Seit Jahren Vegetarier, Bambuszahnbürsten, selbstgemachtes Shampoo und mehr Vitamin D

Vegetarier sein

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie lange ich mich schon vegetarisch ernähre.
Zwischenzeitlich hatte ich eine Phase, in der ich mich bemühte, vegan zu essen. Das habe ich ungefähr ein Jahr durchgehalten. Ich habe den Käse vermisst.
Das Vegetarische bekommt mir nach wie vor gut. Ich mag zwar den Geruch von Grillfleisch. Aber ich habe kein Verlangen nach dem Fleisch. Es gibt zwei, drei Ausnahmen im Jahr. Zum Beispiel, wenn es wirklich sehr unhöflich wäre, das angebotene Fleisch nicht zu verzehren. Oder wenn ich einmal im Jahr auf Trekking-Tour bin.
Über diese Ernährungsweise habe ich über die (vielleicht vier Jahre, fünf) Jahre ungefähr sieben Kilogramm abgenommen.
Somit stehe ich nicht wirklich vor einer Entscheidung, sondern halte einfach mal zwischendurch inne, mache mir all das bewusst und werde auch in Zukunft auf diese Weise weitermachen.
Auffällig ist, dass, obwohl mittlerweile jedes normale Restaurant mindestens eine vegetarische Mahlzeit auf der Menükarte anbietet, es aber noch immer Aufsehen erregt, wenn Menschen mitkriegen, dass ich mich vegetarisch ernähre. Vielleicht gleichen sie auch einfach nur mein Veggie-Statement mit meiner noch immer stabilen Figur ab, und fragen sich, ob ein Veggie-Mann nicht ganz dürre aussehen müsste.

Bambuszahnbürste

Ich bin wirklich kein Gesundheits-Fetischist, aber finde es manchmal sehr interessant, was wir mit uns und dieser Schöpfung so anstellen. Was hilft? Was zerstört?
Ein weiterer kleiner Schritt war für mich die Anschaffung von Bambuszahnbürsten. Nicht unbedingt, um die Natur vor Plastik-Abfall zu bewahren. Ist gewiss ein netter Nebeneffekt. Dafür wird die Schöpfung durch andere Dinge bei der Herstellung und Anlieferung der Bambuszahnbürste geschädigt. Nein – mein eigentlicher Grund war, dass ich nicht Plastikzeugs in meinem Mund haben will. Vielleicht macht so eine Plastikzahnbürste ja gar nix Schlimmes mit mir. Es ist mir schlichtweg sympathischer, Holz zu spüren. Allerdings kommt es sehr auf die Dauer des Zähneputzens an. Nach ungefähr drei Minuten wird die Mundschleimhaut nahe der Lippen gereizter. Gut, dass keine Späne zwischen den Zähnen zurück bleiben.

Von „No poo“ hin zum eigenen Test-Shampoo

Irgendwann wollte ich mir nicht ständig die Chemie von Shampoos antun. Kann ja sein, dass mein Körper auch damit gut zurecht kommt. Dennoch ist es mir suspekt geworden, all die Inhaltsstoffe auf meine Kopfhaut zu reiben. Womit konnte ich meine Haare ansonsten sauber halten?
Tatsächlich habe ich einige Wochen lang – ich schätze, so ca. 2-3 Monate – meine Haare einfach nur regelmäßig gewaschen. Mit purem Wasser aus dem Leitungshahn. Die Haare haben nicht gestunken. Oder vielleicht hat sich auch nur niemand getraut, mir das zu sagen.
Allerdings neige ich zu trockener Haut und irgendwann kam eine Phase, in der die Kopfhaut öfter zu jucken begann. Es bildeten sich wieder kleine Schuppen. Ich war kurz davor, mir ein herkömmliches Anti-Schuppen-Shampoo anzuschaffen. Stattdessen habe ich mir einen Shampoo-Mix aus viel Wasser, bisschen Olivenöl und noch weniger Pfefferminzöl, Zitronenöl und Teebaumöl kreiert. Damit komme ich seit ungefähr zwei, drei Wochen gut zurecht. Mal sehen, was das Langzeitergebnis ergibt.

