wie soll das Sicherheitssystem der Zukunft aussehen?
Ich kann nur von mir schreiben: einerseits darf die Entwicklung hin zum gläsernen Bürger nicht weitergehen. Wer freiwillig Daten von sich preisgibt, muss dann auch mit den Folgen leben. Aber eine Art Vollzeitüberwachung durch Kameras, durch Möglichkeiten des Internets, durch Abhöreinrichtungen, Datensammlungen usw. ist mir suspekt, denn was der Mensch zum Guten verwenden kann, kann er auch zum Schlechten verwenden. Und der Mensch wird es tun und tut es bereits. Wir haben eine Rechtsstaatlichkeit und können uns gegen Eingriffe in die Intim- und Privatsphäre wehren. Aber die Zeiten ändern sich. Wie kann der Spagat zwischen der Bewahrung der Privatsphäre und der Notwendigkeit, Straftaten präventiv und aufklärend anzugehen, gelingen?

– Was hilft wirklich der Schöpfung?
Dass die Massentierhaltung – mit all ihren Nebenhandlungen wie dem Einsatz von gesundheitlich schädlichen Mitteln – keine Ruhmestat ist, dürfte den meisten bekannt sein. Und natürlich kann sich nicht jeder die „perfekte, gesunde“ Kost leisten. Dennoch sollten Wege gefunden werden, Tiere immer weniger in der Massentierhaltung zu haben und sie entsprechend ihrer Art aufzuziehen. In der Bibel heißt es u.a., dass man einen frommen Menschen daran erkennt, dass er gut mit seinem Vieh umgeht. Eine klare Folge des Bewusstseins: Gott hat diese Welt erschaffen. Sie hat einen Wert und sollte entsprechend behandelt werden. An der Stelle geht es nicht nur um das Wohl der Tiere, sondern auch um unsere Gesundheit.
Zu wenig verstehe ich vom Thema „Energie“. So oder so greifen wir mit der Energiegewinnung immer in die Natur ein. Und jedes Mal kommt es zu Schädigungen. Vielleicht ist die Frage, welche Art von Energiegewinnung am wenigsten Schaden anrichtet. Ich fühle mich nur dann für dumm verkauft, wenn mir eine neue Technik als die „heilsbringende“ dargestellt wird, wie z.B. geschehen bei den Energiesparlampen. Ja, man spart damit sicherlich Energie. Aber dafür schädigen wir Mensch und Umwelt dann an anderen Stellen – s.a. Entsorgung der Giftstoffe in diesen Lampen.
Deshalb freue ich mich über politische Maßnahmen, die möglichst sachlich, abwägend und nicht mit Ideologie- oder Lobbyismus-Brillen helfen, unsere Umwelt zu bewahren.

– Welche Zukunft hat unser Finanzsystem?
Die Griechenland-Krise taucht in den Medien kaum noch auf. Aber gelöst ist sie auch nicht. Viele Gelder sind geflossen – tatsächlich eine Haftung anderer für die Schulden Dritter -, und oft wurden damit nur die Gläubiger bedient. Aber dem Staate Griechenland wurde nicht wegweisend geholfen. So weit meine laienhafte Einschätzung. Und im Grunde geht es etlichen anderen EU-Staaten ebenso. Sie befinden sich auf einem Pfad, der in dieselbe Richtung zeigt. Es gibt keinen EU-Staat ohne Schulden, oder? Das mag noch nicht dramatisch sein. Es wird allerdings dramatisch, wenn man sich die Höhe der Schulden anguckt. Und wenn man sieht, dass die spekulativen Börsengeschäfte nicht wirklich gestoppt worden sind. Und das Bankensystem noch immer sehr viel freie Hand hat und letztlich damit rechnen darf, gerettet zu werden. Und zwar mit den Steuergeldern, die den Bürgern dann an anderer Stelle fehlen. Nichts gegen stabilisierende Maßnahmen des Staates, damit wir nicht pleite gehen. Aber jeder Privatmann, der so mit dem Geld anderer umgeht, würde u.U. in das Gefängnis geworfen werden. Natürlich ist das Finanzsystem komplex und wahrscheinlich oft viel mehr von der Psyche gesteuert als von harten Fakten. Aber irgendwie sollte doch auch das klar sein: Es darf nicht so weit kommen, dass Staatsgebilde wegen mancher Börsengeschäfte oder des Gebahren des IWF einknicken, sich zunehmend an Private und Banken verkaufen und zum Schluss machtlos dastehen. Welche Partei hat dafür ein Konzept?