Vitamin D3 + Vitamin K2

Tja und mein aktuellster Schritt ist die Einnahme von Vitamin D3 in Kombination mit Vitamin K2 und hin und wieder ein wenig Extra-Magnesium. Die Einnahme von Vitamin D3 ist ein Thema für sich. Einzelne Mediziner haben dazu ganze Bücher geschrieben oder sogar Internetseiten veröffentlicht. Klar ist, dass die meisten Nord- und Mitteleuropäer zu wenig Vitamin D in sich haben. Vitamin D ist eigentlich ein Hormon und angeblich weisen zig Studien eindeutig darauf hin, dass ein Mangel an Vitamin D zu diversen Krankheiten führen kann oder diese begünstigen können. Hingegen kann eine ausreichende Vitamin D-Versorgung wohl präventiv gegen Krebs wirken. Ich habe all diese Studien nicht gelesen und vertraue zur Zeit darauf, dass die sich äußernden Experten Recht haben. Etliche dieser Experten erwähnen, dass neben dem Vitamin D3 unbedingt Vitamin K2 eingenommen werden sollte. Und meine Empfehlung ist zudem, nicht blind voranzugehen, sondern vorab einen Vitamin D-Bluttest machen zu lassen.
Wer an diesem Thema Interesse hat, wird im Internet schnell fündig.
Meine persönlichen Beobachtungen sind bislang die:
– Als ich in der ersten Woche meinen Vitamin D-Speicher auffüllte (bei mir waren es tägliche Dosen von ca. 90.000 Internationen Einheiten – in Ölform, weil das der Körper wohl am besten verarbeiten kann) fühlte sich mein Körper manchmal so an, als hätte ich eine Tasse Kaffee zu viel getrunken. Nachdem ich in den Erhaltungsmodus gegangen bin, taucht dieses Gefühl nicht mehr auf.
– Ich habe etwas mehr Schlafbedarf und mein Schlaf scheint ein wenig tiefer zu sein. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das die Folge vom Alltagsstress ist oder ob es wirklich am Vitamin D liegt. Allerdings habe ich auch von anderen Vitamin D-Nutzern gelesen, dass manche Ähnliches bei sich beobachten. Einer erklärte das so für sich: Es sei wie ein langer Sommertag draußen im Sonnenschein. Der Körper ist voll mit dem Vitamin und brauche nun Ruhe, um es zu verarbeiten.
– Tatsächlich nehme ich mir selten mehr Schlafzeiten als vorher. Dennoch fühle ich mich insgesamt leistungsstärker. Das fühlt sich nicht revolutionär an, aber mein Energiespeicher scheint voller zu sein. Nun hatte ich vor der Vitamin D-Einnahme keinen richtigen Vitamin D-Mangel, sondern einfach nur nicht die Ideal-Menge im Körper. D.h., jemand, der wirklich einen Mangel hat, könnte die vermehrte Energie als revolutionär empfinden.

So, das war mein Gesundheitsinnehalten. Mal schauen, was in einem halben Jahr los ist.

Advertisements

Alltags-Tipps: Nasenspülsalz, Henry, No-Poo und anderer Öko-Kram

Nasenspülsalz

Die Nase zu spülen ist nicht jedermanns Sache. Manchmal ist es aus medizinischen Gründen aber naheliegend das zu tun. In manchen Supermärkten, aber vor allem in Drogerien und Apotheken gibt es dafür abgepacktes, fein proportioniertes Nasenspülsalz zu kaufen. Winzige Tütchen mit ca. 2,25 g Füllgewicht.
Eine Packung mit ca. 40-60 Tütchen (je nach Hersteller) kann zwischen ca. 5,-€ bis 7,-€ kosten.
Aktuell haben wir noch eine solche Packung zuhause. Insgesamt bietet diese Packung 90 Gramm Salz an, für ca. 5,-€.
Das ist teuer.
„Tausendmal“ preiswerter ist es, das Pharmasalz (Natriumchlorid) als Großpackung, also nicht in Tütchenform, zu kaufen. Klar, man muss die Portionen dann mit einem Löffel zusammenschaufeln, ist aber verkraftbar, wenn man sich das Preisverhältnis anguckt:
Ein Kilo Natriumchlorid für ca. 5,-€
Erinnere: Bisher 90 Gramm für ca. 5,-€. Jetzt 1000 Gramm für ca. 5,-€!
Daher meine Empfehlung: Kauft die Großpackungen, wenn ihr auf Nasenspülsalz steht!

Henry

So nenne ich einen grauen Sack. Nee, ist nicht mein Nachbar!
Ist wirklich ein Sack, gefüllt mit Granulat, in das Auto gelegt, nahe der Frontscheibe.
Wirkung: Das Granulat saugt die Feuchtigkeit im Auto auf.
Gerade bei Regenwetter oder viel Atemluft im Auto beschlägt unsere Scheibe oft.
Das Gebläse muss dann auf Hochtouren laufen, damit wieder freie Sicht ist.
„Henry“, der Sack, bewirkt, dass wir das Hochtouren-Gebläse nicht mehr nötig haben.
So einen Sack kann man kaufen. Kann man sich aber auch selber, z.B. mit Katzenstreu, basteln.
Frage aber nicht nach „Henry, dem Sack“! Keine Ahnung, wie das Ding im Geschäft heißt. Ich habe ihn einfach „Henry“ genannt. Nenne du ihn/sie, wie du magst!
Wichtig: Alle paar Wochen/Monate muss das Ding auf die Heizung gelegt werden, damit die gesammelte Feuchtigkeit entzogen werden kann. Danach ist er wieder einsatzbereit.

No-Poo

Für manche genauso eklig wie Nasenspülsalz.
„No-Poo“ heißt: die Haare werden nicht mehr mit herkömmlichen Shampoos gewaschen.
Einer der „Natur-Trends“ in der westlichen Gesellschaft. Sicherlich ein Trend, der nie die breite Masse erwischen wird.
Die Idee: Wir nehmen eh schon so viel Chemie-Zeugs in uns auf, dass es Sinn macht, es hier und da zu reduzieren. Eventuell geht es ja sogar darum, bestimmte Krankheiten der Moderne nicht zu bekommen. Deshalb also kein Shampoo benutzen.
Wie dem auch sei:
Mir persönlich gefällt der Gedanke dahinter. Tatsächlich befinden sich in einem normalen Shampoo viele Dinge, die ziemlich künstlich, chemisch und fragwürdig klingen. Ein Chemiker wüsste hier mehr zu berichten, als das, was es bei mir erzeugt: ein komisches Bauchgefühl.
Also, habe ich es probiert. Wie ist es, kein herkömmliches Shampoo mehr zu benutzen und trotzdem gepflegte Haare zu haben?
Meine Erfahrung nach paar Monaten: Es geht.
Die Haare wasche ich noch immer regelmäßig. Jetzt allerdings mit einer Mischung aus warmen Wasser, Roggenmehl, einen Schuss Zitronensaft und ein paar Tropfen Minzöl oder japanisches „Heilpflanzenöl“ (heilt das wirklich?). Alle paar Wochen mal etwas Olivenöl benutzen. Das war’s.
Preislich macht das wahrscheinlich keinen großen Unterschied zu normalen Shampoos. Vielleicht produziere ich einen Mini-Tick weniger Plastik-Müll.
Aber definitiv ist jetzt weniger Chemie auf’m Kopf. Ob das was bringt? Keine Ahnung. Die Kopfsache ist nur ein Bauchgefühl. 🙂