– Rüstungsdeals!?
Ich verstehe es nicht: Wieso liefert Deutschland Waffen nach Saudi-Arabien? Es ist offenkundig, dass der extrem-islamisch geprägte Staat von sich aus wiederum islamische Krieger unterstützt. Vielleicht sogar eine zeitlang den IS. Wieso verkauft Deutschland überhaupt Waffen in Krisengebiete? Waffen für die eigene Verteidigung in Deutschland und Europa zu haben, ist realpolitisch geboten. Aber Waffen in Länder zu liefern, in denen Menschenrechte nach unserem Verständnis mit Füßen getreten werden? In denen Menschen gesteinigt werden? Ich weiß ja, dass unsere Realität und das politische Handeln darin längst nicht so einfach ist, wie man es gerne am Stammtisch hätte. Und trotzdem muss es Grenzen geben. Es muss eine Ethik geben, die es uns verbietet, Waffen an Staaten zu liefern, die damit dann andere Länder bombardieren oder die ohne mit der Wimper zu zucken, Menschen hängen, foltern und unterdrücken. Das Deutschland, das so etwas tut, befindet sich offenkundig im Bereich der Doppelmoral, gar Heuchelei. Welche Partei hat wegweisende Antworten darauf?

– Wer tut was gegen die Kinderarmut?
Wenn ich die letzten Berichte richtig im Kopf habe, dann ist die Kinderarmut in Deutschland gestiegen.
Die Kinderarmut ist oft eine Folge davon, dass die Eltern arbeitslos sind oder schlichtweg zu wenig verdienen. Ich bin dankbar, dass es in unserem Land noch ein Sozialsystem gibt, das Hilfen anbietet. In der Regel können Wege gefunden werden, um den Familien und Kindern zu helfen. Damit werden sie nicht plötzlich zu Gutverdienern, aber sie haben eine Wohnung und bekommen weitere Unterstützung. Das ist gut. Fragwürdig finde ich die wachsende Kinderarmut vor dem Hintergrund, dass die Steuereinnahmen in Deutschland in den letzten Jahren „gesprudelt“ sind und dass viele Großfirmen hohe Gewinne einfahren. Unser Land ist eines der reichsten der Welt. Wieso haben wir dann eine wachsende Armut? Wieso muss die Kluft zwischen Großverdienern und Normalverdienern weiter wachsen? Geht es nicht anders, weil die „Globalisierung schuld ist“? Oder kann es ein Staatssystem geben, in dem Kinder nicht ärmer werden?
Welche Partei will was tun?

Nun ja, es gäbe so viel mehr. Ich bin nur Laie und stecke nicht im politischen Geschehen drin.
Und bei allem Verständnis für die vielen eifrigen Politiker, die wahrlich nicht immer ein einfaches Leben haben:
Wir brauchen alsbald entscheidende Weichenstellungen in unserem Land, damit unser Land nicht zerreißt.

Was mich besorgt

Ich bin ein Kind der 70’er und 80’er.
Jahre, in denen es in Deutschland vergleichsweise gut lief.
Kriminalität gab es dennoch. Vergewaltiger und Kindesmisshandler auch.
Das Wesen des Menschen war in diesen Zeiten nicht anders als heute (wiewohl manche Populisten gerne so tun, als wäre „damals“ alles besser gewesen).

Und trotzdem gab es einige, vielleicht sehr unterschwellige, Normen.
Oder verklären wir das nur so im Rückblick?

Nein, ich glaube nicht.
M.E. hat die Verunsicherung zugenommen. Und zwar im großen Stil.
Sicherlich auch bedingt durch manche Errungenschaften.
So bestellen wir billige Klamotten im Internet.
Kleidung, die, wenn sie in Deutschland allein gefertigt werden würde, richtig teuer wäre.
Und das Internet will kaum jemand missen.
Zugleich erleben wir mit dieser Errungenschaft die Verunsicherung:
Wir wissen, dass die Kleidung unter schrecklichen Bedingungen in Asien gefertigt wurde (gleiches betrifft z.B. die Kaffee-Produktion, die Kakao- und damit Schokoproduktion, manche Obsternten, Materialien für unsere Handys und Computer usw.). Manchmal arbeiten Sklaven dafür. Und Kinder.
Und das Internet liefert uns Informationen aus aller Welt in die Bude, die uns letztlich überfordern und uns ohnmächtig fühlen lassen. Wobei wir uns zunehmend fragen, ob wir diesen Infos überhaupt glauben können. Denn die anderen „aus dem Internet“ sagen was ganz anderes.

Wir erleben eine Verunsicherung im politischen Bereich.
Vielleicht war Politik schon immer eine unsichere Sache.
Aber definitiv wird sie durchsichtiger durch die Info-Flut aus den Medien.
Wir fangen an, Abneigung gegenüber manch wendehälserischen Manövern einiger Politik-Obrigen zu entwickeln. Und komischerweise wird auf der einen Seite über die etablierten Parteien geschimpft. Und dann werden sie auf der anderen Seite doch im beachtlichen Maße gewählt. So sieht Verunsicherung aus.