Anderes Öko-Zeugs

Ich bin kein Umwelt-Aktivist und habe auch keine Lust, anderen Menschen Vorträge über den „richtigen“ Lebensstil zu halten. Doch bedingt durch meinen christlichen Glauben ist das Thema „Gottes Schöpfung“ etwas mehr in den Vordergrund gerückt. Wie gehen wir mit Gottes Schöpfung um? Vom Alten Testament her gibt es einige Anweisungen Gottes, dass wir fürsorglich mit Tier & Pflanzenwelt umgehen sollen. Deshalb muss man nicht Vegetarier, Veganer oder Öko-Dorfbewohner werden. Aber mehr Achtung vor dem zu haben, was Gott mit Liebe und Kreativität erschaffen ist, ist fraglos gut. Einer der Gründe, weshalb ich mich hauptsächlich vegetarisch ernähre. Massentierhaltung ist doof und das Fleisch direkt beim Bio-Bauern zu kaufen, ist mir zu umständlich oder zu teuer.
Das sind u.a. weitere Maßnahmen, die ich ökomäßig für mich selbst bedenke:
– Das Benutzen einer Zahncreme, die möglichst wenig Chemiezeugs inne hat.
– Die Verwendung von Holzzahnbürsten. Plastik im Mund finde ich doof.
– Die Heizung muss nicht immer auf höchster Leistung laufen. Man kann sich auch wärmer anziehen.
– Weniger Flüssigseife im Plastikbehälter kaufen, sondern mehr Handseife in der Kartonverpackung.
– Viele Strecken mache ich mit dem Fahrrad statt mit dem Auto.
– Es müssen auch nicht „überall und immer alle“ Lampen im Haushalt eingeschaltet sein. Nur die anschalten, die wirklich gebraucht werden.
– Wie so viele es tun (auch, wenn die Industrie dahinter fragwürdig ist): das Trennen von Müll.
– Manchmal tut es auch der Handfeger mit Müllschippe statt der Staubsauger.
– Handtuch und Putzlappen statt Einweg-Küchentuch.
– Wenn Kaffee kaufen, dann idR Fairtrade-Kaffee. Gleiches gilt oft auch für Schokolade.
– Wenn Eier gekauft werden, dann natürlich nur die, die die Null als Kennziffer haben.

Ich weiß, dass das alles keine Allheilmittel sind.
Und manches lässt sich auch nicht für alle Menschen denken (Was wäre, wenn alle nur noch Zahnbürsten aus Bambusholz benutzen würden? Wäre das nicht auch schädlich für die Umwelt?). Nichts davon ist revolutionär. Und wahrscheinlich werden wir Menschen immer irgendwie schädlich für die Natur sein.
Aber ich bin überzeugt, dass jeder step by step sein Leben so umgestalten kann, dass es weniger schädlich für die Schöpfung Gottes ist. Hast du noch mehr Tipps?

Sei ein Flexi-Veganer!

Jesus sagte mal zu seinen Leuten: „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“
Bei Veganern und Vegetariern schrillen sofort alle Alarmglocken, wenn sie das Wort „Fleisch“ hören. War bei mir auch so (wobei Jesus hier natürlich nichts über Massentierhaltung gesagt hat).

Vor etwa 2-3 Jahren (ick weeß ditt echt nicht mehr) beschloss ich, vegetarisch zu essen. Mich haben die Videos von der Massentierhaltung angeekelt und die Tiere haben mir leid getan. Selbst Tiere, die liebevoll biologisch tot gestreichelt werden, möchte ich nicht essen. Klar, Grillfleisch riecht lecker und bevor ich verhungere, würde ich auch kiloweise totes Tier essen. Aber Tatsache ist: ich habe keinen Gefallen mehr an Fleisch und ich habe nicht den Eindruck, auf etwas verzichten zu müssen.

Dann beschäftigte ich mich mit Themen wie „Milchproduktion“, „Eierproduktion“, „Käseproduktion“ und so weiter. Das Prinzip ist das gleiche wie bei der Fleischproduktion: Tiere leiden ohne Ende, werden gefangen gehalten, chronisch gequält und diverse Tiere müssen dabei sterben. Das qualvolle Sterben ist dabei nicht ein Zufallsresultat, sondern es ist Teil des Programms. Anders geht es nicht. Die Schlussfolgerung war für mich schnell deutlich: Wenn ich kein Fleisch esse, weil die Massentierhaltung so bösartig ist, dann muss ich auch auf Käse, Milch und Eier verzichten. Denn diese Produktion ist nicht weniger böse. Deshalb beschloss ich vor 1,5 Jahren vegan zu essen.

Ich habe kein Problem damit, auf Schokolade zu verzichten, auf Milch, auf Eierkuchen oder ähnliches. Das hat mich echt gewundert, weil es vorher so normal war. Mittlerweile hat mein Körper eher Appetit auf frisches Obst, Gemüse und Nüsse. Ganz komisch, aber scheinbar spürt mein Körper sehr wohl, was wirklich gut ist. Dieser Verzicht ist keine Spur anstrengend. Vegan zu essen ist echt einfach und durch ein bisschen Sport und diese Essweise habe ich innerhalb von 1,5 Jahren nun 8 Kilo abgenommen.

Ich habe nur damit ein Problem: es ist so schwer, auf Käse zu verzichten!
Käse ist so toll!
Und so kam es zum ersten Dammbruch: in einem Urlaub mit anderen wollte ich niemanden meinen veganen Ess-Stil aufzwingen und hatte auch keine Muße, um mir das Extra-Süppchen zu kochen. Ich machte eine Ausnahme für ein paar Tage.
Und seitdem bin ich Flexi-Veganer. Man könnte auch sagen: ich bin inkonsequent („Der Geist ist willig, doch mein Fleisch verlangt nach Käse!“), aber Flexi-Veganer hört sich interessanter an.
So habe ich nun meine veganen Ess-Phasen. Doch hin und wieder esse ich dann doch ein Käsebrot und zerbreche nicht vor Weltschmerz, wenn ich auf einer Geburtstagsfeier ein Stück Kuchen mit dem Bestandteil Ei zu mir genommen habe.

Mir gefällt’s so.
Für meine Zeitgenossen doziere ich nicht in Militäruniform darüber, wie schlimm deren Essverhalten ist, sondern freue mich am Zusammensein. Ich genieße hin und wieder meinen Käse und weiß: durch dieses eine Stück geht nicht die Welt unter. Und die Welt rette ich durch mein Essverhalten ohnehin nicht. Bildlich gesagt füge ich ein Sandkörnchen ein, das statistisch ein paar Tiere vor dem Tod bewahrt. Zumindest theoretisch.
Und so kann ich in meinem Bewusstsein locker switchen:
Mal habe ich ein reines Gewissen, weil ich ja so vegan lebe!
Und dann fühle ich mich mal wieder total locker und cool, weil ich kein Prinzipienreiter bin, sondern gerade das Stück Käse im Mund kaue. 🙂
Flexi-Veganer zu sein, ist wirklich schön…

Ein Hinweis in eigener Sache:
Für mich geht es auch um die Frage, ob und wie wir die Welt ein bisschen besser machen können. Die Ernährung und unser Konsumverhalten sind ein beachtlicher Teil der Antwort. Aber nicht nur. Ich denke, dass unsere Gesellschaft in eine Richtung abdreht, die gar nicht gut ist. Da hilft dann auch vegane-vegetarische Ernährung nicht.
In den Romanen zur „Tribes-Reihe“ ringe ich um Wege und Antworten. Wie werden wir in zwanzig oder dreißig Jahren leben? Was ist dann mit denen, die friedlich Öko-Dörfer gebaut haben? Die ein bisschen autark leben wollten?
Vielleicht sind die Geschichten zu düster. Vielleicht auch realistisch. Vielleicht können wir Antworten finden.
Die Geschichten sind recht preiswert als Ebook bei Thalia, Amazon und anderen erhältlich.

Vegan leben und Christsein

Mittlerweile bin ich seit ungefähr drei Monaten dabei, mich vegan zu ernähren. Zuvor habe ich mich 2,5 Jahre als Vegetarier ernährt und ich entdeckte für mich, dass das inkonsequent war. Mein Hauptmotiv für die vegetarische Ernährungsweise war das Leid der Tiere in der Massentierhaltung.
Schließlich sah ich ein, dass auch bei der Milch, die ich trinke, die Butter, die ich esse und bei den Eierkuchen, die ich zu mir nehme, die Massentierhaltung steckt. Das heißt: Tausende von Tieren, die unter übelsten Bedingungen dahinvegetieren und Tausende von toten Tieren – eben, weil ich billige Milch trinke, Butter und Eier esse.
Deshalb empfand ich meine vegetarische Ernährungsweise als inkonsequent.
Konsequenter ist für mich die vegane Ernährungsweise.