Innerhalb kurzer Zeit kommen Millionen Menschen aus anderen Kulturen nach Deutschland.
Etliche kommen aus der Not. Es geht um das Überleben. Klar, wir helfen. Manche kommen, um wirtschaftlich zu überleben. Da sind wir kritischer. Aber wenn wir auch nur eine Woche unter ihren Verhältnissen leben würden, würden wir verstehen, weshalb sie nach Deutschland wollten. Vielleicht hätten wir es an ihrer Stelle genauso versucht. Und einige wenige kommen als Schmarotzer und als Kriminelle. Gewiss eine Minderheit. Aber was die meisten mitbringen, ist eine fremde Kultur. Und ist oft auch ein Gemisch aus kulturellen Besonderheiten und dem religiösen Gepräge des Islam. Und wir erleben, dass Multi-Kulti abseits des „Karnevals der Kulturen“ doch nicht so einfach ist. Dass nicht jede Kultur gut ist, sondern auch schädliche Einflüsse haben kann (sowohl die unsrige als auch die der Geflüchteten). Und dass „der“ Islam Elemente aufweist, die dann doch unserer Rechtsauffassung widersprechen. Was wird noch kommen? Was wird noch passieren? Verunsicherung.

Dann wird auf die Wut-Bürger geschimpft. Und auf die Linken. Auf die Rechten. Auf die Russen. Die US-Amerikaner. Auf die Türken. Auf Merkel. Irgendwie scheint jeder kritisch zu sein. Keinem kann geglaubt werden. Verunsicherung.

Nach und nach, irgendwie langsam, aber dann doch zielgerichtet, werden wir mit dem Gender-Zeugs konfrontiert.
Manche Rahmenlehrpläne an den Schulen sehen Themen im Sexualkunde-Unterricht vor, die weniger dem Verständnis dienen, sondern einer Ideologie, die wissenschaftlich-biologisch nicht erwiesen ist. „Plötzlich“ sollen alle möglichen Denkarten von Geschlechtsleben in Ordnung sein und gleichberechtigt nebeneinander stehen. Der Schritt ist nicht weit zu „Wir leben Ehe zu Dritt“. Und es würde mich nicht wundern, wenn wir in ein paar Jahren so weit sind, das Sexualverhältnis von Volljährigen zu Teenagern als normal zu erklären. Letztlich ist damit der Kern der Persönlichkeit berührt, denn was ist intimer als das Sexualleben und die eigene Geschlechtlichkeit? Es treten Verunsicherungen im Identitätsbereich des Menschen auf.

Und dann die vielen anderen News:
Banken werden gerettet – kein Problem, Milliarden innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung zu stellen; aber die Kinderarmut und Altersarmut in Deutschland nehmen zu, ohne dass es sichtbare Lösungsvorschläge geben würde. Oder Russland werden moralische Vorhaltungen gemacht, aber das menschenverachtende System in Saudi-Arabien mit Steinigungen, der Unterdrückung der Frauen und der Verfolgung von Nicht-Moslems wird hofiert und mit Waffen beliefert.
Das verärgert und verunsichert.

All das kann weiter und weiter geführt werden.
Aber es endet zur Zeit in einer mehr oder weniger offenkundigen Verunsicherung der Menschen hierzulande.
Eigentlich sehnt sich der Mensch nach Sicherheit und Orientierung, aber finden tut er zur Zeit eine Menge an Verunsicherung.
Und ich schätze, dass das nicht aufhören wird.
Denn die Welt ist komplex.
Es gibt selten einfache Lösungen.
Dumm nur, dass mancher versucht, uns das vorzugaukeln.

Die einfachen Lösungen sind oft einfach zu entlarven.
Was wäre, wenn die Banken nicht mit Milliarden „gerettet“ worden wären?
Dann hätte uns ein Wirtschaftscrash ohne Gleichen treffen können. Renten, Sparvermögen usw. hätten völlig verloren gehen können. Firmen hätten Pleite gehen können. Es hätte noch mher Arbeitslose geben können. Und damit noch mehr Kinder im Armut. Wir müssen verstehen, dass unser Wohlstand auch durch ein kompliziertes Wirtschaftssystem mit Zinsen und Zinseszinsen getragen wird.
Was wäre, wenn wir die Geflüchteten nicht nach Deutschland gelassen hätten?
Sie wären trotzdem gekommen. Und sie werden weiter kommen. Denn es sind so viele. Sie werden sich nicht durch Zäune aufhalten lassen. Und: Manche Menschen kommen aus Ländern, denen wir unseren Reichtum verdanken. Wir müssen uns damit beschäftigen. Wir werden den Islam und andere Kulturen nicht negieren können. Sie sind da. Wie gehen wir damit um?
Was wäre, wenn Politiker nicht ihre Arbeit täten und nicht bereit wären, ihre Ansichten auch mal zu ändern?
Wer würde dann den Kopf für unsere Kommunen, Länder und die Bundesrepublik hinhalten – obwohl er sofort wüsste, dass er gar nicht alles verstehen oder ändern kann? Und Politiker, die ihre Ansicht nicht ändern, können auch zu Sturköpfen werden, die nichts gelernt haben. Gut, dass es manchmal Meinungsänderungen gibt.
Und so weiter.

Und trotzdem halte ich manche Prinzipien für elementar.
Egal, ob wir Zeiten der Verunsicherung haben.
Prinzipien, die sich im Laufe der Jahrhunderte als hilfreich für das Zusammenleben erwiesen haben.
Aber dazu demnächst mehr.