Nun war mein Hauptanliegen nicht per se christlich. Ursprünglich empfand ich einfach Ekel beim Essen von Fleisch.

Doch nach und nach sah ich ein, dass die Bibel zu dem Thema einiges zu sagen hat. So wird z.B. die Gottesfurcht eines Menschen daran festgemacht, wie er mit seinen Tieren umgeht. Und die Schöpfung samt Tieren wird uns als erlösungsbedürftig präsentiert: auch die Tiere haben Sehnsucht nach Frieden.

Wenn in 1.Mose steht, dass sich die Menschen die Welt untertan machen sollen, dann konnte das nie als mörderische Ausnutzung von Tieren gemeint sein. Schließlich sollten sich die ersten Menschen nach dem Willen Gottes auf jeden Fall vegetarisch ernähren, vielleicht sogar vegan.

Damit will ich nicht sagen, dass ein Christ vegan leben muss.
Aber es gibt gute Gründe dafür.
Ich würde es nicht als klaren Willen Gottes verkündigen.
Aber ich würde schon anfragen, ob denn die Massentierhaltung mehr dem Willen Gottes entspricht als die Enthaltung davon.

Um es nochmal persönlicher zu machen:
Ich bin nach wie vor kein militanter „Vegan-Christ“.
Heute z.B. wurde mir versehentlich Milch in den Kaffee (Fairtrade natürlich) gegeben. Sollte ich den Kaffee samt Milch nun weggießen, um bloß keine Milch zu mir zu nehmen?
Ich habe den Milch-Kaffee getrunken. Vom Wegkippen hätte ich auch kein Tier gerettet.

Ich weiß, dass ich nichts perfekt tun kann, außer das:

Ich kann perfekt unperfekt sein.

So halte ich nach wie vor dafür:
Die vegane Ernährungsweise ist für mich ohne Alternative.
Aber mein Lebenssinn ist ein anderer: Christus zu folgen.

Erfahrungsbericht „Vegan leben“

Seit ungefähr 6 Wochen versuche ich, mich vegan zu ernähren.
Sich vegan zu ernähren ist ein großer Unterschied zum veganen Lebensstil!
Würde ich dem veganen Lebensstil frönen, trüge ich keinen Ledergürtel mehr!

Ich trage aber noch meinen Ledergürtel. Und ich habe noch Woll-Klamotten!
Daher sage ich: Ich versuche, mich vegan zu ernähren.

Jeder, der lesen kann, spürt wiederum eine Einschränkung:
„Ich versuche…“

Denn eine vegane Ernährungsweise ist gar nicht so einfach!

Für mich fängt es bei Höflichkeitsritualen an.
Jemand bestellt für mich einen Kaffee und zahlt diesen auch.
Weiterlesen

Christsein und veganer Lebensstil?

998533_40408760Seit zwei Jahren habe ich mich vegetarisch ernährt.

Ich kann mich nur an zwei Ausnahmen erinnern:
Einmal war ich auf einer Goldenen Hochzeit in einem sehr feinen Restaurant eingeladen. Das hießt: Mini-Portionen auf großen Tellern und alles wahrscheinlich sehr teuer.
Aus Respekt gegenüber den Gastgebern habe ich das bisschen Fleisch auf dem Teller gegessen. Für manche Vegetarier ist das ein völlig inakzeptables Verhalten. Für mich war das okay.
Das zweite Mal handelte es sich auch um eine Gastgeber-Gast-Situation und ich habe aus Höflichkeit etwas Fleisch mitgegessen.
Wahrscheinlich ist die Welt davon nicht untergegangen – zumindest bis jetzt nicht.
Kann ja noch kommen.

Weiterlesen